Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 9 (1.3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 111 (sequence 7)
- Language
- German
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111 Ekbläkung. / Von Constatttin Brunner. Die „Jüdische Rundschau", welche Aussätze eines Mannes von der Vedeutung Brunners als „Gesudel" bezeichnet, rvirft uns Mange! an Ritterlichkrit vor, weil wir Herrn Brunner, dem keinerlei Publikationsorgan zur Verfügung steht, die Möglichkeit einer Flucht in die Oesfenilichkeit gewährt haben, nachdem er zuerst in der „Jüdischen Rundschau" schwer angegriffen war. Dabei weiß die „Jüdische Rundschau", daß wir auch aus Ritterlichkeit einem Schriftsteller aus ihrem Lager jederzeit Möglichkeit einer Antwort gegeben biitten. Die Schrifrleitung. Auf die von zionistischen Zeitungen gegen die E. V.-Blätter gerichteten Angriffe wegen Veröffentlichung meines Artikels „In eigener und.irr 'unser aller 'Lache" erkläre ich, daß die Vera ntw 0 rt u n g für diese n A r t i k e L ganz allein m i ch trifft: wie auch die Redaktion der C. V.-Blätter bereits in einer Vorbemerkung erklärt harte. Wenn sie meinen Artikel zunr Abdruck brachte, so geschah dies osten bar, weil sie wußte, daß auch mein Herz bei unser aller Sache ist, bei der großen Sache: daß die Juden, L. h. das jüdische Volt-- Mchtvolk mit seinen Menschen - Nichtmenschen, z n w i i f l ichen freien M e n s ch e n u n t c r den ’ w irkli ch e n freien Völkerngemacht werden, mit anderem Wort: um die Judeuemauzipatwn und um die Mitarbeit der Juden daran geht es. Arbeiten die Juden mit? Einige arbeiten mit; andere erblicken wir drauf und dran, die Emanzipation zu. vereiteln, und es ist, als lieferten Juden selber die Judenheit ans Messer. Gleich dem Böcklein in der Wüste, das ein Mann ergriffen hatte, er wollte es schlachten, aber ihm fehlte ein Messer; das Böcklein sträubte sich, scharrte^mit den Füßen und scharrte aus dem Sand ein Messer. Mit ihren Sprüngen zum Bereuen haben sie das lebensgefährliche Phantom des „jüdischen Volkes" beraufgefcharrL; das ist das Messer für ihren Schlächter. Verblendeier als jemals Horen sie wieder. statt aus den Geist des Judentums, aus den ' nuns. Gesegnet sein sott unsere Emanzipau segnen! ' aus den Aberglauben des Juden- ".on - wir müssen sie H' Rasfereme" Aunftbetrachtung. Bon Dr. Mar Osboru. Ter Walen der - - Verzeihung i „Jahrweiser", der frisch-froh mit denn unmißverständlichen Titel.zus.atz sich früher des Hakenkreuzes schmückte, seit einiger Zeit aber sanfter als „Jahrweiser Deutscher Frühling" bezeichnet, begeht das Fest seines zehnten Jahrgangs mit einem Geleitwort des Herausgebers Bruno Tanzmanu. Es beschäftigt sich vor allem mit den Kunstbeilagen und fesselt nicht nur durch das anfechtbare Deutsch, sondern auch durch den Inhalt stiller KuusibetrachLungeu. Ta mit diesem Kalender „das große Einfalltor in den deutschen Gesamtbuchhandel gegeben" unb das Streben darauf gerichtet ist, das „Urbild des ersten Jahrweisers immer klarer und leuchtender herauszukristallisieren", muß natürlich die Auswahl der Bilder und Zeichnungen freu von „Jnternationalisnrus-Mist" gehalten werden. Ob dabei gute Kunst (die durchaus nicht fehlt) oder schwächliche, und unbedeutende Dinge Ausnahme finden, kommt nicht in Betracht. Zum Titelblatt wählte man cm Selbstbildnis des vortrefflichen Karl Haider, wogegen sich ge uns; nichts einwenden läßt, und man'tut dies „dem vorn jüdischen Fremdgeist umerwühlten, stillosen internationalen .Kunstproduzieren zum Trotz". Dieser reckenhafte Kampf ist freilich mit allerlei Schwierigkeiten verbunden. L-o holte man. sich z. B. einen Korb hei Karl Banker und anscheinend auch bei anderen, „die zwar prächtige deutsche Bauern malen, doch um. der jüdischen Kärger und Freunde willen nicht zulassen wollen, daß sie in unserem Jahrweiser ausgestellt werden". Diese anständigen Männer, die mit einem Instrument des Hasses und der Hetze nichts zu Lun haben wollen, werden dafür nicht mehr als „Künstler von deutscher Art"- gewählt. Sodann wird seufzend ausgesprochen, „gegen den Chorimh- und Liebermann- Rummel ist kein Auskommen". Gern verzeichnen wir dies Bekenntnis. Aber Bruno Tanzmann tröstet sich entrüstet: „Co r iü th stammt schon dem Namen nach aus dem Orient, Liebermann hat es nie geleugnet." Welch komischem Irrtum ist der Herausgeber da aufgesessen! Er glaubt offenbar, der ostpreußische Handwerkerssohn stamme aus Korinth in Griechenland. Vermutlich ist ihm auch der Vorname verdächtigder ursprünglich Louis Gegn 1805 DRUCKMANN IcHt Silber mrtHarkfe W Adle«* Vee**ilb. m.Harl>«BS3 Lokomotive zu haben in den Pesch ge .schäften, R Bruckmann t>5öhne/LG.Hefflbroanyk. Prospekte zu Diensten. 70% aller Erkrankungen entstehen im Magen und Darm! Nehmen Sie noch beute g i a m a Sie fühlen sieh morgen sohoa wohlcr.. Das Aufbau mittel von einst und jetzt, Aerztlich seit 35 Jahren erprobt und glänzend bewährt. Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Reform- und ersten Feinkostgeschäften, Pre’s 1 Originaldose 400 g M. 8,—, 250g M. 1,95. Erklärende Druckschriften durch Dr. Theintiardt’s IMährmHieS-A.-G., Stuttgart-Cannstatt Gegründet 1894 KOLA DALLMANN Eine einzige Tablette ist oft bestimmend und entscheidend für den Erfolg des Augenblicks und der ganzen Zukunft. 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