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Central-Verein-Zeitung · 1928-10-26 · 43 (26.10.1928) · p. Seite 612

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
43 (26.10.1928)
Date
1928-10-26
Page
Seite 612 (sequence 12)
Language
German
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-a m Lanäesverdanä ©to ^-Berlin -er« ■&w%>r§is* am Sonntag, den 4* November 1928, in den Prachtsälen des Ostens, frankfurter ÄUee 48. m\mt / MWW ZNhlMMü /»/ AMvlll Anfang 7^/z Ahr. Cintrittöfarte einschl. Steuer i AI. Karten werden im QSuteau des Landesverbandes Groß-Berlin des Gentralvereins, Lindenstraße 1Z (Fernsprecher: Dönhoff ZZ9Z), cn der Abendkasse ab 7 Ahr, sowie bei S. Struck. Wailner- Theater-Straffe^i, E.Nossen, Weidenweg ZZ, undBernhard Bibo, Marschauer Straße 86, ausgegeben. Mtglieder und Freunde auch aus anderen Ortsgruppen sind willkommen! I.A.:Aron Auerbach, Vorsitzender der Ortsgruppe Osten des C. V. Simon verwiesen. Im ganzen unterstreicht das schön ausgestattete, in Hellerau prachtvoll gedruckte Buch, das nicht hintereinander verschlungen, sondern bedachtsam durchgekostet sein will, zwisäM seinen Zeilen die Mahnung, wie Buöer, seiner nationaljüdischen Basis ungeachtet, einem jeden etwas zu sagen hat, zum Wecker und Anreger werden kann, dem es um eigene Verinnerlichung, um die Vertiefung gerade seines rein geistig ausgefaßten Judentums geht. Reinhold Lewirr (Königsberg i. Pr.). Professor Mar Apt: 25 Jahre Im Dienste der Berliner Kaufmann schast/ (Sieben-Stäbe-Verlag, Berlin-Zehlendorf.) Ein Buch, das weniger Memoiremverk ist und sein will als eine Geschichte der Berliner Kaufmannsorganisationen. Wertvoll ist für uns das Material schon deshalb, als es deutlich die Bedeutung wrderspiegelt, die eine große Zahl führender jüdischer Kaufleute für die Arbeit m den kaufmännischen Gremien gehabt' hat und hat. Man braucht nur einige Namen — um nur Tahingeschiedene zu erwähnen — wie Wilhelm Herz, Eduard Arnhold, Wilhelm Kopetzky, Hermann Jacoby, Emil Ralhenau und nicht zuletzt Leopold Detter zu nennen und die Schilderungen, dre Apt von ihrem Wirken gibt, nachzulesen, um das Gesagte bestätigt zu finden. Daß es auch gegenwärtig nicht anders ist, lehrt ein Blick in die Festschrift der Berliner Handelskammer zu ihrem Jubiläum. — Interessant sind auch für uns die geschichtlichen Dokuvwnte, die Apt aus der Zeit der Gründung der Berliner Börse um 2740 bringt, welche das Verhalten der jüdischen zu den christlichen Börsenbesuchern regeln und den Geschäftskreis für die jüdischen Börsenhändler seftsetzen. Dr. Otto W. Brodnitz. Neue Bürber. Heinrich 5t n h n: „JhiltuipioMeme bet ©egeitoath Horo- Lisch tu Marr, Berlin, 1928. — Henny Lehmann: „Der Feldherr ohne Heer. I. D. Dietz Nachü, Berlin, 1923. — Georg Hinzpeter: Erwinen.von Kosmos und Erde-.'" R. DoiZtlandrrs Verlag, Leipzig, 1923. — „Das bedränge Theater Habima. 52 Bilder mit einer Einleitung von Bernhard Drebold. Hem. tvh Keller, Brrlin-Srunewald, 1923. — Dr. A. G r a n o V r k m „Bodei^ Lesieuernng in dalastina.*' Indischer Verlag, Berlin, 1223. "Führer durch feie jüdische Wohlfahrtspflege^, herausgcgeben von der 8enLralDohlmhrtsftelle der deutschen Juden. Berlin, 1993. — York-S reiner: „Dre Kunst, als Lude zu lebend M. D. Kaufmann, Leipzig, 1S23. — „Frauendrrefe aus der italienischen Renaissance."' Gesammelt und übertragen von Eurt Srgmar E u rkind. Julius Gross, Heidelberg. 1923, Lanöesverbanüstagungen. Landesverband Hessen-Nassau und Hessen. Am 21. d. M. sand in Gießen die alljährliche Tagung des Landesverbandes Hessen- Nassau und Hessen statt, die in Anwesenheit von 79 Vertretern aus allen Teilen des Bezirks und des Direktors Dr. Ludwig Holländer als Vertreter des Hauptvorstandes einen besonders guten Verlauf nahm. In ihren fünfstündigen Verhandlungen wurde sie zu einer eindrucksvollen Kundgebung für den Willen zur Vertiefung der bisher bewährten Arbeitsmethoden und zur Angleichung der Tätigkeit an die stets wechselnde Agitation unserer politischen Gegner. Direktor Dr. Holländer berichtete eingehend über die augenblickliche Lage, die Stellung und Haltung der politischen Parteien zu jüdischen Dingen, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Boykott und alle sonstigen lebenswichtigen Einzelfragen, um dann die Wege auszuzeigen, die^zur Aufklärung und Gegenwehr Erfolg versprechen. Vorher hatte der Syndikus des Landesverbandes Hessen-Nassau, Dr. Marx, die Frage „Geist oder Seele?" auf Grund der Ereignisse im Landesverband während des Jahres 1928 dahin beantwortet, daß die geistigen Grundlagen und Produkte unserer Arbeit (Broschüren, „Morgen", „E. D.-Zeitung") selbstverständlich unverändert bleiben und noch immer weiter ausgebaut werden sollten, daß daneben aber, auch in politisch ruhigeren Zeiten, der seelischen Stimmung der Bevölkerung, die die Gegner geschickt für sich zu gewinnen suchen, stärker als bisher Rechnung getragen werden müsse. Ter Referent machte eingehende Vorschläge für die praktische Arbeit, die mit den Darlegungen Dr. Holländers Gegenstand lebhafter und sachlicher Aussprache waren. Linksrheinischer Landesverband. Am 21. Oktober fand in Köln die Delegiertentagung des Linksrheinischen Landesverbandes statt- Die im Rheinland Zunehmende judengegnerifche Arbeit war mit Antrieb gewesen, daß die Veranstaltung aus allen Teilen des rheinischen Gebietes sehr stark besucht war. Die ernste Lage war auch Hauptgegenstand der Beratung, die zur Ausstellung eines eingehenden Arbcitsprogramms für die nächste Zeit geführt hat. Vormittags gab Syndikus Tr. Alfred Wiener (Berlin) einen Ueberblick über die allgemeine Lage. Nachmittags sprach Herr Rechtsanwalt Karl Löwen st ein (Aachen) über „Unser Rechtskampf gegen die antisemitischen Angriffe" und zeigte, in welchem Ausmaß eine rechtliche Grundlage zur Führung des Abwehrkanrpses besteht und wie sie weiter erfolgreich ausgebaut werden kann. Eugen Jacob: (Köln), Syndikus des Linksrheinischen Landesverbandes, zeichnete sodann ein Bild der im Rheinland infolge äußerster Aktivität der Nationalsozialisten zunehmenden gegnerischen Bewegung, die zu ernster Wachsamkeit und unbedingter Zusammenfasiung aller Kräfte Veranlassung gibt. Die Aussprache stand aus beachtlicher Höhe und bewies ein erfreulich starkes Verständnis und Interesse für unsere großen Aufgaben. Leiter der Tagung war in Vertretung des Verbandsvorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Heinrich Frank (Köln). Gleichzeitig mit dieser Sitzung fand eine Veranstaltung jüdischer Frauen statt- Frau Life Leibholz (Berlin) sprach hier über „Forderungen der Zeit an die deutsch-jüdische Fraul". Ihre Ausführungen fanden starken Widerhall und führten zur Gründung derer st en Frauen gruppedes C. D. im Rheinland. Frau Earl Vrünell (Köln), in deren Händen die Leitung der Veranstaltung gelegen hatte, wurde auch mit der Fortführung der weiteren Arbeiten betraut. Der Landesverband Niederschlesien hat zu Sonntag, den 4. November, vormittags 10 Uhr, seine Delegierten nach Breslau zusammenberusen. Die Tagung findet im roten Zimmer der Lessing-Loge, Agnesstraße 5, statt. Den Geschäftsbericht erstattet Rechtsanwalt F o e r d e r. Die organisatorischen Fragen wird Theodor Marcus behandeln. Ter stellvertretende Syndikus des C. V. Artur Schweriner, der in der Zeit vom 31. Oktober bis 5. November in einigen großen Ortsgruppen der Provinz Schlesien spricht sowie einen Äufklärungskursus in Breslau abhält, wird der Landesverbandstagung als Vertreter der Hauptgeschäftsstelle beiwohnen. Der Landesverband Bayern hakt seine diesjährige Landes- Verbandstagung am 4. November, Uhr vormittags, in Nürnberg im Gemeindehaus, Neuengasse 12, ab. Tagesordnung: Vertraulicher Bericht über die Arbeit der Zentrale: Direktor Dr. Ludwig Holländer (Berlin); ver- ' C > Tee ist ein wundervoller GenuS und deshalb in allen Ländern ^7 ^er frde beliebt. Eine Tasse-Tee durchströmt den ganzen Men« A7r<Tr/ scbef| mit Wärme und Wohlgeföhl und gibt ihm neue, kräftige i ' / Anregung. Man sollte daher immer Tee im Hause haben. j Anregung (^ Ul Pjß S Fordern Sie bitte, um ^770 H Oguten Tee zu erftalieit £l\ U 7m U Li IAj VKrgfg

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