Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 4 (25.1.1929)
- Date
- 1929-01-25
- Page
- Seite 51 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom 2S. K. L.-Lag ln Königsberg. Tic im Ai'. E. vereinigten Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens hielten ihre große Jahrestagung, den 26. K. -C.- Tag, dm 1*2. imb Kl Januar in K ü n i g.s her g ab, um auch in der deutschen Ostmark Zeugnis von den Idealen der in deutscher Heimat und in jüdischer Religion wurzelnden Akademiker abzulcgen und die EnNvicklung ihres Nachwuchses zu fördern. In einer» Festgottesd i e n st e in der Königsberg c r S h nago g e zeichnet Gemeinderabbiner Dr. Lew in Geist und Verpflichtung des K.-E.-Gedankens: er würdigte die Ewigkeitswerte dieser Bewegung, die mit ihrem ständigen Ruse nach Vollendung und Erhöhung eine immer erneute Mahnung darstcllen. Am Abend fand im Messehanpkrestaurant eine große Ostmarkerrkundgcbung mit anschließendenr Festkonuucrs stau. Die Vertreter sämtlicher Staatsimb Alvnrmunalbebörden nahmen teil. Unter den Anwesenden bemerkte man den Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen, Tr- B l rr n ck, den Regierungspräsidcntell Dr. v. Bahrseldt, den Vertreter von Rektor und Senat der Albertus - Universität, Professor Tr. E i s e n l o h r, den Vertreter des Rektors der Handelshochschule, Professor Dr. Schack, den Kurawr der Universität, den Vertreter des abwesenden Oderlandcsgecichtspräsidenten, den Polizeipräsidenten Ditze und Stadtschulrat Tr. Roß, der für den Magistrat und den Oberbürgermeister erschienen war, sowie den Vorsitzenden der Königsberger Stznagogengemcmdc, Gcheimrat F a l k e n h e i m. Der Ecmralverein war durch Sanilätsrat Dr. Pollnvw und eine Reche weiterer Vorstandsmitglieder vertreten. Die Ostmarkenansprache, hielt Nniversitätsprofcssor Dr. Theodor C oh n ^Königsberg). Der Redner führte ans. daß alle Versammelten dem Gefühl der Liebe und Sorge für die deutsche Ostmark Allsdruck verleihen wollten. Ter K.-E.-Tag habe zum ersten Male in dieser Zeit der deutschen Rot sein Banner in der Ostmark aufgepflanzt. Da erscheine es als selbstverständliche Pflicht, öffentlich ans diesem gefährdeten Boden das Treuebekenntnis zum deutschen Baker lande abzulegen. Ostpreußen sei durch den polnischen Korridor vom Mutter- Lande abgeschlossen, eine deutsche Insel inmitten slawischer Brandung. In den.Herzen der AL (5.er sei neben der Treue zum jüdischen Glauben die Liebe und Treue zur Heimat und zürn deutschen Vaterlande verankert. Das Deutschtum in Ostpreußen dürfe nie angetastet werden. Die jüdischen Deutschen Ostpreußens suhlten sich einig mit allen deutschen Brüdern, mit denen ne durch Geschichte, Kultur und Rcchtsgemeinschast unlösbar verbunden, seien. Als zweiter Hauptredner betonte der Vorsitzende des aeschästsführenden Ausschusses des K. E., Dr. Ludwig -H o i l ei n d e r (Berlin), die Pflicht eines jeden akademischen Verbandes/ sich zehn Jahre nach Ablaus des Krieges Rechenschaft über das zu geben, was war. was ist und was sein wird. Tie Grundlage der K. E.-Korporationcn liege 'n dem Verse: „Was als sein Recht erkennt der Mann, Verlang er dreist. Wer bittet, wo er fordern kann. Wird abgespeist." Man war früher in: wesentlichen auf diesen Kamps um das Recht eingestellt, den man durch Schaffung einer Gemeinschaft deutscher, jüdischer Studenten durchznsetzen bestrebt war. Sie kann erziehen und muh erziehen. Das Entscheidende war immer die Wirkung aus das Innenleben. Tie Ausbildung zum Kämpfer für das Recht des deutschjüdischen Studenten sei Endziel neben der Pflege aller Eigenschaften, welche zur Heranbildung von Charakteren notwendig seien. Niemals war der K. C. eine rv u r fonfeffi o nelle Gemeinschaft. Er war immer eine soziale G e m c i n s ch a s t, entstanden aus dem kraftvollen Willen zur Anfrechterhaltung der sittlichen Persönlichkeit. Vor dem Kriege war der Kampf der nichtjüdischen akademischen Umwelt gegen ihn hauptsächlich gerichtet, mit sein Sein als Korporation zu verruchten, um ihn zu Zwingen, die Farben abzulegen. Man wollte ein akademisches Ghetto errichten. Schon damals erklärte der K. C., er verlange die Gleichheit und die Achtung von den andern aus deru Grunde, weil nicht bestritten werden könne, er sei eine im tiefsten sittliche Gemeinschaft. Die Anerkennung des K. C. machte Fortschritte, bis nach dem Kriege von dem größten Teil der sarbentragcnden Studentenschaft der Satz ausgestellt wurde: „Ihr könnt noch so sittlich und anständig sein, euer Judesein, euer jüdisches Blut, eure jüdische Abstammung, eure jüdische Religion lassen euch als minderwertig erscheinen". BERNHARD'BAUCH PELZMODEN MÜNCHEN KAUFINGERSTR. 25 SCHÄFFLERSTR. 3 BRIENNERSTR. 8 TELEPHON 9!540;-lt Gbtdjöti j'öug& ä <5§aX4charij 'HKJZKKJMXKKUHKjJKK’ßSXfl VERLAG BIBLION, BERLIN. Neue Uebertragung von Lazarus Gotdschmidt. Vollständig imigc&rbcitctc und berichtigte Ausgabe in elf Bänden. Der 1. Band erscheint im Februar, die weiteren Bände in Abständen von 2 Monaten. Das Werk ist auf hlüienweisses, holzfreies Papier gedruckt und in vorzügliche schwarze Oanzleincnbäiide mit Echtgoldprägtmg gebunden. D e r S u b s h r i p I i o n s p r e i s beträgt pro Band M, iS, — . Nach Erscheinen des 3. Bandes wird der Subskriptionspreis aufgehoben und der Treis des Werkes erhöht. Der Tatmud, dieses alten bekannte, aber nur von sekr wenigen gekannte Werk, wird nunmehr durch diese volkstümliche Ausgabe in deutscher Sprache zum erstenmal alten zugänglich gemacht, Zu beziehen durch: BueMiimüuns Jedem“ / Beriin-Chiirlottenburs D a h 1 m a n n s t r a s s e 8. Telephon: 0 2 Bleib treu 1141. irr*!TirirBBW8BHWBKFh«ii ECKSTEIN. Haben die Jüdin in Bayern ein Heimatrecht? 2., vermehrte und verbesserte Auflage .Broschiert 2,- J FEEC. Warnni ich Jude bin. Broschiert... 3UI 1,50 EITHS, Glaube und Heimat. 2. An lage, mit einem Vorwort von Franz Eugen Fuchs.JUt 0.45 >h!lo Verlas u. Buchhandlung G.mM <>!.: Dönhoff 359-1. BERLIN SW Linjienstrasse 13. Knaben-penstonat Prediger Hirsch, Coburg Hohe Straße 9. . Fernsprecher 825. Erstklassiges Erziehungsinstitut in Coburgs schönster Höhenlage. 7009 gm Park. Gymnasium, Oberrealschule am Platze. Eigens Borbereitungsklasssn. Iduna Allgemeine lM.-S.-li. Iduna MlM!- u. R0ckvers.-A.-0. BERLIN SW 68 Iduna-Haus Feuer- Einbruch- Unfall- Haftpflicht- Kraftfahrt- Transport- Vertre tungen an allen Plätzen Rückversicherungen Mitarbeiter gesucht 67636105