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Central-Verein-Zeitung · 1927-04-29 · 17 (29.4.1927) · p. Seite 242

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
17 (29.4.1927)
Date
1927-04-29
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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242 pgcspojM kxjcajneho pucxmirrvA V ko&cuh>i c n-i«.a*a M«. •» f Latwta» Ab«r}M/ * WWWZETEM Der..Slrrtjäuser" von Kajchau Die eill«lh«fte» Mordtaken »a Döhmen. verlla. ZS. Junt. Dir wiegen b«troul schon k^in, dab die von Lee Lrimlnolpolizei qtgrttiH „Huffförung“ der Stuüuf wo Saklich autzerordenttich »nbefrlrdi- »« v b ist' vor allem deshalb, well sie nicht in Rechnung zieht, bah sogar schon vier ähnliche Mordtaten aus tschechischem Gebiet (Sakikch liegt eine halb, Stunde von der Grenze entsernt) oorifcgtn, über Dw sich die „grob« Presse', die sonst über jede Eeusatim, hersällt. merkwürdigerweise aurgeschw'eg:n hat. Unseren böhmischen Gewährrleuten ifl er nun borgen, über diese geheimaisoollen Sor »olle uoheres zu ersahrcn. Unser Miturbkiler ln Prag berichtet uns darüber: Z« Lasch an lsl vor etwa 2 Woche» rin sücMhr'.zc» V.Ldchea. lochter eines Kausmono». ermsrdct. jet(lutfeli «ob vergraben worden. Die Leich« wie» LihwunSrn <raf: -er löte, hat der klcincu Leiche osfrviichttich «in Irrt dc» Dl«>e» »osgesogeo. Kaschau . Mehlung th’s * Deutschen Tageblattes*. Schreiben -es pslizeiöirektors von Naschau. mit fc/t#,. tntejt •» f. tmxm* « ■itsruut. «an u utitir »nt oa. wot «ent*, nur aar tu Im fonoae» «n Boiitucn acta mm Mvituui «e ui im tam< «um w« «. «an t» «*> au mxiUten Fall «uitaan «an. rai «M «4« Ul au« .. UCatw ■»atfUa» " s. »«rwsua a rtctit rtr3i «a ir arii«nn0ira> um faitanurarwu , Auf dockst. Anfrage vom 9. Dezember d. Z-, Nr. 2944, wird nütgeteiit, daß in letzter Zeit in PreLow (<Lperjes) wohl ein Mord an eitlem 15 Jahre alten Knaben, nicht an einem München, verübt wurde. Täler war rin Geistesgestörter nameirs Josef L e n g y e l. Die Vornahme des Dlutabziehens wurde nicht festgcstellt, und ist hier Überhaupt nicht bekannt, daß in der Umgebung ein ähnlicher Fall vorgckommeu wäre, von dem die Zeiiung „Bölk-fcher Beobachter" zu berichten weiß. Auch im Bereiche hiesiger Polizeidicettion sind ähnliche Lustmorde nicht verübt worden. Der Reglerungsrat und Polizeidirettor: Ha me. Erklärung des Kaschauer Pohzeip räsidenten. Begründung dieser Behörde solche oder nf^nficfje Fälle dort nicht vorgekorrnncrr sind. II. Ein zweiter Fall mncf)tc im August 1920 die Nun de durch die gesamte Presse. Es handelt sich hierbei um die angebliche Ermordung eines jungen Mädchens in eine m W arschauer Vorort durch drei junge Lenkte, unter denen sich aucfj der Lohn eines Rabbiners befunden haben sollte. Tiefe Nachricht frauö-, soweit uns bekannt, in sollenden Blättern: „Ter L t ü r m e r", Nr. 09 vom September 1926, „N eu - Ulmer Anzeiger" Nr. 74 vom 29. August 1920, „Münchener Völkischer Beobachter" Nr. 197 vom 27. August 1926, „General-Anzeiger für die Oberpfalz und Bayerischen Wald" Nr. 199 vom 28. August 1920, „L ch w a n d o r f e r Tagblat t" Nr. 198, „Deutsches Tageblatt" Nr. 215 vom 14. September 1926, „D e r N a L i o n a l - L o z i a t i st für die O st m a x V vom 3. Oktober 1920. Auch in diesem Falle haben wir an Ort und Stelle sofort Nachforschungen anstellen lassen. In W a r s ch a u war von dieser Angelegenheit weder bei der Polizeibehörde noch bei einem Gericht irgend etwas bekannt. Selbst die genannten Namen der angeblichen Mörder waren srei erfunden. UI. Ein dritter Fall ereignete sich in Tobrzyn an der Grenze der früheren Provinz Westpreusien bei Gollup. Dort wurde ein Zigeunerkind, wie sich nachträglich herausstellle, von Zigeunern selbst ermordet. Tie Schuld hieran wurde den Juden in die Schuhe geschoben. Infolgedessen kam es zu schweren Ausschreitungen, bei denen ei ne g roße Anzahl von Juden mehr oder weniger schwer verwundet wurde. Diese Nachricht ging ebenfalls durch die gesamte in- und ausländische Presse. Bon wolkischeu Zeitungen nennen wir u. a. folgende: „Deutsches Tageblatt" vom 14. September 1926 und „M e ck l e nb rr r g e r Warte" vom 14. September 1920. Zu diesen beiden Fällen schreibt uns der Klub der polnischen Sejm-Abgeordneten unter Bezugnahme auf die offiziöse Zeitschrift „R ePPenerChron i V, daß an den Fällen kein wahres Wort sei. Tie offiziöse „Reppener Chronik" gibt folgenden Bericht, den wir in der Uebersetzung eines gerichtlich vereidigten Dolm e t f ch e r s hier wiedergegeben: Im Lichte der Wahrheit. Tie Angelegenheit des angeblichen Ritualmordes an dem vierjährigen Zrgounermädchen Lucia Goman in Tobrzyn an der Trewenz, die dank der Presse Pornmerellens nicht nur int Jnlande, sondern auch im Auslande weit bekannt geworden ist, ist endgültig durch die Nntersuchungsbchörden am 19. dieses Monats aufgeklärt worden. Ter energische Unterstaatsanwalt, Herr Systi, hat die Exhumierung der Leiche des bereits auf dem Friedhof in Golub begrabenen Kindes zur Ergänzung der Sektion augeordnet. Als Zeugen bei der Ausgrabung und <5ezieruug waren anwesend: drei Redakteure von Pommereller Blättern, und zwar vom „Glos Wabrzcski", „Zicmia Michalowska" und „Slowo Pomorskie", der Vertreter des Kreisrichters in Golub, Gerichtsafsessor Naftynjki, der Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Golub, Bürgermeister der Stadt Tobrzyn, Trabczynski, Tr. Ciszewski und Tr. Nieczajew aus Tobrzyn a. Trro., der Totengräber Mazurkiewicz aus Golub und zwei Kommandanten der Staatspolizei, nämlich aus Briefen und Neppen. Tie gerichtsärztliche Sezierung wurde vorgenommen unter Mitwirkung der Sachverständigen: Professors Tr. Grzywo-Tabrowski, des Leiters der gerrchtsmedizinischeu Abteilung in Warschau Tr. Lazarowicz aus Warschau, des Leiters des Gesundheitsamtes der Wojwodschast, des Kreisarztes von Briefen und des Tr. H. Marcinkowski aus Reppen. Es fehlte nur Tr. Safjan. demgegenüber sich die Presse Pommerellcns mit ausdrücklichem Vorbehalt verhalten hat. Tie Inaugenscheinnahme der Leiche des Kindes hat ergeben: Am linken Arm zwei flache, ausgerissene Blutwundeu, dre vom Schlagen mit einer am Ende mit einem Knoten versehenen Peitsche herrühren können. Am Rumps wurden alte, schon lange vor dem Tode durch Jüdischer Kord. LL'ZS vi« Urin« SihJjJ.t ti-nei yaurn». »i« hinter d«« i iZrt r!» aitfd», rrjH!t< tta «raainiwC« Ccrfi3 t». eu *rt3.*Nf im>»« v«« P« w* 2^4- Mt» Ui Qk-Qt* «mttai st. Itt *Pcüyi Waö^ hi*U g-d^cht. Cit UB««ja4rtt3 Mft frÄ, M H« oCti 53lut e»Sjw.ta ratH ftd« «ugni|4<ti>ll4 Bi. prirunffn (atra. ^n> »rort« ln« S«sü-^n'.s «ia JUrt(?»n mit SSlrafa g.f^ür; bua fciiic* fit v» fr*af«lt-«n lo . h |<ft. ».§ rr, 25irr.ra * CIttm »es Clawjihitit, ri. 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Zeichnung des „Stürmer \ Der polnischjüdische Sejinklub erklärt: „Es ist uns davon überhaupt nichts bekannt und ist in den Warschauer Zeitungen keine dergleichen Notiz et schienen." PI , E Meldung der „Mecklenburger Warte'*. Erklärung Uoorzyn. äes polnisch-jüdischen Seiinklubs. Der darin erwähnte Bericht der offiziösen „Repjener Chronik'* mit der Ucbcrschrift „für Lichte der Wahrheit' ist auf dieser Seite abgedntckt.

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