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Central-Verein-Zeitung · 1928-11-30 · 48 (30.11.1928) · p. Seite 676

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
48 (30.11.1928)
Date
1928-11-30
Page
Seite 676 (sequence 8)
Language
German
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-7ö echt imb gehörte zu ferner Stator. Er litt ehrlich unter der Gewissenlvfigkeit der Menschen, er hatte ein mitleidiges Gefühl für Not und sichte ihr als Privatmann zu stenern, wo er konnte. Darin war er unter den Schriftstellern beinahe ein Unikum. Sonst 4>flencn „schöpferische Geister" ihre Rechnung mit der Not anderer Menschen dadurch sie öffentlich ihr Mitleid predigen, sich selber aber M-zugleichen, daß }tc össentUH ryr MMerd prevlgen, »M) rewer alle Privilegien des Egeti-mus, wie man es heute nennt, sichern. Dieser Idealist Subcruiann besah ein ritterliches und gütiges Herz, und wenn ich gerade in diesen Blättern davon spreche, jo geschieht es, weil damit auch seine Stellung zum Judentum bezeichnet wird. Das alte Mcnnon'ttenülut, das joden Zwang verabscheut, vom Vater her in seinen Adern, mag mitgcwirkt haben. Er war aber auch der Sprößling des Liberalismus, der ^-ohn von 1846, auch wenn oder gerade weil er im „Sturmgesellen S-okrates" dagegen haderte, daß die Ueberbliebenon des großen März die Ideen jener Tage nicht jortentwickelten. Als er nach Berlin kam, wohin hätte sich ein junger schreibeifriger von jolcl^em Ursprung wenden können, wenn nicht an die liberale Presse und <m den Kreis um sie herum? Da waren die Spitzen der Berliner Literatur keine anderen als die berühmten Freihoit^manner Friedrich S^ielHagen und Berthold Auerbach. Da hielt der damalige Gljefrefcaftcm: des „Berliner Tage-, blattes", Arthur LevYsohn, offenes Haus, um niemals glücklicher zu sein, als wenn er ein junges Talent entdecken konnte. Da war Isidor Landau und der .Berliner Börsencourrer" mit seinem starken'Interesse für das Theater, da nntt Oskar B lumeuthal, der gelobt hatte, das „Theaterdcr Lebenden" zu führen. Ta war auch Paul Lindau, der ireidenkend^ Pastorssohn, und da' gab cs ein freisinniges Organ. „Das deutsche ReickMlaLLT in dorn man Unterschlupf fand, um eine finanzielle Basis zu haben, aber and), um fleißig in Vers und Prosa die Lehren des Liberalismus zu verbreiten. L)ie hätte da AniiscmitismuZ, 'wäre er auch nur in Spuren vorhanden gewesen, iruflommen tonnen? Wie nicht umgekehrt volles Verständnis für die geistige Regsamkeit und für die!iterarisä)eu Fähigkeiten der Juden? Wie nicht enge Freundschaft mit Juden, mit Ludwig Fulda, mit Alexander Nt oszkowfky, vor allem mit Felix Lehmann, dessen Baker für alle damals VortnärtSstrcbeuden das „Magazin für Literatur" gegründet hatte, und n: •< X. ) //>’ - r\, i r |'' | «t.. 1^. />-> i -n ■/r') \Vy\V^fe!>'.! w I /0rGfeganrQDömenw6xhe/tlGrrGnv/ö5chePyjama5. -§K^ U es^ Kleider Vorhanqe usw. ,N ' ' TT51~7^ s®?] Fl£)Ci!i n. 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