Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 50 (14.12.1928)
- Date
- 1928-12-14
- Page
- Seite 709 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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709 Brüdern, den Neffen des als geistige Hintergrundsgestalt auftretenden Papstes Pius, geliebt wird. Manches dichterisch feine Wort politisch-religiöser Natur, weit erhaben über alltäglichen Nassen- und KonsessionSstreit, klingt dabei aus, besten Bedeutung man aber nur dann gerecht zu würdigen vermag, wenn man den strengen Katholizismus des französisch eingestellten Dichters genau kennt und in Berücksichtigung zieht. Dr. Mchard ELb (Dresden). Zn der Deutschen Verlagsanstalt Stuttgart ist soeben die Biographie des „verwegenen Chirurgus weltbcrühmbt Johann Andreas" DoeLor Eisenbart von Josef Winckler erschienen. Mit Erlaubnis des Verfassers geben wir nachstehend die Schilderung von Eisenbarts Besuch im Frankfurter Ghetto wieder. Die Schriftkeitung. „Die Sabbatlampe flimmert schon —' deutete Manasse grad aus — „tretet ein, lieber Doktor!" Eisenbart legte den Degen ab. „Sie ist ein venezianisch Geschenk — von einem großen Handelssreund, aus pur geschmiedetem Gold, die sieben sternartig verteilten Acrmleins haben inwendige Rillen, drin das Oel zum Dochtend' an die Spitzen stießt! Don der Spitze dieser Aermchen — seht, wie fein, jede nut einem Rubin geziert, hängen die Diamant-besetzten sieben Goldbändcr mit gleicher Rille, um das abtropfende Oe! nach unten in ein Nein Sammelbecken von Krystall zn leiten!" Und Eisenbart sah die magisch schöne Sabbailampe wie ein flimmernd Gestirn unter der Decke schweben. Da hinkte die Tochter herein. gelb, kurz, dick, Eisenbart erkannte gleich ihre Hüftlähmung, Manasse fing seinen Blick auf und nickte grämlich: ,%ct, was nutzet mir alles Geld — nun, wo's doch zu spat ist-? Erhielt keine Erlaubnis zur Vadreise, auch ins Spital zur Behandlung ließ man mein Kind nicht ein und was reisende Ehirurgi an Operatwnes rieten, schien immer schlimm gewagt, dazu: wo sollten wir operieren — etwa im freien Feld draußen, da alle Räume vom Geschäft und der Anzahl der Familie belegt sind und jeder, so krank gemeldet wird, gleich Gefahr üblen Rufs und ansteckender Seuch' in die Stadt bringt —?' Eisenbart gewahrte jetzt Wandbetten rund um im Zimmer, die er erst für Truhen oder Diwans gehalten. „Genug —" Bas Itaietaser! Fachingcr Versandstelle, Berlin SW 11, ßchöneberger Strasse 16a. Telefon: Lützow 8260/61 fuhr Manasse fort — „wir getrauten so tiefe Eingriffe niemanden hier zu im finster staubigten Haus; nachdeni aber mein Kind im zartesten Alter eng am Ort sestgebannt, siechte es wie eine Kellerblum' — wie eine Kröt'!" „Ob selbst Schwefelbäder geholfen hätten, sehr fraglich — sah auch im Badeort nur liederliche Torigkeiten, die mehrsten waschen nachhero ihren leeren Beutel nur im Tränenbad —* entgegnete Eisenbart. Manasse wehrte mit fahrigen Gebärden: ,LÄir aber müssen immer der Schrift gedenken: ,war ein Schwemmteich zu Jerusalem und jeder Kranke mußte hineinsteigen, sobald der Engel das Wasser bewegte und er ward gesund — ich vermein', unterm unsichtbaren Engel ist nur der reine Windgeist zu verstehn —" und murmelte fast"scheu in seinen großen Bart — „nun jedoch ward sie blöd-" Eisenbart, das Mädchen naher betrachtend, gewahrte jetzt erst in ihren Ohren fürstliche Brillantgehänge, auch an ihren Fingern, sämtlichen, blitzten Diamanten wie ein Elmsfeuer und dieser glitzernde Prunk schien ihm wie schauerliche Leichenpracht einer fein gemachten Lemure und da er sprachlos noch dies rätselhaft fremde Wesen bcgafüe, begann Marinste gceinerlich wieder: „Ist nimmer Putzsucht — heißt uralte Tradition — denn nur das dunkel uns geringe Sicherheit letzten Besitzes, was bald versteckt oder leicht in Fluchttagen von Hab und Gut mitzunehmen — drum hanget der Jude am Edelstein-* Das Mahl ward aufgetragen, wie eiliges Laufen mit den Schüsseln auf der Wendeltrepp' verriet (eh's vielleicht erkalten mocht). denn draußen war's seiervoll-still geworden. Vierzehn Kinder stolperten die Treppe mit empor und hockten sich um den Tisch: vor ihren erwartungsvoll glänzenden Augen rekelte sich Eisenbart behaglich im ME II Oie anatomisch ümlkommeae hygienische FussbekLeidunjg ©n nO Für Herren: Für Dassen i Cbossza&safc't Ges^dfaeUssdhiahe -Schnür. »chwx. 1 050 Bo xc. bequem, haibrd. Form IO Gossmaoa's GestmstheUsachohe echt Chevrjm.Spönge,für bes. 1050 empfindlich.FQsse.eIeS.Form IO Crossmana'i Gesunaheiisschahe schvaxr. echt Cherreau. rum 5 ch n Gxe n. fo odrdeineAusführ.. 4 Q5Ö füjFüjscmjlaik.BollenMld. IO Goss mann'« Gesundheilsschclie braun.e<htBoEC..m.Spang.u. 1 Q50 r5dinürjdeai3>eque:n.förm 1 c/ Go&smann'a Gesandhelisschahe brean.echi Cherr.,lempfln<il. 1 Q5Q Für re. nuSponge u.x. Schnür. IC? GosrrnLLD*» Gesimdthelisscksbe «hwexr,echt Boxe., hochfeine Ausführung tLmodem. Form Gomaann'* Gesundhellsschuhe braun, echt Borc^rnocLbrciJe * 5^ Form.eleg.Gcsundhdisichuh Gcmmasm's Gsszmdheilsi&e&d. schwarz, em! 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