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Central-Verein-Zeitung · 1928-02-17 · 7 (17.2.1928) · p. Seite 103

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
7 (17.2.1928)
Date
1928-02-17
Page
Seite 103 (sequence 11)
Language
German
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103 finden sich nur vier Frauen! Bei der Kooptation muß der -Haupt- Vorstand die Frauen mehr berücksichtigen. Tie Frauen bleiben fort, weil fic in Zweifel und Unwissenheit gestürzt sind. 3tc Minen messt, in welcher Weise sie ihre Kinder erziehen sollen. Tie deurschjüdischen Kinder leiden in zweifacher Hinsicht. Sie werden von antisemitischen Kindern nicht als volle Deutsche und von den zionistischen Kindern nicht als Dolljuden betrachtet. Tie Frauen aus Erziehung und sozialer Arbeit müssen mehr zur E. D.-Arbcit herangezogen werden. Klare und deutliche Richtlinien sind notwendig. Wir wollen unseren Kindern sagen, daß sie in der. jüd-schen Religion erzogen werden müssen. Jeanette Wolfs (Bocholt) stellt bedauerlichen Rückgang der Teilnahme der Juden am Cffcntlid;cn Leben fest. Tas ist ans mangelnde Fühlungnahme mit den politischen Barleicu, die für uns Inden in Frage kommen, zurückzuführen. Diese Arbeit muß in der politisch ruhigen Zeit betrieben werden. Tie Lrtsa.ruppcn müssen durch Schaffung geistigen Lebens in ihnen stabilisiert roerden. Tie Nednerin fordert Heranziehung der Jugend, insbesondere a n ch der Lehrling e. Blurncnfcld (Kassel) verlangt gründliche Klärung der Grundsätze und reinliche Scheidung. Er spricht sich gegen dm Komprornine ans. Älögen sich die C.B.-Mitglieder eiustcücn, wie ne trollen: die Führer dürfen unter keinen Umständen beim K».-n.-a Hsijos.sud mit macken. Was im P. P. K. geschieht, geschieht nur ad majorom bloriam des Zionismus. Alfred Wiener (Berlin): Rechtsanwalt Iacobsohn (Breslau) und die „jüdische Rundschau" haben mir Fälschung und ähnliche Tinge vorgeworsen. Tiejeuigen G. D.-Mitglieder, die sofort Briest an die Zentrale schreiben, wenn einmal eine Kleinigkeit gegen dert Zionismus gesagt wird, sollten in solchen Fällen auch Briest mir derselben Schärfe an die Zionisten schreiben. Es ist sehr bedauerlich, wenn durch einige unvorsichtige Redner der Eindruck erweckt wird, als wenn im Verein Trennungsabsichten bestehen. Tie Paläninafrage ist für uns nicht so wichtig, als daß wir uns deswegen trennen würden. Er wendet sich gegen die Behauptung, als ob ein bunertenswerter Mitgliederrückgang beim E. B. festzustellen sei. Ties entspricht nicht den Tatsachen; es haben lediglich aus wirtstssastlusten Gründen, nicht aber ans Dcndenzgründcn, einzelne Mitglieder die Beitragszahlung eingestellt-. Sie erhalten noch unsere „E. V.-Zeinmg'st Ter Redner schließt mit dem Wunsch, daß der E. B. weiterhin blühen und gedeihen möge! Ludwig Holländer nimmt nach Annahme eines Antrags auf Schluß der Debatte das Schlußwort. Gegenüber Aeußeruugcn, es läge ein Mitgliedcrschwuud im E. D. vor, ist ganz offiziell zu sagen, daß hiervon im E. D. nicht im geringsten die Rede ist. Aus wirtschaftlichen Gründen wird in größerer Zahl eine Beitragszahlung Mitgliedern erlassen, die nach wie vor die ..E. B.-Zeitung" erhalten. Aus inneren Gründen fjabcn wir keinerlei Verluste. Was die zionistische Agitation gegen Tr. Wiener betreffe, habe er den Eindruck, daß diese Agitation mit „Fälschungen" und ähnlichem erfolge, um das wirkungsvolle Buch als solches zu diskreditieren. Tas könne er nicht als loyal anerkennen und erkläre in aller Form: Es ist das schwerste Unrecht, das Wahrheitsstreben und -suchen von Tr. Wiener wegen eines nebensächlichen Fehlers anzu,zweifeln. Ferner werde ihm Unlogik wegen seiner Ausführungen über das Palastinakomitee, verglichen mit seiner sonstigen Stellungnahme, vorgehalten. Es sei ein Mißverständnis, anzunehmen, daß der Palästinausban. wie er jetzt ist, seinen Anschauungen' eurstwäche. Er lehne ihn ab, weil das Nationaljüdische im Vordergrund sieht. Aber er halte diese Frage nicht für so entscheidend, daß die Stellungnahme zn ihr zum Spaltpilz des E. V. werden dürfe. Entscheidend ist die Ablehnung des Nationaljudentums. Wir wollen eine loyale, sachliche Auseinandersetzung in brüderlichem Geiste bei aller Schärfe der Gedankenführung. Unser Pr o g ra m m wird ein» gehalten. Aber Fragen der Peripherie dürfen uns nicht spalten. Es können nicht alle Nuancen einen eigenen E. B. haben. In der Not der Z e it geboren, muß der E. V. für innere Geschlossenheit in den entscheidenden Prinzipien sorgen. Wir stehen vor schweren Zeiten; es Kommen die Wahlen. Tie Revolution ist noch nicht zu Ende. Daß wir diesen Zeiten in innerer Geschlossenheit durch das eiserne Band, das uns umfaßt, cntgegensehcn tonnen, das walte Gott! Tie Hauptversammlung tritt jetzt in die Wkimmung über dis vorliegenden Anträge. ein. Zn den von Tr. Holländer vorgelegten Thesen wird folgender Zrrscrtzarrtrag Geiger zu These Nr. 9 angenommen: „Ebenso auch Vertiefung und Förderung aller dem Interesse des deutschen Volles und Vaterlandes dienenden Bestrebungen." w Der Antrag Ehodzicsner n. a.: „Tie Referate von Tr. Holländer, Tr. Strauß und Professor Hirsch sollen in: Truck erscheinen", wird a it geno m m e n. Der Antrag des Freistaates Sachsen wird mit einigen Abänderungen in folgender Fassung äitßcucmutcn: „Die von den Zionisten in der Ocsscntlichkcit betriebene Propaganda hat es dahin gebracht, das; die früher nur von den Judengegnern betonte Trennung von „Deutschen" und „Juden" in der öffentlichen Meinung mehr und mehr an Boden gewinnt; immer mehr verbreitet sich die Vorstellung, als gehörten die deutschen Juden nicht zum deutschen, sondern vielmehr zu einem über die ganze Erde verstreuten, in Palästina beheimateten jüdischen Volk. Dieser Zustand bringt die Errungenschaften eines mehr als hundertjährigen Emanzipationskam pfcs in ernsteste Gefahr. Ter E. V. mns; daher wirksamer als bisher der zionistischen Anschauung entgegentreten, nach welcher das Judentum die Volks- und Kuliurgemeinschaft aller Juden und Palästina ihr nationales und kulturelles Zentrum sein soll. Das von den Zionisten behauptete oder an gestrebte jüdische Volk ist nicht das der auf dem E. V.-Standpunkte stehenden deutschen Juden, da diese in nationaler und kultureller Hinsicht ausschließlich den: deutschen Volke angchören. Das Vorhandensein einer nationalen Einheit der Juden aller Länder wird schon dnrch diese Tatsache widerlegt. Gegenüber den Wirkungen der zionistischen Propaganda sicht der E. V. seine Ausgabe darin, seiner Auffassung von Dcutschtttur und Judentum in der Ocsfentlichteit Geltung zu verschaffen. Der E. V. Sachsen erwartet energisches Vorgehen im Sinne dieser Resolution." Ein Zusahantrag Bernstein (Chemnitz) zum Anträge Sachsen: „Tie Muglwd'chast im P. P. K. ist mir den Zielen des E. V. unvereinbar", wirda b g c l e h n t Der Antrag tfoctbcv u. a. wird in folgender Fassung an« genommen: „Tie erste Ausgabe des E. D. ist tatkräftige Abwehr des Jndenhai'sts. Zn seiner Errichtung ist die Zusammenfastung aller positiven Hräftc nötig, die sich p.r Judentum und Deutsch, tum bekennen. Tie Aufkstirungstätigkeit des Vereins, die Verbreitung des Winens von Juden und Judentum in unseren eigenen Reihen und bei unseren andersgläubigen deutschen Volksgenossen hat das Ziel, die Uel>erzeuguug von der G l e ich w e r t i a t e i t der deutschen Juden mit allen Bürgern unseres Vaterlandes durchzusttzenJ ErmönW der AuklÄLßWÄlm. Justizrat Brodrritz gibt folgende Beschlüsse des Haupworstandes bekannt: 1. Ter neu zu wählende Vcrwaltungsausschuß wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung auf ein Jahr wiederaervählr. 2. Um den Wünschen der Hauptversammlung über die Kooptation zum Hauprvorstand zu entsprechen, werden zuerst nur fünf Mitglieder kooptiert. 3. Ter Arbeitsausschuß soll gewählt werden, sobald die Satzungen im Vereinsregister eingetragen sind. Ein vorläufiger Ausschuß, bestehend aus den Berliner Hauptvorstandsmitgliedern, soll einstweilen seine Funktionen versehen. Zu seinen Sitzungen werden sämtliche auswärtige Mitglieder des Hauptvorsiandes eingeladen. In die Jugendkommission wurden "gewählt: Thilo, Etlinger, Abraham, Selig soll n , Borchardt, Referendar H e r z f e l d und die HaupwOrstaudsmirglieder Trotz, Nathan, Tr. Friedrich Brvdnitz. Krombach. Tie Jngendtommission wird ermächtigt, Kooptationen rnit Zustimmung des Vorsitzenden und des Direktors vorzunehmen. In die Kommission zur Vorbereitung von Vorschlägen für die Vorstandswahlen bei der nächsten Hauptversammlung werden folgende Mitglieder, die nicht dem Hauptvorstande angehören, gewählt: L ii ft i g (Gleiwitz), Kunrenther (Fürth), P i n n e r (Berlinst Tran Bauer ^Hamburg). -Aai5eWÜO?WCgm£hlal ^mlser-ßcmXexüvparfürnieri T&erßoraxöeife 'Tiaise^ßarax&hajrpoon, <^i^ii>mäMenunak)diU^rUQ&% Guaiiiais-Erzeiigrme cerFinna HsinncnnacF AiactfcUimaJX

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