Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 37 (16.9.1927)
- Date
- 1927-09-16
- Page
- Seite 527 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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527 in Berlin bildet-, fänie als Palast men sisches Altertum für uns nichS in Frage, dagegen wären die Verordnung des Kaisers Kon'-tantiii! vom Jahre 321 für die Kölner Gemeinde und der SachsenipLcgcl des Eike von Repkow mit seinem Judenrecht^in naturgetreuer Nachbildung Prachtstücke derselben. Herr Prosenor Grotte spricht auch von dem apologetischen Zweck jüdischer Altertümer und meint, man suche solche „nicht in Nürnberg, vielmehr an Orten, au denen sich besonders eine Jahrhunderte alte jüdische Tradition erhalten hat". Ich kann mich dieser Meinung nicht anschließcn. denn der nichtjüdische Besucher, der nach Frankfurt oder Berlin kommt, fragt und sucht gewiß nicht nach jüdischen Altertümern, ihm ist die jahrhundertalte jüdische Tradition mit sämtlichen jüdischen Altertümern in den meisten Fällen absolut gleichgültig. Nicht einen schritt Lut er ihretwegen vom Wege. Aber „der große internationale und deutsche flremdenstrom", der, wie Herr Professor Tr. Grotte schreibt, „alljährlich Nürnberg durchflutet", wird das Germanische Museum ausi suchen, und er wird dann auch dort die jüdischen Altertümer finden und mit Interesse betrachten, und wenn er es noch nicht wissen sollte, wird sich ihm dort der Gedanke ansdrängen: „Ter Jude gehört auch zu uns, der Fluß seiner Geschichte läuft schon seit altersgrauen Zeiten neben dem Strom des großen deutschen Geschehens her und ist in kultureller und politischer Hinsicht mit ihm zu einem machtvollen Ganzen vereinigt." Also gerade in Nürnberg würde eine solche gut ausgewählte Sammlung von großer apologetischer Bedeutung sein. Zu öen Feiertagen. Ter Vorstand des Rabbrnerverbandes in Deutschland wendet sich mit folgendem Aufruf an die deutschen Juden: „Tie bedeutsame Zeit des jüdischen Jahres steht vor der Tür. Rösch Haschonoh und Jom Hakippurim rufen zum Gotteshause und zu stiller Feier in den jüdischen Häusern. Aber ihr Ausruf zur Besinnung, zur Einkehr und Umkehr findet in unserer Mitte nicht mehr überall Gehör. Mancher ist gleichgültig, mancher ist seinen Brüdern und dem Gott seiner Väter fremd geworden. Andere sind unter der Last der Arbeit erdrückt. Tie Zeit scheint dahin zu sein, da die geschlossenen Geschäfte der jüdischen Kaufleute an Sabbaten und Festtagen, am Rosch Haschonoh und Jom Hakippurim ein stummes aber eindringliches Bekenntnis zu Gott und zum Judentum vor aller Welt ablegten. Aus dieser Unfähigkeit, unsere heiligen Tage zu feiern, sprechen Not und Truck der jüdischen Seele. Unsere Verantwortung, unsere Sorge bewegt uns deutsche Rabbiner zu einem ernsten Wort an die deutschen Juden. Genug des Leids, daß so vielen von uns der Sabbat, dieser Quellpunkt unseres Familienlebens, die Wurzel der edelsten Tugenden unserer Gemeinschaft, der Tag unserer Seele, das Wahrzeichen unseres Glaubens, verloren gegangen ist. Sollen nun auch die ehrfurchtgebictenden Tage dem Materialismus mehr und mehr zum Opfer fallend Dis Geburt ihres Töchterchens Elsbeth zeigen an Dr. med. Erich Adler Dr.-lng. Irene Adler geb. Rosenberg« Karlsruhe, 9. September 1927. zeigen die Geburt eines Töchterchens an. Berlin-Charlottenburg 4, 30. August 1927 Sybeistrasse 32. Statt Kartenl .§5- Die Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Jakob Ettlingeru.FrauSophie geb. Levf. Karlsruhe, 6. September 1927 Ritterstrasse 11« Statt Karten! lisslaüe Bisbsr Dr. med. ÄdOif kmMg Verlobte. Die Verlobung meiner einzigen Tochter Liselotte mit Herrn Dr. med. IdoIfRcsenberg gebe ich hiermit bekannt Frau Ella Bieber geb. Weiss. Zu Hause: Sonntag, den 18. dM.. 12-2 Uhr. Berlin, September 1927 Raabestrasse 12 Barnimstrasse 28. Als Verlobte grüssen Grete Kiefer Ismar Prelss Kreuzburg O.-S. Wesermlinde-G« zurzeit Bremerhaven 18. September 1927. . Regierungsbaumeister Arnold Wittelshöf er Lotte Wittels Höfe r geb. Israel Vermäh Ite. Hannover, den 14. September 1927. Md!chtu,ige,r Berlin, Planuser 63. — Hasenhcide 15S0. WiHlllWii! Willst du. hast die Gäste lachen. Lad von mir dir Verse machen! Joseph, yxrlln, Metzer Lrr. 33.Hnu;botdt4003 Sachs, Machsorim, 2 Bände, leinen, für Neojahrs- und Veisfihnungstag (Verlag Brandeis), M. 12,—; Goldschnitt M. 15,— do. 4 Bände.... 11 14,—; Goldschnitt 11 18,50 Sachs, Siddur, Halbleinen (Verlag Brandeis) M. 3,-; Ganzleinen M. 4,—; Goldschnitt 31 5,50 Freund, ,Jiannau, Deutsches Andaebtsbuch, Ganzleinen 31. 3,20 und 31 4 —; Goldschnitt 31 5,50 Keuda, Stunden der Andacht,Halbleinen312,10; Ganzleinen31.2,60; Leinen mit Goldschnitt M. 4.20 Machsor, für Neujahrs- und Yersöhnungsfest, deutscher Eitus mit Uebersetznng (Verlag lehrtLerger), 2 Bände M. 12,—; 4 Bände 31 14,— FÜR BERLIN: Gebetbuch für die Neue Synagoge oder lür Fasan ens ira ss e, Neujahrs- und Yersöünungstag, gebunden.je 31. 5,—- do. mit Goldschnitt...31 7^50 und M. 8,50 Preise und Lieferung freibleibend Tel.: Dönhoff S594 'Berlin SW68 Lindenstrasse i3 Am 29. August entschlief plötzlich nach langem, n it grosser Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Grossyater, Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herr L@üis im fast vollendeten 71. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adolf Goldschmldt. Uersfeld, Elberfeld, Düsseldorf, Hamm i. W., Hildesheim, Witzenhausen, Bocholt, Berlin, Eldagsen. ... Wem ott dem ölten Geburtsorte oder dcm Heimat» orte seiner Väter noch etwas liegt — Wer sür die Erhaltung des ehrwürdigen EoUcS Hanfes Interesse hat — Wem der Friedhof mit seinen Grabstätten am Herzen liegt — der schreibe ein paar kurze Zellen an Deorg Fürst. Frankfurt a. ck. Ocker Wilhelm-Platz!7. Edel-Blüienhonis neuer Ernte, ohne Zuckerfütterung, garant.rein, das ßllerteinstci^r Bienen erzeugen können. Spezialität: Klee&onig, hocharomatisch, lO-Pld.-Postdose 31. w.—, 5 Pid. 315,50 fr. Nachn., ohne Nebenkosten. Garantie: Zurücknahme unt.Nachn. Postscb.-Konto Hamburg62583. Bienenhof: inh.Carl Scheibe, Oberneuland 1SS b.Br. 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