Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 7 (15.2.1929)
- Date
- 1929-02-15
- Page
- Seite 89 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Pfarrer lie« tlieol« Ernst Bittlinger (Berlin) gestorben. Pfarrer Ernst Bittlinger, Vizepräsident der Berliner Stadtshnode, verstarb im Alter von 64 Jahren. Mit ihm hat das geistige Leben Berlins und darüber hinaus der Kreis der Menschen, die nicht nur edel zu denken und Zu reden pflegen, sondern auch Mut Zum edlen H a n d e l n aufbringen, eine starke Kraft verloren. Seine Dichtungen, von denen „E i n undankbarer Mensch" bei seiner Uraufführung auch an dieser Stelle warm besprochen werden konnte, waren der Ausdruck seiner echt menschenfreundlichen, ausgleichenden Persönlichkeit. Oft hat er auch in internen Centralve reins-Veran st alt ungen vor christlichen Hörern das Wort genommen und die Geister Zur Verständigung anfgerujen. Mögen alle, die Ernst Bittlinger kannten, sein Andenken durch Nacheiferung seines Vorbildes wachhalten. Grotz-Berliner Frauenarbeit im Januar. Am 7. Januar fand in der Ortsgruppe Friedenau im Hause von Frau Professor S cy n e i d e r ein Teenachmittag statt, zu dem eine große Anzahl christlicher Damen erschienen waren. Prediger Dr. Lehmann sprach über den Humanitätsgedanken im Buche Ruth und Jona. Margarete Fried leitete die Aussprache, an der sich alle Damen rege beteiligten. Von nichtjüdischer Seite wurde darauf hingewiesen, daß der Jude an der minderwertigen Beurteilung selber Schuld trage, wenn er der Verspottung jüdischen Wesens auf der Bühne keinen Widerstand entgegensetze. — Mitte Januar waren vier Werbenachmittage: Im Alten Weste n im Hause von Frau Rosa Dorn, in Wilmersdorf im Hause von Frau Julie W e r t h e i m und im Nordosten im Hause von Frau Lotto Weis. Diese Veranstaltungen, zusammen mit dem Neuköllner Vortragsabend unter Leitung von Frau Emilie E o h it brachten den Frauengruppcn A neue Mitglieder. —■ Am 31. Januar fand noch einmal ein Aussprachenachmiltag in der Ortsgruppe Süden-Südwest-Eüdost im Hause von Frau Apotheker Weiß statt. Es war wieder eine größere Zahl von nichtjüdischen Damen, meist Mütter einer Grundschulklasse im Südwesten erschienen. Margarete Fried sprach über die Idee des (£. V. und unsere Umwelt. Dabei wurde von seiten der christlichen Damen der Wunsch geäußert, diese Aussprachenachmittage regelmäßig einzuberufen und als Thema „Die Geschichte der Juden in Deutschland" ZN wählen. Ueber 80 neue Mitglieder in Köln. Der regen Werbetätigkeit unserer Kölner Freunde, vor allem unseres iLhndikus Eugen I c o b i, dort, ist es gelungen, in den letzten Monaten dein Centralverein allein in Köln über 80 neue Mitglieder zuzuführen. Wir freuen uns dieses schönen Erfolges und sind sicher, daß damit der Zuwachs an Mitgliedern in Köln und in unserem linksrheinischen Landesverbände keinesfalls anfgehört hat. Bertreterstelle für gut cmsgebildeten jüdischen Arzt (nicht unter 30 Jahren) in Badeort des besetzten Gebietes ab 1. April. — Auskunft erteilt die Geschäftsstelle des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. B., Berlin SW 68, Lindenstraße 13. I. Deutsch-jüdische Fugendgemeinschaft Ortsgruvve Berlin. Sonntag, den 24. Februar, vormittags HU Ubr, Matinee Zum Besten der Errichtung eines Jugend Heims in der Stadthalle, Stadthaus Klosterstraße (Untergrundbahn). M i t w i r k e n d e; Arnold Zweig: Aus ungedruckten Schriften; - Max Pohl, Mitglied des StaatsU,eaters, Rezitationen; Magnus Davidfohn. Oöerkantor: Gesang; Anita Marcns-Mocamora: Violine; am Flügel: Dr. Felix Günther. — Ansprachen halten: Rabbiner Dr. Wehl, Obermagistraisrat Dr. HSustler, Direktor des Stadtjugendamtes. Karten zu M. 2,— und M. 1,— sind bei den Führern, an sämtlichen Theaterkassen des Warenhauses Wertheim und an der Tageskasse erhältlich. An unsere Freunde. Wir machen unsere Freunde daraus aufmerksam, daß Rücksprachen in unserer Geschäftsstelle der telephonischen Anmeldung bedürfen. Direktor Dr. Holländer bittet, mit ihm gewünschte Rücksprachen tunlichst einige Tage vorher schriftlich oder fernmündlich zu vereinbaren. Meine Chronik. Der 1. Vorsitzende und Gründer des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, Dr. Leo L ö w e n st e i n, Mitglied des Hauptvorstandes des Central-Vereins, beging am 8. Februar seinen 5 0. Geburtstag. Wir wünschen unserem Freunde Leo L L w e n st e i n, der, ohne Mühe und Zeit zu scheuen, sia) der Frontbundsache mit ganzem Herzen und mit erfreulichem Erfolg hingegeben hat, daß seine Gründung wachse und gedeihe. Mögen Dr. Löwenstein noch weitere Jahrzehnte dem deutschen Judentum, der deutschen chemischen Wissenschaft, in der er Hervorragendes geleistet hat, seiner Familie und seinen Freunden in Gesundheit und Frische erhalten bleiben. — Bankdirektor Wilhelm K l e e m a n n, Mitglied des Hauptvorstandes des Gentral-Vercins, ist aus Anlaß des fünfu''dzwanzigjährigen Bestehens der Genosfenschcntsabteilung der Dresdner Bank zum Doktor Ir. o. der staatswisseuschaftlichen Fakultät der Universität Halle ernannt worden. Dem hervorragenden Mitkämpfer, der für alle idealen Bestrebungen im deutschen Judentum stets mit Rat und Tat zur Verfügung steht, gratulieren wir zn dieser Ehrung. — Am 19. Februar feiert unser langjähriger und verdienter Vertrauensmann und Mitarbeiter Max Silber st ein in Gogolin seinen 60. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich. — Am 21. Februar begeht eines der angesehensten, treuesten Gemeindemitglieder iu Pforzheim, Frau Henriette Bloch, GatUn des früh verstorbenen Bankiers Robert Bloch, ihren 80. Geburtstag. Die Jubilarin, die Mitbegründeriu des israelitischen Frauenvereins, 30 Jahre dessen Vorsitzende, seit einigen Jahren Ehrenvorsitzende ist, hat sich auch in der Kriegszeit rege in der öffentlichen Wohstahrtspflege betätigt. Sie ist die Großmutter des Vorsitzenden unserer dortigen Ortsgruppe, Dr. Robert W e i l l. — Unser treues Mitglied der Ortsgruppe Königsberg i. Pr., der Kaufmann Emil Für st, ist kurz nach seinem 70. Geburtstag verschieden. Der Lentralverein spricht den Angehörigen sein herzliches Beileid aus. Qyrdonrouge Wassermanns Der Dichter: Lebensdiensi M.12,50 Bings Jakob Wassermann M. 6,50 Glaeser: Jahrgang 1902 M. 6,— Hausen Brackwasser M. 4,80 Remarque: Im Westen nichts Neues Broschiert M. 4,50 Segher: Aufstand der Fischer von Leinen M. 6,— St Barbara M. 4,— Löwenberg t Der gelbe Fleck Ganzleinen M. 3,— Za 1 e dehen durch Philo Verlag und Buchhandlung G.m.b.H. Dönhoff 3594. Berlin SW 68 Lindenstrasse 13. St;4f' mamenenmer ffilensch.... w‘ lii i ü ,l wird Ihre Umgebung sagen, wenn Sie durch fortgesetztes Gähnen Mangel an Aufmerksamkeit und aesthetischem Empfinden verraten. Wenn man bedenkt, daß eine solche Situation unter Aufwendung weniger Pfennige verhütet werden kann, ist es unbegreiflich, daß es noch Menschen gibt, die nicht ständig Kola Dallmann mit sich führen. 2-3 Tabletten Kola Dalimann vertreiben momentan jede Müdigkeit, verleihen sprudelnde Lebhaßigkeit, verjüngen den Geist und konzentrieren die Gedanken. KOLA DALLMANN Schachtel M. I.- in Apotheken und Drogerien erhältlich. Achten Sie auf den Hamen Dallmann; es existieren Nachahmungen.