Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 4 (25.1.1929)
- Date
- 1929-01-25
- Page
- Seite 52 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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52 Unsere junge Generation hat es schwerer, als die alte es gehabt hat, weil ihr die Verachtung von außen her in erhöhtem Maße entgegengebracht wird. Wir haben mi der Korporation fesigehatten und werden au ihr sesthalten. Der große G e m e i n s ch a f t s g e d a n k e bildet und bindet uns. Wir wissen, daß es unsere biblisch gesetzte Aufgabe ist, „das Bose aus unserer Mitte wegzuschafsen" und daß es unsere politische Aufgabe ist. dem deutschen' Baterlande zu dienen. Wenn die alteil Lehrer des Judentums sagten: ..Indem Israel nu§ der ägyptischen Knechtschaft erlöst worden war. wurden nlit ihnen zugleich mtcf] die Aegypter erlöst", so haben sie das Ziel der Arbeit des K.'C. bezeichnet: nicht nur sich selbst zu dienen, sondern vor allen Dingen der deutschen Umgebung; denn Deutschland nluß es lernen, Rassen- und Klassengegensätze 51t beseitigen und die sittliche Anerkennung aller wertvollen Bürger, ob jung ob alt zu verschaffen. Dazu dient der K. C. aus seiten der deutsch und jüdisch gesinnten Studenten. Der K. G. sei all den Akademikern ein Dorn im Auge, welche unter allen Umständen die alten Zustände Zurückfuhren wollten, welche den heutigen Staat verdammten. Es gäbe zwar unter den G.ern Leine Bilderstürmer; man habe hier auch für abweichende Ansichten Verständnis; aber man wisse aus der jüdischen Geschichte, daß es Menschenlos sei, sich in die Aenderung der Zeiten hineinzufinden, und daß diese Veränderung je nach den Persönlichkeiten Verhängnis und Gnade sein könnte? Für Deutschland müßten die politischen Veränderungen, d. h. der neue Staat Gnade werden, wenn der geistige Nachwuchs es nur wolle. Dr. Holländer schloß, indem er auf die Freudigkeit hinwies, mit welcher der K. G. die Ostpreuß-enkundgebnug gerade in diesem so schwer leidenden Landesteil begrüßt hat, mit den Worten Friedrich Daniel B a s f e x m 011 n3, der auf der Nationalversammlung 1843 äußerte: „Die Freiheit verteidigt jetzt derjenige, welcher die Gesetze stärkt, damit die Besinnung zurückkehre bei der verführten Masse, welche nicht unterscheiden kann Zwischen Aufregung und Aufregung, toelche, weil eine Revolution notwendig und ger e ch t f e r t i g t \v a r, nun d i e z w e i t e und eine t nt m c rw n h v c n b e R evo! nti 0 n s ü r berechtigt h ä l t." Namens des gcschüstsführenden Ausschusses des K. (5. überbrachte Rechtsanwalt Tr. Art erb ach (Berlin) der Königsberger Verbindung „Friburgia", die gleichzeitig rnit dem K.-C.-Tage ihr 17. Stiftungsfest beging, die herzlichsten Glückwünsche. —Als Vertreter sämtlicher Behörden ermahnte Regierungspräsident Tr. v. Bahrseldt die K. C.er. ans dem Reich, stets daran zu denken, daß, in Ostpreußen eine Bevölkerung von Zwei Millionen abgeschnürt vom übrigen Baterlande lebt, die seit 700 Jahren mit deutscher Geschichte und deutscher Kultur verknüpft ist. Die Kundgebung des Kl. E. werde ein Markstein in der Geschichte des Bekennertums zum deutschen Osten sein. Für die Alöertns-Ilniversität bat Professor Dr. Gisenlobr den K. G., die Universität dadurch Zn unterstützcil, daß möglichst viele Studenten ails dem Reich nach Königsberg kommen. Namens des Rektors der Handelshochschule wies Professor Dr. Schack auf die bedauerliche Parteizerrissenheit im akademischen Leben hin. Stadtschulrat Dr. Roß überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters sowie des Magistrats von Königsberg, und Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Falkenheim die der Königsberger Spnagogengemeinde, der es eine besondere Freude gewesen fei. einen besonderen Festgottesdinst für den K. E.-Tag Zu veranstalten. Für den Cenlralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sprach der Landesverbandsvorsitzende, Sanitatsrat Tr. Pvllnow. Der K. (5. habe Zuerst den Kamps gegen den Antisemitismus' ans den detitschen Hochschulen ausgenommen. Der C. V. halte fest an der Pflege deutscher Gesinnung und sei besonders dankbar, daß der K. G. ihm wertvolle Führer geschenkt habe. Schlaflosigkeit zermürbt den Körper, der Betreffende ist nicht ausgeruht. kann nicht seinen Funktionen richtig nachge hen,deshalb muß er bei Schlaflosigkeit sofort «nwenden, dieses schmeckt seht» angenehm macht nicht korpulent, beruhigt und kräftigt den Organismus, schafft oft sofort angenehmen Schlaf. Preis M. 1.75, gr. FL M. Z.— LeclferriHkDragee$f von derselben Wirkung wie das flüssige Leciferrin, sehr bequem im Gebrauch. Schachtel M. 2.50. Zu haben in Apotheken und Drogerien. 6ALENUS Chem, fnd., Frankfurt a.M, Te-M-^Äufhatts sucht ZN Ostern!« I> aus gutem Hause mit guter Schulbildung. 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