Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 49 (3.12.1926)
- Date
- 1926-12-03
- Page
- Seite 640 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ML8WVKW8KNVWW! 640 Sabbat-Lhanuka. Von Rahhiner Dr» 2k. Kahlberg (Hatte a. d. S.). Tie Hülle der göttlichen Wunder imö die unvergleichlichen Heldenioieu'unserer Väter umgeben das Ehnnukasest mit einem Zauber. Dieser Eindruck wird erhöht durch das Bild, das der Scibbat- Ehmulla im Schristabschnitt uns zeigt, das in beredten Worten von der unvergleichlichen Poesie unserer Bibel spricht: Josephs nach den Jahren schwerer Kämpfe zu den höchsten Ehren berufen, die der Aegyptertöuig verleihen tonnte. Gewiß es ist zufälliger Art, daß diese beidruc Bilder gerne infam fast alljährlich vor unserer Seele austrcteil, bedingt nur durch die rein äußerliche Verknüpfung des zeitlichen Zusammensallens. Allein es sind hier zwei Erzählungen miteinander verbunden, die unter allen biblischen Berichten den tiefsten Eindruck aus die Seele der Jugend ausüben, die Josephsgeschichie, die dem Kinde die Tränen ins Auge treibt, und die Berichte von den M a c c a b ä e r k ä m p f e n, die sein Herz höher schlagen lassen. Diese Verbindung der beiden Erzählungen erscheint auch deshalb überaus bcdeutsam, weil sie uns an der Hand der im Vordergründe stehenden Persönlichkeiten, des Joseph und des I u d a M a c c a b i, Gelegenheit gibt, die zweifache Art des H e l d e n t u m 3 zu erkennen, d a s i m m er wieder in der j a t) r t a u s c n d e! a!l g e n Geschichte des I u d e n t u m s h e t ä r i g t w o r d c n i ft. Um dieses Heldentum in seinem eigemlichcn Wesen zu erfassen, wollen wir versuchen, die beiden Persönlichkeiten näher zu beleuchten. I. Was ist es wohl, was uns immer wieder an der Persönlichkeit Judas des Maccabäers fesselt? Fast könnte es scheinen, als sei es der Hintergrund, wie er uns in den politischen Verhältnissen der damaligen Zeit gegeben ist, der sein Licht auch aus Juda Mar ca bi winst, dieser Zusanunenstoß zweier Geistesmächte, des Judentums und der hellenischen Kultur. Dazu treten die äußeren Kriege der damaligen Zeit. Sein Gegner ist Antiochus EpipH an es, ein Mann, in dem sich Genie und Wahnsinn Zu vereinigen scheint, der sein Lebensziel darin erblickt, das kleine Judäa zu zerschmettern, und der aus dem Leben scheiden muß, als nicht nur sein Hoffen zuschanden geworden, sondern auch seine Macht ititb sein Ansehen vernichtet ist. Ein anderes Moment für das besondere Interesse scheint das tragische Geschick Judas Zn sein. In schwerste Kriegszeit fällt seine Jugend. Er hat es mit angesehen, wie sein greiser Vater im Heimatstädtchen Modeün den Glaubensbruder niederschlug, der es gewagt hatte, vor dem Bild des Heidengottes das Knie zu beugen. Er hat die Entbehrungen mit ertragen, als die Maccabüer sich in Schluchten und Hohlen vor dem grimmen Syrerseind verbergen mußten. Der Höhepunkt der Eindrücke wird ihm dann zu einer Zeit gegeben, wo ein werdender Charakter sich zu entscheiden Pflegt, als er nur Sterbelager seines Vaters die schwere, veraniwortungsrciche Ausgabe erhält, fürderhin der Führer im Kampfe zu sein, das kleine Häuslein seiner Mannen gegen den übermächtigen Feind zu verteidigen, und dann, die Jahre des Kampfes selbst, dieses ewige Sichmühen, den errungenen Besitz zu sichern, und schließlich der tragische Abschluß seines Leberts, sein früher Tod in der Schlacht, durch den er gleichsam Zeigen. wollte, daß er das Vermächtnis seines Vaters erfüllt habe; denn der hatte seinen Söhnen zugerufen: „Opfert euer Leben." Allein das Geheimnis seines Wesens erschließt sich uns erst in seinem vollen Umfange, wenn wir von dem äußeren Geschick unseren Blick auf die Seelenbefchaffenheit dieses Mannes wenden, wenn wir die Geistesrichtung erfaßt haben, aus der all sein Kämpfen zu erklären ist, wenn wir das 'Bibelwort des Sabbat-Chanuka, das Pharao von Joseph spricht, ans ihn anwenden: „Findet sich ein Mann wie dieser, in dem der göttliche Geist ist?" Ja, daß Judas Kampf ein Kampf im Namen Gottes ist, erfüllt vom Geiste Gottes, das erst stempelt ihn zum wahren Helden des Kampfes. Im Namen Gottes kämpfen, heißt für eine Idee streiten. Und daß Juda von solchen Gedanken getragen ist^das wird uns so recht klar, wenn wir ihn nach gewonnenem Liege demütig mit seinen Kriegern in das Heiligtum L!Mt Karten! Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen nocherfreut an Rechtsanv.'.^lt Dr. Erich Simons u. Frau Elfriede geb. Abt. IWünstsr i. W.j Schützenstrasse 17 der. 20. November 1926. \ Statt Karten! Hedi Kern Erich Steinberg Verlobte. hdainz Wiesbaden ucbiossstrasse 8 Grülparzerstrasse 9 November 1926. CecÜie Wiüner Dr. Hilary Sandstein Verlobte. Leipzig. November 1926. «J Gertrud Bauer Julius Dingfelder Verlobte. Suttenheim (New York) fWUinchen (NewYork) Chanuka 1926. Festdichtrmgerr Pwnuicr 03. — Hasenhoide 7580. Syndikus KURT SABATZKY HERTA SABATZKY geb. Neumann VERMÄHLTE ^Königsberg i. Pr.# Kneiph. Langgasse 26 danken gleichzeitig herzlichst für die Ihnen erwiesenen Aufmerksamkeiten. Leistungsfähige Weingroßhandlung sucht einen jüngeren, strebsamen Reisenden auch Vertreter gegen hoher Gehalt und Spesen, evtl. Provision. Geeignete Herren für Vrivatkundschakt. Angebote unter ALT. 7772 an Rudolf Moffe, Berlin swis>. Am Samstag, den 27. November d. J., entschlief mein innigstgeliebter, treubesorgter Gatte Herr Ädoif Schwarz im 71. Jahre. Nyrnbefgy Jakobstrasse 12. Frau Julie Schwarz geb. flayer zugleich im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen. 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Alle Kinder und Erwachsene unseres Bezirks Westen sind herzlichst eingeladen. Der BvrstauV: Di-. Wonig. @B8^B888@g8BB8S3&»g88HSSBBBSB&BM0Ba OOOOOOOOOOOO <J\er gut begabte Sohn eines großen und frommen Talmudgelehrten will Lehrer werden, (tm gütige Beihilfe zu diesem außerordentlich guten Zweck bittet Rabbiner 8r.Nl.Kahrr- Vad MrgenLheim. posischeckk. Stuttgart S196. OOOOOOOOOOOO In unserer Gemeinde ist die Stelle des Wtaitunssvrdiiers u.stellvertrrtendknSynagogeninivektorstSchame-1 zu besetzen. Zufolge der bcyördtichen Vorschriften haben nur Bewerbungen von Reichsdeutschen Zweck. Die Bewerbungen sind an das Israelitische Gemeindeamt, Leipzig, Löhrffratze 1®, zu richten; es wird gebeten, nur Zeugnisavschriften beizulügen. Leipzig, den 23. November 1926. Ser Vorstand der Maelitischen SleligionsgeMinbe zu Leivzig.