Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 15 (9.4.1926)
- Date
- 1926-04-09
- Page
- Seite 209 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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209 Antworten. Berschiedenen Anfragen. Dos Restaurant Oliva-Eck, Berliu-Lhar» lottenbnrg, Kurfürstendamm 183, das im vergangenen Jahre unter dem früheren Besitzer mrd unter Lem früheren Namen Kurfürst endaunn-Kasino als antisemitisch bekannt war, befindet sich seit Anfang dieses Jahres in jüdischen Händen. Der Inhaber ist Mitglied des Eeutralvereins. Deutfchnationarer KrankenverfichevANgsverein. Der deutschnationale Krankenversicherungsverein, über dessen merkwürdige Statuten wir in Nr. 13 der „C. B.-Zeitung" vom 26. März berichteten, verschickt seine Werbeschriften wahllos an christliche und Mische Angestellte. Die Zeitschrift dieses oeutfchnationaleu Haudlungsgehilfenverbandes, die „Deutsche Handelswacht" dringt folgende Briefkastennotiz in ihrer Nummer vom 16. Februar 19£ß: „Die Zahl der erwachsenen Juden in Deutschland dürfte nicht wesentlich größer fern als die Mitgliederzahl des D. H. V. Und nun vergleichen Sie bitte einmal einen Monat hindurch die Zabl der jüdischen Gaunereien, Betrügereien, Spitzbübereien, Hehlereien mit der Zahl der Entgleisungen auf unserer Seite! So viele Strafrichter wie ihre Stannnesgenossen in einem Monat in Bewegung setzen, nehmen die Mitglieder des D. H. B. nicht in einem Vierteljahrhundect in Anspruch." Auch die anderen Brieskastennotizen befassen sich in diesem Geiste mit der „Judenfrage". Nach Würzburg. Zu unserer Notiz in Nr. 12 vom 19. März 1926 teilt uns die Firma Friede! u. Krämer in Wiesenbronn nnt, daß das fragliche Hakenkreuz weder von ihr noch in ihrem Aufträge angebracht wurde. Drtsgrrrvve alter Westen. Dienstag, 13. April, abends 8Z4 Uhr, Bru- Lerverein, Kursürstenstraße 115/116, Mauer Saal, zweiter Vortrag des Aufklärungskurfus. Dr. Norbert Einstein: „Die deutsche Wirtschaft und die Juden." I. A.: Geheimrat Wiesenthal. Frairengruvve CharloLtenburg. Sonnabend, 17. April, abends Ilhr, im Roten Saal des Logenhauses, Klesststraße 10, Vortrag des Herrn Dr. Lehma u n; anschließend gemütliches Beisammensein mit reichhaltigem Unterhaltungsprogramm. Gäste willkommen. I. A.: Margarete Franken. der Gesellschaft für Indische Familienforschung Werkln sprach In der Gese rzlich Herr Pr Menschenkunde an der Universität, über „Rasse und Familie vom anthropologischen Standpunk t". Zur Festlegung einer Rasse genüge eine einzige Eigenschaft. Beim Menschen könne innerhalb der Kultur- Menschheit von solchen bereits gegebenen Rassen keine Rede fein. Nicht als etwas Vorhandens gäbe es bei uns in Deutschland Rassenmeuschen, sondern als etwas zu Schaffendes wollen wir als Ziel uns Ideal den guten, klugen, gesunden und schönen Menschen vor uns hinstellen. Dieser Typus ließe sich züchten nur durch strenge und bewußte Auslese. Inzucht könne solchen Jdealtypus nicht neu schaffen, sondern die Vermischung von Menschen verschiedener Herkunft gibt die Möglichkeit zu einer Steigerung und Vervielfältigung von Begabungen. Freilich besteht bei der erhöhten Variabilität auch die Möglichkeit zur Steigerung unerwünschter Eigenschaften. Daher muß die Auslese in Tätigkeit treten. In der angeregten Diskussion nues Dr. C z e l l i tz e r , der bekannte Erbforfcher und Vorsitzende der Gel " "" ' christlichen Mischehen der Gl . in bezug auf den auf die Resultate aus jüdifchpsfentypus hin. Geschäftliche Notizen. Ein schönes Geschenk für die Hausfrau ist dev Mannesmann. Kühlschrank; dieser ist nicht nur im Sommer, sondern auch in der übrigen Jahreszeit äußerst praktisch, da er einfach an tue elektrische Steckdose angeschlosfen wird. Cr kühlt, erzeugt Eis und enthält, gegenüber den gewöhnlichen Eisschränken, trockenkalte Luft, wodurch Speisen und Getränke auf lange Zeit hinaus genießbar bleiben. Die Bedienung besteht in einem eürzigen Hebelgriff; die Betriebskosten sind sehr gering, da der Schrank den für eine 24stündige Kühlperiode benötigten elektrischen Strom bereits nach zirka 1^ Stunden selbsttätig ausschaltet. Ein Besuch der Mauuesmcmn-Kühlschrank» Generalvertretung, Berlin, Friedrichstraße 223, kann sehr empfohlen werden. Visenmoorbad Wilsrrack, an der Berlin-Hamburger Bahn, bekannt durch glänzende Heilerfolge bei allen rheumatischen Erkrankungen und Frauenleiden, öffnet am 12. April wieder seine Pforten. Die Wilsnack umgebenden riesigen Waldungen, die idyllische Ruhe, das Fehlen jeglicher Fabrikanlagen, die reine Beschaffenheit der Luft, tvctben selbst auf die nur Erholung suchenden Gäste ihre Wirkung nicht verfehlen. Die Preise der Kurtaxe, Bäder und Pensionen sind den derzeitigen Verhältnissen angepaßt und werden außerdem in der Vorkurzeit — bis^ 15. Mat — und der Nachkurzeit — vom 15. September — ab ermäßigt. Sarfoneröffnung tn Bad Salzbrnnn. Am 6. April wurde das neuerbaute kleine Kurmittelhaus eröffnet; Bad Salzbrunn hat von nun an ganzjährigen Betrieb. Um dem guten Mittelstände einen Badcaufenthalt zu ermöglichen, find die Preise für die Kurmittel und Pensionen wesentlich herabgesetzt. Letztere betragen: Gruppe 1 7,50 Mark, Gruppe II 6 Mark, Gruppe III 4,50 ^Mark. An Kurgcbühren wird im April nur eine Brunnenkarte zum Preise von 6 Mark erhoben. Die Hauptkurzeit beginnt am 1. Mai. Ausführliche Prospekte mit Preisverzeichnis durch die Badedirektion. Diese Ausgabe erscheint an Stelle der MärzApril- Nummer der Beilage „Von dentschjüdischer Jugend". Verlag: Centralverein deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. B., Berlin SW 63, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postfcheckk.: Berlin 30472. Für d. Schriftleit. verantwoctl.: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW 68. — Anverl.Manufkr.werd. nur zurückgef., wenn Frerumschlag beiliegt. — Berautw.s.d« Anzeigern.: Max Junge, Bln.-Friedeuau. — Druck: Rudolf Masse, BerlinLW19. vor dem Schlafengehen gesund und bekömmlich Bei Nieren-, Blasenitnd Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiss, Zucken |925: 16000 Besucher. WjuiMI-WlMlMlke Schriften u. Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung Bad Wildungen. ■ ■■■■■■ Hannover. .. Central-Hotel Kaiferhof. ^Pezialhcms für Kausleute. Alle Zimmer fließ. Wasser. Gekommen Sie eine neue Hose oöer haben Eis eine alte, in der nicht FesersPatent- Knieschatz-Streifen (Fepak) eingenäht ist, so sind Sie der Geschädigte» denn überlegen Sie die kleine Ausgabe und die Ersparung am Bügeln. Selbst die älteste Hose ist in Fasson wieder wie neu mit finiter Dauerbügelfalte, wenn FepaJc eingenäht ist, Für den feinsten Stoff unschädlich. (Lassen Sie sich mit Klebestreifen nicht Ihre Hose verderben.) 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