Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 64 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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| 2 große Geseüschastsabende in Groß-Verlin! I V Sonntag, den 17. Februar, nachmittags 5 Ahr g e in den KammerfäLen, Teltower Straße: e 1 Ansprache, Lheateraufführurrg und Ball, D veranstaltet von'den Ortsgruppen 8, 8^', 80, Tempelhof und Neukölln. | Sonntag, den 24. Februar, nachmittags 5!1hr | | in den Auionsfestsälen, Greifswalder Straße: D § Vortrag, Theateraufführung, Ball, E e veranstaltet von den Ortsgruppen N, NO, C, Weißenfee, Pankow. e e Voranzeige. e Am Sonnabend, dem 16. März, abends 8% Ahr, treffen sich e die Mitglieder des L. V. aus den Orten H e r m s d o r f, F r o h n a u, s Lehnitz, Vorgsdorf, Birken werder. Hohen neuen. E darf, W a i d m a n n s l u st, W i t t e n a u, Reinickendorf, e Sachsenhaufen bis Neustrelitz in Oranienburg, Hotel E Eiters, zu einem großen E. V.-Ball, veranstaltet von der Ortsgruppe e e Oranienburg. Halten Sie sich diesen Abend frei! e Politik unbeschwerter Weise gelehrt wird. Das neue Vortragsjahr wurdeam 27. Januar durch eine Feier eingeleitet, bei der Aimö Palliöre, über dessen Bekenntnisschrift „Das unbekannte Heiligtum" wir auch in der „C. V.-Zeitung" berichtet haben, im Logenhaus,. Kleiststraße, über das Thema „Wartlm ich Jude bin" sprach. Behandelt wurde dieses Thema, streng genommen, nicht. Vielmehr untersuchte der Redner das Wesen des Judentums, seinen Gottesbegrisf, die Thora und dergleichen und wertete die verschiedenen Richtungen im Judentum unter Ablehnung des Liberalismus. Rein religiöse Fragen sowie das menschlich-sympathische, persönlich aufrichtige Bekenntnis des Vortragenden unterliegen keiner Kritik in diesen religiös neutralen Blättern. Angreifbar hingegen erscheint die mit erklärtem Nachdruck vertretene, ausgeprägte zionistische Ideologie Pattiores. Er will nach seinen eigenen Worten die jüdische Seele erkannt und ersaßt haben. Er begrüßt ihre Wiedererweckung in der von ihm bewunderten Renaissance der jüdischen Jugend und sieht ihre Zukunftsentwicklung und Zukunstsmöglichkeiten allein auf palästinischem Boden im eigenen nationalen Heim. Die d rutsche Seele, insbesondere die deutsch-jüdische Seele, scheint Palliöre weder zu kennen noch in den Bereich seiner Untersuchungen gezogen zu haben oder dies für erforderlich zu halten, obwohl er nicht verfehlte, den deutschen Juden für ihre wesentlichen Verdienste an Ausbildung und Erhaltung jüdischer Lehre und jüdischen Lebens Reverenz zu erweisen. Pall ich re ist demnach Zionist kraft Bekenntnisses, Gesinnung und Witlensrichtung und damit die beste lebendige Bestätigung unserer Weltanschauung: deutscher Jude zu sein aus seelischer, kultureller, witlensbetonter Verbundenheit mit unserem deutschen Vatcrlande. H. Eine Aufklärungsversammlung ves Ccntralvereins in Hof a. S. Vor 500 christlichen Zuhörern der Hofer Bevölkerung sprach Syndikus Artur Schweriner (Berlin) am 22. Januar über das Thema: „D e r deutsche Zu de und seine G e g n e r." Der Vortrag fand reichen Widerhall in der Presse. So schreibt der rechtsstehende „Hofer Anzeiger", daß der Abend „den Zuhörern gewiß manchen Anlaß zum Nachdenken gegeben hat", bedauert aber, daß außer dem Studienrat Dr. Mehling die politischen Gegner des Judentums, was man hätte erwarten können, sich nicht zum Worte gemeldet hatten. Die „O b e r f r ä n k i s ch e V o l k s z e i t u n g" gibt das Referat Schweriners ausführlich wieder und schreibt u. a.: „In sehr interessanter Weise bewies der Redner des näheren, daß die Redensart vom „schassenden und vom raffenden Kapital" ein Schlagwort seichter Versammlungsschwätzer sei. Ebenso eindringlich schilderte er, aber sehr treffend, die volkswirtschaftliche Entwicklung und ihre Auswirkungen, die er richtig als etwas Iln rufhaltbares bezeichnete, das. nicht vom jüdischen Witten, sondern von sachlichen Faktoren abhängt. . . Die Juden seien als Menschen und Deutsche wie atte anderen Menschen und Deutsche, die als Masse genau die gleichen Vorzüge, Tugenden und — Schwächen wie die anderen haben. . . . Der gehaltvotte und tiefschürfende Vortrag fand viel Beifall." Nachdem die „O b e r f r ä n k i s ch e V o l k s z e i t u n g" auch ihrerseits bedauerte, daß die Judengegner aus geistiger Schwache nicht wagten, sich zum Wort zu melden, schließt das Blatt: „Es war dem Referenten ein leichtes, Professor Dr- Mehling glänzend abzusühren, feine Schiefheiten richtigzustellen, und es war äußerst treffend, wenn er die Angriffe auf den „Juden Heinrich Heine" damit abwies, daß er betonte, daß die Loreley ein Stück Ewigkeitswert besitze, ebenso das Nur 12/60 PS Sechszylinder Seine Erfolge werben für ihn. Waffenfabriken Simson & Co. Abtls. Automobilfabrik. Suhl 17 i.Thür. Geschäftliche Notizen. Aus die enorme Bedeutung einer wissenschaftlich einwandfreien Talmudübersetzung für den gebildeten Juden im allgemeinen und die E. V.-Abwchrarbeit im besonderen braucht nicht mehr aufmerksam gemacht zu werden- Wohl aber daraus, daß das Werk nunmehr zum ersten Male durch eine volkstümliche wohlfeile Ausgabe jedem Gebildeten zugänglich gemacht wird. — Wir verweisen aus die heutige Anzeige der Buchhandlung Grünebaum in Kassel, die auf Wunsch Prospekt oder Band I zur Ansicht versendet. Thüringen steht in der Herstellung von Pflaumenmus auf besonderer Höbe. Es wird aber auch fast in jedem Hause dieser köstliche Brotaufstrich gekocht. Beste Ware liefert die in ganz Deutschland bekannte Pslaumenmusfabrik Otto Ritter, Schkölen i. Thür. Frankfurter Allgemeine Versicherungsj| Lebensversicherungs- Aktien-Gesellschaf t j| Aktien-Gesellschaft Versicherungen aller Art Auskünfte erteilen die Generaldirfektion, Frankfurt au M„, Taunus-Anlage 18, und.deren Geschäftsstellen | Knaben-penfionat Prediger Hirsch, Loburg I Hohe Straße. 0. Fernsprecher 825. Erstklassiges ErziehungsinstitM in Coburgs schönster Höhenlage. 7000 gm ^Park. 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