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Central-Verein-Zeitung · 1928-01-27 · 4 (27.1.1928) · p. Seite 45

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
4 (27.1.1928)
Date
1928-01-27
Page
Seite 45 (sequence 9)
Language
German
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45 it' I Me sonntägliche Tafelrunde, die cilleiv die an ihr teitrwhmen tonnten, eine unvergeßliche Lebenserinnerung sein wird. BEe er hier mit seiner chm gleichstehenden und gleichgerichteten Gattin, bei aller persönlichen Bescheidenheit, in natürlichner, ungep.onngcnster Weise nicht nur als Gastgeber der Miirelpunkt blieb, so tonnte wohl nirgends zwischen den Angehörigen der verschiedenen Honfessionen und Dichtungen eine solche Ungozionngenheit, ein solch gegenseitiges verständnisvolles Geben und Nehmen ftattfiubeu iuie m diesem Hrene. Nabbiner Tr. Joseph Lehmann. Geheimer Justizrat Tr. Lldolf Hcilberg ist am 1-!. ^nnnar 1928 70 Jahre alt geworden. In Breslau geboren, ist er jcit l>*i als Anwalt beim dortigen Obcrlandcsgcricht tätig. Als ^chlenens bedeutendster Amwalt genießt er in ganz Tcuischlcmd das größte Ansehen. Ter Teutsche Anwnltsvercin hat ihm, den schon 11*11 die Universität Breslau mit dem juristischen Ehrendoktorat geehrt bat, die Ehrenmitgliedschaft verliehen, und das ganze juristische Teunchland nahm an der Feier seines Ehrentages lebhaften Anteil. >aeilberg, Demokrat im besten Sinne des Wortes, hat auch im politischen und im kommunalen Leben seiner Vaterstadt eine bedeutende Nolle gespielt. In einer Festsitzung der Deutschen FriedenZgesellsthan hat ihn in diesen Tagen Professor Ouidde als erfolgreichen Borlampier des Pazifismus gefeiert. Im öffentlichen jüdischen Leben ist verlberg nicht hervorgetreten, aber er ist stets für die Grundsätze des C V. e i n g e t r e t e n u nd h a t s e i n e Mitwirkung an unserer A rbeit nie versagt. Wir bringen dein hervorragenden. aufrechten Mann, den wir mit Stolz zu den Ilmeren zahlen, unsere herzlichsten Glückwünsche dar. T. Alter Herrcrrtag des K. E. in Berlin. Zur Erörterung brennender Derbandsprvblenze und altnellcr Fragen des deutschen akadculischen Lebens hatte der K. C. seine Alten L-erreu aus dem ganzen Reiche nach Berlin gerufen. Fast vierhundert an der Zahl waren der Einladiiiig gefolgt. Tie Tagung in den Räumen des Reich,mvirtnchasisrats saiid ihren Amtakt durch grundlegende Referate des Vorsitzenden des l^eschälisiührenden ^.'lusgelniües. Tr. Lildwig Holländer, und Landgerichtsrat Tr. Ernst N v 1 c n t b a l (Breslau): „lieber die Stellung des SL E-ers im öffentlichen Leben." Ten Ausgangspunkt der Darlegungen Tr. Holländers bildete die Feststellung, daß sich Tendenz und weltanschauliche Ideale des K. E. in keiner Weise geändert haben, aber die Formen des -stampscs, die Methoden der Arbeit sich in mancher Beziehung gewandelt hätten. Tas wichtigste Problem für den K. C. sei die Heranziehung eines geeigneten Nachwuchses; bei der , - NtHrfiches . a . ', ff'.-, “ ■ ’ 1 - Das Gesuntiheitsv;asser bei Blasen-, Nierenleiden usw. Fachinger Vers and stelle: Berlin SW 11, Schoneberger Srrasse ISa. Telefon: Lütz o w 8 2 G 0 '61. Alislvah! ihrer Mikatieder müücn die Verbindungen in erster Linie auf junge Leute Wert legen, die gewillt sind, die rechten Fragen an das Leben zn richten in idealer Gesinnung eine Lcbens'ührnng erstreben und nmch nur die Besricdiaung materieller Bedür'nin'e irr den Vordergrund stellen. Bei der Erzieh urig der jungen Surdc-nten mäste besonders aus eine^allgemeine politische Ausbildung Wen gelegt werden, und die, wichtigsten Fragen, des attaemein deiitstchen und des deutsch-jüdischen Lebens an der Hand eines zu ^schadenden Leinadens erörtert werden. Jn-dewndcre müne ern jeder K. E.cr im akademisck'.en Leben und feinen Problemen Bescheid wisten. Einen besonderen Appell richtete er dann an die Frauen des K. E., die nicht nur äußerlich, soridern auch innerlich mit denr^ Verband und feiner Idee verbunden sein und ein Interesse an den prägen nehmen sollen, welche die Fugend ihrer Männer crmlft hat. Ter ll. E. stehe an eincnr Wendepunkt in seiner Organisation, jente Ideale feiert dieselben geblieben', wenn eine illenderung in der Arbei!-wrm eingetreten sei, so müsse das gesamte Verbandslcden und die Tätigkeit eines jeden einzelnen von jener Gesinnung beherrscht werden, die in der Antike Perikles „den Idealismus ohne Weichheit" genannt hat. — Tr. Rosentbal zeigte an einer Reihe lehrreicher Beispiele die Notwendigkeit einer Mitarbeit des K. E.ers auf allen Gebieten des deutschen öffentlichen Lebens. — Tr. Mainzer < Frankfurt) verlangte in gleicher Weise die Mitarbeit in den GemeindeNnben wie an allen Organisationen des jüdischen und des allgemeinen deutschen Lebens. In der eingehenden Aus'vrache erörterte'Tr. Weil die Notwendigkeit einer'staatsbürgerlichen Erziehung des jungen ll. E.ers und seine 'Einführung und Unterrichtung in den aktuellen Fragen der deu'.'chen Gegenwart. Er verlangte unbedingtes und rückhaltloses Bekenntnis zum deutschen Volke. Ter Vorsitzende des Reichs.- Hundes jüdischer FronWwmen. Tr. Leo L ö w e n st e i n, verlangte Berückfidjtiqimn auch der Wahrung des vcrsanungsmästigen Rechtes aus Eintritt in Heer und Marine. Für die Bundesschweslern des K. E. nahm Bezirksverordnete Frau Hentschke die bliircaung der Mitarbeit der Frauen an den Verbandszielen aus. — Am Nachmittag wurde die Stellung des Soeben erschien narb langjähriger Vorbereitung der erste Band der Encyclopaedia Judaica Das Judentum in Geschichte und Gegenwart in 15 Bänden zu je 650 Seiten in grossem Lexikonfo Prospekte gratis. Die Bändle gelangen in etwa halbjähriger Folge zur Aufgabe. Probeheft RM. 3.— Mit zahlreichen Illustrationen, mehrfarbigen Drucken, Landkarten, Tabellen, Noten usw. - Einbandentwurf von E. E. \Vci>s. Die Redaktion besteht aas 16bedeutenden jüdischen Gelehrten u.Schriftstellern. Chefredakteur: Dr. Jakob Klatrkin. Stellvertretender Redakteur: Prof. Cr. I. Eibogen. Durch die Buchhandlungen und durch die Venriebs- »bteilung «Encyclopaedia Judaica“ zu beziehen. (Hier abtrennen!) Beim Verlag Eschkol, Miiäieüing „EncytlDDasdia iuüalta“ Berlia-Charioitcnburg 2, Bismarckstrasso XOG.o bestelle ich mit der Verpflichtung zur Abnahme des ganzen Werkes: Encyclopaedia Judaica . Exemplar._der in 15 etwa halbjährlich erscheinenden Bänden in Ganzleinen...zum Preise von RM. 50.— pro Band, in Halbledf'r mit Goldoberschnitt zum Preise von EM, 55.— pro Band. ...Probelieft KM. 3.—. das bei Bestellung des Werkes zurflekgenommen wird. ..Prospekt Ich bitte um Zusendung unter Nachnahme — Betrag folgt Jeweils sofort nach Emplang des Bandes —leb zahle monat..RM. 10.— bzw. 11.—ohne Preisaufschlag. (Nichtgewünschtes ist zu durchstreichen.) Genaue Adresse:. BUCHHANDLUNG R. MASS (vorm. 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