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Central-Verein-Zeitung · 1926-11-05 · 45 (5.11.1926) · p. Seite 587

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
45 (5.11.1926)
Date
1926-11-05
Page
Seite 587 (sequence 7)
Language
German
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treffend schildert. Fort mit 8er Unsolid:tat und den Illusionen, die rednerisch ungefährlich erscheinen, und die keine nüchtern, schwer arbeitenden Kolonisten heranbilden, sondern im besten Falle gutgläubige Enthusiasten, die keinen Staat und keinen Gesellschaftskörper und keine Kultur aufbauen, sondern Potemkinsche Dörfer Vortäuschen, die heute scheinbar vorhanden und morgen entschwunden sind; nutzlose Ruinen, die gleichfalls Menschen als Ruinen zurücklassen: eine furchtbare Verantwortung. Natürlich wäre nichts verhängnisvoller, als Wern: die zionistische Bewegung demnächst Zusammenbrechen würde; ihr Zusammenbruch würde Scharen von Juden gleichfalls vernichten, denen heute die zionistischen Gelder eine unentbehrliche Stütze sind. Kluge Zionisten — und nur sie können dies zuwege bringen; den Gegnern des Zionismus würde man Parteilichkeit und Ungerechtigkeit vorwerfen — müssen ihrer Bewegung eine neue Wendung geben; der Expansion muß Konsolidierung folgen. Es kann sich nicht mehr darum handeln, das Judentum der Welt durch den Zionismus zu retten: nur eine Illusion für vorausschauende Menschen mit nüchternem Blick; sondern darum geht es, den palästinensischen- Zionismus — vor dem Scheitern zu bewahren. Solch ein Zusammenbruch, der die Zionisten nur zu treffen schiene, würde die Gesamtheit des Judentums schwer treffen; ganz abgesehen davon, wieviel menschlicher Idealismus bei dm besten Zionisten auf diese Weise zugleich verschüttet werden würde. Damit bleibt nur eine Möglichkeit: Auf das Stadium des Zionismus als lärmendes Propagandainstitut muß das Stadium der inneren Festigung folgen. Statt neue Scharen von Juden der Einwanderung nach Palästina geneigt zu machen, müssen jenen Juden, die in Palästina bereits sind, die Lebensmöglichkeiten rationell erleichtert werden: Aufbau durch Konsolidierung; nicht Aufbau durch Expansion; das mühte meiner Ansicht nach unbedingt das nächste Ziel sein. Gewiß ist es für eine Bewegung wie die zionistische nicht leicht, eine solche Resignation zu üben, wobei es dahingestellt bleiben mag, ob dies ein Verzicht für immer, oder nur ein Abstoppen für einen gewissen Zeitraum zu sein hat. Darauf hat die Zukunft eine Antwort zu geben. And dieses Abstoppen ist um so leichter durchführbar, da im Augenblick ein allerdringendster Zwang für die Auswanderung östlicher Juden glücklicherweise nicht vorliegt. Gelingt es, die hier schon häufiger erwähnte, so unbedingt gebotene Vinnenlvanderung der östlichen Juden nach Osten, statt nach Westen in größerem Umfange in Schwung zu bringen; jenes Unternehmen, das von dem amerikanischen, Joint Distribution Committee bereits im engeren Nahmen in Angriff genommen ist, dann ist Palästina unmittelbar entlastet, und es kann dort jene innere Gesundung durch die Zionistenangebahnt und durchgeführt werden, die im alten Stammland die Glaubensgenossen vor schweren Erschütterungen bewahrt,, während in Sowjetrußland den Zurückgebliebenen neue Lebensmöglichkeiten erschlossen werden. Je vorurteilsloser, je weniger voreingenommen, die einen u n d die anderen ihre Ziele verfolgen und Vergangenes vergangen sein lassen, um so nützlicher für jene, denen geholfen werden soll und denen Zionisten und Nichtzionisten helfen wollen und menschlich verpflichtet sind, zu Helsen. Lanöesverbanö Groß-Serlin. Ortsgruppe Charlottenburg. Sonnabend, 6. November, 8% Uhr, Briidervereinshaus, Knrfiirstenftratze: Grotzer Gesellschaftsabend. (Tanzbeginn in beiden Sälen 8lA Uhr.) Tombola. Kabarett der Prominenten der Haller-Revne (Paul Morgan, Trude Hesterberg, Max Ehrlich). Karten zu 3 M. an den im Inserat der vorigen Nummer (S. 575) angegebenen Stellen sowie im Berbandsbnrea«, Kindenstrahe 13 (Dönh. 3593). l»s Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen an Dr. Rudolf Feilchenfeld und Frau Liselotte, ged. Hecht. Schöneberg, Hauptstrasse 155. Berlin W15, Lietienburger $tr. 39. STATT KARTEN. Die Verlobung meiner jüngsten Tochter Irma mit dem Kaufmann Herrn Siegfried Jacob, Berlin, gebe ich hierdurch bekannt, Theodor Petzall, Prledland (Ostpr.), im Oktober 1926« Irma Petzall Siegfried Jacob Verlobte. Friedland Berlin NW 21 (Ostpr.). Turmstr.13. fct Wouls und Frieda Blum Eugen und Lucia Neustätier beehren sich, die Verlobung ihrer Kinder Ilse und Hans anzuzeigen. — ILSE BLUM HANS A. NEUSTATTER VERLOBTE. MÜNCHEN, OKTOBER 1926 Nibelungenstrasse 60. Bavariaring 43. 'Statt K arte n J Betty Petzall Arno RosenSterjj Verlobte. Bischofs- Brauns- MWepension. LedigerHerr.svird.gcschlen Alters, im Ruhestand leb., wünscht Bension mit Familienanschluß bei guter jüdücher Familie mit rituellem Hans halt Frank» furf oder München bevorzugt, sonst Süöseutschland Bedingung. — Angebote unt. J.W. 13 505 besöcd. Rudolf Moste, Berlin SW19. jüdische Literatur jüdische Kochbücher, interessante Bücher aus allen Gebieten. Kulturu.Sitterigeichichle.Prioai drucke für Sammler und Bibliophilen". Listen gratis und portofrei von A rna^sor - ^erlaa, Bad Ktssingen,Schließt. 42. Pension finDet VW illL lUngeDamein Akad.-Fam. Gme Verpfl., eig. Zimmer, maß Preis. Offerten unt. «J.J.22942 an Rudolf Moste, Berlin 8M9. Nimm bei Husten, Heiserkeit, Verschleimung f ays echte Sodetier mineral*Pastillett Karlsruher LehensversltherungsbunKfl.6. 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