Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 36 (3.9.1926)
- Date
- 1926-09-03
- Page
- Seite 472 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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bah Bub er sich in außerordentlichem Maße für die Schaffung von Volkshochschulen einsetzt, die nach dänischem Muster ein Zusammenleben zwischen Lehrern und Schülern herbeigesührt. Wir wollen hoffen, daß das B u b e r s ch e Referat der Allgemeinheit bald zugänglich gemacht wird. Im Verhältnis zu ihrer Gesamtbedeutung wurde die Palästinafrage auf dem Delogiertentage wenig behandelt. Die Rückschläge wurden Zugegeben, und es wurde wieder über diejenigen abfällig geurteilt, die es sich erlauben, auch auf Rückschläge aufmerksam zu machen. Dabei wird vollkommen übersehen, daß, wie jederzeit bewiesen werden kann, eine Reihe vowK.oron-Üaj68soä-Agitlatoren ihren Hörern zu einem großen Teile unglaubliche Vorstellungen geben von dem, was in Palästina schon erreicht ist, und sie somit in fahrlässiger Weise täuschen. Aber auch der Freund Palästinas, der bei aller Gegensätzlichkeit gegen die j ü d i s ch - nationale Methode der Siedlung an der E n t° Wicklung des Landes ein warmes Interesse hat, wird durch diesen Delegiertentag wieder sehen, wie schwer gerade diese Entwicklung durch die Politisierung des Kolonisationsprogramms leidet. -Die vielfachen und ungeregelten Versuche, alle möglichen Programme in Palästina durchzuführen, die Plötzlichkeit, mit der sozialistische Theorien in die Wirklichkeit umgesetzt werden sollen, ist für die Entwicklung des Landes ein Unglück. Es ist von außerordentlichem Interesse, den Aussührungen von Felix Rosenblüth zu folgen und zu hören, wie nach seiner Darstellung der deutsche Zionist in Palästina aus ganz andere Schwierigkeiten stößt als der o st - jüdische Einwanderer. Hier sieht man ganz deutlich das bestätigt, was Herr Blumenfeld uns zum Vorwurf macht, so oft wir es aussprechen, daß nämlich der deutsche jüdische Mensch etwas ganz anderes als der o st j ü d i s ch e Mensch geworden ist. Wenn Herr R o s e n b! ü t h das Schicksal der d e u t s ch e n Zionisten als tragisch bezeichnet, wird er wissen, weshalb er das tut. Auch die Darstellung der zugegebenen Gegensätzlichkeit der Siedler nach ihrem Herkunftslande bestätigt, daß unsere Auffassung, bie Ostjudenfrage sei nur zu lösen durch Kolonisationen aus rein wirtschaftlicher Grundlage überall da, wo eine solche Kolonisation möglich ist, die einzig denkbare Lösung der Judenfrage darstellt. So wird man, abgesehen auch von den unerfreulichen Schimpfereien des zionistischen Delegiertentages, kaum ein Moment finden, an dem man, wenn man auch anderer Ansicht ist, seine Freude haben könnte. Der Zionismus ringt mit dem Fanatismus in seinen Reihen. Er kann sich nicht entschließen, endlich einmal sein sogenanntes nationales Programm zu revidieren und feine Forderungen in ein vernünftiges Verhältnis zu den Tatsächlichkeiten des Lebens zu bringen. Infolgedessen wundere man sich auch nicht, wenn, wie aus dem „Statistischen Anhang zum Bericht der Zionistischen Vereinigung für Deutschland an den 21. Delegiertentag" hervorgeht, die Mitgliedschaft der Zionisten in ganz Deutschland im Jabre 1925 9963 und 1926 9361 beträgt. Eine überaus winzige Anzahl im Vergleich zu dem Getöse, das fortgesetzt gemacht wird. Es würde besser um das ganze Judentum stehen, wenn auf die deutsche zionistische Bewegung das Berliner Scherzwort „Viel Geschrei und wenig Wolle" in geringerem Maße zuträse. Eine merkwürdige Berichtigung! Dr. Fritz Foerder schreibt uns: Gemäß tz 11 des Preßgesetzes berichtige ich die gegen mich gerichtete „Erklärung" der Schriftleitung der „C. V.-Zeitung" mit der Resolution des Vorstandes der Ortsgruppe Breslau des Eentralvereins (vgl. „E. B.-Zeitung" vom 2. Juli 1926) wie folgt: Es ist nicht wahr, daß ich „jeder Grundlage entbehrende" Behauptungen gegenüber dem Vorstand der Breslauer C. V.- Gruppe ausgestellt habe. Wahr i]t vielmehr, daß die von Herrn Rechtsanwalt Georg Tarnowski und der Schriftleitung der „C. V.-Zeitung" bezüglich der Erfolge der Breslauer C. V.-Gruppe ausgestellten Behauptungen den Tatsachen nicht entsprechen. Insbesondere hat eine Beschlagnahme der Nummer der „Schlesischen Volksstimme", die das Nitualmordgerücht enthielt, nicht stattgefunden. Dr. Fritz Foerder, Negierungsreferendar. Ob wir zur Aufnahme dieser sich in allgemeinen Redewendungen ergehenden Berichtigung verpflichtet sind, ist zweifelhaft. Tatsächlich enthalt diese „Berichtigung" nichts als die Wiederholung von Unrichtigkeiten. Alles, was bezüglich des Vorgehens der Breslauer Ortsgruppe gesagt worden ist, trifft zu. Dem Schriftführer ist insbesondere auch von einer amtlichen Stelle mündlich mitgeteilt worden, daß eine Beschlagnahme der „Schlesischen Volksstimme" erfolgt sei. Er mußte annehmen, daß diese Mitteilung zutreffend sei. Später ist ihm dann von der gleichen Stelle gesagt worden, daß die Beschlagnahme wieder aufgehoben worden sei. Das Wesentliche ist, daß Herr Fritz Foerder es für angezeigt gehalten hat, den leitenden Herren der Ortsgruppe den ungeheuerlichen, durch nichts begründeten Vorwurf der „Feigheit" und des „sich Verkriechens" zu machen. Dieses Verhalten hat den einmütigen entrüsteten Protest aller anwesenden Vorstandsmitglieder hervorgerufen. Der Beschluß der Ortsgruppe Breslau, den Antrag auf -Ausschließung des Herrn Fritz Foerder beim Hauptvorstand zu stellen, ist durch den Austritt des Herrn Fritz Foerder gegenstandslos geworden. Sanatorium für Nerven-und innere KrankßX Leitende Aerzte: DnR. Fleischmann, Dr, Fr. P02.nsge.fs. \J * das Schönste und Beste au bitttgstenTreisenzu bringen, DEß öteren mir in allen ftbteilunaen .,,amrai„ beispiellose Vorteile. JCleider, Sacfcenkleicten Wäntel, Complets. Jtüie, Imusen, bRockeMlocfifcfie- Stricßanaren. sERIJM, L£iPZISERSTR30 SX CHARLOTTE NS Zweignfeclerlasstwpuforfiitttendamm, GJeefön ctit Sachs, Machsorim, 2 Bände, Leinen, für Neujahr8- und Versöhnungstag (Verlag Brandeis), M.I2,—; 4 Bände N. 14,—. Sachs, Siddtir, Halbleinen (Verlag Brandeis), M.3,50; Leinen, echt Goldscnnitt, M. 6,—. Freund, „Hanna“, Deutsches Andachtsbuch, Leinen. (Verlag Brandeis), M. 4,80; Leinen, echt Goldschnitt, Velinpapier, M.0,50. Neuda, Stunden der Andacht, Halbleinen (Verlag Brandeis), M. 2,10; Ganzleinen M. 2,60; Leinen, mit echt Goldschnitt, M. 4,20. 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