Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 4 (27.1.1928)
- Date
- 1928-01-27
- Page
- Seite 44 (sequence 8)
- Language
- German
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44 b c l! t f ch Ci* Scholle n n d d e n t f di c m <? c : ft, mit deuL - fdjcm Denken unb (r tn y ri nb cu, khu\ es ihm sinnlos gewesen, seine Stellung zu Vaterland und -Heimat auch nur zu erörtern. Dnbei war er sich völlig klar über die Gefahr der antisemitischen Bewegung. Aber sie loar ihm eben ,-die Schnmch des Jahrhunderte , eine „Landplage", die überstanden werden mnnte, die der Zeitwnnd herbeigeweht und ein anderer Jeckwind loieder forttragen ivird. Niemals hätte cs für ihn, auch nur für eine Sekunde, so etwas wie „Neichsverdrofsenheit", „Heimatsmüdigkeit" geben können, Er wußte und fühlte viel Zu tief: Hier waren „die starken Wurzeln seiner Kraft". Dieser kernig deutsche Mann war mit seiner engeren Heimat, seiner Berliner ^Vaterstadt, durch innigste Liobesbande verbunden. Sie trug seine Wiege und empfing auch in ihren mütterlichen Schoß seine sterblichen Nieste. Sein Vaterhaus, das Hans Leopold Mindens, hatte schon einen angesehenen Namen in Berlin, und des Kindes früheste Erinnerungen waren mit heimatlichen Bildern derartig verknüpft, daß wir aufs tiefste bedauern, daß unser Wunsch, über den wir noch vor wenigen Wochen lange mit ihm plauderten, nicht lnehr Erfüllung finden konnte. Wir wollten seine „Erinnerungen" sestgehalten sehen. Ein Stück Zeitgeschichte, ein Stück Berliner Geschichte, ein wesentliches Stück des Berliner geistigen Lebens in der zweiten Halste des vorigen Jahrhunderts wäre an uns vorbeigczogen. Tenn nicht nur gesehen hat dieses Auge, das nun gebrechen ist, sondern miterlebt, mitersah - ren, Ereignisse und Menschen, die wertvoll waren für die Zeit und bedeutsam für die Entwicklung. Er hatte sie alle persönlich gelaunt, persönlich mit ihnen verkehrt -- die ganze Reihe wertvoller Persönlichkeiten'im Berliner kulturellen Leben. Er kannte die Beziehungen, Ausstieg und Abstieg all der alten Familien, die dem Gesichte Berlins sein Gepräge gegeben hatten. Denn ein solches ganz scharf geprägtes Gesicht hatte dieses alte Berlin. So eng verbunden mit seiner Vaterstadt, so eng verwoben mit ihrer Geschichte, gab es für ihn in diesem Berlin lein wuchtiges Werk wipeuschaftlicher oder künstlerischer Art, das er nicht gern zu fördern gesucht hat. Es war nicht Zufall, daß man ihn in den Vorstand der führenden wissenschaftlichen Gesellschaften setzte. Tie Eingeweihten wußten, was man feiner persönlichen und materiellen Förderung verdankte. Und die führenden Männer dieser Gesellschaften, Koryphäen deutscher Wissenschaft, waren seine ganz persönlichen Freunde. (bol Hu wc) Idealer WinternufcntliAlt mit lÜvicra.KUtntt Hold Pension Brsiney KUucllc Küche. — Eigener BetMial. — Gottesdienst im Hause. Alle Zimmer mit Loggia oder Balkon. messendes Kalt* und Warmwasser. Warmwasserheizung. Telephon interurban. 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Tie jüdischen wie die allgemeinen Wohlsahrtseinrichtnngen kannten in seiner persönlichen und materiellen Mitwirkung sein jüdisches Herz, und die Repräsentantenversammlnng der Jüdischen Gemeinde, in der er bei den Vertretern aller Richtungen stets Achtnna und Anerkennung gesunden hat, wußte, warum sie diesen kenntnisreichen Mann, der"so tief im Judentum wurzelte, lauge Jahre zu ihrem Vorsitzenden ernannte. Sein Judentum war und konnte ihm nichts anderes fein als eine rein religiöse Erscheinung. National und kulturell rein deutsch, war ihm ein Judentum ans nationaler oder kultureller Grundlage wesensfremd, geistesfrcmd, abwegig. Und ganz im Sinne des Judentums war auch sein Haus, vorbildlich in seiner vornehmen Gastlichkeit, in der Pflege edelster Kunst, vorbildlich auch in der Erfüllung der Forderung unserer Alten: „Tein Haus sei ein Versammlungshans der Weisen." Hier feierten die Berliner Salons der Mendelssohnschen Zeit eine würdige Auferstehung. Gelehrte von Ruf, Künstler bedeutenden Namens, bekannte Erscheinungen des Berliner politischen und kommunalen Lebens wie der jüdisch-religiösen Gemeinschaft bilderen OaanscHsip hrilM U Stti 32 fahren dnerk&nnt teste j > BWw«i!in8!C3tfli;ui ntrrts arv färbt echt und natürlich ln allen Nuancen I vom hellsten Blond tbl* zum tiefsten Schwarz f Probekarton zu 1 Portion.M. 1,65 \ Probekarton zu 2 Portionen.. .M, 3.- j Original-Karton zu 4 Portionen M. 5.-? GbTjII Sefiouninl M imm (früher?erü) neb.&.Ka-de-We., LrrsbacherLtr.15. Wiener und Posener Aüche — In anerkannter Güte. — Allen Mitgliedern und ernplohtcn. Delegierten bestens Lreinplatz 10596. Sk Wursfr* fabrik Hildesbetfn -ss un, e. « Zervelat«, Salamiu. Kochwurst o - US in unübertroffener Güte. rS. | Konstanz a. B. / jMSLerpensionat Meter Gründliche willevschafulche. däuSUche und getelllchallliche Ausbildung. Beste Berpsle» gnug. Herrl. FerlenaulenthaU. - Tet. NZ. Thcbterbeim C o b n « B e r n st e i n. 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