Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 5 (3.2.1928)
- Date
- 1928-02-03
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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aiK' mir lntlYLv.mten ^rünbciu ein „perlaünm in rnora" ertönen zu lernen. Taouvch wird der Frieden nicht gesördert.^ . .. Eine Eimnischung in diese Tinge gehört, und das zu lagen m .der Hauptzweck dieser Zeilen, nicht zur Kouipeteuz des keutralverems. Seine hohe, den! Lohle der deutsilum Gesamtjudeuheit gewidmete Ausgabe kann nur erfüllt werden, wenn er sieh dem Getriebe der Parteien inner bald der Gemeinde rollkommen feruhult. Mit vorzüzlicher Hoehochlung gez. Moritz Ät. Locö, stell ve rL re te nde r B o r fi nend e r d e r Reprä s entant enUe r f a mmlung. Die Steine vom Sinai« Professor Grimrirc über seine ncucsten Forschungen. Nachdem vor einigen Aachen im banse des Rechtsanwalts Tr Bruno Lei!. des Stellvertreters des Borsitzenden des E. B., Geheim rat Prozessor (yntit Sellin, der Ausgräber von I e r t ch o lmt* S i cf] e m, über die deutschen Ausgrabungen in Balägina berichtet batte, ein Abend, der durch ausgezeichnete gesangliche Tarbictungeu Iw. weck. Stephan t e i n 1) a r t c r * und tüHUcIje, glanzend gebotene Wiener Couplets von [v r n n I u I i n § S ch w a r z noch einen besonderen Reiz hatte, sprach in den letzten Tagen tu dem gleichen gastlichen bause Professor Hubert Grimme (Münster) über seine neuesten Forschungen au den ^nmiftemen in &ntu\ tu Gegenwart, wie die J.T.A. berichtet, des preußischen KuUnsministers Tr. Becker, des Reichskunstwarts Geheimrat Redslvb, von Vertretern des Auswärtigen Amts, Gelehrten der orientalischen Wissenschaften sowie eine? Reihe von jüdischen Persönlichkeiten, wie die Rabbiner Tr. Leihe und Tr. Ochmann, Justizrat Tr. Broduitz und Tr. Holländer. Professor M i t t w o ch , Rechtsanwalt beimach Stern und vieler anderer. Tie vor etwa dreißig fahren ans dem Sinai entdeckten Steine, mit bisher um lösbaren ^Zeichen versehen, waren zuerst von dem Engländer Gardiner, dann von Professor Sethe (Berlin» als die älteste Buchstabenschrift der Leit erkannt worden, deren Schaffung um mehr als <X>0 Jahre vor der bis dahin als cittcfte geltenden phömzifchen lag. Professor Grimme hatte dann die Tafeln roeiter gedeutet, worüber wir in der „E. B.-Zeitung" eingehend berichteten, und in einem vor zwei Jahren bei Tr. 'Leit gehaltenen Vortrag seilte Den tun gen, die zum Teil auf die Feststellung biblischer Rameu hinausiiesen, mitgeteilr. In der Oefscutlichkeit war ein lebhafter Gelehrtenstreit' über die Richtigkeit der Grimmeschen Thesen entstanden. Ein Komitee bemühte sich, eine Erpedition nach dem Sinai Zur rwimschaffung der rätselhaften Steine zu finanzieren, als die Rachricht 'eintraf, daß es zwei amerikanischen Gelehrten bereits gelungert sei, die bis dahin unbekannten Steine und noch drei tveitere in das Museum nach Kairo zu schäften. Tas Komitee ermöglichte Daraus Professor Grimme das Studium der Steine an Ort und Stelle.' Seine nunmehr auf Grund der Originale vorgenommenen Deutungen bleiben unter Allfgabe einzelner stellen in wesentlichen Stücken bei den seinerzeit aufgestellten Theorien stehen. Er belegte an Hand von sorgfältig anfgenommenen Abtlatschen, Zeichnungen und Photographien die Entstehung der Schrift, an deren semitischem Charakter nach ihm ein Zweifel nicht bestehen kann. Er zeigte weiter Die in der Schrift immer wiederkehrenden typischen Buchstaben auf und setzte sich für die von ihm vorgebrachten Deutungen einer Reihe n £7*7 / 1 t: I ij U' Idealer V. iiUo^riirsenNralt mit lUviern-KItnin i d i Y u v. * d iiü fctv-vS.v^a tr (1. ci V i i» m c ) 1» i r c!; t a v.\ M c e r. nidsctlc Kiiclic. — IlifroiKT Itolsanl. — fUsiiestHcnst im ifause. Alle Zimmer mit Lopirin oder Balkon. ]• lies sonder Kuiu:ul \\ armwaiaer. \\m\\:\ii<n}Mi7MhiC IVleidivn internrl*an. See* u; ^ä^^wa=<e r bJUier. -stzor* Yrasierdimdm. Appartements. 1 rivatl*?<de>'imrner. Kuenc* aueli Iur Biabcu^er. i>A) Betten, l’eiiülon-i*rciü inkI. Zimmer fe* Alark auiAvartA hebräischer Rainen ein. Ta die Amerikaner ihrerseits noch in dicgem Monat eine Publitation vornehmen werden, und Professor Gr'.mme gleichfalls die Ergebnisse seiner Forschung in Buchform nieder wiegen beabsichtigt, wird es wohl in naher Zeit möglich sein, dem Geheimnis der ältesten Schrift naherzukommen. Unter den int Hanse Dr. Lells anwesenden Gelehrtett lmd Fachleuten wurde lebhaft die Frage der Beranstaltmig einer deutschen Erpedition nach dem Sinai erörtert, da nach den von den Amerikanern gesundenenchrafelu mit denn Vorhandensein weiterer Schrisrrafelu auf dem ^inai gerechnet wird. Professor Grimme teilte mit, das; von amerikanischer Seite (Universität Boston) für das Jahr 1929 eine Erpedition bereits vorgesehen sei. (cnft Litauers ,Zorck". Am 21. Januar d. I. erlebte Ernst Lisfauers „Vorek" im Kölner Schauspielhaus unter sich steigerndem Beifall seine Uraufführung. Es ist nicht die erste Fassung, die über die Bretter ging. Tie Schöpfung entstand im wesentlichen schon 1921 und zeigt heute vor allem einen umgearbeitetcn ü. Akt, der gegenüber der alchn Form den Borzug vorteilhafter Kürze und strafferer Zusammenfassung hat. Lissauer hat mit dieser d)orck-Gestalt innerlich gerungen imd ein Leck geschaffen, das; trotz Uniformen und strammer Gal lang nicht etwa vom Stahlhelm für sich akzeptiert lverden kann. Mit vielleicht zu wenig Handlung und zuviel Tialog hält sieh die Entwicklung des Stückes an die Geschichte. Jlovcf. als die überragende Gestalt, verkörpert diese Geschichte. Er iü der Mann. an den alle glauben, der aber sich selbst gegenüber so mißtrauisch ist wie gegen die Menschen überhaupt. In diesem stets unbefriedigten Sachen nach inneu spielt sich der gewaltige Kampf ab zwischen dem persönlichen Mögen und dem überpersöulicheu Müssen, zwischen Loben und Pflicht, und je mehr ihn sein Gefühl treibt, umso entschiedener stellt er das Wort: „Ich diene!" vor sich hin. ^o wird der 4.?ttt. die Rächt der S e e l e n f ä m p f e, zum H ö h e p u n k t des Stückes. Aber es fehlt doch das eigentliche tragische Moment: denn da chorck, von innen mrd außen gedrängt, im Grunde das tut, was er an anderen Offizieren, die sich auch nur durch den Tieust am Baterlande leiten ließen, scharf verurteilte, entlastet ihn die Tatsache, daß ihn kein bestimmter Befehl bindet. Es ist im wesentlichen die unentschiedene, die Verantwortung ablehnende Berliner Stellungnahme, die dem Wort „ich diene" einen stärkeren Inhalt gibt. König und Vaterland sind nicht mehr dasselbe, und über den schwachen königlichen Snbalternbeamten siegt das Volk. Borck ist ein Mann der ü b e r p e r s v n l i ch e n Pslichtauf - f n s s u n g. Tiefer Porck hat mit dieser Auffassung auch der Republik von heute vieles zu sagen, in der das Wort von der persönlichen Freiheit oft so selbstsüchtig aufgefaßt wird. Alle die inuerpolitischen Kämpfe, die Haßorgien antisemitischer Kreise, das Ringen auf wirtschaftlichem Gebiet lassen erkennen, daß man den Gedanken diszipli- :1 OOK E N) >•«•»»•••* e-• <3on dem fthüimi Qkxsfämi mit bar OrWe der AaffeevsLmen bleibt Atmen nüdi brmQlkltkn nichts. düALHen müKn Hie M bas ßlwm Qlu$~ ßmi dimt Eherpreis §Llrl6-r,WEn §Le (ich errLsMichen Wnnsu.rE öern QlLerr Ebrrgtsuben gu breätm. baß Kaffee um ss beffztii% Je HwFeröre Bskmen sinö.erlMterr Hre bei tmr für slsickss SM deAsrs AuoMM KLEINERE BOHNEN J p ABER HOHE QUALITÄT! f U>L><' SßtöOaiajüip!» H)eteüf!oisniwf^