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Central-Verein-Zeitung · 1926-09-08 · 37 (8.9.1926) · p. Seite 487

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
37 (8.9.1926)
Date
1926-09-08
Page
Seite 487 (sequence 16)
Language
German
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4S7 1. Die jüdische Schashc.'de hat, wie.durch die Statistik leichtnachgewiesen werden kann, gewisse schlechte Eigenschaften. Sie ist daher viel minderwertiger als z. B. die teutonische Rasse, deren edle Gemütseigenschasten und gewaltige Kulturleistungen allbekannt sind. 2. Was von der jüdischen Schafherde gilt, das trifft auch auf das jüdische Schaf zu. Weshalb jeder Teutone, der sich natürlich aufs eigene Konto schreibt, was seine Herde Gewaltiges geleistet hat, -das Recht für sich in Anspruch nehmen kann, aus jeden Inden herabzusehen. 3. Die Konsequenz, die sich hieraus ergibt, ist klar: Da die Juden minderwertig sind, dürfen, ja müssen sie. rechtlich, sittlich und gesellschaftlich unter Ausnahmegesetze gestellt werden. Das Ungeheuerliche dieser „Beweisführung" liegt also darin, daß man hier Menschen wie eine Schafherde oder wie eine Senduüg Ziegelsteine nach dem Handelsprinzip der „Ware von mittlerer Güte und Beschaffenheit" aburteilt. Man denke sich ein Gericht, das einen Menschen verurteilt, weil sein Vater einen Mord beging, mit der Begründung, die Familie habe das Verbrechen begangen, so hat man die vollkommenste Analogie zu diesem Vorgehen. Selbstverständlich bringen diese famosen Ethiker bei diesem Verfahren für die eigene Rasse nur die besten Eigenschaften in Anschlag und züchten s-o einen unberechtigten Dünkel groß, der zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß gibt. Oder glaubt man etwa, die Jugend für die Reinheit der sittlichen Gesinnung gewinnen zu können, wenn sie steht, wie man ungestraft das oberste Prinzip des S i t t e u g e s e tz e s, seine Unparteilichkeit und A u s - n a h m s l o s i g t e i t, mit Füßen tritt? Man wundere sich nicht, wenn sie von diesem Recht gelegentlich auf andere Weise Gebrauch macht. Solange das Volk merkt, daß man Menschen, nur weil sie Juden sind, verletzen darf, wird seine Achtung vor dem Sitten- und Nechtsgesetz und vor der Person überhaupt nur sehr, gering sein. Die Nassenethik ist so der Ruin der Ethik überhaupt. Klarer und eindeutiger kann man die U n si t t l i ch k e i t des' Antisemitismus nicht beweisen und verurteilen. Das eberk ist das Bewundernswerte an Marcus, daß bei ihm die unbeirrbare Strenge der Gedankensührung mit einer unbestechlichen Lauterkeit der Gesinnung gepaart ist. Darin gleicht er dem großen Kant, als dessen sachlichsten Wegbahner - und wirkungstiefsten Zu-Ende-Denker wir ihn feiern. Wer mit Kant der Meinung ist, daß die Frage nach der Erfüllung des Sittengesetzes die a l l e r w i ch t i g st e und notwendigste Angelegenheit der Menschheit ist, der lasse sich durch die Bücher von Ernst Marcus zu diesem Ziel führen. Wenn die Jugend vor allem sich entschließen könnte, diesen Weg zu beschreiten, Nach fünfjähriger ununterbrochener 5tffiftenterttätigten an der Inneren Abteilung des Augusta- Hospitals m Berlin (Chefarzt Prof. Nr« E.A.Echlayer) habe ich mich als Facharzt füv Kmerre Mrarrhhetteu (Spertalttät: Magen-» Satten-, Nierenleiden) in Berlin W 15, Luckwigkirchplah 12 ^niedergelassen. Dp. Berrnheßm. Telephon: Oliva 2822. Sprechzeit4-6,Sonnabend 2-^4 und nach Anmeldung. indisch-theologisches Seminar Fraenckelsche Stiftung in Breslau. Das Wintersemester 1920/27 beginnt am 28. Oktober. Vorlesungsverzeichnis und ^Aufnahmebedingungen werden auf Verlangen zugesandt. Den Hörern ist Gelegcttheit gegeben, sowohl die Rabbinerprüfung wie auch Prüfungen für das höhere Lehrfach abzulegen.! Alle Anfragen sind zu richten an das Dozenten - Kollegium des Seminar, I_Breslau I, Wallstrasse 14._ | Kantor enausbildurig Innd Barmizwoh - Unterricht j erteilt (Unbemittelten gratis) jOberkantor S. 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