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Central-Verein-Zeitung · 1926-04-09 · 15 (9.4.1926) · p. Seite 208

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
15 (9.4.1926)
Date
1926-04-09
Page
Seite 208 (sequence 8)
Language
German
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208 Dr. JKmar Freurrd 50 Jahre alt. Am 11. April begeht Dr. Ssmar Freund, der Schöpfer des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, seinen fünfzigsten Geburtstag. Aus der Feder des auch als Gelehrten hochgeschätzten Jubilars sind besonders bekannt das Zweibändige Werk „Die Emanzipation der Juden in Preußen" und bte Broschüre „Der Judenhaß", die im Plnlo-Vertag in mehreren Auslagen erschienen ist- Der Centralverein und die „C. V.-Zeitung" sprechen dem verdienstvollen langjährigen Mitarbeiter und Mitglied des Hauptvorstandes die herzlichsten Glückwünsche aus._ Justizrat S. Wreschner zum Gedenken. Der langjährige Vorsitzende unserer Rechtsschntzkommission, unser verehrter Freund Justizrat S. Wreschner in Berlin, der dem Vorstand des Centralvereins beinahe zwei Jahrzehnte angehörte, ist uns durch den Tod entrissen worden. Wie der stellvertretende Vorsitzende des C. V., Justizrat Hugo Sonnen selb, bei der Bestattung hervorhob, ist uns mit S- Wreschner ein Mann genommen worden, der seine innige Verbundenheit mit Deutschtum und Judentum durch unermüdliche Arbeit im Dienste unserer Arbeit Jahrzehnte hindurch bewiesen hat. Seine Tätigkeit war von großem Erfolg begleitet, und wenn wir heute sehen, wie gerade durch seine Nechtsaussührungen in 'den umfangreichen Eingaben -der Rechtsschntzkommission vor dem Kriege die Staatsbehörden doch allmählich Zu uns günstigeren Auffassungen gelangten, so sehen wir, welche Bedeutung unermüdliche Kleinarbeit besitzt. Die Liebe und Treue, die uns S. Wreschner während seines Lebens entgegengebracht hat, werden wir ihm nie vergessen. Sein Name wird unter den führenden Männern des C. V. in steter Dankbarkeit genannt werden. ftfeitic Chronik. Unsere verehrte Frau Paula Olkeudorf (Breslau) ist durch das Ableben ihrer Tochter Lizzi in schwere Betrübnis versetzt worden. Fräulein Lizzi ONen-- horf starb nach langem Leiden an den Folgen einer schweren Verletzung, die sie sich als Schwester im Kriegsdienst zugezogen hat. Auch sie ist für dasVaterland gestorben. — Am 5. März fand die Einweihung der renovierten Synagoge in H o f h e i m im Taunus statt. Die Synagoge ist ein kulturhistorisches Denkmal. Sie ist ein Festungswachtturm aus der Zeit Kaiser Karls IV. (1352) und etwa 250 Jahre im Besitz der Gemeinde. Die Leitung der Renovationsarbeiten hatte ehrenamtlich \ Kreisbaumeister Astheimer (Höchst) übernommen. Die Einweihungsfeier l fand unter Teilnahme der staatlichen und städtischen Behörden sowie von Vertretern der beiden Kirchengemeinden und solchen der jüdischen Gemeinden der ganzen Umgegend statt. — Die Synagogengemeinde Elberfeld hat einen schweren Verlust durch den Tod des ehemaligen langjährigen Vorsitzenden des Gemeindevorstandes, Herrn Albert 5ö c i) I, der im 79. Lebensjahre gestorben ist, erlitten. . Albert Weyl war ein Mann von zielbewutztern Willen, er hat die Gemeinde zur Großgemeinde emporgeführt. Ein bleibendes Denkmal seiner Menschenfreundlichkeit ist das Jüdische Altersheim in Elberfeld. — Herr Moritz Neu in Pirmase n s, Mitglied des Vorstandes unseres Landesverbandes Pfalz, vollendete soeben sein 60. Lebensjahr. Wir gratulieren dem verdienten Manne herzlichste — In der Ortsgruppe Guben verabschiedete sich bei einer Mitgliederversamm-- lung, in der zunächst Frau Justizrat Else Dormitzer (Nürnberg) über „Berühmte jüdische Frauen in Vergangenheit und Gegenwart" sprach, Prediger Bacher von der Ortsgruppe, der er als Schriftführer sieben Jahre lang treue Dienste geleistet hatte. Bacher ist als Lehrer nach Kassel versetzt worden. —: In K r e'u z n a ch starb der Direktor des öffentlichen Nahrungsmttteluntersuchungsamtes für die Streife Kreuznach, Meisenheim, Siinmern, Zell usrv., Dr. Jakob Stern. Die Persönlichkeit dieses Mannes bedeutete ein Kapitel Abwehrtätigkeit im edelsten Sinne des Wortes. Seine unbestechliche, selbstlose, treue Arbeit war allgemein bekannt und anerkannt. — Am 20, März feierte die Synagogen- und Schulgemeinde in Dransfeld das 25jährige Jubiläum ihres Vorstehers, des Herrn Jakob Isenberg. Bei der würdigen Feier gab Bürgermeister Schulze dem guten Einvernehmen Ausdruck und überbrachte namens der Stadt herzliche Glückwünsche. Er rühmte Herrn Isenberg — dem er besonders nahestehe, weil Herr I. schon lange das Amt des Vürgervorsteher-Worthalters in der Stadt bekleidet, und man ihn sehr achte und schätze — als einen echten Deutschen, treuen Bürger und gläubigen Anhänger seines Glaubens. Die Nachbargemeinide Gotttugen ließ ihre Wünsche durch den ans Dransfeld stammenden Repräsentanten Herrn Otto Rosenberg überbringen. Prediger Dr. Karl Rosenthal (Berlin) versendet im Zusammenhang mit der Angelegenheit, die in der „C. V.-Zeitung" vom 26. Februar behandelt wunde, eine Erklärung, in der er auseinandersetzt, weshalb er sich in eine Polemik mit Herrn Lehrer Steinhardt (Magdeburg) nicht einzulassen gedenkt. EU 'TDein ISind, ich rate <Dir gut: 111 mm BIOMALZ. Das beliebteste und verbreitetste Nähr- und Kräftigungsmittel. Hergestellt aus edelstem Gerstenmalz. Erhältl.in Apotheken u.Drogenhandhmgeiu G-ebr. Pater inann, Teltow -Be rlim 14. fStySOKEltt! B •;i>j r-.M SSM; Für tüchtigen Aahnarrl bietet sich in rheinischem Jndustriestädtchen, Nähe Cvblenz, Gelegenheit, zwei Praxisraume zu Mieten. Bisher glänzende Existenz. Frei werdend per 15. April. Anfragen unter K.\. 7990 an Rudolf Mosse. Köln «r. Rh. A. Goldmeier, Weinkellereien Schweiilsmt a. Rain die Bezugsquelle auserlesener Weine und Spirituosen. Verlangen Sie Katalog Nr. 741 Vertreter aü allen größeren Plätzen gesucht. (Lieferant feinster Herrschaften.) nw3 Gänseschmalz -nra garantiert rein, beste Qualität Pfd. 2,— M. Hlfrsd Hobn. Berlin N31 Putbusser Straße 2. 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