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Central-Verein-Zeitung · 1926-12-03 · 49 (3.12.1926) · p. Seite 642

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
49 (3.12.1926)
Date
1926-12-03
Page
Seite 642 (sequence 10)
Language
German
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des Friedens der andere, beide beiMgeu dieselbe heldenhafte Anschauung, den gleichen göttlichen Geist, lind sie mahnen bedeutsam, das; das Judentum nichts zu-befürchten hat, lvenn dieser göttliche Geist in allen seinen Belennern lebendig ist. Diese Mahnung zu beherzigen gilt vor allen Dingen sür uns, die wir ans dein Boden des C. V. stehen. Wir dürfen uns die Arbeit des E. B. nicht nur gern gefallen'lassen — wie das jetzt häufig geschieht wenn der A n L i s e in i L i s'm u s d r o h e rt d in Erscheinung tritt, sondern muffen gerade dann das Interesse wachhalten, wenn die Welle abgeebbt ist, weil diese „Friedenszeiten" viel gefährlicher sind. Wenn aber bei unserer (5. B.-Arbeit in uns der göttliche Geist lebendig bleibt, dann können die Zeiten wechseln und sich ändern, dann können Tage des Friedens, wie unsere Seele es hofft, kommen und bleiben, aber auch dem stampf gegenüber werden wir stark und fest bleiben, und leine Macht der Erde loird das Judentmn niederzwingen können. Möchte dieser Gottesgeist in uns alten lebendig werden und bewahrt bleiben, auf das; der Glanz der Chanuka-.Lichtcr allzeit in dieselben Herzen strahle. \0 Besuchtestes Kodihrunnen* Butüiuus u. Passunten-H otel für Herfest- und Winterkuren bestens geeignet, 200 Beltexi, grosse Gesellschal tsräume, Konto - rcnzzintmcr, messendes Wasser in allen Zimmern StaatsScIcj)lion. Zimmer mit Frühstück von ö HI., Feusion einschliesslich Ihcrmalbad *«nci alles* Nebcnaosgaben von 10 31. ab. Garage. Th. Schäfer „Paulus unter öen Iuöen." Von Dr. Hugo Hahn (Essen). Der Buchausgabe seiner dramatischen Legende „Paulus unter den Juden," hat Franz Werfel eine kurze Rechtfertigung seines neuesten Kunstwerkes beigegeben. Er behauptet darin, die historische Betrachtungsweise könne nie dem religiösen Phänomen gerecht werden. Aller Geschichte sei es eigen, das göttliche Wunder, das am Beginn jeder Religionsstiftung stehst zu rationalisieren. Geschichte und Religion seien darum unversöhnliche Gegner. Nur dem Dichter sei es gegeben, durch eine Art „Wahrtraumdeuterei" die Menschen zu verlebendigen, die einst in entscheidenden Stunden Religion an sich erlitten haben. So will „Paulus unter den Inden" jenen Augenblick des Weltgeschehens sesthalten, da das Christentum sich vom Judentum löste. Das geschah nicht zu Lebzeiten des eigentlichen Stifters des Christentums. Die ersten Jünger Jesu, Jakobus und Simon Petrus, setzen sich in diesem Stück mit aller Feinheit, aber auch Entschiedenheit dafür ein, daß ihr Meister sich nur zu den verirrten Schafen Israels gesandt wußte. Den Bruch mit dem Judentum führt erst Paulus herbei. Er, der als Saulus zu den Füßen der rabbinischeu Größen seiner Zeit saß, war in seiner Jugend ein so begeisterter Anhänger des überlieferten Judentums, daß er sich an die Spitze eines Trupps von Fanatikern stellte, die das Heidentum der Römer und die Irrlehren der Jesus-Anhänger mit Wasßengewalt glaubten bekämpfen Zn müssen. Aber schon bei der Steinigung des Stephanus, der zu der Sekte der Nazaräer gehörte, beschleichen Paulus Zweifel ob der Nechtmäßigkeit seines Beginnens. Und als ihm daun vor Damaskus, umhin er gezogen war, um jüdische Sektierer gefangen zu fetzen, Jesus erscheint und ihm zürnst: „Saul, Saus, warum verfolgst dir mich?", da wird aus dem Verfolger ein glühender Anhänger und Nachfolger. Als Bekehrter, als Paulus, kehrt er nach Jerusalem Zurück, um das Judentum für seinen neuen Glauben', zu gewinnen. Von seinen inneren Gesichten vorwärts gestoßen, geht Paulus mit nachtwandlerischer Sicherheit auf sein Ziel zu. Er sagt Neues über WZ AM Du. (Jigger’s Korbeih PARTENKIRCHEN ffigKf«“ Sanatorium für innere, Nerven-, Magen-, Darm-, Stoffwechselkranke, Herzleidende u. Erholungsbedürftige. WUtiiHejfml, a) Mimische Abteilung! Mit Spezialabteilung tür diätetische Behandlung, für alle irgendwie" ernster Kranke, Magen-, Darm-, Herzleiden de, Stoff wechselkranke n. dgl. - Beratender Arzt: Dr. Arno E. Lampe, langjähriger Oberarzt an der I. medizinischen Klinik, München (Geh. Bat v. Bömberg). - Zwei Hausärzte. Massigste P b) Kurheim - Abteilung: Für leichter Kranke und Erholungsbedürftige sind Aerzte zur Yerfügung, jedoch kein Arztzwaag. — Aerzte: Dr. Richard Meyer, früher Yol.-Assistent am path. Institut der Universität Leipzig, mehrjähriger Vol.-Assistent an der Kgl. Charitd, Benin (II. med. Klinik, psychiattische und Nervenklinik), hei weil. Geh. Rat Gerhardt I und Geh. Bat Jolly. Assistent am Sanatorium Dietenmühle in Wiesbaden, langjähriger I. Assistent und Oberarzt bei Professor Determann, St.Blasien, seit 1912 Arzt an Dr. Wigger’s Kurheim. Dr. Hans Kirchner, ausgebildet bei Geb.Bat Abderhalden (Halle), langjähriger Assistent an der medizinischen Uni versitäts-Poliklinik Heidelberg und Privatassistent inner Geh. Rat Fl einer und Professor Thannhauser (früher II. medizinische Universitätsklinik München, Geh. Bat v. Müller), reise! 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