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Central-Verein-Zeitung · 1927-03-25 · 12 (25.3.1927) · p. Seite 155

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
12 (25.3.1927)
Date
1927-03-25
Page
Seite 155 (sequence 7)
Language
German
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jn I I i H Möisthe Schüler bei christlichen Schulfeiern.! - . Zuschrift und Schlußwort. Lydia'Stöcker schreibt: Gestatten Sie mir aus meiner Erfahrung als Lehrerin all einer Schule, die etwa zu einem Drittel von jüdischen Schülerinnen besticht wird, einige Worte zu den Ausführungen von Tr. L c h m a n n in Nr.9 der,,C. V.-Zeitung". Zunächst darf wohl noch einmal darauf hingewiesen werden, daß für alle Schulen jener Artikel 136, 4 der ReickMverfasfung gilt: „Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Hebungen ... gezwungen werden/ Druck irgendwelcher Art wird man füglich als S bezeichnen und zurückweisen können. Daß es da heute noch m an ber nötigen „Zivilcourage", nicht nur auf jüdischer Seite, fehlt, ist leider Tatsache. Anderseits sind mir aber doch viele schulen bekannt, wo die gegenseitige Rücksicht in weitherzigster Weise geübt wird. So hat man zum .Beispiel in Hinblick auf. die konfessionelle Mischung in vielen Schulen die früher üblichen Andachten einfach fallen lassen, weil, sich — auch bei . allem guten Willen — zuweilen Schmierigkeiten ergaben. Wie steht es nun mit der christlichen Weihnachtsfeier? Herr Dr. Lehmann schreibt: „Es ist nicht nötig und auch nicht angebracht, rigoros zu fordern, daß jede Berücksichtigung des christlichen Festgedankens unterbleibt/ Ich habe jüdische freunde, die selbst an Schulen tätig sind, zu Rate gezogen über diesen Satz. Aber wir waren uns einig darüber, daß wir nicht recht verstehen, wo Herr Dr. Lehmann hinaus will. Da Weihnachten das christliche Festest, jedenfalls für Deutschland, wie will man da eine „neutrale Feier" veranstalten? Leider deutet Herr Dr. Lehmann auch nicht an, worin jene „Einseitigkeit" des Programms bestand. Unsere Weih-, mchtsseiern bestehen heute sehr oft in der Ausführung eines Krippenspiels, das gerade die deutsche Besonderheit des Weihunchtssestes zum Ausdruck bringt. Mau kann über die Beteiligung jüdischer Schüler(innen) an solchen Krippenspielen — sei es auf der Bühne, sei es im Chor — verschieden denken. Bor dem Kriege, als die Gegensätze um vieles milder waren (sie fangen heute an, wieder geringer. MI WM MWÄ 8 O (bei Fiume) gelegen sm Meer (Sückstranä). » 8 Rituelle Küche — Eigener Bellaal. f 5? Modernkt eingerichtet - Appartements - Zimmer mit Bad - fließendes f? *4 kaltes iiub warmes Wasser. Alle Medizinalbäder inkl. Meerdäder. Fast alle /i K Zwirner mit Loggien oder Terrasse aufs Meer. Diätküche nach ärztlicher jrf 0 Vorschrift. Pensionspreise inCL Zimmer von Lire 40,— biS 70.—. g Ö Ausführliche Prospekte auf Verlangen. ~ g Bei Anfragen bitte sich aus das Blatt zu berufen! zu werden), hat niemand daran Anstoß genommen. Ich kenne eine Berliner Schule, an der die Rolle der Jungfrau Maria von einer jüdischen Schülerin gespielt wurde; eben weil man sich als Schulgemeinschaft fühlte, die gemeinsam ihr Fest feierte. Gerade die Krippenspiele haben zwar oft ein ziemliches Maß mittelalterlicher Naivität, um nicht zu sagen Derbheit; aber jener judenfeindliche Zug, wie er uns etwa in Passionsspielen begegnet, ist mir dort nirgends vorgekommen. Ich weiß nicht, ob Herr Tr. Lehmann die Teilnahme als Zuschauer für jüdische Kinder ablehnen würde. Soweit meine Beobachtungen reichen, waren gerade die jüngeren Kinder, etwa bis zum 14. Jahre — ohne Unterschied der Konfession — herzlich glücklich über all das bunte Leben auf der Bühne. Bleibt zmn Beispiel die. Frage, die mir des öfteren begegnet ist, ob jüdische Schüler im Gesangunterricht christliche Choräle mitsingen sollen, auch Passionslieder. Meine persönliche Auffassung wäre die (ich weiß, daß manche jüdische Eltern wie auch Religionslehrer sie teilen): daß es sich hier um künstlerisch Wertvolles handelt — Namen wie.Bach und Haendel stehen doch über allem Konfessionellen — und so wäre eine Beteiligung selbstverständlich. Trotzdem wird sie Alfred J. Meyers und Frau Liesel geb. Dahlsheimer zeigen die Geburt ihres zweiten Jungen an. FRANKFURT a. Main Werl Frmnm&iQ, Kettsnhofivs^ 101- Eschenheimer Anlage. Statt Karten! Hilde Meyer Benno Kahn Verlobte. Bochum Kanaistr. 46a Stuttgart Hauptstätte rstr. März 1927. 79 jFestdichtmrgerr $Äot«W; i Berlin» Planuser 63. — Hasenhcide 7530. Abitur, Obersekunda.! lsirmittaq-. Abendschule. Private Vorbereitungs«! anstatt. Direktor Aanzlger, Berlin» Alte Iakobltr. 124. - Schriftsteller I die sich auf dem Gebiete der jüdischen Literatur und ' verwandten Gebieten betätigen und Verleger suchen, trliebcn sich zu wenden an M. W. Kaufmann, Brühl 8» Leipzig. 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Auf vielen Gebieten hingebungsvoll wirkend, hat er der uns von ihm gestellten Aufgabe, die Kräfte der deutschen Judenheit zu moralischer und praktischer Unterstützung der unter wirtschaftlicher Not und politischer Unterdrückung leidenden östlichen Glaubensgenossen zu einen und zusammenzafassen, während eines Vierte 1jahrhunderts in besonderem Masse gedient. Die Betreuung der Emigranten auf ihrer Fahrt in eine neue Heimat, die Errichtung zweckmässiger Organisationen bei Katastrophen, Kriegsereignissen und Pogromen durch persönliche Arbeit an Ort und Stelle ohne Schonung der Gesundheit und unter Nichtachtung von Gefahren, die Pflanzung eines umfassenden Schulwerks in Palästina — all dieses entsprang seiner Initiative und wurde von ihm tatkräftig durchgeführt. Wiederholt hat er die berechtigien Forderungen der jüdischen Minoritäten gegenüber den politischen Machthabern in Russland und Rumänien mit Nachdruck mündlich vertreten. Rastlos und selbstlos im Dienste der Humanität schaffend, hat er sich ein unvergängliches Denkmal in den Herzen der östlichen wie der westlichen Juden errichtet. Wir, seine dankbaren Mitarbeiter, geloben ihm die Fortführung seines Werkes in seinem Geiste! Hilfsverein der Deutschenluden Dr. James Simon. Berlin, den 15. März 1927. i Betrifft: Besitzung der Friedhofs» vervalteritelle. Tie seinerzeit zur Besetzung ausgeschriebene Stelle eines Friedhofsverwalters in unserer Eemeinde, dem die Verwaltung eines bereitgeschloffenen und eines neuen Friedhofes obliegt, ist noch frei. Ter Inhaber dieser Stelle hat alle die Arbeiten auszusürircn. die mit dnn Anne eines Friedhofs Verwalters verbunden sind. Er erhält neben freier Wohnung in dem auf dem neuer, Friedhofs befindlichen Leichenhallengebäude die Nutzung eines rund 1 da. grosien Teiles des neuen. Friedhofes. der zurzeit zu Beftaltnugszwecken nicht gebraucht wird. Für die Unterhaltung der Wege und der der Gemeinde gehörigen Anpflanzungen wird eine bare Vergütung von M. 240.— jährlich gewahrt. Dagegen stehr dem Friedhofsverwalter das ausschließ, liche Recht der Grabpftcge. foireit ne nicht Familienangehörigen persönlich gestattet ist. zu. Bewerber, die gelernte Gärtner sein muffen und den erfolgreichen Besuch einer Cartenbaufchule nachweisen können, werden nochmals ersucht. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften vm« gebend on den Vornan- -er 6ynagosengeme1n-e zu Erfurt (poftschlicKfoch 560 i) ciuzurercheri. Erfurt, den 17. März 1327. Der Dorfrand der Synagogen gemeinde. :\ -egen hohe Provision an allen srötzeren Dlätzen $04 für den Verkauf meiner erstklassigen Weiß- und Rotweine in Flaschen an PrlvLttente. Ossrrten unter H. LT. 503 au NuDsls MoKe, Mannheim. V. »ameruröj Utvcnourg imo uoroyannsver, Dolksffaat Lachsen. Bessfalen und Ruhrgebiet. Aoröbayern. Baden. Nürttemberg und Lhempsal;. 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