Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 4 (27.1.1928)
- Date
- 1928-01-27
- Page
- Seite 43 (sequence 7)
- Language
- German
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43 schaftler muü der Gegenstand seiner Untersuchungen ans Herz gewachsen sein. Aber über altem st c h t d a s B e k e n nt n i s der Wahrheit. Und ans dieser'Lynthese erwächst die Kraft der Ueb erzeugt! ng. & ist sicher, daß man in den Kreisen der deutsch eil Wissenschaft mit der Enzyklopädie bald rechnen wird. und rm Kampfe gegen Unverstand und Gehässigkeit wird sie die denkbar beste Waffe sein. Ist bisher das neue Werk nur in seinem Einfluß alp die Stellung das Ansehen des Judentums in der Welt gewertet worden, so darf darnnr nicht übersehen lverden. das; es auch für die innere Erziehung u n s e r e r I n d e n h e i t e r k l e ck l r ch e A r b e i t leisten wird. Im Mittelpunkt der Eentralvereinslendenz steht die Erweckung des Selbstbewusstseins. Wirkliches Selbstbewusstsein ist die Erkenntnis eines inneren Wertes, selbstbewußt im rechten Lin ne faun nur sein, w er sein Indent n m k e n n t und s e i ll c n Wert s ü r das eigene Wesen w ü r d i g t. Gin Unwissender kaltn, »m das alte Wort ans den Sprüchen der Väter zu variieren, niemals selbstbewußt sein. Tie neue Zeit stellt null neue Ansprüche an den Menschen, sie weist neue Wege zum Wissen. Es ist dem Geschlcchte von heute, ans das Knltureinslüsse ans allen Gebieten von allen Leiten einstür'.nen, nicht mehr möglich, Zeit und Konzentration zu finden, um in die Quellen einzndringcn. Man mag es bedauern, aber man muß sich damit abfindon, daß für den Inden des Westens im allgenieinen das Talmndsludinm und die Beschäftigung mit den religionsphilosophischen Schriften ansgchört hat. Ist die Hoffnung zu verwegen, daß die Geistigkeit innerer Gemeinscizast. unser charakteristisches, heute leider so sehr zurückgcdräugtes Erbteil, wieder neuen Antrieb erfahrt? Wäre es nicht möglich, daß diese fünfzehn Bände der Enzyklopädie im Leben des kritisch-historisch denkenden Inden von heute alte Tradition beleben und dieselbe Bolle spielen werden wie einst die zwölf Foliobände des Talmud? Gerade für den im Eentralverein zusauuneugefassten Teil der deutschen Jndcnheit lväre solches so sehr zu wünschen, damit das Selbstbeivnfstfein unabhängig gemacht wird von der Politik des Tages, von ihren ehrverletzenden stimulierenden Erscheinungen, damit es zu einem ständig wirkenden, im Positiven wurzelnden Gute der jüdischen Seele werde. Eine Fülle von Hoffnungen knüpft sich an das Erscheinen dieses ersten Bandes. Ein gewaltiges Werk ist begonnen worden. Tas; es vollendet werden kann, hängt freilich nicht nur von der Tatkraft der Herausgeber und der Mitarbeiter ab. Es muß auch in der jüdischen Welt einen Resonanzboden finden, und nur wenn ihm die Unterstützung der Zeitgenossen zuteil wird, kann .es zu Ende gebracht werden. Erhebliche Mittel müssen nach beschafft werden, wenn der ruhige und stete Fortgang der Arbeiten gesichert ftin soll. Und hoffentlich wird man unserem Geschlcchte einst nachsagen können, bau es der gewaltigen Aufgabe gewachsen gewesen ist. daß es durch einmütige und freudige Unterstützung des großen Werkes znr inneren Festigung des Judentums und zu seiner Ehre gewirkt hat. Rabbiner Dr. Felix Goldmann (Leipzig.) Georg Minöen. Gestorben am 17. Januar 1928. Mit Georg Minden ist eine Persönlichkeit dahingegangen, die im Leben der'Berliner Jndenheit eine bedeutsame Rolle gespielt hat. En Mensch, nach bibmchem Wort, „nntadeihast und grade. gotlessnrchtig und frei von Bösem". Tarnber hinaus ein Mann, der, nach dem Worte des jüdischen Weisen, „seinen Platz ehrte". Er stand an verantwortungsvoller stelle, als verdienstvoller Tirektor des Berliner Psandbriefamtcs, über die Altersgrenze hinaus. Hochgeschätzt 'in seinen juristischen und volkswirtschaftlichen Fähigkeiten, anerkannt in seinem Wirken, ein Mann, ans den man das Wort von ältpreußischem Pflichtbewusstsein, von unbedingter Zuverlässigkeit und Gediegenheit, ohne jede Einschränkung anwenden konnte. Georg Minden war ein Patriot, auch dieses Wort ganz oljne jede Phrase. B e r w a st; s e n mit alle u F a f e r u seines ein s und E m p s i n d e n s mit de m Heim ert boden , mit \ü/ Ü UVirSU Li Li U VL3ij<^'LL3 muss jetzt vorbereitet werden Reisecaege nach dem Orient Orientreisen Drei Luxusreisen | heissen die Broschüren,die der Palestine- Lloyd G.m.b, H., Chariottcnburg 2, Joachimsthal er Strasse 38, Telephon: Bismarck 9704 05, Ihnen kostenlos u. UDverbindlich zur Verfügung stellt. t 9 in alle te nefiii k w in allen norreironDen.^en inti Den Jnierenlen uwercrWochcmchristauf "'e'Jlntcur in der <5. B. 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