Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 63 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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en, L'CV ah nd ich )cv cv= & cht ü, nas cht nn m, NN N e. er n v e nb ien mt jcn nmt iei* d>= Ut nc m: n o, n H was trennt und eint die Konfeflionen? Ein Bortrag von Profefior Frick (Gießen).! Im Rahmen eines Prosesforenaustanschs sprach Professor v. D-r. F r i ck von der Univerptät Gießen, der vielen unserer Leser aus seinen Aussätzen im „M orge n" des Herrn Prosessor Goldstein bekannt ist, in der Berliner Hochschule fürdie Wifftnschaft des Judentums über: „W ns t r e n n t undei n t die Ko ns e s. s io n e u?". Die Antworten, die frühere Epochen gaben, können diese schwerwiegende Fragen, heute nicht lösen. Weder die Aufzählung der übereinstimmenden und auseinaudergehenden Glaubenspunkte, wie sie die Reformationszeit vo-rnahm, noch die Haltung der Aufklärung, die als wesentlich nur den religiösen Kern, die konfessionelle Färbung aber als minder wesentliche Erscheinung betrachtete, treffe das Problem in der Tiefe. Wohl führte die Befreiung der persönlichen religiösen Überzeugung aus der Einheit von einer Kirche, einem Staat und einer Kultur' eine äußere, seit 1918 auch in Deutschland restlos durchgeführte Toleranz herbei. Gleichzeitig jedoch bedeutet die Verlegung des religiösen Zentrums in das Allerheiligste des menschlichen Herzens und Gewissens eine Verstärkung der religiösen Eigenart des Individuums und damit der Konsesfionsgenieiu.schaft. Die räumliche Vermischung verschiedener Konfessionen führt keine Verwischung, sondern umgekehrt eine Betonung des Unterschiedlichen, ein Ei genbewußt sein herbei, das den Vertretern der Toleranz ganz fremd ist. Erst auf der Grundlage dieses Eigenbewußtseins ist ein Zusammengehen der Konfessionen in. den Dingen des äußeren Lebens möglich: Gemeinsam ist, die Woge der Irreligion und der Unterdrückung der Freiheit des religiösen Gewissens abzuwehren. Ge in ei ns am kann der Kampf um die Gepaltung des öffentlichen Lebens geführt werden. Gegenüber den geistigen Mächten, die in das Leben der kommenden Generation strömen, müssen dieser von der Religion neue Ideale gegeben werden, die ihrer Lage entsprechen, denn jede Generation ist dem Schöpfer für die Zukunft verantwortlich. Als Beispiel diene das Ideal des Völkerfriedens gegenüber dem. alten Ideal des äußerlichen Heldentums. Das Fachinger V e r s a n d s t e 110. Berlin SW 11, Schöneberger Strasse 16a. Telefon: L ü t z o w b260 / (31 „ ©einein fant ist der Kampf um die Rangordnung der Werte des Lebens: der Kampf dagegen, daß das Wirtschaftliche die letzte Instanz des Menschen bildet an Stelle von Gott. G e m e i n s a m ist schließlich die große Ausgabe gegenüber der Kultur des Abendlandes, daß die Bibel, deren Kenntnis so vielen verloren ging, in ihr ihren Platz behält, daß ihre geistige und seelische Energie, daß ihre Worte und Bilder als gemeinsame Ausdruckssvrm aller abendländischen Völker nicht aus dieser Kulturwelt verschwinden.. So eint die 'Konfessionen gerade das, was sie trennt: religiöse Entschiedenheit und Toleran.z, Konfessionalität und Brüderschaft liegen nicht nebeneinander, sondern ineinander. Ter Vortrag war das beste Beispielfür die Wahrheit feines Inhalts: ans dem protestantischen Beispiel, aus der protestantischen Geisteswelt des Redners schöpften die Hörer im stillen Vergleich eigene religiöse Anregung, eigene religiöse Kraft für das Judentum. An den vorgetragenen Fragen sahen sie, wie viele Probleme, die wir als spezifisch jüdisch empfinden, in entsprechender Form bei den anderen Konfessionen sich wiedersinden. G. Baer. Zehn Jahre Freie Jüdische Volkshochschule Berlin. Mit dem soeben beginnenden neuen Vvrtragsjahr kann die Freie Jüdische Volkshochschule Berlin, an deren Entstehen und Gelingen auch zahlreiche Freunde von uns mitgearbeitet haben, auf ein zehnjähriges Bestehen znrückbliclen. Wir wünschen allen, die an dem Werte beteiligt sind, daß es ihnen weiterhin gelingen möge, die Freie Jüdische Volkshochschule zu einer Lehrstätte jüdischen Wissens auszugestalten, in der die Wahrheit über das Judentum und die das Judentum angehenden Probleme in objektiver, von ParteilAlnerahasser Natürliches BRUCKMANN BESTECKE ZU HABEN IN OEM FACHGESCHÄFTEN ECHT SIL8ER: MARKE ADLER «VERSILBERT MARKE LOKOMOTIVE VERSTÄRKUNG DER VERSILBERUNG NACH DEUTSCHEM REICHSPATENT P. BRUCKMANNASÜHNE A G HEILBRONN* QEQRONDET 1005. UeUxrischufaibelSriMte. Jlnstejchtmg erfolgt cturchJiturui it.JVase/ Lutschen Sie deshalb tagsüber öfter* BADEN- BADEN ER-PASTILLEN ».gebrauchen Sie regelmässig die bohTericid wirtende BADAG B0R0MENTH„Schnupfensaib6~ Crftalil. in Qftotha&en 6ezuu, zu 1*m dJJakx}- »BADAG'iKBADEN-BADEN S'ür 3~e i ns c hm ecke n Schokolade/Pralinen Alleinige Inseraten-Annahme: Annoncen-Expeditlon Rudolf Mosse Berlin SW 100, Bielefeld, Bremen, Breslau, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Erfurt, Frankfurt a. M., Halle a.d.S., Hamburg, Hannover, Karlsruhe i. B., Köln a. Rh., Leipzig, Magdeburg, Mannheim,. München, Nürnberg, Stettin, Stuttgart* Wiesbaden, Amsterdam, Barcelona, Basel, Belgrad, Budapest, Buenos Aires, Bukarest^ London, Madrid, Mailand, New York, Paris, Prag, Warschau, Wien, Zagreb, Zürich. mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmJmmmmmmmmmi 198437850975