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Central-Verein-Zeitung · 1929-04-05 · 14 (5.4.1929) · p. Seite 180

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
14 (5.4.1929)
Date
1929-04-05
Page
Seite 180 (sequence 8)
Language
German
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Cummcntif das speziiisitz Jüdische herauszustetlen. Tenn das trifft vielleicht das „K o st ü m", nie das „W e s e n" des Jüdischen- Mit diesen lebendig vorgetragenen Gedanken, die an Zahlreichen Einzelbeispielen nlrd Photographien erläutert werden, berührt der Verfasser uu-- mittelbar Gegenwartsfragen- Darum lvünschen Nur dies Buch in die Hand möglichst vieler Leser, nicht nur derer, die für die Geschichte der Inden in Deutschland Interesse haben. Dr. Ernst Heinrich Seligsohn. „Lampion." Cin kleiner Roman vor» Leo Hirsch. Verlag Dr. R. Färber, Mährisch-Dstratl- Tie moralische Not eines jungen Juden hat dieser eigenartige Roman zum Jnbatt. Lampion, Ilssälnig. in Pulen geboren, Jude, ist Zeuge der grauenerregenden Marter und Schmach, die durch polnische Roheit unter Pilsttdskis Regime Angehörige seiner Raste zu erdulden haben. Er ist^nicht fähig, die äußere lltiedrigkeit und Knechtschaft zu ertragen, ohne dadurch m eine innere moralische Niedrigkeit Zu verfallen, da er sich verurteilt fühlt, mit schlaffen Händen in ohnmächtigem Zorn znznschauen. Lampion leidet darunter, daß er zuviel denkt, statt — sei es auch sinnlos — daraus loszuhandeln. Die Furcht, nur ein Spielbali Zu sein, vergiftet sein Lelwrr und läßt keinen Genus; in sich austommen. Er zerstört lein eigenes Liebesglück, da er unter den; Wahn steht, sich wie eilt Feigling benornillen zu haltert, als es galt, feine Liebste Zn verteidigen- Es nutzt ihm nichts, daß er selbst mit den alt sich gestellten Anforderungen zu Gericht geht und sie verftandesgemäß als unbegründet, uttdurchführbar erkennt. Er verzehrt sich vor Beschämung, daß er seine nach Betätigung riltgendcn Kräfte vor lauter Grübeln, Träumen und Fühlen nicht mnzu setzen vermag. Als Ausweg wirst er sich — in München studierend — mit aller Inbrunst auf dcts Studium zionistischer urrd sozialistischer Theorien. Dvch mit unerbittlicher Konsequenz zeigt der Verfasser, daß diese selbstquälerische reflektierende Deranlagrmg nichts Positives zu erzeugen vermag. Die Gestalt des Lampion — bunt leuchtend und rasch abbrennend — haftet in der Seele des Lesers, weil ein Wesensgleicher sie fd)u?, der mit grausamer Selbstkritik, fast möchte man sagen im Selbstverttichtungstrieb, fein eigentliches jugendliches Ich der Welt preisgibt. Th. Sch. Neue Bücher. Josef Bickermaun: ,,Den Years of BoLshevec Dominaüo Batrioi.ic Union Russinn Jews abroad“, 1918. — Ludwig Ferdinand Clautz: „Bon Seele und Antlitz der Rassen und Völker", I. F. Lehmann, München, 1929. —' Professor Dr. A. Nordtzst: „Das Rätsel des Allen Testaments", Hellmuth Wvllermann Verlag (W. Maus),- Vraunschweig. — Leo Trvtzlv: „Die wirkliche Lage in Rußland", Avaluu Verlag, Hellerau, .1928. — G. S. Viereck und P. Cloridge: „Autobiographie des ewigen Juden", Paul List Verlag, Leipzig, 1928. — Henri Barbusse: „Jesus", (i\ Weller u. Co., Leipzig-Wien, 1928. Luise .Nuntskst: „Rosa Luxemburg", C. Laubsche Verlagsbuchhandlung, 1929. — Franz von Assisi: „Die Blümlein des Frater Lino von Parma", Franziskus-Druckerei, 1929. — Artur Sakheim: „Der Zadik", Drama, I. Lumsßmrnn, Frankfurt a. M., 1929. — Gustav Master: „Bis ruarck und Lassallc. Ihr Briefwechsel und ihre Gespräche", I. H. W. Dietz Aachs. G. m. b. H., U'28. kleine Chronik. Der bekannte Nervenarzt Sanitätsrat Dr. James F r a e n k e l in Lankwitz, Leiter und Lesttzer des Sanatoriums Berolinum und der Laukwitzer Nurarrftalten, vollendete am 21. März fein siebzigstes Lebensjahr. Sanitätsrat i^raeukel ist seit Jahrzehnten treues Mitglied des C. V. — Das langjährige Astitglied der Köuigsberger Repräseutanteuverfanrmlung und Mitbegründer der Kant-Loge im ll. O. B. B. Fabrikbesitzer Lesser H i r s eh beging kürzlich seinen 70. Geburtstag. Der Centratverein spricht seinem langjährigen Mitgliede die herzlichsten Glückwünsche ans. — Vezirksrabbiner Dr. Verthold Einstein (Landau, Pfalz) sah am 1. April d. I. auf eine vierzigjährige Amtszeit zurück, wovon er 95 Jahre dem Rabbinat Landau in der Pfalz gewidmet hat. Wir wünschen dem treuen Freund unserer Sache, der weil über den Kreis seiner Arntstätigkeit hinaus rühmlichst bekannt ist, weiter Glück und Segen. — Die Gesellschaft zur Förderung der Wiffeuschaft des Judentums E. B. hielt Ende März ihre Hauptversammlung ab. — Der Jüdische Frauenbund von Deutschland feiert bei fehter Tagung vom 9. bis 11. Juni in Berlin fein Njähriges Bestehen. Cr umfaßt 5ü 009 Mitglieder, und 450 Frauenvereine aller jüdisch-politischem Richtungen sind ihm angeschlossen. Aus Anregung von Frau Rebekah Ko hu t (New Pvrk) findet vom 4. bis 6. Juni d. I. in Hamburg eine internationale jüdische Frauentagung statt. Mit der Vorbereitung dieses Kongresses ist gleichfalls der Jüdische Frauenbund von Deutschland betraut worden. Etwa 20 äußerdeutsche Länder werden ihre Vertreterinnen entsenden. die Markender;; Tahgernminder Schokoladenfabrik JZl TOB pp 1U3 Alleinvertrieb durch die Firma J» Anton Alexander, Berlin NO iS, Landsberger Strasse 91. Vereinigte Institute Dr.Sdionliärl G.ü.Sfo!I Sraailicti genehmigte Erzielmnösunö ünferriohtsanstaH Inhaber und Leiter: Or. H. Schönhärl, München, WagmliHerstrasse 23 / Telephon 21029. Vorbereitung auf alle Prüfungen / Unterricht in allen Klassen, diestaati. Schule ersetzend. Durchgeiallene verlieren kein Jahr. Nachhilfe uiidBeaufslchtigungbei Anfertigung der Aufgaben / Pension u. Halbpension bei best. Verpöegnng und sorgfältiger üeberwachung. Gute Erfolge / Empfehlungen / Prospekt. Slsrreserrdovf r. Mseb. Larrderziehungs-, Erholungs- und Ferienheim Elise Höniger. Ausländerinnen im Haufe. Hannover H in de n b w rg st ra ße 8,9, 10 Pensionat und höhere Töchterschule gegründet 1872 vorm.?rau vr.Leverso» u.Frl. Sonstancetevtz Inh. tzlara Marllls, staail.gcpr. Echulvorsteheri». Lausanne (Syisse). Israelitisches Töchierpenkionai Lävy-5)auser Avenue Rambert. Prima-Referenzen. Mn auf MMnen. / Streng rituell. Mehrjähr. n. beste ärztl.Refer. Wegen großer Nachfrage erbitte mögt. baldige Anmeldung. Frau Rosa Golde, Frankfurt a. M..Obermaiustr.l0. ßspastitiLOkss T öchter-lnstitui »La Feuiilee* Mme. E. Lilienfeld La Uosiaz - Lausanne. Prospekte. Referenzen. {tut* Ludwig Holländer, Deutschjüdische Probleme der Gegenwart. Eine Auseinandersefzung über die Grundfragen des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens ..... M. 1,30 M. Dienemann, Galuth. 6. Schrift der „Morgenreihe" .... M. 0,50 Heit I der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschlands Herausgegeben von Ismar Elbogen, Berlin, Aron Freimann, Frankfurta.M„Max Freudenthal, Nürnberg. 4 Hefte jährlich. Jahresabonnement.M. 10,— Einzelheit M. 2,75 Fleg, Warum ich Jude bin. Broschiert.M. 1,50 Gebunden.M. 2,50 Mo Hering und Buciibandlung G.m.äJ. Dönhoff 3594 . Berlin SW 68 * iindenstr. 13. Staatlich genehmigte MWW taiM auf dem Lande WolfratSbaufen i. Isartal, 380m ü. M. (Gründung des Jüdischen Frauenbundes, Ortsgruppe München), bildet junge Mädchen aus zu tüchtigen Hausfrauen und schafft die Grundlage zum Wirtschastsberus, zum Sozialberns unb Zum Lehrberuf. Die Schule wird streng rituell geführt. Prospekt, Auskunft, Anmeldung tz Leitung der Schule, Hannah Sodmheimer. Wolfratshanfen, Frau Äecha Stark, München, Rauchstraße 12,1. Lausanne (Schweiz) IsraelHisels<\s ^lädHien-Poiisiauat Wiila Sevigne 1908 gegründet. Referenzen. Prospekte durch die Vorsteherinnen: Mmes. M. Blocli, Offtcier dWeudemie, et JB. Illoch. Locarno TöchierinstitiJtjjCastello Bianco“. Franz.. Engl., Ital. Umgangssprache Französisch. Haushaitungsschule, Handelsfäeh., Sport. Prosp. Wiesbaden Dl \m AchtMiM „LA CHATELAIHIE gegründet 1880 St. Blai.se tzReuchätel), Schweiz. Sprachen — Musik — Hauswirtschaft — Sport ui>| Herrliche Lage. Illustr. Prospekte durch die Direkt'w'.ls Herrn und Frau Professor Jobin. Ra tzm \ ba< parkttraßess. Teb2633i.z Israelitisches :öchterp ensionat Geschw. Sobernherm. Prakt.,wissenschastl.,Häusl. u.gesellschastl.Ansbilduuzß Angenehmer Ferien- und Erholungsaufenthalt. Angesehene israelitische Familie m Wiesbaden nimm.: mehrere junge Madchen ans gutem Hause m GbU-TG vß'VVs A zwecks Erlermmg des Haushaltes, wissenschaftliche^ und gesellschaftlicher Fortbildung. Frau EmmV Wolfsohu, Wiesbaden, Uhlandstratze 16.

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