Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 6 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- Seite 76 (sequence 12)
- Language
- German
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76 3nute sinken wir ia ii v P e n -- H v u ui n a d» und o di i' n * I) n it s c n , wobei wir ak- Herüellnngsort auf -v> ö di ft ii d t a. d. Ton au verwiesen werben. Neben Z ü r t l) bar im ^-riiiitüdKi: aU Zentrale B n t e v •> b o r f I eine grobe Nolle gespielt, wo der Gegen sdiwäher der o> l ü rf e ( v o n ■V) a m c I n , 3 a nt f o n B aier s dorf. ^olm des Znda elke, im Jahre 1711 eine prächtige 3huagoge errichtete lAbb. 2, 3. /1). 3ie ist, abgesehen von ihrer ftiliftifcbcn Geüaltnng. schon durch ihre Hage tmnuttelbar an den; altertümlichen Z-riedhose von hohem Interesse. Wie die 3hnagoge neben anderen roertvollen Gerätscliasten eine von Nabbiner Ni o s e s H a tn e l n . dem 3ohn der Glüelel und Abschreiber ihrer kulturgesdiichllich hochtoichligen Tenlrvürdiqleiten. gestiftete Ehnpah-Teae vorn Zähre 171 :> verwahrt, w hat uns der Friedhof, der ins 17. Jahrhundert 'giriietreicht. die Grabsteine des > erwähltten Nabbincrs Nt o s e s -Kauteln tmd seiner zrveilen Tran Abb. 1. Thoravorhang, Augsburg 1751» Abb. 4» Grabstein des Rabbi Isaak Sechrf, errichtet 1763. Halali, des 3nnaa.ogenüiitcrs 2ainjau B a i e r s d o r s und seince Tran N e b e l k a h . Tochter des Wiener Tajan pirsch, der Na b bi ne r-- samilie Tisbeck und aus netterer Zeit des Erlanger Professors Tr. Zakob V> e r > aus Bayreuth erhalten. Nicht minder reiches indisches Heben, wie im ehemaligen Gebiete der Markgrafen von Ansbach-Bayrenth, blühte im Bamberg:- suchen, wo in vielen heule völlig vereinsamten Törschen jüdische Siedlungen ihre Spuren hinterlaneu haben. Mainabwäns war :ron der judenieiudlidien Polilik des W ü r .z b tt r g e r B i i uh o i s Z u l i u s E eh t e r v o n Nt e s p e l b r u n n aus ehemals biseboilidaa:. Gebiete ein weitreieliender ttranz von ansehnliclien Zudengetneinden in stetem Ausstieg. Zhr Borort uu.d 3itz des Würgburgiclieu randes oberrabbiuers war e i d i n g s f e l d , dessen prädnig-e 3'.magoge iin Zatire 17SO an stelle eines älteren Gotlesharlfes erriclitct wurde. (Abb. ch T. 71). Ter stattliche Bart, desstn Wiederiustandieh.mg der „Berband Bayerischer Israelitischer Gemeinden" dnrcliiälirt, gib! ia. seiner Grös;e so recht ein Bild der Gröp.e der Gemeinde \u löude d. :• 18. Zahrhrmderts. Neben emer groben Anzahl mm Thouavor hängen, die Hunt Teil die oben geschilderte reiche Zorn'. aniwcuea und aus der früheren 3ynagoge stammen, belvahrt die Gemeind, dort als grohen Tchatz eine von A r j e h Z e h u d a \! ö b H a 1) a n a aus Trebit s ch in den Zähren 17sO bis 17'.Z in Wien ge schriebene Tlchsilleh. 3ie ist reich mit gezierten Budmabeu nnt Bigltetten geschmiickt mtd ein besonders eiudructsoolies Erzeugnu: jener mährischen ^chreiberschnle, von der T. H a u t m a n u bereitverschiedene Werte namhaft gemacht hat. Audi ihres Geichicles wegen ift^fte von grobem Znterefse, toeil ihr Wandern auch snr dajüdische Schicksal be.zeicljnend ist. B oll endet rvurde sie i n H a n a n und kam dann in den Besitz des Nabbiners L ö b . T o l) n des yj i't r 11) c r -)i a b b i n e r s B a r u fi> -U a I) a n c '■){ a P apart, de: sie darin anläßlich der 3yuagogeucinweihuttg seiner Gemeinde Heidin g s seid scheut te. Aus dieser Zamilie si a h a n e - -K a p a Port na minien and zwei Nabbiner, die in Wallerstein, der Heimat des berühmren späteren Wiener, Prager und -Hralauer Nabbiners L i p m a n i' Heller (Tosiaphoth Zom-tob), iiu Id. Zahrliundcrt nürtlen une Grwahnung tm dortigen Memorbnch fanden. Zhre Aachtov.unelhaben dann den Namen Napaport abgestreift und narutlen fiel; alleinig Eohe n (SlUittcilmni des Herrn Professors Tr. v'oheu. München). Tiefe familicngeschichtliche Notig sei als Beispiel hier eingefügt, um auch den enge u p e r s ö u l i cl) e u Z u; a nt m e n h a n g d e s b a y e r i s ch e n Z u d e u t tt m s it it s e rer T a g i mit den v e r g a n g ennt Zeit c n z u dok tl m c it t i c r e n. Gleichzeitig ist damit daraus hingewiesen, wie damals Trte, die heute fern den Zentren des Hebens stehen, von groster Bedeutung für die jüdische Entwicklung waren. Tafnr zeugt attch Bechhofen, das in seiner von Elieser 8 it |j nt a n n , T ohn des 3 a! o nt oit Ha h aus B r o d y, reich ausgetnalten 3ynagoge ein eigenartiges 3chmtickkäsrcheu besitzt. Tie vom gleichen Hünnler ans gestatteten kleineren Holzsynagogen in -H i r di h c i m < heute im Würzburger Luitpold-Museum) und Horb a. M. rieb.t im Ban: berger Museum) beiveiscn, wie Hmtstsinn auch in kleinsten Gemeinden ztt Hause toar. Nach der Ausweisung der Inden ans Augsburg uedeltcn sicl. die Vertriebenen in den nahegelegenen bisctiöslicheu Törsern Pfersee, Kriegs ha der und 3-teppach an. Tort em wickeltett sie sich im 17. Jahrhundert bald, so das; nicht nur die oben ermähnten Ktmstgegenstäude zum 3dimucte des lvoneslianse-' gewidmet werden konnten, sondern auch die geistige Entwicklung einen regen Aufschwung nahm. Als Hattpt der Zeschibati und Laudesrabbiuer ntachte sich Isaak necket, der 3 ohn des Nt e n a ch cm E t (t) h a tt f e u in der ersten Halite des l Zalir Hunderts einen Nameti. Tie nach feinem am IG Augim 17*'»:; au getretenen Tode von seinem 3ehne in -H a r l s r u r; e im Zahn 17(>5 herausgegebettett Werke .,0r ne Vlam“ und ..(T In Kr-Zijnn“ finben auch auf seinem Grabstein im Kriegshaberer Z-riedhof Erwähnung. Tas künstlerisch gestaltete Grabmal (Abb. t nebenilcii-md' ist eines der Zierden des vom fanti-iengesch'.chHichen Tlandpuult ljocl, interesianten Gräberfeldes, das die Tenlsteine vieler Mitglieder der in Pfersee ansässig gewesenen Z-ainilie auch den des W o t s <ci m o u W e r t h e i nt e r , des ersten 3ohnes des berühuttcn Wiener Hossaktors, die der Z-antilie 3 b e r m a h e r mtd andere enthält. Neben -H r i e g s h a b e r--P s e r r s e e war Z.-üeu Hansen, das „schwäbi'cl'.e Zerusalem", nur durch die jüdiscire 3iedluug zu Bedeutung gelangt. Ebenso kann von vielen hcme i'.n Niedergang befindlichen jüdisd;eu Gemeinden gesagt werden, das; ihre B l ü t e de n W o h l st a n d a u d) d c r n t d) tjüdis cl) c n B c w o h tt e x b e d e u t e t e. 3v mögen jeden; Betrachter beim Anblick des prächtigen 3yuagogeubaues von A l t e n st adt- Z l l e r e i ch e n , der, seiner 5!attlid)U'tt nach zu sch!ieben, bei seiner Erbauung int Zähre 1*0:2 einer zahlreidien Gerneinde zu l ienen Halle, recht betrübliche Gedanken über die zahlemuasiige EnNoiclluug der bayerischen, der deutschen Zudcuheit überkvuuueu. Hat zuletzt der kurze 3treifzug durcl) Geschichte ultd kulturelle Enttvickltmg der bayerischen Zuden sorgenvolle Gedaukeu über deu weiteren Bestand des Gemeiuschastslevetts iu^tuts geroeclt, so wollen Nur dem die Erkenntnis entgegensetzen, das; Stärkung des jüdisicheu Selbstbewusstseins, das; Nüsttehr zu den tienu-n Hmclico, des Zn den tums diese Entwicklung umbiegen kann zur 3teigeruug unserer .Kräfte und damit zur Wiede rer >.v eck tu uz jüdischen Lebens.