Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 31-32 (5.8.1927)
- Date
- 1927-08-05
- Page
- Seite 467 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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467 genehmer, bequemer, erfreulicher gewesen, wenn mir nicht solche unt> eben solche Lichtung auferlegt gewesen wäre. Denn, um die Wahrheit zu sagen: es ist — das Wort im banalen Sinne genommen — keine beglückende Aufgabe, dem deutschen Volke stine Geschichte dichteri'ch darzustellen, übrigens auch dann nicht', wenn man nicht als Jude im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts lebt. Hierüber wäre ein be'anderer Aufsatz zu schreiben, der nicht an diese Stelle gehört. Eine Hülle durchaus unsachlicher Widernisjc ulld Mißdeutungen haben Kleist, Grillparzer, Wildenbruch Leben und Schassen vergällt; Molo hallöfsentlich erzählt, in welcher kindlichen, töricht und plump Politisierenden Weise das Publikum sich zu seinem preußischen Roman gestellt hat; Wolfgang Götz muß sich gegen politische Mißdeutungen seines ^Gueisenau" wehren. Nun vollends dieser im Berliner Westen geborene Jude Lissauer! Indes: niemals ist mir in irgendeiner antisemitischen oder nationalistifchen Kritik gesagt worden, in welcher Weise ich diese deutschen Gestalten entstelle, korrumpiere, herabwürdige oder verfälsche. Im Gegenteil: ohne mem Wissen hat der Magdeburger Stahlhelm bei einer Ltiftungsseier Szenen aus meinem „Dorck" aufgeführt. Daraufhin bitterste Empörung in der antisemitischen Presse, Beschimpfungen des „jüdischen Literaten Lissauer",. dringende Mahnung „deutsche Dichter" auszuführen, und kurioser oder cuidj_ nichtkurioser Weise durchweg solche, die mir ihre Freundschaft, ihre Schätzung persönlich oder öffentlich bezeugt haben. Für mich aber stehr es so, und dies im gegebenen Augenblick und an gegebener Stelle immer von neuem auszusprechen, liegt mir ob: es wäre 'schmachvolle Feigheit, wenn ich mich durch diele Angriffe und Widerstände im geringsten berrren cke^e. Ja; habe mein Judentum nicht abgelegt, und mich stets zu ihm bekannt, aber ich habe auch nicht einen Augenblick darüber nachgedacht, ob ich ein Deutscher sei. Wohl aber ist mir in späteren Jahren die folgende Einsicht gekommen: Wir beobachten, daß die an der Grenze wohnenden Teile eines Volkes sich nut besonderer Inbrunst zu ihrem Lande und zu ihrer £5? <W, . USQfztt ‘'CS Die glückliche Geburt des dritten Jungen zeigen hocherfreut an Adolf Emmerich und Frau Julie geb. Franck. Düsseldorf« den 30. Juli 1927 Prmz-Georg-Strasse 46. Dfe giücktfche Geburt eines prächtigen Jungen zeigen hocherfreut an Alfred Lasch und Frau Hilde geb. Feilchenfeld. Halberstadt, den 29. JJi 1927. ' Wir zeigen voüer Freude die Geburt unserer Tochter Hannelore aru Lutz und Paula Harlam geb- Perle« Breslau, den 27. Juli 1927 Viktoriastrasse 31. Zurzeit Klinik Professor Heimann. Oranienslrassa. , f* ....."."""■.^ Hilde Alexander Ernst Goldschmidt Verlobte. .... . Krefeld Wiesbaden Yiktoriastrasse 138 Friedrichstrasse 38 Juli 1927. J-J Ose glückliche Geburt eines kräftigen 3 Wiadchens zeigen hocherfreut an lanilgjiidilsial Jos. Franken. Gnfl Fisa 5 Aenne geb. Rothenberg« Düsseldorf, den 30. Juli 1927 Schumannstrasae 23. ^dichtmrgen «erlitt, Planufer 63. — Hasenhrrde 7580. Für das SButcau meiner kühlen 1onie meines Getreide-. Futter- und Düngemrttekgeschärtes suche ich per sofort ■Ä«r mit guter Schulbildung. MaxSalomon Schlntzmüble SchivUbein i. Pom. Suche per bald einen L^!li!ö»lHM aus ach:barer Familie für mein Sonnabends und an F eiert agen gef ch lassen cs Man nrak'ür- und Schubwarengoschüft Simon Plaut j Sranfcnatt (Bez. Kamt). junger Mautt, der . .-<7 Ostern die ^ch:e de« ende: statte, sucht Stelle in Eisen-. Haushalt- Warengeschäft als Volontär . s bei Ircicr Station. Cffcr* ' ten imuc J, E. 73 G2 an : Rudolf Koste,Berlin 5^19. MWMM finden durch die „C. D.-Zeitung" weite und zweckentsprechende Bekanntgabe IsGrünkeru neuester Ernte vcrfcndcl jedes Q::anUnn I. Gifetaattti, Mosbach (Baden) Haupr striche 15. TMWZy'' ' I MH WM" v. O^raCcnen, ScTiohoCa <9e, \T\ < h T :j v-'J v v $ VW V>* V V ’V“ & Vw : rryf>^f4 für meine beiden Kinder. Knabe 7'.', Fahre. Mädchen Fahre ult. per 1. Leplcmbcr ö. 3. gesucht. — Es ti uimen nur Tarnen m Frage. 1 welche derar'.igc Siellungen viele Jahre b. tlerdet haben und im Bestie guter Acugnisi'e sind. Offerten mit Bild. SehaltSan'vrnchcn und ersten Referenzen sind zn richten an Frau Hanna Mischkrowskti 8 Buch«nt. Hellweg 9. Z (äßßülf ßfii (Dipl.KIng.f mit lehr guLen Enipsehlungcn WGä dingebote itttict J. I,. I42S5 an Rudolf Mo!7e, Berlin 8^ Ls« ZurPstege nndErziehnna meines8chjährigcu rnutterlvsen Jungen suche ich für 's o s o r t oder 15. Hlugust d. I. eine erfahrene, zuverlässige, gesunde, riridcrlübe und heilere c: MOSWKSä'NSÄN nichl unter 30 Jabrc. die nur in ersten Hausern ac. tueicu ist. 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