Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 1 (7.1.1927)
- Date
- 1927-01-07
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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$ Hebraisierung des Landes eestort wird, mW darum die Heftigkeit, mit der die .Hebraisten" die ..JiddischlsteiV auch in Palästina tctimv/wn. Ich sürchte niäst. daß die Tstjudeneimoanderung die deutsch - jüdische Kultur und Leber,-form ungünstig bceinslustt: dazu ist meiner Meinung nach die assimilierende Kraft des deutschen Wesens zu grast Wenn cme solche Gefahr aber bestünde, würde sie ans meine und meiner Gesinnungsgenossen Stellung zur Ostjudeneimvanderung genau so wirten, wie es — und das nimmt ihnen keiner wn uns übe!^ — bei ei nein ^wichtigen Teile der Zionisten in Palästina der Fall ist. Wir wollen, das möge sich t m o it inerten, die ztulmrassiunüniou, und es ist — ich will keinen stärkeren Ausdruck brauche;! — unangenehm und verletzend, wenn Simon diese Stellungnahme eine „»Furcht vor dem Leben" nennt. Wir wollen die Assimilation und rneiueu, daß der Zionismus, dessen Bekenntnis zum nationalen Gedanken die denkbar stärkste Assimilation an den Zeitgeist und die Umprägung der jüdischen Wesenheit bedeutet, den allergeringsten Anlast hat, über die Assimilationssucht der anderen zu zetern. Simon gibt zu, daß sich Flake und Schmitz — ich kann noch andere nennen — in zionistischen Zeitschriften in häßlich beschimpstuder Weise über Juden und Judentum aussprcchcn. Und das genügt! Wenn er darauf hinweist, daß auch die ,.G. V.-Zeitung" ungünstige Meinungen über das Judentum veröffentlicht habe, so verschiebt er damit den Gegenstand des Streites. Tenn u ns stört ja das gar nicht! Simon hat nur eine große Affäre daraus gemacht, daß Schriften des Phito-Verlages ungünstige Meinungen christlicher Verfasser bringen! Darauf habe ich ihm gezeigt, daß das in zionistischen Schriften genau .so ist. Und einen Versuch, es zu bestreiten. macht er gar nicht. Dafür antwortet Simon in erstaunlicher Logik dadurch, daß er Stellen dieser Art bei uns aufweist. Das verstehe, wer es kann. Wir sind ja gar nicht so empfirtblicfj wie Toltor Simon. Und wenn er sagt, daß unser Verbrechen darin besteht, daß widerspruchslos das Christentum gerühmt wird, so ljat er ganz übersehen, daß ich ja auch hierfür den Beweis an zionistischen Veröffentlichungen angeboten habe, den ich hier lediglich aus Platzmangel nicht führe. Ich stimme mit dl orde u 1. Ranges, 300 Betten Das gute Haus bei 2ermäßigten Preisen Engad in, Schweiz Winter- und Sommerfaifott nicht ül^rein, roeun er die Bergpredigt „eine Fortbildung, eine Verinnerlichung. eine Vertiefung des Thoraworts" nennt. Aber es bedeute! doch gar nichts gegen das, was ausgesprochene Zionisten über den „Aabbi JeschuF geschrieben haben. Oder hat Herr Tr. Simon das wieder!! vergepeu i Ich must sagen, nm beim Acuiestamentlichcn zu bleib, n, daß er den Splitter im Auge des Nächsten sieht und die Ansammlung von Balken im eigenen Auge übersieht. Taß ich Sterns Boltsbeerifs nnnehme und den Simons als unklar und irreführend ablehne, weil er unter dem Worte „Volk" etwas ganz anderes versteht. als es sonst im Leben der Fall ist, ir-iil ich scharf betonen. < i m 0 n denkt sich unter „Belt" etwas ganz anderes als die Blasse der Zionisten, denen der Begriff ein rein politischer isst und erstellt die an sich nicht vorhandene Uebereiustimmmig mit anderen Zionisten her, indem er dieselbe mehrdeutige Bezeichnung wühlt. Und mit großen; Bedauern, es öffentlich einmal aussprecheu zu müssen, beantworte ich die leine Frage: „Warum schweigt der warme Förderer des Palästinaaufbaus, Mitglied des deutschen Keren- Hajessod-Konritees, Rabbiner Tr. Felix Goldman n. wenn der Gentralverein gegen den Keren Hajessod Stellung nimmt?" Weil, m ein lieber H err Doktor G r n st Simon, ich die b e - d a u c x l i d) e E r s a h r u u g gemacht habe, daß jedes H e r v 0 v f) c b c n von meiner Seite in der P a l ä st i n a - a u f b a u f r a g e v 0 n zionistischer Seite l e d i g l i ch d a - 3 ü b e u u tz t w i r d, it m d e m C e n t r a l v e r e i n K u ü p p e l zwischen' die Beine zu werfen und feine gesa m te Tätigkeit int b A n s ch a u u n g 3 it verda 11t m eu, n? 0 0 c i alle Töne erklingen: v0m sausten Adagio der h ä m i | ch e n Bemerku n g bis zum Fortissimo der offenen Beschimpfung! Am; wissen Sie den Grund, Herr Doktor Simon, waruu; ich schweige und so lange schweigen werde, bis meine ehrliche Stellungnahme nicht in solcher Weise mißbraucht wird. Und wenn Sie der'Meinung sind, daß im Centralverein die Organisation den Geist, die Form den Inhalt, die äußere Gleichheit den inneren Neichtum überwuchert hat, so freut mich gewiß die neid- U2MS Sanatorium für fkrven-undinnere KrankeI L eilende Aerzle: Dr. R. Fliiiehmann, Dr. Fr. Fozntgen. i i .n % Tv Meoh. Weberei ,,IL»ica,6‘ ]&■! e i? L» © e» i; Joseph | CHEMNITZ (Telephon 695) LICHTENSTE1N-C. (Telephon 24) i ' Gobelin-Tisch - und Diwandecken / Madras k ) Toni Strauss Ludwig Leopold Verlobte. Ober»Mockstadt Bleichenbach I0berhe3sen) Dezember 1926. Ilse Litten Dr. Otto Jung mann Verlobte. Oppeln _</ «Iaströw (Grenzmark) im Dezember 1926. Erna Levy Justin Mayer Verlobte. Wiesbaden ^delheidstrasse 83 Hamburg Nördiingen i. B. Fritz Wassermann Deli Wassermann geb. SchUisselbium Vermählte. Köln-Mülhelm, 2. Januar 1927 Buchheimer Strasse 27. IfrllöiififiinPMif S3iaft hu* ^bie ra^c». ÜLJlUlUjUmyUU Lah von mir dir Vers- RLcheni MaLDolevd» Berlin, uftcfccx 3tn. L>.H luubo ist ious. Festdichtungcil Berlin, Plamgcr 63. — Hnstnheies t i i , 580. Änny Kiefer Dr. med. Walter Buscher Verlobte. Cleve (Rhld.) Gevelsberg (Westf.) Dezember 1926. V .-., -~J r Statt Karten! Die Verlobung ihrer Kinder Lotte und Hans zeigen ergebenst an Alfred Orgler u. Frau Bernhard Liebermann u. Frau Hedwig geb. Apt OPPELN. Jenny geb. Glogauer BEUTHEN. Lotte Orgler Dr. med. Hans Liebermann VERLOBTE Oppeln. Breslau. Zu Hause: Sonntag, den 9. Januar 1927. Max Nussbaum Hilde Nussbaum danken gleichzeitig für geb. Gabbe die erwiesenen Vermählte Aufmerksamkeiten. Ilmenau i. Thür., Dezember 1926 k Zurzeit auf Reisen. Fg;V' i ft Scrsr tf fair. t - fertig schnell versierte 0-rMr?vv>^^)2.uire. Frau M. 2lttgreS. VeNlw ^umcrsoorf» OeUni:cdler errate 2U - Uhlarrd 58ä. Mdichtungen Ltcdcr, Reden. Vorträge, emst,beiter. Llukcrkcn. Slberfeiö» Sicilislrahr 22. Dr. Julius Cohn Lotte Cohn geb. Hellbut Vermählte. Hamburg, v- Essen-Strasse 62 zurzeit auf Reisen. J agsagaaMaaaaBai Nachruf. Ii Durch das Hinscheiden des ton Adolf MW2 Nürnberg hat unser Verein einen herben Verlast erlitten. Der Verstorbene war seit 20 Jahren s ia unserem Vorstände tätig, und seine Liebe tür unsere Taubstummenanstalt zu Weissensce sowie seine Arbeit für unseren Verein werden uns allen zum VorMid bleiben. Der biaaie dieses unvergesslichen Mannes wird in unserem Kreise ewig leben. Irr Verstand dos Vereins „Freaade der Tausstusaea-Iedida. Holm". W;-.i Todesanzeige. Mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater Moses Reus ist heute nach fast vollendetem 70. Lebensjahre nach kurzer Krankheit verschieden. Wer ihn gekannt, weiss, was wir an ihm verloren haben. gi Eofheia (Unterfr.),fnsnifürt Bentbnrfc Bam&eri 26. Dezember 1026. Die ia lieisterTrauDf Enleitüetem