Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 31-32 (5.8.1927)
- Date
- 1927-08-05
- Page
- Seite 433 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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^-SAÜ8.2/J . / / Serlkn, S. August 1927 VL Jahrgang » Nr. 21/3Z s.,/ N!lte$S iES LħÄZ^WÜW ML v^y d'ii> §2» Eurzelnummer 20 Bfenniü. Lerlag u. Echriftleitung: Berlin 8V,' Alleinige Anzeigenannahme Normalzeilenmesser Nr a c VierEahrsabonnement 1,20 RM. (auaüfll. Bestellgeld). Bankkonto: Dresdner Dank, Wechsel .gespaltene Zeile nach Rudolf MosseS 90 mm Lreite Reklamezeile 4,i0 31<M~ ]/io'b■ly -w tyLyvUU' Bettcäge vsn Mof. Sr. E. v. Aller Gießen). - Julius Bab Gerlin). - Waller Bloem (Burg Riencch Merfranken). - Rabbiner Sr. D. BraunsKweiger (Sppoln). - Fusklzrat Sr. Julius Brobnitz Gerlin). - vr. Mil. Arthur Lzellrtzer Geilin). - Vrsf. Sr. 3. Elbogen Gerlin).-ChefrröaklsurÄaul ElbogeniWien). - Fritz Engel Gerlin). - Server! Eulenberg (Kaifersverkh). - Brof. Sr. Zulius Goldlkein (Sarmstadk). - Gros. Br.ini Alfred Grotte Grcslau). - Rabbiner Sr. Max Grunwald Men). - Sr. Wilhelm Sausenstein München). - Sr. Ernst Seilborn Gerlin). - Arno Solz Gerlin). - Bros. Julius Sü.lsen (Frankfurt a. M.). - Sr.Friedrich M. Sllert (Worms). - Rabbiner Sr. Benno 3acob (Sortmund). - Dr. med. 3. Kaitan (Berlin). - Nrok. I!r.'ML Richard Koch (Frankfurt a. M.). - Br. jur. 8. Leon (Berlin). - Ernst Lissauec (Wien). - Fakob sLvewenberg(Samöurg).-Wilhelm Michel(Sarmi!adt).-§r.MjchaelN6!ler-Elaudius (Berlin).-Walter v. Molo (Berlin).- Robert Reumann (Wien).-Mos. Sr. Carl Neuberg (Berlin). - Etadtrabbiner Dr. Vaul Rieger (Stuttgart). - Sr. Franz Rosenzweig (Frankfurt a. M.). - Wilhelm.v. Scholz (SeeSelm bei Konitanz). - Arthur Silbergleit (Berlin). - Sr. Meier Spanier (Berlin). - Mos. Sr. Adolf Weißmann (Berlin).'- Franz Werfel (Wien). - Sr. Alfred Wiener (Berlin). - Sr. Alfred Wolffenitein (Berlin). Fritz Mauthner hat schon mit seiner „Kritik der Sprache" ins Schwarze getroffen. Die Wörter sind minderwertige, höchst fadenscheinige Hüllen um ihren eigentlichen Körper. Und allzuoft ist das Wort nur ein betrüblich nichtssagendes Etikett für ein Gefäß voller Säfte und Kräfte, voll öeben und Weben, voll Herüber und Hinüber unaufteilbaren Gutes? Kann der dickste Kommentar ansschlußreich genug sein, das „und" zwischen Deutschtum und Judentum in der Vielfältigkeit seiner Beziehungen auszuschöpfen? Trennt es nicht gerade, wo es Untrennbares ewig zusammenschmiedeü sollte? Ist in uns nicht, wie ein Mitarbeiter in diesen Blättern ausspricht, deutscher und jüdischer Geist „bis zur ch e m i s ch e n U n l ö s b a r k e i t der Elemente" verf ch m o l z e n? Bei dieser eindeutigen Voraussetzung scheint es bedenkliches Unterfangen, 51t versuchen, die Mitarbeit der deutschen Juden an der deutschen Kultur aus dieser herauszuschälen. Verbrennen wir damit nicht, was wir soeben augebetet haben? Ahmen wir nicht, sozusagen mit umgekehrten Vorwichen, unseren vielgeschäftigen Gegnern nach, die keine kulturelle Leistung vorbeilassen, ohne nicht nach Name, Nase oder Sippschaft ihres Urhebers ihr Werturteil einzurichten? Solchen unduldsamen, haßgeschwängerten Geist w e i s e n wir wert von uns. Nicht um andere herabzuwürdigen, noch gar um uns eitel und stolz in die Brust zu werfen, wird hier der Anteil der deutschen Inden an ihrer Heimat Kultur im engen Nahmen aufzuzeigen unternommen. Nein! Durch alle diese Aufsätze klingt unbeabsichtigt, zwangsläufig, das Hohelied unerschütterlicher Heimats-, Kulturzugehörigkeit der deutschen Juden, die in deutsche Kultur hineingeborcn sind und, unbeschadet ihrer Treue zu Glauben und Abstammung, Höchstes und Letztes für diese Kultur einsetzen und verarbeiten, nicht, weil „das Gesetz es befahl", — weil Herz und Gefühl es so heischen. So soll der Smn dieser Sondernummer wahrlich keine selbstgefällige Bespiegelung, kein läppisches Freudenfeuer ob besonderer Taten sein. Diese Sondernummer wird die bis in unlotbare Tiefen sich senkende Verwurzelung der deutschen Juden .in ihrem. Vaterlande nicht mit den billigen Worten manches Bolksversammlungsredners, sondern.mit der Grundlichkeit wissenschaftlicher, den: Feinempfinden und den echten Gefühlen dichterischer Federn bezeugen; unfern jüdischen Freunden zur Lehre und Herzensstärkung. Ihren vielen nichtjüdischen Le'ern wird diese Nummer so sachliches, beachtliches Material als Mittel der Klärung, als Werkzeug der Aufklärung in die Hände legen. Wir sind uns dabei bewußt, die Beweisführung, die wir bieten, ermangelt bei weitem der Vollständiakeit. Wo bleiben Handel und Industrie, wo Politik, wo Jurisprudenz, um diese nur herauszuheben? Indem wir uns durch den G Ä;S 1 1 M Z-' 1! *4 y -P 3: i! ’?■ L- -;! ■■ L; . . :*• ' i