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Central-Verein-Zeitung · 1928-06-01 · 22 (1.6.1928) · p. Seite 313

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
22 (1.6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 313 (sequence 5)
Language
German
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deren Besuch unseren Freunden nicht anempfshlen werden kann Ohne Gewähr .. Abgeschlossen am 30. Mai 1928 Aach teilweiser Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet Zcichcncr'lärunacn: Die mit et* ocrf;f:citcu Orte müssen tfiret ^cvdlicziiv.q nach als über« oi-’aenb judcnfeindlick bcjcicf;;;ct werden, den Ortsnarnci: bei ge rügten iö::;iri)c:i 3if(erti geben a:t, in welci-cm Lau bestell sich dcr Platz befirtdet, und zwar bedeute::: Ostsee (I), Nordsee (II), Norddeutsche (<bcnc (I5L), Thüringen (IV), Schlesien (V), &av\ (VI), Sachsen (Ml), ÜSaDcu und Württemberg (YIfcf), Wescrgcdirge (IX), .«dessen (Xh Rhcirrland (XI), Bayern (XII), Oesterreich (XIII), Tschechoslowakei (XIX), übriges 2LusLand (XV). dkltbeide (X): Villa Haunex, Haus Zahn, Haus Leoyoldshsh lehnen die Aufnahme von Juden ab. Haus Helene. christlich :o Heim. Die Inhaberin, Schwester Ida Herrmann, lcgr jedoch Wert darauf, nicht als judcnfeindlich;n gelten. Amrum (II): Rordsec-Sauatorium. Der leitende Arz? schreibt: „Jüdische Kinder nehme ich nicht gern auf und nur dann, wenn cs sich nur besondere Kur- und Behaicklnngsdedüwrigkcir handelt^ Norddorf (s. unter N). Wittdün unter W.). 'Anger (XU). Arendsee (r): Landhaus Fritz Reuter hatte ein Plakat auohangen: „Zunmer frei für Germanen". Hans Sonnenschein empfiehl: Pension „bei chrtftlldtcr Famikie". Arrgttptabav d. Neubrandenburg (111>: Kurhaus Augustabad. Auf Wunsch des Den sschna: tonalen Handlungsgehilsenverbandes au'gtttomnren. Baden-(VIN)): Pension'Fron A. Seist. De::: Mertbuch der Dent'chen 1tck7 cntnonnne::. Badrnweiler (VIil)i Pension Cchurtheiß-Rnnrp. Die Inhaberin der j Pension. schreib:, da st u>. in: Win.er jüdstcke Gäste cirr.clj'.na: wolle, „Denn sie in den Rad men des Hauses paffen". ^allr um (II): Hotel Kypcr. Der Inhaber lehnte dis Aufnahme von jüdischen Gästen ab, da bci ihm hauptsächlich deurschvolkkscha Herrschaften verkehren. Prüfte a Düvevschlostchea ziert sein: Anzeigen int Badcxrospckr ir.it Hat:ntrtun Bansin (I) Pension Dünenschloß. li. Prospekt: christliches Haus. Haus Imperator, it. Prospekt: christliches Erholungsheim. Waldhaus Eden, lt. Prospekt: christliches Erhnlunosheim. Haus Harald, lr. Prospekt christliches Haus. Haus Daidfricbet:, lr. Prospekt: christliches Ho'piz. j Hsus Roseuthal, Christi. Hans Infelfriedra,!t. Projekt: christliche Häuser. Haus Buchenhof, Ir. Projekt: christlrche Pension. Bauerhufeu b. Köslin (l): Hote! StrandschloZ, versiehr seine Posttarten mit dem Stempel: „rein christl. Haus". Baherisch-Zell (XII): Kurhaus Tanuerhof schreibt, daß es grundsätzlich nicht mehr abgeneigt sei, jüdische Gäste aufztinehmen. Beerfelden (X): Gasthos ZUM Schwan ist das Lereinslakal dev Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. j Berchtesgaden (XII): Haus Schönes auf Gut Fischmechellehen gewährt Fremden christlicher Stande anaenehmen Sommerau^euihal:. < Bevensen, Kreis Uelzen (III): Hotel Stad: Hamburg hat sich Gästen gegenüber jüdische Besucher verbeten. Bibra sslV): Der Magistrat schreibt, daß er keinen besonderen Wert aus Reklame in jüdischen Kreisen legt. Binz (I): Haus Gacbel hat sich durch Stillschweigen mit der Ausnahme einverstanden erklärt. Haus Puttbus bezeichnet ück im Prospekt als christliches Haus. Haus Quisisana hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Blankenburg, Thür. (IV): Pension B. Eau>. Die Inhaberin schreibt: „Bedingung für die Ueberlassung von Räumen ist: keine irgendwie ansteckenden Krankheiten, keine Iudmr^ keine Ententcleute.- Pottum (II). Brauulage (VI): Haus Weidmanasher! ziert sein Schild mit einem grotzen Hakenkreuz. Pension Elisabeth-Ilse schreibt: „Ausgenommen werden nur christliche Gaste." Billa Äuua nimmt lt. Prospekt nur christliche Gäste auf. Brunsbau vtrn (I): Billa Barbarossa schreibt: ,Llck mache Sie darauf aufmerksam, daß ich Mitglied der Deurschvöttischen Freioeitspartci bin. und da Eie Jüdin sind, werden wir nicht miteinander fertig werden." Haus Glückauf bat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Haus Hubertu-burg schreibt: „Ich bemerke, daß ich nur Germanen aufnchme." Pcusiorr Ostsccstcrs hißt eine große Hakcnkreuzfahne. Buckow (NY: Hotel Dilhelmshöha hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden. erklärt. ETitzenbacb (VIII): Der offizielle Bädcrprospekt enthielt den Vermerk: „Rur Gaste christlichen Glaubens werden euracnamrurn." Tresden-Ebenb-rit (VII): Gasthaus Ebenheit bar sich durch Stillschweigen n::r der Aufnahme in unsere Liste einverstanden erklärt. Driburg (IX): Haus Falkenhöhe wünscht nur christliche Gäste: dcr Inhaber legt jedoch Der: darauf, nicht als jndenfetnd lich zu gelten. Bad D ü r r b e i rn (VIII): Privatkinderhriur Billa Hilda. In dem Werbefch-reiden h:ißt cs: „Aufnahme finden christliche Kinder beiderlei Geschlechts." Die Inhaberin legt jedoch Wert daraus, nicht als judenfeindlich zu gelten. Eilsen b Bückeburg (IX): Deutsch-- Haus. Villa Iugcborg, Villa Sastotzcheu, Kurpcunon Hofmeister führten früher i. d. Kuriiste den Zu,atz: „ludenrctne Häuser": jetzt: „Dir Häuscp für christliche Gaste." Eisen st ein (XII): Gasthof Rcuroaldhaus verschicitc Postlarten mit dem Aurdrnck: „deutschuöl:i,ä!cs Haus" und einem Hakenkreuz. Elster (XII): Haus weiße Lilie lcstnr die Ausnahme jüdischer Gäste ab. Salkenberg (HI): Hotel Kettlin, ausgrsprochcn völkistnes Haus. ö U i n fl 6 o ft C I , Bezirk Lüneburg (III). *Ör i n ft e r b t r ß C « (I V r: Dir KurrerwaInnig versandto Prospekt mit Auf. druck: „Rur für christliche Gaste." — Im Drt zahlreiche Plakate, so am Kurhaus: Inden ist der Zutritt nicht gestattet. Klinsberg (V): Billa Brrgfricdcu, lt. Prospekt: christlick-es Hans. Billa Borussia, lt. Prospekt: christliche Pension. Haus ' Bützingslöweu. It. chr-.illtches Haus. Hau- Daheim, lt. Prospekt: H-inr für christltchr Gaim. Haus Feodora, Fremdcubetm für christliche Gäste. Lnaw It, Prospekt .: christliches Erholungsheim. Billa Lichjcnau M- Jr '‘I\!Ea3c auf rüdiiche Säfte keinen Wert. Haus Quisisana schreibt: ,.Gaste jüdischen Glaubens können wir leider in unserem Hause Ntcht au'nrhmcu." *,,Rbe' ifj *%*%!' b. ©oäTa: (VI): Verschickt Prospekte mit Iiracltten werden nicht aurgcnomm.cn. * kr* P^lmrnw-Id. Christliches Hans. Der Di. rekttr leg*, redoch Wert darrus, nrch! als judenfeindlich zu gelten. Kur- Laus Teuchelsald. Christliches Erholungsheim. Der Leiter des Hauses legt jedoch Wert darauf, nicht als judenieindlich?\i gelten. Jfriedrichsbrunn (VI): Kurhaus. Auf Wunsch des Deutschnatio. nalen Han.dlnngsgcliilfenverban.des ausgenommen. Friedrichroda (IV): Billa Charlotte. Die Besitzer::', siebt auf deutsch, nationalem Boden, schließt aber anständige jüdische Gäste nicht aus. Haus Schönau, Billa Lorenz nennen sich christliche Häuser. Haus Allendarf nennt sich dcutschvölkische Petrsio::. #© eorgentbal (IV): Kurverwaltung: „Wenn Sie es damals für gut gehalten haben., unseren Drt in Ihrenr Verzeichnis ausiustihren, so wolletr Sie bitte auch jetzt nach Ihreut Empfinden cntscheittn." e r U r 0 D t Ii: Han.s Hagenthal, lt. Brief: Christliches Erholungsheim. I. christliches Logicrhaus, Bcsineriit Frau Schlemm. Goslar (VI): Hotel „Achtermann" hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnabme einverstanden erklärt. @raa[ i. M. (I): Haus Drnden'hat sich mit der Aufnahme in unsere Listrinversranden erklärt. Grost-Mölln b. Köslin (lll): Cafü und Pension Hohenzollern. Der Inhaber äußerte Besnchcrtt -gegenüber: „Sie sollten dach wissen, daß ich Inden in meinem Lokal nicht haben will/' Haus Wedel, it. Bade- Prospekt: Eräolnngsheim für Kinder ans gebildeten christlichen Familien. Hahne nklee (Vl): Haus Bocksberg-BocksViese, laut Prospekt: christliche Familienpenston. Villa Daheim bietet lt. Prospe!: Erholungsttchende'.t wristlichcr Gesellschaft ruhigen Aufenthalt. Haus Elisabeth, lt. Brief der Besitzer finden jüdische Gaste keine Aufnahme. Haus Hoheneck, lt. Prosvekt: Haus für christliche Gäste. Die Inhaberin legt jedoch Wert darauf, nickt als judenfeindlich zu gelten. Haus Hubertusheim, lt. Prospekt: Fremdenheim für Atigehörigo christlrchcr Konfession. Hans Lom, lt. Prospekt: Christliches Fremdenheim. Der Inhaber legt jedoch Bert daran:, nicht als judenfeindlich zu gelten. Haus Maria, lr. Prospekt: Ehristlickies Familienpcnsionat I. Ranges. Haus Waldheimat, Ir. Prospekt: Pettsion für christliche Gesellschaften. Hannover (Hl): Hotel Schmedes. Dcr Inhaber hat auf einer Tagung des Äordwtstdeutschcrr Hotelbesttzcrverbandes eine wüste judenferndliche Bede gehalten. ... Bad Harz bürg (VI): Haus Germania hat sich durch Stillschweigen rnrt der Ausnamne einverstanden erklärt. Pension Grundncr. Der Inbabcr schreibt: „Israeliten kann ich nicht bei mir ctnch.ehmen." Resiaurant Stadt Hannover. Im Fenster hängt eine große Tafel mit Hakenkreuzen. Haus Oderccht hat sich Lurch Stillschweigen mit der Aufnahme cinversiandrn erklärt. *H e r?; g c n b a? e n, Echlcswig-'Holsiein (I). Heringsdorf 0): Haus Mceresstrand, It. Prospekt: chrisiliHes^ Erholungsheim. See-Hospiz, lt. Prospekt: entschieden christliches Haus. Wünscht nur Gäue christlicher Konfession. ^Hindelang (XII): Der Verkehrs- und Kurverein Hindelang schreib;: „Wir können absolut keinen Schutz vor Belästigungen geben , . . Die Vermieter hier nehmen keine Juden auf." Hindert bnrg (X): Restaurant und Cafü Metropsl ist der Besuch von Juden nickst erwünscht. Höhen-Campf, Waldeck (X): Pension im Dalwicksthal inseriert: Juden ausgeschloi'-en. *J u i ft (II). Fuliusruh b. Brecge (I): Billa Daheim. Der Inhaber erklärt durch einen Anschlag am schwarzen Brett des Kurhauses, Laß sein Haus Juden nicht aufnimmt. Iungborn (VI): Kuranstalt Zungborn, streng christliches Haus. Kiffingen (XII): Pension Hubertus, vornehmes Haus nur für Gäste christlichen Glaubens. K 0 l b e r g (I>: Haus Albarus, Haus Berudt, It. Pr'spekt: christliche Penftonen. Pension Elisabeth, lt. Prospekt: Pension für christliche Kiitder. Haus Irmgard, It. Prospekt: christliches Kindererholungshcim. Pension Röple, lr. Prospekt: christliche Pension. K S n i rr S b e r g (I): Restaurant Kücken ist stark judenfeindlich. KönigftSin (VII): Pension Ebenheit versieht seine Postkarten mit dem Aufdruck: Jüdischer Besuch unerwünscht. Kosen (IV): Haus Alihn. Im Prospekt heißt es: Christliche Gäste gebildeten Standes finden jederzeit Aufnahme. Koserow (It: Pension Waldsrieden versieht seine Briefbogen mit einen! Hakenkreuz. Hans Sonncnblick vermietet Zimmer für christliche Gäste. L a g o w / N e n m a r k (lll): Pension Lagow. G. Herter, lt. Brief: christ. l ich cs Haus. Länder; (V): Billa Rhcinbaben, Oberes Geacralsbaus, Unteres Generals- Haus hab:n sich durch Stillschweigen mit der Aus'.tahme einverstanden -erklärt. Billa Alhambra. Billa Winter, Billa Daheim, Billa Landsfried I nehmen keine jüdischen Gäste aus. *Langeoog (li). L er u terbacb. Hessen (X): Cafe Stöhr. Der Inhaber lehnt die Bedienung L e b a (I): Kurhaus lehnt die Aufnahme jüdischer Gäste ab. Liebe rr)ell, Württ. Schwarzwald (Vril): Daldhaus IacoSi. Im oftiztellen Kurprospekt heißt cs: „Keine Israeliten/' Linvcnfels, Odenwald (X): Haus Silo, It. Anzeige: Christliches Crhotungsh-im. Die Inhaberin legt jedoch Wert darauf, nicht als judcufeindlich zu gelten. Lobe da (IVZ: Iugcndburg. Auf Wunsch des DcuLschnationalen Handlungsgehstfcnrtrbandcs ausgenommen. M a l e n i c * G> r c m 3 in ü q l c u (Tin: Hotel Dicksce hat sich stillschweigend mit dcr Aufnahme einverstanden erl.ärr. Mcrüenlheim (Vlll): Haus Schwaben gehört dem Deutschnationalcn H a n d! n n e s g c h i l f e n v e r b a u d. Mrsdrov (I): Hans Biencck. Der Besitzer hat sich mehrfach judenfeindlich aeäutzert. Hospiz Düucnschloß ist als antistmitisch bekannt. Haus Stolzenfels, Erholungsheim Lydia Hahn, Erholungsheim Kalkreuth. Erhoittugsheim Ottilie von Bielec bezeichnen sich als christliche Häuser. Mittelbcra b. Dy Allgäu (XII): Erholungsheim Wandelow hat sich durch Snllschwcrgen mit der Ausnahiue cin'mr stau den erklärt. *Mükitz (N: Die Bädervcrwallung schreibt: „Wir glauben Ihn.cn mittcilcn zu müpcn, das; in unserem Orte sich Juden nur ganz ausnahm.'weisc aufhalte:: und ihrer Mehrzahl nach ungern hier gesehen werden." Hamburger Hof hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Billa Elisabeth versteht ihre Anzeigen mit Hakenkreuzen. Pension Iduna nennt sich christliches Haus. srennvorf (IX): Parkvilla, Obere Parkvilla. Die Inhaberin beider Hauser erteilt auf Anfrage jüdischen Kurgäst.'n die, Antwort: „Die Hauser sind rein deutsch." Neudors (V): Lungenheilanstalt Kacrger annonciert: Christliche Er. hrlttnasuchende finden angenehmen Landaufenthalt. Neuenayr (XI): Haus Humboldt Annoncen mit Hakenkreuzen.

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