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Central-Verein-Zeitung · 1928-02-10 · 6 (10.2.1928) · p. Seite 68

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
6 (10.2.1928)
Date
1928-02-10
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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6$ Maske des Hasses ,’,u tauu'ii, dem imö;a Geioohnüeil, der äderträ^t Methode lind Zbllmier des verdleudeten, verzerrten Gehens aus Potüit und Alltag. Tics ist uns geschehen. Ter A n t i j c m i t i *5 m u -3 a l s Gewohnheit und Traditio u' hat d e n g e s n n d o u BlicL für d i e g r o s; e n s \) n t h etil ch e n 'Jl it f bank r ä sied e s Volkstn m s i n T c u t s ch land bi s z u m (y rblind c u g e - trüb t. Tem'chland in das tlasii'.che Land der V e r f e in n n g e n zwisch?n Menschen verschiedener ^lamme, Parteien, Konsestioneu geworden. tf-S in eilt TvNstnin. das ieiue besten graste niein zum Sannnetu verwendet, sondern: sich zu zerreiüen. Darum helfe n w i r h eile n u n d s a in m e t n, iv e n n iv i r den deutschen £. V.-G edanke n bejahen. ßr ruht nicht aus dem Grunde der Humanität allein. Humanität ist überhaupt kein irerbender Gedanke, weil er vielgestaltig ansgenommen werden kann. Tem Tvltl'chen i st es eben Hnmauirät. ivenn er den nordischen Manchen von allem ..fremden" fern und rem halt, damit die -straft des nordischen Gedankens als des besten -blenstchheilsgntes die Welt endgültig erobere. Töas bewusst gemacht lverden must, ist dies, das; der st. B.-Ge da Me eine deutsche Aolioendigtest ist. Gs mns; nicht gesagt und ivieder gesagt. ''andern in Millionen Nerven .zum bewussten Tirönnen gebracht werden, das; nicht der g»nde. 'andern der Autisemitismns eine dentich.' Gefahr ist. iveil er freies Urteil und gelassene, nnansechlbare Gntschlustkrast des vollstümliehen deutschen Teistens gerietst. Gs must bekannt iverden: Gs sind noch viel zu viele, die zivar ihre Tislnssionen bereitl;alten -- aber nicht ihre Herzen. Anr in warmen Herzen wird der G. ^st-Gedanke das deutsche Talkstnm durchstromeu. Mer bringt sein Her'ch Bon Ludwig Holländer. Erneuerung und Nachprüfung des Gedankeuinhalb.s und der Mittel und Wege, die zur Turchführuug der Ziele führen sollen, ist Lebensnotwendigtett jeder grosteu Bewegung. Wer im Eentralverein tätig ist, iveist, das; diese Ueberprüfung allenthalben geübt wird, so weit unsere gedautlichen Grundlagen in Betracht kommen. Biet seltener bemüht man sieh in dieser Hinsicht um die Arbeitswege: hier allerdings ist für Sinnieren und Fabulieren kein Baum: die Arbeit des Tages erfordert Klarheit über den Weg, den zu gehen die Zeit vorschreibt. Wandeln sich die Umstände, die das besten begleiten, so hat sich nm'ere Tätigkeit nach dein Bilde der Zeit zn gestalten. Wird dies übersehen, so ward bei aller gedanklichen Frische unserer Bereinigung der Grad der Schwierigkeit, in welchem wir dem Ziele näherkommen, schwächer werden. Aue waren wir des-Glaubens, das; unserer Arbeit etwas anderes nutzen könne als das Gewicht unserer Gründe und das Ansehen. welches eine zielbewusste Verbreitung dieser Gründe nur kraft ihres inneren Gelaichtes verleihen kann. Darum ist die Frage: Was sollen wir tünch genau so bedeutsam/ wie die Erörterung des Problems: Was sollen wir denken? Tie Zielstrebigkeit unserer Gegner ist auf die „Vorbereitung der konservativen Revolution" gerichtet, wie neulich in einer Bemerkung der „Deutschen Zeitung" zu lesen war. Von der Wiederherstellung des monarchischen Machtstaates auf völkischer Grundlage wird allgemein gesprochen. Wenn auch die Masse der jüdischen Deutschen diese Dinge, die sich in einem viel weiteren Umfange abspielen als viele glauben, nicht sehen will, so weist der besser Unterrichtete doch die Gefahr zn schätzen, die jede „nationale Diktatur" mit sich bringen würde. Wir stellen diesen Zielen die Gleichberechtigung und Gteiehachtnng aller für den Aufbau Deutschlands befähigten, zur Tat bereiten und gewillten Kräfte entgegen und sehen in ihrer Arbeit die wahrhaft ..nationale" Wirksamkeit. In den grösteren Städten sind viele unserer Mitbürger mit uns einer Meinung. Ganz anders in .Kleinstädten und auf dem flachen Lande. Man denke an den Leitanssat; der „E. V.-Zeitnng", „Ans preustischen Kleinstädten". Alles, was dort beschrieben ist, hat sich genau so abgespielt, wie es geschildert ist. So ist es überall im lieben Vaterlande. Sind auch die Tönungen in Süddeutschland anders als im Norden, das Entscheidende bleibt überall gleich: d i e A e ch t u n g d e s j ü d i s ch e n D e u t s ch e n. Vor Jahren wurde erstmals in diesen Blättern auf den modernen „Asemitismus" Hingeiviesen, jenen harmlos anssehenden, aber viel gistigeren Bruder des Antisemitismus. Hier sieht man eine g e i st i g e B e w e g u n g , an der auch das Ergebnis der p o l i t i s ch en W a h l e n nichts ändern wird, solange g e - w i ch t i g e Stimmen ~~ geivichtig nicht nach der Zahl ihrer Anhänger, sondern gewichtig nach ihrer im Voltsglauben vorhandenen, durch ererbtes Urteil und durch wirtschaftlichen Einfluß gewonnenen Stellung - - ans den verschiedensten Gründen im Inden den Paria, den Feind schlechthin sehen. Solange der Satz wahr ist, das; Parlamente und Regierungen durchaus nicht alles im öffentlichen Leben auszuwirken vermögen, dast Stimmungen, gesellschaftliche Feststellungen unb alle jene tausende unwägbaren, aber vorhandene Einflüße die öffentliche Meinung bewirken und damit eine Macht im Staate bilden, solange wird der -Kamps einer nicht gekannten, Jahrhunderte hindurch zurückgeietzten Schicht u m A ch t u it g ii n d A u e r k e u n u u g a n d i e s e n T a t s a ch e u n i ch t v o r ü b e r g c h e u d ü r f e n. Sie sind in vielen Dingen entscheidend. Rcan sieht dies ganz deutlich bei der Erörterung der ivirtschaftlichen Fragen, die jetzt immer ivieder Anlas! zur -Klage geben. Gewis;: darüber wurde in den -Kreisen unserer Mitarbeiter schon immer gesprochen. Jetzt, wo in Osteuropa schon lange bekannte Wege wirtschaftlicher Ausschaltung bei uns Schule zu machen versuchen, wo der Ausschlust jüdischer Privatbeamter und Angestellter still aber sichtbar um sich greift, 'wo der im freien Berns Stehende bei aller Tüchtigkeit vielfach ..geehrt, aber nicht ernährt" ivird -- man frage einmal, usteviel jüdische Ehennker die chemische Industrie beschäftigt , jetzt sollte man merken, „loorauf es ankommt". lind dies ist es: d i e W e g e r u g e h e u, iv e l eh e g e g a n g e n iv e v d e n m ü s s e n , u m Tl b iv e r t u n g d e s j i"i d i s ch e n Deutschen mehr und mehr verschwinden zu machen. Was soll geschehend Helten kann mir eine einerseits strass, anderseits elastisch genug aufgebaute Gemeinschaft, die es ermöglicht. nicht etwa in amtlichen oder behördlichen Vorstellungen und Protesten, sondern in der allmählich wirkenden Arbeit des Tages die Menschen eines besseren zn belehren. Wer Stimmungen unter den deutschen Bürgern kennt und diesen aut den Grund zu gehen versucht hat, weist, wie sehr heute noch an die „Weisen von Zion" geglaubt ivird, kennt die Bedeutung, die dieRedensart vom „schaffenden" und „raffenden" Kapital in vielen -Köpfen sich verschafft hat, sieht, wie alles im iveitesten Sinn „Völkische" den Verstand auch sonst verständiger Leute eindnseln konnte. Die Beispiele lassen sich vertausendfachen. Vergessen wir nicht, der alte Feudalismus ist noch lange nicht tot: die irische Luft einer neuen Zeit durchweht die Lande nicht so schnell, wie viele hoffen und wünschen. Wir Juden kämpien hier einen wahrhaften 'Kulturkampf. der lener ist als jene Beivegung vor -"><> Jahren, der B i r ch o io diesen Rainen gegeben hat. Die neuen Weae iveisen uns daraus hin, das; alle Mittel benutzt werden müssen, um uns den Schichten unseres Bottes, die in ihrem Urteil noch nicht festgelegt sind, und das sind Neunzehntel, in der Stadt und aus dem Lande a l s d a s z u zeige n, .o a s iv i r s i n d. Jetzt kennt das Volk den Juden vielleicht aus der Tatsache, das; es einmal die jüdischen Gelehrten hört, dast der Name zu großer Bedeutung gekommener Bankdirektoren oder Wirtschastssührer genannt ivird: es hört von jüdischen Schwindlern und Verbrechern, a b e r v o m N o r m a i - t t) p n s d c s I u d e n b ö r t e s n i ch t s. Wo mau mit Juden zusammen ist, so im Bade, in der Sommer- und Winterfrische, glaubt man nur unangenehme Leute zu sehen da man in den zusagenden Personen nie den Juden sieht: kurz, wir lassen es zn, das; unser Bild n n r von unseren Feinden gezeichnet ivird. H i c v f o l t u n d in u f; W o r t u n b 2 cch v i f t 1) c 1 f e n. Rur wer sieh regt, kann Erfolge erwarten. Die Hauptversammlung, der nur entgegengehen, wird hier zur Klarheit im einzelnen führen. Die Fragen sind folgende: l. Welche Wege lassen es möglich erscheinen, einv g r o s; e A n z a h l d e r v v u n i eh tjüdis ch e n n u d j ü d i - s ci) e it TL a h v heit s s u ch e r n v e r s a st t e n treffliche n W e r k e u n d k l e i n e n S ch r i f t e n s o i nt B o l k e z u v e r b r e i t e n, d a st s i e g e g e n ü b erdenk n H u n - d e r t t a u send e n v o n E r e m p t a r e it gelesene u B it d; e r n vergifteten I n h a l t e s z u r G e l t u n g k o m in e n {

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