Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 3 (18.1.1929)
- Date
- 1929-01-18
- Page
- Seite 25 (sequence 5)
- Language
- German
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149 Nathan der Weist. E i n Dramatisches Gedicht, in fünf Aals " g en. J n c r o i c i , n a m er h e I e Di» f u n r f AfVÜ G K L L! V M. Von Gotthold Ephraim Lessing. * 7 7 9< Nathan. Und also; fuhr der Richter fort, wenn ihr Nicht meinen Rath, statt meines Spruches, wollt: Geht nur! — Mein Rath ist aber der: ihr nehmt Die Sache völlig wie sie siegt. Hat von . Euch jeder seinen Ring von seinem Vater: So glaube jeder sicher fernen Ring Den echten. — Möglich; daß der Vater nun Du' Tyrannen de» Einen Rm§s nicht langer In seinem Hause dulden wollen' — Uno gewiß; Daß er euch alle drey geliebt, und ysi'lch Geliebt: indem er zwey nicht drücken mögen, Um einen zu begünstigen. —- Wohlan! Es eure jeder ferner undcsiochuen Von Dorurtheilen fronen Rebe nacht Es strebe von euch jeder um die Wette, Die Kraft des Steins in seinem Rrna' an Tag An legen! komme dieser Kraft mit Sanftmut!), Mit!>erz!icher Verträglichkeit, mtt Wohllhun, Mit imligsrer Ergebenheit irr Gott, An Hüls'! Und wenn sich dann der Steine Kräfte Bey euer» Kindes- Kindcolinderu äussern: So lad' ich über tausend tausend Jahre, Cie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird -Ein weisrer Mann auf diesen! Stuhle sinnt, K;?rlö Die Zilöcn s6 Die Juden. Ein Lustspiel i n Einem Aufzuge. *>= -W- Stuttgart, *779aus was für erbärmlichen Umständen ich Euch in Hamburg riß. Ich will Euch auch nicht zwingen. Langer bey mir zu bleibe». Doch weil ich nur Euren Orcnsien so ziemlich zufrieden bm, rrnd ich Euch vorhin ausserdem in einem uugegrüudetcn Verdachte harre, so deyalrer zur Vergeltung, was diesen Verdacht verursachte, (grebtidnr die Dose) Euren Kmt könnt Ihr auch haben. Sodann geht, wohin Ihr wollt! Lhnst. Nein, der Henker! es giebt doch wohl auch Juden, die keine Anden sind. Sie sind ein braver Mann. Topp, ich bleibe bey Ahnen! Ein Christ härte mrv ituu Fuß in die Rippen gegeben, und keme Dose!. Der -Barem. Wes was ich .von Ahnen sehe, entzückt mich. Kommen Sie, wir wollen Anstalt machen, daß die SäMoigen Lu sichere Verwahrung gebracht weroen. O wle achtlingswürdig waren die Juden, wenn sie alle Ihnen glichen! Der Reis. Und wre Liebenswürdig die Christen, wenn sie alle Ihre Eigenschaften befassen! (Drr Varon, das FrLulem und der Rersendr gehen aö.) Letzter Auftritt. Lisette. Christoph» Lisette. Also, mein Freund, hat Er mich vor« hi» belogen? Christ. Ja, unv das ans zweyerley Ursache». Erstlich, weil ich die Wahrheit nicht wußte; und anderns, weil man für eine Dose, die man wieder« geben muß, nicht viel Wahrheit sagen kann. Lisette. Und wanns dazu kommt, ist Ee wohl gar auch ein Jude, so sehr Cr Sich verstellt? Christ. Das ist zu neugierig für eine Jungfer gefragt! Komm Sie uui* J (J* nimmt fie unterm Arm, und sie eeheu Aj Ende der Juden.