Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 6 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2277379-2277781-2277787--04254-2284846- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vor der Emanzipation / /• tD,7?• Z///J E'" / j-y L'jru 4ncJ:'£p'a\ •<w CJtOfi'i-, SP - / ,-y .’ »> _ V 'K- ../'-.?—>.T, 5^- SSj&L.^/Z?&/> AlJS. äx/<//4Va/^irV~, 4^-'V- Xl/Slr-.. L/^KL- ^L-L- 0L&& ILÄ,.CXÄ^ w .... ytfLdfö 4} -st-" J~A~4y herS’äyjw y~ . (;-A. &■ /ATj'A.—-t-~iv£ > /?: tt ---^.'- ^VfVy C>, s->. >2^> 'Mt?'- syM*" , ,-?M /Z Judenschutzbrief von 1796 Ausweis über Namensverleihung an Wolf Seifensieder von lbll Aus dem Besitz des Realschuldirektors Seifensieder (Nürnberg) 2. Wie kann eine Aufklä r u n g i n fi l c in ft übten u ü d a uf d em f la ch en L mibe am besten erfolgen? Gs ist uns bekannt, wie oft nichtjüdifche Freunde der Gerechtigkeit, welche zum deutschen Wiederaufbau alle, auch die jüdischen Kräfte, heranziehen wollten, aus Furcht vor Boykott kein Wort zugunsten der Juden sagen durften. Wie ist dem wirtschaftli ch e n B o y k o t t z u b e - gegnen ( Tabei must an den „verschleierten" Ausschluß von Juden bei Anstellungen gedacht werden, der sich datstn änstert, das; große Unternehmungen einen Renommierjnden anstellen, im übrigen aber jeden jüdischen Amoärter zurückweisen. 4. Tie Ergebnisse der neuen wissenschaftl i ch e n F o r s ch u n g e n a n f d e in G e b i e t d e r G e s e l ls ch a f t * w issens ch a f t haben bereite zu zahlreichen, wertvollen Ginsichteu über die Geseüe geführt, welche die Bildung der öffentlichen Meinung, insbesondere die Schaffung von Urteilen und Vorurteilen, bedingen. Wie können diese F o r s ch u n g s e r g e b n i s s e a u s g e - b a u t und s ü r u n s e r e A r beit s ö r d e r l i ch g e st a t - ret werden? Tas; ans diesen Fragen Hunderte von Ilnterfragen abzuleiten sind, ist selbstverständlich. Tie kommenden Wahlen stehen mit diesen Fragen im engsten Zusammenhang. Ter Gemralverein hat bereite jetzt geistige^' Anstzeug geschaffen: die Wahlagitation wird ihn nicht unvorbereitet treffen. Aber die Frage ist ö. Welche Mittel und Wege müssen gegangen werden, u m diese R ü st z e n g z u r A u * w irkn n g a n f d i e M i l l i o n c n v o n W ä h l e r u g e l a tt g e n z u l a s s e n i Hier ist eine ungeheure Allsgabe zu leisten. Abgeordnete. benuUet die kurzen Stlmden der Hauptversammlung. um das 29 esenLli ch e zu erkennen! Und was ist wesentlich? Aicht das Persönliche, nicht diese oder jene Ausstände kleinerer Art, mögen sie auch noch so wichtig an sich sein, sondern der Wille, die als richtig erkannten Ziele unbedingt zur Tnrchseinuig zu bringen und dafür Sorge zn tragen, das; all dieser Arbeit auch der lohte Jude in Teut'schland Anteil nimmt. Zugleich eine Auseinandersetzung mit unseren innerjüdischen Gegnern. Bon Dr. Ludwig Tictz. I. Ti» Notwendigkeit gesteigerter Aluvehrarbeit erforderte in den vergangenen fahren die Zusammenfassung aller Urarte des G. A. So mußte -die Auseinanderfeünng aui irmerjüdiüyern Gebiete zurückgedrängt bleiben. Ter Geutralverein wird sich jedoch, bevor er seine -strafte für die bevorsteyende umfangreiche äußere Arbeit in diesem Jahr der Wachen sammelt, nur seiner Hauptversammlung mit der Frage beschäftigen, ob er über di e A b iv e h r g e m e 11\ f et) o f t l)ina u s eine G c s i n n u u g s g e m e i n s et> a f t fein soll, selbstverständlich fmm diese Jrage nicht vellandelt ivirden. obne die geistigen Grundlagen der bemrawereins-Arbeit zu erörtern. Tiefe Grörternng will sich von allen, abgestandenen Tchtagioörrerll frei halten: sie wird dein Wandel der Zeiten, auf den Hu d w i g Holländer in feinem Begrüstungsartitel für das gahr 102^ besonders hinwies. Aechaung tragen münen und bei dieser Gelegenheit besonders die Angriffe, die von jüdischer Teile gegen die ventralvereius-Arbeit gerichtet rverden.;n prüfen haben. Wir müssen mid »vollen dabei versneheit. diese nicht immer erjre»»- lieiie. zum Teil gehässige -Uritik tiefer zu erfassen, >nn die Trage bcantivvrtell zn können-, »v i e weit'und in welcher Atchtnng nt it s; bet (> c n trat v e r e i n ü b er di e A b »v e h r t ä t i g! e i \ \) i n a u s pvjiri v a n i i n n e r jüdi i ch e in G e diel e f e i n e Arbeit e r iv e i t e r n. Hiervon soll in den ' ' " ' - gen die A'ede lein. Aon der BeanNvortnng dieser Trage wird die zutünstige Arbeitsgestalumg des benlralvereins mitbestinmn werden mästen. «Tas starte geistige ^even innerhalb unserer Gemeinschaft m a ch l ein e G e i cl) l o f f c u t) e i t völlig n n m ögli ch" sagt ^ndivig Holländer in dem erwähnten Anitel. Verständlich ist es. das; in der größten Organisation der deutschen Juden, im ventralverein, die versel)iedenen Aiclitungen und Strömungen besonders stark zn ivirterr streben. Tas ist an hd) teilt Teljler. Wir müssen darüber hinaus auch die Anregungen, die sich nicht selten bis zu Angriffen steigern, außerhalb unseres Nreifes oekraästen. II. Tie ")l euiralit ä r in r c ligi ö f e r -ri t äj t u n g ist für den Gentralverein auch iveilerhin eine Selbstverftändlichtei;. Bei der geistigen Anseinande;sehung innerhalb des denthben Jndentnms