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Central-Verein-Zeitung · 1928-10-26 · 43 (26.10.1928) · p. Seite 611

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
43 (26.10.1928)
Date
1928-10-26
Page
Seite 611 (sequence 11)
Language
German
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Vom Büchermarkt. Margarete Naumann: „Friedrich Naumann.^ — Dr. Theodor Heutz: „Politik." — Prof. Dr. Carl Brockhausen nnd Maria L. Klausberger: „Deutsch-Oesterreich." — Professor Dr. Ludwig Waldecker: „Allgemeine Staatslehre." Mit Rührung werden alle Freunde einer freiheitlichen politischen Entwicklung unseres Vaterlandes eine Darstellung aus der Feder Margarete Naumanns lesen, welche Kindheit und Jugend Friedrich Naumanns den alten Freunden dieses unvergeßlichen Mannes näherbringt. (Vertag Leopold Klotz Gothas). Hier wird auch auseinandergeseht, welche seelischen Beweggründe Naumann veranlaßt haben, sich in seiner Jugend der Stöckcrschen Bewegung anzuschließen. Gegnerschaft gegen das Judentum kam hierbei gewiß nicht in Betracht. Ter überaus rührige Verlag H. Meyers Buchdruckerei, Habberstadt, hat zwei Werke tzerausgebracht, die wir unseren Lesern warm empfehlen lönnen. Zunächst ein kleines Handwörterbuch „Politik" von Dr. Theodor Heuß. Man kann aus diesem Büchlein unendlich viel lernen. Die Erklärungen sind scharf. So, wenn Heuß den Begriff Nation als die „zum Staatlich-Politischen geivandte Seite des Volkstums" erklärt, die aus einem Einheilsbewußtsein der staatlich-nationalen Zwecksetzung geboren ist. Weiter führt Heuß aus: Der Sprachgebrauch hat sich daran gewohnt, für Minderheiten, die mit einer dem Staat rn seiner Gesamtheit tragenden Nation zusammenwohnen, die Sonderbildung einer „Nationalität" anzuwenden. So findet man in diesem kleinen Buch in außerordentlichstem Maße Belehrung über alle politischen Gebiete. Auch ein Zweites Nachschlagebuch „Deutsch-Oesterreicht das im gleichen Verlage von Prof. Dr. Carl Brockhausen und Maria L. Klausberger herausgegeben ist, verdient unsere Beachtung. Es gibt unter einzelnen Stichworten eine eingehende Torstellung von Verfassung, Verwaltung und Wirtschaft in Deutsch-Oesterreich Endlich soll noch kurz auf die im Verlage Dr. Walther Rothschild in Berlin erschienene „Allgemeine Staatslehre" von Ludwig W a l d e ck e r hingewiesen werden. Hier sind es namentlich die Darm stellungerb über die Massensuggestion, die Tradition, den sozialen Ausgleich, die unser Interesse in hohem Maße erregen. Mer sich mit den Fragen des Centralvereins beschäftigt, sollte sich das gründliche Studium dieses Werkes zur unbedingten Aufgabe machen. Es verleiht Erkenntnis und infolgedessen starke Möglichkeiten Zur weiteren Vertiefung unserer Arbeit. £. H. * Aus unbekannten Schriften. Festgabe für Martin Buber zum 50. Geburtstag. Berlin (Verlag Lambert Schneider) 1928. 245 S. Mehr denn fünfzig Freunde und Verehrer fanden sich zusammen, um Martin Buber, als er kürzlich seinen 50. Geburtstag beging, mit einer literarischen Gabe zu ehren. Es ist eine bunte Schar von Juden und Nichtjuden, von Dichtern und Denkern, zünftigen Philosophen oder freien Schriftstellern, die sich zur sinnvollen Huldigung einfanden. Sicherlich wäre ihre Zahl noch größer gewesen, hätten nicht die Herausgeber des Ganzen, um der Mannigfaltigkeit der Beitrüge eine einheitliche Wirkung zu gewährleisten, eine verpflichtende Bedingung gestellt: jeder sollte sich bemühen, einen möglichst unbekannten, mitunter noch niemals veröffentlichten Tert beizusteuern, den er auszudeuten und in unerkannte Tiefen zu verfolgen habe. So kam wirklich, in farbigster Spiegelung gebrochen, etwas heraus, das von der zentralen Wirkung, die Bubers Lebenswerk ausstrahlt, übereinstimmendes Zeugnis ablegt. Ten „Magnus von Heppenheim" feiern als Lichtzünder und Fackelträger, als einen, der kostbares Seelengut aus zerklüftetem, unzugänglichem Schacht herausholte, mit die besten Köpfe des heutigen Deutschland. Bezeichnenderweise (und gerade die vorliegende Sammlung verstärkt diesen Eindruck) läßt sich Bubers Leistung mit der um sie gewobenen Einflußsphäre kaum außerhalb des deutschen Geistesbereichs vorstellen, wie ja auch innerhalb des Zionismus, sofern es sich um seine kultur-, nicht sozialpolitische Stellung handelt, seine Anhänger sich aus die deutsche Landsmannschaft beschränken dürften. Es ist unmöglich und überflüssig, von den Beiträgen der Festschrift, die natürlich nicht durchaus gleichwertig find, mitunter (wohl m^ Nachahmung gelegentlicher schwächen des Gefeierten selbst) an Künstelei und Verschrobenheit streifen, diesen oder lenen herauszugreifen. Ter jüdische Leser, den die Proben jüdischen Schrifttums besonders fesseln mögen, sei auf Leo Bäck und Ernst ^Donnerwetter, lauft dein Herr Immer ioT* *Nec! Erst seitdem er seine Hühneraugen durch „Lebewohl"*) weggekriegt hat!" *) Gemein! sind natürlich das berühmte, von fielen Aerrfea empfohlene Hühnerangen- Lebewohl und Lebewohl-Öallensch eiben, Blechdose (3 PSesier) 75 Ft. Lcbcwobl-Fussbad gegen empfindliche Füsse und Fussschwclss. Schachte! (2 Bäder) 50 Pt Erhältlich In Apotheken und Drogerien. Venn Sie keine Enttäuschungen erleben wollen, rerlangen Sie ausdrücklich das edüe Lebewohl in Blechdosen und weisen andere, angeblich „ebenso fule* Mittel xurüdc. Ab Laaer lieferbar! M-E«» aus Wellblech, Stahl oder Beton Schrrvven jeder Art Fahrradständer zerlegbar, feuersicher, billige Bauwehe. — Angebote mit Prospekten kostenlos. Gebr.AÄMaÄ G.rn.b.S. Eisenu.Welldlechwe^e Weidenau (Sieg) Postfach Nr. 126. 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