Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 28 (13.7.1928)
- Date
- 1928-07-13
- Page
- Seite 403 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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r 403 AMug na® La'MKa. ■ RcLsecinDrücke von Rechtsanwalt Dr. Detmar Löwenstcrn (Esten). Qlim erstenmal war es in diesem Jahre auch bei erheblich mcdriaeren Geldausaaben möglich, eine QrienLreise zu nnternchmeu. Die Hamburg - Südamerikanische Tampsschistahrts-Geselljchaft verunstaltete Mittelmeerreistu, die nach Palästina und Aegypten führten, von 260 Reichsmark an. Ter Charakter einer solchen Reise ist allerdings mehr der einer Studienreise als einer Erholungsreise. Don den rund 1500 Pastaqiercn waren etwa zehn Prozent jüdischen Glaubens; sie schlossen sich auf dem Schiff zusammen, obschon sie zum mdtschen Problem ganz verschieden eingestellt waren. Alle verband aber der gemeinsame Wunsch, in Palästina in erster Linie die heiligen Stätten des Alten Testaments Zu besichtigen. Außerdem wollten sie das kennenlernen, was der zionistische Ausbau bisher geleistet hat, um auch zu dieser brennenden Gegenwartsfrage rnis eigener Anschauung Stellung nehmen zu können. Bei unserm fünftägigen Aufenthalt in Palästina, der nach dem Reiseprogramm für uns vorgesehen n>ar, war es uns Zwar nur möglich, einen allgemeinen Eindruck zu erhalten, aber wir haben die kurze Zeit intensiv ausgcnntzt. Rach amerikanischer Art wurde mit den -modernen Verkehrsmitteln, besonders Auto und Schnellzua, die NiesenaufMe, einer so großen Teilnehmerzahl Palästina gleichzeitig zu zeigen, organisatorisch glänzend gelöst. Unser Schiss lief am frühen Morgen Haifa an. Wir hatten aus der ganzen Fahrt Glüe? mit dem Wetter. Solange wir in Palästina waren, war der Himmel tiefblau, die Sonne meinte es allzu gut mit uns. Es war drückend heiß, regelmäßig 33 Grad Ncaumur im Schatten, so daß wir unter der Hitze sehr viel zu leiden hatten. ' Als wir durch die Luken vom Dampfer aus zuerst das Land erblickten, hat jeder von uns wohl erschauernd erlebt, daß uns hier in dem Orient eine ganz andere Welt entgegentrat. In feenhafter Beleuchtung erschienen die weißen Häuser mit ihren flachen Dächern noch weißer, als sie es so schon sind. Wie ein Märchen aus Tausend und einer Nacht leuchtete uns Asien entgegen. Nach Erledigung der -Formalitäten durch arabische und'jüdische Zollbeamte wur-l-e endlich "das Signal zum Aussteigen gegeben und wir kletterten das Fallreep hinunter in die Boote hinein.!/ H Kalüriidies I l-; I _ ti Das Gesundheitswasser bei \A Blasen-, fulerenleiden U5W. . . | KteJhjssses \ JU /! \ fTM / I Fachinger Vers andstelle, - **641 |‘--4 S j Berlin SW 11, Schöneberger Strasse 16a. Lützo’ 8 2 6 0 Am Ufer erwartete uns ein Park von etwa hundert- Automobilen. Jede Gruppe erhielt einen einheimischen Führer. Ehausicur und Führer waren entweder Juden oder Araber. Unser jüdischer Führer war etwa fünfzig Jahre alt, ein gebürtiger Jerusalemer, ungeschickt und linkisch. Wir fuhren zunächst durch Haifa, dann weiter auf sehr schlechten Straßen, in denen uns fortgesetzt Esclreiter und Kamelkarawanen begegneten, an Bedurnenlagern unter Zelten und primitiven Araberdörfern aus Lehm vorbei. Dann änderte sich die Landschaft mit einem Schlage, als wir an der fruchtbaren Ebene Israel vorberkamen. Hier sahen wir zum erstenmal im Gegensatz zu den Steinwüsten, durch die wir bisher gesaust waren, fruchtbares, bebautes Land, eine zionistische Kolonie an der anderen, alle mit sehr modernen Häusern und Stallungen: unter anderen die deutsch-jüdische Kolonie „Markcnhos". In Nazareth wurde kurze Rast gemacht. Es ist ein kleines Gcbirgsstädtchen mit ärmlicher arabischer Bevölkerung. Am Marktplatz wirnnrelt es von Arabern, die, in zersetzte Lumpen gehüllt, großenteils abschreckend dreckig sind. In den Straßenrinncn liegen Bettler, den Kopf mit einem Tuche als Schutz gegen die r-onne und die Schwärme von Fliegen bedeck». Don solchen Eindrücken bestürmt, erklärte 'ich unserem jüdischen Führer, ich würde es nicht fertig bringen, mit den auf so niedriger Kulturstufe stehenden Arabern als Mitbürger zusammen Zu leben. Tie Erwiderung war: „Ja, mein Sott, sie sind wie das Vieh, aber es sind doch auch Menschen", womit er zweifellos recht hatte. Mittags langten wir in Trberias, am schönen, blauen See Ge nezare th. an. Es ist Wohl die orientalischste Stadt in Palästina, mit etwa 7000 Einwohnern, meist Händlern und Fischern, darunter 70 v. H. Juden. Hier har Hillel gelebt; hier fand Jesus seine ersten und treuesten Anhänger und viele seiner Apostel. Dr* Richard Paasch Geheimer MedizinaJrat Gesundheit Ihre Erhaltung und Fliege. I Mit 35 erläuternden Zeichnungen von [ L. W. E. Jöhlinger — 216 Seiten $ i Gross-Oktav — SorgfültigsteAusstattung * Geheftet JUi 6,50, Ganzleinenbd. JU[S,5Q (Das Buch wendet sich an den gebildeten Leser und bietet diesem eine Fülle wissenswerten Stoffes. Illustrierter Sonderprospekt kostenlos. Rudolf Mosse, Buchverlag Berlin SW 19. S0VO«MAW2GMrSWrr^WW0Ä r .5»-f:s5?^r? (Zelsrrn). Rrrs Darch-rrj,C>; ,y,Al-'-.l borg33 (Avonue Louise). v v Ersrll. Töchicrr-cnüsnat. Izn August imb Srprember Aufenthalt in eigener Billa cn der Sec. Höchste Slrfererben - - ai >> Dirrttion L. T.L Lepch rc&Dcctf h Lau uj o>, Crholnr^s* x\nb Fcrienbrlm Euse LörULer. AusiänLerinrien irn Hause. ' Lkurmtz«- etrc3e 81 DÜlüFrohsinn.! ipiuJr]! m idCRliüsiol MargareteWallerftern.staatl.eepr.Lehrerin. I Mod.Eigenh., tzr.Garten,Tcnnis pl. Disicnschastst, j eeftllschaft!., auch hauswirtschafrl. BusbUdunq. f Slusldnherin n^fc Cc 41&>l j WAG. Wa r*»* >- - Ti& s»ugi-ng?rströ§s 4 Telephon 306 SS, schest.Uchk,; '"HeiÄÄafrU^ kuuUs-werh'. ^ushUduna. Handclskursk. - He schränkte Bnzayz von LchÄeriimep. J. ■:i r(öi Inhaoerrn Clara Marcus ßanM-Ze, MöLOueMraßs 8,9, ly. An dem SßtetiSia in W KSm (L August Ma I. September) lonr.cn noch einige Mädchen teil " kunge 1 . terlneh7r.cn. Konstanz a» B. / ÄMtßmßWFMer Gründstche mrsienschastäche, häusliche und gescUfchastliche TnsbUdunq. Beste Berpsietzung. Herr!. Zerienauscruhalt. - Tel. 178. plHHSIiHtü© (Schweiz). I yiiiiiiGüisiil. 1W8 gegründet. Referenzen. Prospekte durch die Vorsteherinnen: Mjnes.M.Bloeli, Officier d’Academie, et B. Bloch. AlpcnsömmerfoTZen Juli bis August in Champ^ry (Walliser Alpen), 1(60 m Seehöho. PeriSionärinnen werden auf genommen. LJ k Erhsicngsaufeatäaltfarjg. B2dchea t pour jeunes füles, Ideal. Studienc. IgSii© ÄÄfÄ EKE Töchfer-lRstitut tvr.^rb. h^o, r^s^des, senn. K!irn „CÜSTEU9 S'MCG” Fzrt CrdChsbd^.: Französisch, englische. Hulienisch« Sprache u. ütgratcr. Umzan$?sprach£ Französisch. Wissensch. VcHes, Hmdeisfüch. Kunstgesch-, fc'jsiJc. hat. Gescngskanst, Mal. Xunslarb. Handarb Haushalt Spart See* s. Scr^ribäder. KÖRPERKULTUR. Sommer ln den Älpen. StQdiecrelss nach Paris. 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