Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 9 (4.3.1927)
- Date
- 1927-03-04
- Page
- Seite 115 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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115 c^nden Bizet und Offenbach, bte Nietzsche als Führer , reinen Musik über Wagner stellt, wenn Schönberg, der ' oder der Kunsthändler Cassirer. Emrl und Preuß usf. zu großem Einfluß zur remen Operateur Israel Walther Ralhenau. . .. - £Lclt so haben all die und ein Dutzend anderer Juden noch nre ran . f ~ 41 - - " - " bt, sondern s i e fiel ihnen nach Führerschaft gestrebl . . «naesucht zu, wegen ihrer Leistungen für Deutschland Und wie kann ein Mann wie Schumann den deutschen <1uden' das Recht auf Leistung bestreiten wollen, wie das aktive und iamr Wahlrecht, wie das Anrecht aus seine Heimat, auf der er seit über zwei Jahrtausenden 'sitzt. Auch wenn der deutsche Jude L, erlaubt, den Begriss „Heimat" weniger eng zu fassen als der Deutsche, und wenn sich bei ihm der Begriss „Heimat" nicht in Haß aus Ausländisches dokumentiert?! Das. rvas ich hier ansührte, ist nur ein ganz kleiner Teil dessen, was ich zu sagen lstitte. Ich kann die Blutenlese der Aussprüche — und man verzeihe mir auch die Taktlosigkeiten, die nicht einmal durch Unkenntnis zu entschuldigen sind und die Schriftstellern von Geschmack nicht hätten passieren dürfen — noch ins Endlose verlängern. Oder unterschreiben Sie, „daß die Judeuheit einer mittleren Kunstsensation willen den Nest europäischen Erbes und große europäische Hossnungen verkaufe?!" Oder sind Sie auch der Ansicht: „In der großen, ungeheuren Leistung der jüdischen Religion muß der Deutsche eine Vermessenheit Md mystische Sünde sehen, einen Mangel an reder letzten Frömmig. feit, die auch den Tod und gerade den Tod liebend einbezieht in den großen Neigen des Geschehens." Woher wissen Sie das, Herr Michel? Haben Sie einmal am Jom Kippur einen Kaddisch gehört mit seiner Flut von Sehnsucht, Trauer und Ergriffenheit, die durch den Raum braust? Oder haben 5:e verstanden, was es heißt, wenn man selber laut am Sarg depen. was einem das Liebste und die Liebste auf der Erde war, die uralten Worte spricht, älter als das Hebräische selbst, die da schließen: „Der Herr hcrtts gegeben, der Herr hatts genommen, der Herr sei aepriesen in Ewigkeit. Amen." Nein? Dann dürfen Sie auch diese Worte nicht niederschreiben. Wenn ja?! Tann können^Sie sie nicht niederschreiben. „Im Judentum hat der Tod keine Süße, wohl aber im Christentum." Wenn man überhaupt von einer Süße bes Todes reden will, so hatte er die nur in der Antike und Spätantike (römische Sarkophage, Marc A u r e l, S e n e c a, Lessing : Wie die Alten den Tod gebildet). Jener Spätantike, die das Christentum mit Stumpf und Stiel, mit Feuer und Schwert vernichtet hat. Ich weiß genau, von all den deutschen Referierenden hat keiner bösen Willen gelebt, und jeder von ihnen ist im Leben mehr Philosernit als Antisemit. Ich bin nur tief erschüttert über diese Aufsätze. weil ich mir sagen und immer wieder sagen muß: Wenn es so am linken Flügel der deutschen Intellektuellen aussieht, wie muß das Bild erst in den Köpfen der Nnintellek« t u e l l e n am rechten Flügel aussehen, wo zu Fememorden man Skat und Phrasen drischt. (Schluss folgt.) HIPP! gyj NZS8WMKMEM Z Avxt wi,ih, Qicyjtc ^c- IcilitL^cJ idtwihMieA Ui/it&u^SaaKaAAuvi^f cfoz Ao.it} woj vrtsiol. tv* IrhäStiich in allen Apotheken und Drogerien. DjagIUcklichs Geburt einer gesunden Tochter zeigen hocherfreut an ßsiarltiHieulmrgar u. FiauRIIöe. Ichenhausen. r Bsrti Baer Dr. Manfred Pick “N Zahnarzt Verlobte. Karlsruhe f.B. Stuttgart-Cannstatt Wenats rasse 1 Bannhotstrass^ 4 Februar 1927. V. Marta Lehmann Paul Seligmann Verlobte. *. Aisch Frankfurt a. M.-West IMutsifranKen) LeipzigerStrass« 14. L^plang: Frankfurts 13. März 1927. j Eva Sonn j Kurt Schwarz Verlobte. ^••CharJottenburg, im Februar 1927 - s rasse 6. Gretl Bloch, Randegg Uo Müller, Stuttgart Verlobte. Randegg, Februar 1927. fr *rorcnanic tatigt IdjneD vcrfferre ’iirrrrA^ ■ ,£ame- Srai* •>*« Ingres. Lerlin. ^•-^c.ruoeinifu&iecesrafee 21. - UManfc öLZ. e* Vieren-, Blasenißd Frauenleiden, ^säure, Eiweiss, Mucker. ^5.16000 Besucher. Hertha Bukofzer Dipl.-Ing. Ludwig Heinemann Verlobte. Hamburg Hamburg .'Kasse! März 1927. j r Justin Theilhaber Bella Theilhaber-Frietlmann Vermählte. Meiningen Erfurt. Nach kuizer schwerer Krankheit entschlief unser Inniß'St^eh'ebter HEINZ im blühenden Mter von 61/* Jahren. Max Kreslawsky und Frau Henny ireb. Steindorff. Berifo-Schänebsrg, den 21. Februar 1927. Innsbrucker Strasse 39. DienStag. Öen 8. Marz, abends 8'/, llhr, Saal des Musrlvcreins. Strinftrahe 24: Dr. Norbert Einstein < Berlin): „nuücnrum und Weltwirtschaft", Dr. Ludwig Holländer (Berlin)r ,,Da» deutsche Judentum, eine soziologische Betrachtung". Wir laden hierzu alle SlaubenSgeuofsen herzlich ein. Central «Darein deutscher Staatsbürger jückilchen Slaubens Ä.M Aufträge rennv Rechtsanwalt Dornbender Bekanntmachima. Für d-e uuu'SJeatmt des SomnlersemesiLrS 1921 einznrichttnden jü^'NÄekt §0lkS ÄUllN suchen wir W. WWsWWM tM. 'ituitui Bewerbungen mit Lebens larts imb Zeugnissen find diS zum 1S.77Srz d.I. bei der LHulvenvalttMg der Züsifchen ik-emcrnd-e, O.suienblrrgcr Errate 29II, ernzurtichtn. Die Besoldung erfolgt nach staatlichen Erund'ätzern roeriin, iw Marz IS27. Boräand der Jüdischen Gemeinde. BersicherungS'löel^lr lucht an allenOrten türhlige NWS für Die von chc vetriebencn Versicherung^Zwerge .v-ucr. SLinbcuchdlebstadl, Unfall. Haft» Vflrckt. Lehen ulw. Hohe Provision und evtl, selle Zufchüsie werben aewährt. Herren mit gulrn Beziehungen zu Skadr und Land, welche gewillt sind, durii) rege Arbeit sich dauernd raufende Ernnahinen zu verschaffen, werden um Anga-'e ibrer Ädreffe unrcr C. K. 7?4ö an LuSolt Illoise, Berlin» Schiffoaucrdamm 4. gebeten. 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