Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 45 (9.11.1928)
- Date
- 1928-11-09
- Page
- Seite 636 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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H3ö gchendem Slujcni^Uc in Venedig, wo ihr neue Gefahren drohten, wandte sie sich nach Ferrara. Tort lebte sie längere Zeit unter ihrem jüdischen Namen zum Legen und Tröste ihrer Neligions- und Leidensgenossin; sie unterstützte in freigebigster Weise die ausgewanderten Marranen und gründete eine Rabbinerschule, auZ der berühmte Lehrer hervorgegangen sind. Um allen Anfechtungen auf christlichem Boden Zu entgehen, wanderte sie 1553 nach Konstanstinopel aus, und dort bereitete ihr Miquez, welcher sich inzwischen mit Rcyna verheiratet hatte, einen glanzenden Empfang. In K o n st a n t i n o p e l bekannte sich Miquez unter dem Namen Joseph Naßi offen zum Inden tu me. Durch seine Kenntnis der eurofiäischen Berhältniffe, seine guten auswärtigen Beziehungen und seine taatsmännische Begabung stand er in hoher Gunst bei dein Sultan Sulciman. In Gemeinschaft mit Donna Gracia veranlagte Miquez den Sultan, bei Paul IV. die sofortige Befreiung der in Ancona crngokerkerten türkischen. Marranen durchzusctzen. Der Nachfolger Sulcimans. Selim I., schenkte Joseph Naß: unbegrenztes Vertrauen und erhob ihn wegen seiner der Pforte geleisteten Dienste zum Herzog von Naxos und der Gykladeu. Um diese Zeit brach der berühmte Aufstand der Mauren von Granada aus, welche durch Abgesandte die Pforte um Unterstützung angingcn. Die Pforte hatte zur Eroberung von Gypern gerade eine mächtige Flotte ausgerüstet. Auf das eifrige Betreiben Joseph Naßis wurde der Beschluß gefaßt, diese furchtbare Kriegsmacht den Mauren zu Hilfe abzuschicken. Diese mächtige Hilfeleistung der Mauren gegen Spanien, war für Miquez eine willkommene Gelegenheit, an Philipp II. Vergeltung zu üben für seine Ausweisung und für die tausendfältigen. an den Marranen verübten Grausamkeiten. Miquez hatte in Flandern bedeutende Verbindungen unterhalten und gab dem fcy-sj / Hr&hlHasten,Ctippe, Heiserkeit half9 hilfsbereit! Scfiachfel Mk.1.-nurin Apotheken u.Drogener* Konsistorium zu Antwerpen sosort Kunde von diesem wichtigen Ereignis. Herzog Alba hatte dem König vorgestellt, wie die Anwesenheit des Prinzen in Flandern ihn in den Augen der Niederländer über den König erhöhen würde und wie gefährlich es sei, dem jungen ehrgeizigen Don Garlos das Schicksal dieses Landes anzuvertrauen. Diese Bedenken verfehlten ihre Wirkung aus den ohnehin auf seine Autorität eifersüchtig wachenden König nicht, und des Prinzen Bitte, nach Flandern abrchcn zu dürfen, wurde abschlägig beschiedeu. Nichtsdestoweniger wurden die Zurüstungen zur Abreise des Inlauten in aller Heimlichkeit betrieben. Wenn Ton Carlos bisher immer noch gezvgert^hatte, das Wagnis zu vollführen, so befestigte die Zusicherung des Sultans seinen Entschluß, die Aeise ins Werk zu setzen. Um den Prinzen zum raschen Handeln zu bewegen, hatte ihm der oberste Rat der Rebellen die Briefe des von ckuan Miquez zugehen lassen und ihm anheimgestellt, selber die Verhandlungen nach Konstantinopel aufzunehmen. Die Flotte sollte erst an der Küste Granadas landen. Don Carlos aber äußerte den Wunsch, daß sie sich der größeren Sicherheit wegen nach der flandrischen Küste begeben sollte. löistüiaätiaäi1,, li'hiii Macfi voffstämfigem UmBau am S.Novemßer 1928 neu eröffnet! «JL r* r w IL Conditorei tmd. Cafe Berfin, Königstr. 34-36 JL TT Nacß voffstätufigem Umßau am ß.Novemßer 1928 neu eröffnet! r &»2£SäiS££S5£SSSES2SS2 geben zu besonckers günstigen Preisen jetzt auch einzeln vom En g ro s-Jmp o r tlager ab. SMtt-reMchMMtchsWMft Berlin er» Wallstraße 11/22. SCtL: Stscfut S3S9, GS89. s bis k Uhr. WLkpOVKZr WsröZnIew sörrMMMMAhS. 1 Nrrr berührnie Original LLonbardts Marke ^Godesdurg a.NH."! RsSrmg mit GilSLei^Hausputzariileln" verlausen. 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