Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 45 (9.11.1928)
- Date
- 1928-11-09
- Page
- Seite 635 (sequence 7)
- Language
- German
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Das sind die Grundgedanken, der Bekenntmsschrist, und man darf i auf die Antwort des Zionismus gespannt sein. Man mag sich zur j Ideologie des Zionismus stellen wie man will, mag man dio Be- { leuchtungen dieser drei Verfasser für richtig oder für falsch halten, ein Verdienst darf die Schrift der drei für sich in Anspruch nehmen, daß sie die gedankliche Aussprache über den Zionismus, die im Versanden gewesen, wieder in Fluß bringen wird. Jeder Jude, dem es ernst um sein Judentum ist, muß die drei Bekenntnisse lesen. Zionisten und Antizionisten werden viel aus ihnen lernen. Sie gehören zu den bedeutsamsten Erscheinungen der Gegenwart. Dr. Paul Nieger (Stuttgart). Ein amerikanisches OrganisaLionskomitee für die Jewlshl Agency. Die Verhandlungen der amerikanisä)en Nicht; wursten unter Führung Louis M a r s h a l l s am 20. Oktober in New Dort, die, wie wir in unserer Nummer 43 vom 26. Oktober mitteilten, an der Erweiterung der Jewish Agency sestzuhalten beschlossen, haben ferner einstimmig laut Meldung der jüdischen Lelegraphenagentur" (Jta) einen Beschluß zur Bildung eines amerikanischen sicbengliedrigeu Ausschusses zur Organisation der Jewiifa Agency gefaßt, der folgendes bestimmt: Ter Ausschuß soll die amerikanischen Persönlichkeiten für den nichtzionistischen Teil des Rates und der Exekutive der Jewish Agency auf Grund des Abkommens zwischen Dr. Weizmann und Louis Marshall namhaft machen; ebenso soll er auch über die nichtzionistischen Mitglieder aus den anderen Ländern befragt werden, gemäß dem Grundsatz, daß die Hälfte aller Jewish Agency-Mitglieder aus Nichtzwnisten bestehen und von diesen 40 Prozent von den Bereinigten Staaten gestellt werden sollen. Dem Ausschuß liegt ferner die Organisation der Durchführung aller in der Hauptresolution skizzierten Ziele, zur Führung der Verhandlungen mit zionistischen und nichtzionistischen Körperschaften, ferner die Ueberwachung all jener Verhandlungen mit autorisierten Vertretern der zionistischen Weltorganisation ob, die sich aus der Interpellation und Ausführung der Vorschläge der Joint Palestine Sunrey Commission ergeben haben oder noch ergeben werden. — Vorsitzender dieses Ausschusses ist Felix M. War bürg; ferner gehören ihm an: Dr. Lee K. Frankel, Ctzrus Adler, James Becker, David A. Brown, Herbert Lehmann und Julian Morgenstern. 635 Zur Geschichte der Don-Carlos-gfguiv Zu Schillers Geburtstag anr 10. November. Die bedeutendsten Bühnen Deutschlands veranstalten zum Drrdenken an Schillers Geburtstag besondere Feftvorstellunaen von verschiedenen seiner Werke. Sein erstes klassisches Drama großen geschchtlidM Stiles ist „Ton Carlos". Wenig bekannt ist && historische Tatsache, daß ein portugiesischer Jude^ Von Juan M i q u e z, einen entscheidenden Einfluß auf die Entschließung des Prinzen b-ei deffen Unternehmung gegen die Aufständischen der Niederlande ausgeübt hat. von Juan Miquex gehörte zu den aus Portugal vertriebenen Marianen unÄ war von Philipp II. aus allen Staaten d-er spanischen Monarchis verbannt; fein jüdischer Name war Joseph Naßi. Miquez hatte sich zu der Zeit, als die Königin Maria für den Kaiser, ihren Bruder, Statthalterin der Niederlande war, in Antwerpen ausgehaltrm und wurde von ihr wegen seiner hohen Fähigkeiten und diplomatischerr Gewandtheit überaus geschätzt. Auch seine Tante, die reiche, edle und hochgebildete Donna Gracia Mendez, lebte dort als Scheinchristirr« Sie war an einen reichen Mann aus dem Hause Naßi verheiratet, den als Scheinchrist den Patennamen Francisco Mendez angenommerr hatte. Er hatte ein umfangreiches Bankgeschäft gegründet, und sowohl der Kaiser Karl V. als auch viele ändere Fürsten warcA Schuldner des Hauses Mendez. Als Grarias Gatte mit Hinterlassung einer Tochter namens Reyna im Jahre 1535 gestorben war, war ihr Leben durch die Inquisition in Gefahr und ihr Vermögen der Habgier des Kaisers preisgegeben. Ein Befehl zur Beschlagnahme ihrer Güter konnte noch in letzter Stund-e durch Hergabe einer bedeutenden Anleihe verhindert werden. Um diese Zeit entstand das Gerücht, daß Miquez ein Mädchen vornehmen Standes und von außerordentlicher Schönheit entführt habe. In Wahrheit war Miquez im Einverständnisse mit seiner Tante mit ihrer durch Geist und Sc^nheiL ausgc-r Zeichneten Tochter Reyna nach Konstantinopel geflüchtet. Offenbar sollte die Flucht von Miquez und Reyna d-er Donna Eracia als Vorwand dienen, Antwerpen Zu verlassen, weil sie dort gezwungen war. die Liebe zu chrer angestammten Religion zu verleugnen. Nach vorüber- » KLEIN ADLER <D!e vollkommenste kleine. Schmbmaschim mi! einfee. eher UmscMhmg undS!c$ S|i DER LEISTUKG-EIN ZWERG IMPREIS* -E Preis RM.ieSj— ADLERWERKErKm^ FRANKFURT a.M, X |l V- 1 i1 tV nkhmmall« GcschLflsstcllm derAnnonccni fSZar v v v v vv Expedition Rudolf Mofse enigogm. x