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Central-Verein-Zeitung · 1926-03-26 · 13 (26.3.1926) · p. Seite 177

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
13 (26.3.1926)
Date
1926-03-26
Page
Seite 177 (sequence 5)
Language
German
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177 ßjac__ c O&r. Von der Hauptversammlung. Für die „c. V.-Zeitung“ gezeichnet von G. Epstein (Berlin). Dr. $ rombad), die in dieser Frage, die keineswegs Zu den entscheidenden Fragen des Centralvereins gehört, anderer Meinung wie die vorige Hauptversammlung und die übergroße Mehrheit des Vorstandes sind, gegen den Centralverein ausgespielt wurden. Die in Frage kommenden Herren haben ausdrücklich erklärt, daß sie nach keiner Richtung hin als Sturmbock gegen den Centralverein benutzt werden wollen, und daß sie auch durch ihre Stellungnahme in dieser Frage an ihrer Treue zu dem Gedanken und zu der Arbeit des Centratvereins nicht im mindesten schwankend gemacht worden sind. Sie bedauern, wenn ihr Name stets gegen den Centralverein ausaespielt wird. Das kann hier ofsiziell sestge'stettt werden. In den entscheidenden Punkten der Grundaufsasstmg stimmt der Centralverein mit beut Verband nationaldeutscher Juden überein, kann aber die Taktik und die Art und Weise, wie dieser Verband den innerjüdischen Kampf betreibt, nicht billigen. Er muß zu seinem Bedauern feststellen, daß auch gegen ihn in der Zeitschrift des Verbandes nnsachliche und unbegründete Angriffe gerichtet worden sind. Er sieht namentlich in der A n st r e n g. u n g v o n Privat k tage n i n de x R e g-e l. tv-oder d e n geei gn e Le u n o ch den w ü rd i g. e n W e g , u m W -c 11 a n s'ch a it. u n g § s x a g cn zu entscheiden. So bedauerlich denn Centralverein alle diese Zwiespältigkeiten sind, so wenig ist er in der Lage, ihnen aus Kosten seiner bewährten Grundanfchammg aus dem Wege zu gehen. So kann damit geschlossen werden: Der Centralverein wird sich immer ebenso die Pflege der unbeirrten deutschen Gesinnung vor Augen halten, wie er in seinen Handlungen die „Heiligung des göttlichen Namens" erstreben wird. Hieraus erstattet öer vorflhenöe öer verwaltungskommlssisn Dr. Oscar Hermann (Serlin) Sen ZinanZbericht. Die erforderlichen Ausgaben von rund 500000 Mark jährlich sind bisher durch die laufenden Mitgliedsbeiträge gedeckt worden, obwohl es außerordentlich' viel Mühe kostete, die .Gelder hereinzubringen. Heber die Höhe 'der Beiträge und ihre Verteilung zwischen Zentrale und Landesverbänden haben sich Meinungsverschi-edenheiten ergeben. Die lausenden Ausgaben der Zentrale müssen unbedingt durch feste Einnahmen gesichert sein, weil sonst eine Organisation von dem Umfang und der Bedeutung des Centralvereins sich nicht ansrechterhalten läßt. Daß die wirtschaftliche Depression sich Zuerst in der Beitragszahlung und in: Atitgliederbestand auswirll, ist nicht verwunderlich, "aber in vielen Fällen lehnen Mitglieder die Zahlung ab u n t e x B e r u f u n g auf die schlechte Lag e, von der sie selbst gar n i d) t bctroffc n s i n d. Abhilfe läßt sich schaffen durch Gewinnung von Mitgliedern in jeder Stadt, die sich zur Zahlung eines fortlaufenden Monatsbeitrags verpflichten, der den Mindestbeitrag übersteigt und so einen Ausgleich für den Ausfall schafft, der durch die Minder- oder Nichtzahlung leistungsschwacher Mitglieder entsteht. Dieses seit einigen Monaten im L a n d e s v e r b a n d H essentv a n s s a u n n d H e s s e n durchgeführte System hat sich bewährt mW gezeigt, daß der Zurzeit festgesetzte Pflichtbeitrag Zwar nicht von jedem einzelnen Mitglied, aber im Durchschnitt für jedes Mitglied hereinzubringen ist. JCuf diese Art kann auch der Mitgliederbestand in der bisherigen Starke erhalten werden, weil wir ohne Erschütterung unserer Finanzen Mitglieder, die wirklich nicht mehr Zahlen tonnen, weiter führen können, solange andere Mitglieder erhöhte Beitrage leisten. Daß in Zeiten wirtschaftlicher Depression die Gefahr der Verhetzung durch die verzweifelte Stimmung der Bevölkerung doppelt groß ist, ist zur Genüge bekannt. Es ist daher ernsteste Pflicht aller unserer Freunde, dafür zu sorgen, daß nur auch finanziell gerüstet sind. Auch nach dieser Richtung gilt das Wort: Treu und fest zur Sache des C. B. Geiger* (Frankfurt) übernimmt die Leitung der allgemeinen Bussprache. Als erster Redner warnt Fe-d-erlein (Kissingen) vor einem Boykott des Bades, da seitens der Kurdirektion alles geschehe, um die Stadt nicht in den Ruf-eines antisemittschen Badeortes kommen zu lassen. Zudem habe ein bayerisches Gericht durch Urteil das Verbot ausgesprochen, Hakenkreuze imb antisemitische Hetzblätter an sichtbarer Stelle au sZi liegen oder zu verkaufen.

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