Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 49 (3.12.1926)
- Date
- 1926-12-03
- Page
- Seite 641 (sequence 9)
- Language
- German
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m treten sehen, um es wiederum Gott zu weihen. Tn rum ist das! Ehaunkastst auch fein Kriegs- und Siegessest, wie es von denen erfaßt zu worden scheint, die den eigentlichen Ertlärnngsgrnnd für l das Wesen Juda Maceabis vergessen. Es ist wider den Geist der i jüdischen Geschichte, ein nationales „Maccabäer - Fest" vom 25. Kislew au acht Tage zu feiern, denn niemals haben im Juden-; tum Personen, Menschen eine so bedeutsame Nolle gespielt, daß man ihnen zu Ehren Feste gefeiert hätte. Weder Pessach noch Schownans — von den anderen Feiertagen ganz zu schweigen -. sind etwa als „Most-Feste" in Israel jemals aufgefaßt und begangen worden. Nein, Ehanula ist, luic auch feilt Name besagt, ein Weihe fest, i ein Weihesest des Tempels des elvigeu Gottes. Gewiß ist Ehanula! auch national, uw hl waren die Maeeabäer Natioualjudeu, auch - Pessach, Schownans, selbst Nanschhaschono und Zaum Kippur sind! im gewissen Sinne Natioualseste. Aber dann ist dieses Wort durchi aus nicht im moderncn Siuue gebraucht, wo es von den politischen; Parteien im Judentum heiß umstritten ist, sondern damals waren eben jüdische Neligiou und jüdische Nation ein Begriff. Tie Juden lebten im eigenen Staate, dessen nationaler Mittelpunkt allerdings der religiöse Tempel bildete. Ter Mehrheit der Juden aber erscheint Juda Maceabi allein deshalb als Held des Kampfes, weit er, von göttlichen Geiste getragen, seine Sache geführt hat. So hat das Judeunim auch aus seinem langen Leidensweg durch die Wüste der Geschichte die Berechtigung seines Kampfes nur dann eingesthen, wenn er ein heiliger war, wenn er geführt werden mußte, geführt für Gort und darum mit Sieg gekrönt von Gott, wenn Israel in Wahrheit den allmächtigen Helfer Preisen durste mit den Worten: „Ter Einige ist der Herr des Krieges, Einiger ist sein Name." II. In einem ganz anderen Lichte erscheint uns die Persönlichkeit des Joseph, der im Mittelpunkt des Thoraabschnittes des Sabbat- Ehannga steht. Wohl bedeutet die Kindheit auch für diesen eine Zeit dos bittersten Kampfes; seine Brüder beneiden und hassen ihn, sie sind in letzter Linie der Grund dafür, daß er im fremden Lande ins Gefängnis gesetzt ivird. Allein von dem Zeitpunkt seines Lebens ab, den die Heilige Schrift am Sabbat des Ehannka-FesteS zu erühlen beginnt, da sich ihm die Tore des Kerkers öffnen, er zu den ochsten Ehren erhoben ivird, da weichen die Schatten, jetzt drängt sich kein Kamps mehr in sein Leben. Es ist kein Antwchus Epiphanes, der Aegyptens Land beherrscht, Pharaos Sinn ist nicht darauf gerichtet, die jüdische Neligion zu vernichten, die Gunst, die ex den Juden zuteil werden läßt, geht im Gegenteil so weit, daß er keinen Anstoß daran nimmt, einem fremden jüdischen Sklaven die höchste Machtstellung einzurämnen. Wenn wir jedoch tiefer in den biblischen Bericht eindringen, so erkennen mir, daß es tut Grunde genommen das gleiche ist, ivas in Joseph ttnd itt Inda lebt: dieser „Geist Gottes", den Pharao so treffend als den eigentlichen Kern im Wesen Josephs bezeichnet. Wohl waren es Friedenszeiten, in die Josephs Manuesalter fällt, aber gerade itt ihnen Hai er sich bewährt. Wer von uns iveiß es nicht, mir schwer es gerade in solchen Zeilen ist, seine Eigenart zu bewahren. tote leicht man in den großen Strom der Allgemeinheit „untertauchl", gerade dann, wenn keiner sich rührt, dieses restlose Anfgehen zu verhindern. Erzählt doch die Geschichte des Judentums in beredten Worten, daß nicht die Zeiten des Kampfes es waren, in denen unsere N eiheu sich zu lockern begannen, sondern gerade umgekehrt, die des Friedens, in denen manches Blatt vom Stamme unserer Bekenner fiel, das wohl im Sturm gedieh, die Sonne aber nicht ertragen konnte. Ach, wie vielen fehlt das Heldentum des Friedens, wie man es nennen könnte, das die Wesensart eines Joseph ausmachte. Der gibt seinen Kindern jüdische Namen und setzt dadurch gleichsam das Denkmal seiner inneren Anschauung, „seinen Söhnen, die ihm geboren wurden", die er, wie unsere Weisen in Anknüpfung an dieses Wort der Bibel bemerken, itt seine m Geiste, nicht in dem ihrer ägyptischen Mutter, erzog. So sind die beiden Männer, die am Sabbat-Ehannka vor unsere Seele treten, im Grunde ihres Wesens dieselben. Heldenhafte Gesinnung und Betätigung für das Judentum, das ist ihnen beiden gemeinsam. Ein Held des Krieges der eine, und ein Held * JDßgaunenfon vmTmmesHÄ/: Arien mmm iDöhlfchmediencLi <8TGGSSSGKGS»GS«GHHGE««««Z 1 <g> i ® @ Gewandte trrrrse Dame - -gute Beherrschung von StenogtLphis und Schreibmaschine Voraussetzung - als von F'abrikbetrieb Norddeutschlanbs zum 1. Januar 1927 gesucht« Wohnung vorhanden. SSinuboie unter ® Rudols Mossc, 1 i 3. K. 21218 an Berlin £ $ 19. gestutzt. 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