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Central-Verein-Zeitung · 1928-12-14 · 50 (14.12.1928) · p. Seite 708

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
50 (14.12.1928)
Date
1928-12-14
Page
Seite 708 (sequence 8)
Language
German
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70$ Hans Melfels „Geschäft". Zu vcr Dresdener Uraufführung. Dem Stück, das, ohne literarisch zu sein, einem literarisch interessierten Premierenpublikum entschieden gefiel, wird man sicher auch in Berlin und andenoärts begegnen. Es wurde rm Dresdener Echauspielhause nicht nur glänzend gespielt, sondern fesselt an sich durch amüsante Milieuschilderung und durch eine ganze Galerie porträtechter Großstadtfiguren Ur-Berliner Tönung. Abgesehen nun davon, daß der Verfasser vermutlich selbst Jude ist, kommen in dem Stück zwei ausgesprochene Juden vor. Der eine, namens Kohut, ist nur Episode und bleibt ebensogut weg, der andere aber, Samuel Schapski, ist wichtig, denn Durch ihn wird die Verbindung zwischen dem sich als Oberschieber entpuppenden „Dr." Blank und der mit Schapski desre anderen Familie des Spediteurs Adels aus geschäftlichem Wege hergesteüt. Schapski. nicht so beweglich und gerissen wie Blank, arbeitet mehr hinter den Kulissen und ist anscheinend ein guter Kerl, siäzer ein treuer Freund. Er macht mit diesen mehr romantischen Eigenschaften dem Juden, tum keineswegs Anehre imb wurde darstellerisch durchaus dezent gegeben. Gewiß: die Dichterischen Qualitäten dieses Erstlings find, wie fhon augedeutet, gleich Null. Dasür hat aber der Verfasser — und a 8 müssen wir - hm danken — die vornehmste Pflicht des Dichters, Licht und Schatten möglichst objektiv zu verteilen, betätigt. Auch die Behörde, der Blank wiederholt ein Schnippchen schlägt. kriegt ihr Teil ab: ein hoher Finanzbeamter verkehrt bei Blank und diese Beziehungen zu „oben" Helsen ihm immer wieder aus der Patsckje. Ein adeliges Mädchen. das ihn, als cs schief geht, verläßt und mit Abels anbändelt, ist ferne Geliebte. Warum soll just in einer Komödie der Arbeit, des Geschäftemachens, die uns Mann und Frau im Berus zeigen will, um daraus Triebe. Stimmungen, Gefühle des einzelnen zu erklären (was Meisel allerdings nicht gelungen ist), der jüdische Men sch fehlen? Man weiß zur Genüge, daß und ans welchen Gründen einer inneren, historischsszwlogisäzen Entwicklung wir Juden nicht nur ein starkes Kontingent des Handels bilden, sondern daß unzählige ehrenwerte und befähigte Juden, teilweise an der Spitze großer Werke stehend, darunter sind, welche auch schon Fühverpersönlicksteiten in Handel und Wirtschaft abgegeben haben. Warum da nus Angst, anzustoßen, einen Typus weglasfen, der genau wie alle anderen seine guten und schlechten Seiten hat? Das hieße: die Wirklichkeit. die der Komödie oft allzu deutlich als Folie gedient hat, fälschen, und dessen hat sich Meisel loblicherweise nicht schuldig gemacht. Dr. Richard Elb (Dresden). ♦ An derselben Stätte wurde eine echte Dichtung hingebend gespielt und respektvoll angehört: J£>er erniedrigte Vater", letzter Teil einer das Papsttum behandelnden Trilogie von Paul Claudel. Hier nur so viel darüber, daß im Mittelpunkt der Handlung dieses schwer verständlichen, weil mit Mystik und Symbolik beladenen Wortdramas eine blinde, aber schöne und von wirklichem Seclenadel erfüllte Halbjüdin steht, die von zwei (Ende des redaktionellen Teils.) mti sp Jugendfrische ist das Wahrzeichen unserer Epoche. Das jugendliche Aussehen entscheidet. Don dem Eindruck, den Sie machen, sind alle Ihre Erfolge nicht nur im einzelnen abhängig, sondern jeder dieser Erfolge hebt auch rückwirkend Ihr SelbstbOvußLsein. fördert Ihre Schaffenskraft und festigt somit Ihre Erfolgsncherheit im ganzen. Der Lebensstil einer Zeit, die durch tiefgreifende Wandlungen der Anschauungen und Wertungen charakterisiert ist. beurteilt die Tauglichkeit eitie§ jeden nach der Unversehrtheit seiner Kräfte. Wie allen, die^ Schritt halten wollen, so wird auch Hhnen Wert und Geltung nach diesem Maße zuerkannt. Blühendes Aussehen spricht für Sie. Rosige, jugendliche Frische und Reinheit des Teints, eine gesunde Durchbllrtung der Epidermis. wie sie die Verwendung von Olalin-Hautbalsam gewährleistet, wirken gewinnend. Vermöge eines hochwertigen Gehalts an Drüsen saften (Hormonen), in wetckjen die Wissenschaft eben das Zaubermitte! der Jugendlichkeit erkannt hat. bekämpft Olalin in allerwicksamster Weise den Verfall der Haut, erhält sie gesund, straff und geschmeidig und jugendlickp JOlalin medikosmetischer Hautbalsam mit Toppellzormon" ist in gleicher Weise für Männer und Frauen zu verwenden. Jedem, der diese kostbare Creme noch nicht kennen sollte, bietet die Olalin-Gesellschast Gelegenheit, sich unentgeltlich von der hervorragenden Eignung des bewährten Hautpflegemittels zu überzeugen. Verlangen Sie umsonst eine Probe ^Qlalin"-Hautba!sam sowie die ärztliche Aufklärungsschrift über die richtige Pflege der Haut, und schreiben Sie deshalb noch heute an die Olsrin* Gesellschask rn Berlin W 8, Block 200. 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