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Central-Verein-Zeitung · 1928-07-20 · 29 (20.7.1928) · p. Seite 412

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
29 (20.7.1928)
Date
1928-07-20
Page
Seite 412 (sequence 4)
Language
German
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412 p| WKMW. „Br. <8>oetf)cS — „Morvverfchwörrmg gegen LnDen- Dorff." Das Ehepaar Llldcudorff läßt in unheimlicher Schnelligkeit „Ent^ deckrrng" auf „Entdeckung" folgen. Kürzlich erst wurden die Brauche der deutschen Korpsstudenten als „sreimaurerisck>-jüdisch" entlarvt. Jetzt muß Goethe und ganz Weimar daran glauben. ‘ „Br. Goethes Verrat an Schiller." „Tie Nackze der unsichtbaren Väter an Schiller" überschreit sich das Elaborat von Frau Mathilde in der „Deutschen Wochenschau" vom 8. Juli 192Z. Wir erfahren, daß Lessing, Mozart und Schiller einem Frcimaurermord znm Opfer sielen! „Weil Mozarts ,Zanberstöt^ die politischen Geheimziele des Ordens andeutete, wurde ihre ,Bruderlrcbe" noch deutlicher, er wurde zum Tode verurteilt. Und zum Zeillzen, daß die Vollstreckung nahe bevorstand, gaben die Mvrdbuben ihm den Auftrag, ein Regniem zu komponierend (!) Ebenso wurde Schiller ermordet — Goethe hat ihn verraten und „den erteilten Befehl befolgt". — Emen ganzen Kübel Schmutz gießt Frau Ludendorfj ül>er Goethe aus: Er, der „Verräter", ist „charakterlich anfällig"; — seine Werke find „plumpe Verherrlichungen der Logengeheimlehren", „Faust II. Teil ist ein verworrenes Werk, das die Leuchtenden Meister bis zur heutigen stunde vergebens den klaren deutschen Geistern als Meisterwerk auszuschwätzen versuchen." — Aber nicht nur „Br." Goethe ist ein „künstlicher Jude", der ganze „Geist von Weimar" ist verjudet. „Goethe unterwarf sich wie ganz Weimar den Geheimvcrordnungen einer Tscheka dcr Juden, Jtlumrnatcn, Rosenkreuzer und Freimaurer und befolgte einen erteilten. Best'hl." * Dies war in Nr. 28 vom 8. Heuert. Inzwischen ist das Thermometer noch gestiegen und nun lesen wir in Nr. 29. vom 15. Heuert in grösster Ausmachung die Nachricht: „Mordverschwörung gegen Ludendorff von Deutschen Hochsradbrüdcrrr und Drrc - Drith - Brüdern in Maricnbad Juni 1928. Unter der Aufschrift „Achtung Tannenbcrg-Bund!" teilten wir in der letzten Nummer der „Deutschen Wochenschau" mit, daß die; /ttv 'n \/o) U Nachricht von einer M o r d v e r s ch w ö r u n g in M a r i e n b a d gegen Ludendorff von Deutschen Ho ch g r a d b r ü d e r n und Bne-Brith-Drüdern zur Schristleitung gekommen sei. Sofort nach Veröffentlichung wurde uns diese Mitteilung nid)t nur erneut bestätigt, sondern wir erhielten noch weitere Angaben, die wir so weit der OefsentlichkeiL bekanntgeben, als sie unsere Gewährsmänner der Logenrache nicht preisglbt. Es handelte sich um eine ,ch o ch be d e u t s a m e Konferenz" von „bedeutenden Männern", das heißt also s ch w a r z c n L o g e n - b r ü d e r n und V n e - B r i t h - L e i t u n g, die ihre Hauptsihung am I a w e h t a g e, dem 19. Juni 1928, in M a r i c n b ü b hatten. (5:5 ivmw unter anderen Tont sch blutige „H a m m e r s ch l ä g e r" und „G roß-, Würdenträger", ferner ein recht bcfannter j n d e n b l i'r t i g e r Kommerzienrat aus einer wichtigen Freimaurerzentrale Mitüldemschlands und ein bekannter jüdischer Prophet und geheimer Weltleiter aus Hamburg zugegen, welch letzterer eine Kur in Karlsbad machte. Unser neuer Gewährsmann drückt den Mordplan, der in unserer erster» Mitteilung nur in die Hochgradbrüder-Gehcimsprache gekleidet war, unverblümter aus und sagt: .Weitgehendste Maßnahmen wurden beschlossen, besonders gegen Ludendorff. Wenn Gcncrai Lrrdcudorff auch ein Narr ist, so kann er doch durch seinen Anhang — und Mitläufer sinder er immernoch — sehr schaden und daher muß er unschädlich gemacht werden? Natürlich ist der Netter unseres Volkes „ein Narr", der den jübifchcn Welcherrschastsplänen „S chade n" bringt! Wir können nur noch einmal wiederholen, daß sich die Brr. hüten sollen, ihn auf ihre Weise „u n s ch ä d l i ch" zu m achcn u n d fönnen ihnen auch verraten, daß, wenn ihre „weitgehend st en Maßnahmen" z u r A u s f ü h r n n g kämen, ihnen L u d e n d o r f f ebenso „schädli ch" ist, als wenn sie i h n e n mißlingen!! Wir wiederholen noch einmal, dle Schar des Tannenverg-Bundes und feine Millionen Freunde im Volke, die wegen der Wirtschaft^ Uchen Erpressungen in ihrer Notlage heute öffentlich nicht;;un Dannenberg-Bunde gehören, sic alle sagen euch, daß das jüdische Volk und die Brr. Freimarrree ur;d Stoscnkrcuzcr, ob uurr cnrgcweiht oder rücht, uns für sein teures Leben haften! Don der Staatsanwaltschaft in dcr autonomen Wiruckaüs- Provinz Deutschland des Iawehreiäxs erhoffen wir sehr, sehr wenig. Sie ist Beamtenschaft dcr Regierung und hat sich deren Anordnungen zu fügen oder sie geht ihres Amtes verlustig!" Der „Völkische Beobachter" vom 15. Juli scheint diese Meldung, wenn er auch die volle Verantwortung für ihre Nichtig- —. ........_,..^i keit der „Deutschen Wochenschau" überlässt, - ■’ ernst zu nehmen, denn er veröffentlicht sie aus ' : der ersten ^eite mit einem Kommentar, der \ cs an judeuseiudlichen Aeußerungen nicht - r fehlen läßt. Das Thermometer scheint eben in M ö n - : . ' - chen noch höher gestiegen zu sein als in r Berlin! ♦ i Hans Steigers „Hitler-Lieder". Nun hat Adolf Hitler seinen Leibdichter, der für ihn und seine Ideen ans 62 Seiten die Harfe schlagt. Wer unseren 'Aussatz über des Nationalsozialisten Dinier Kampf gegen die Kirche in einer der letzten Nummern dieser Zeitung las. wird die Vorbemerkung Hans Steigers zu desien Gedichten richtig einfchatzen. Steiger schreibt folgendes: „Durch Adolf Hitlers Wort und Tat restlos von dein Gedankengut des Marxismus befreit, .fand ich nächst auch in der Weltanschauung des KirclwttchristLums, das? ja mit fernen Bekenntnissen hierzulande mehr oder weniger jener jüdisch-völkischen Irrlehre Politisch verbunden ist, keinen sittlichen Lcbcnsbodcn mehr. Als ich diesen dann in der (urchrisitick.n) Lehre Hitlers, im Nationalsozialismus. wiedergefundcn hatte, fühlte ich mich gottliebendcr geworden, benu jemals zuvor . . j lieber die Qualität der Poesie ist einiges | zu bemerken. Am besten lassen wir den Hitlcr- \ Dichter selber sprechen. So sagt er in seinem einj leitenden Hymnus Herrn Adolf Hitler folgendes: j Und ob deinen Namen inan haßt oder liebt —? gleichviel! — er hat das Volk gesiebt: j Feig oder tapfer, j Kristall oder Emaille; i Faß oder Zapfer, j Held oder Kanaille! Die Ausstellung des Philo Verlages in der Jüdischen Sonderschua (Jrop) der „Pressau (Köln). »* .. lind denen dein Zeichen „noch gar nicht jbekauut", was sind sie denn einsam davon gerannt? Hand vor die Ohren Blick nur im Grase , , * ' ' . Spur verloren —: Schaf ohne Nase! ' Danaä) scheint der völkische Barde nickt gerade zum „Kristallü sondern mehr zur „Emaille" zu gehören.

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