Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 10 (5.3.1926)
- Date
- 1926-03-05
- Page
- Seite 115 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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115 V Monatsousgäbe Dort Monat zu Monat gerechtfertigt. 7500 Auflagehöhe begann sie, kletterte auf 10 000, auf 12000, auf 15 0000, auf 18 000, auf 21000. Jetzt ist sie dein ersten Viertelhundertta-nstud iial/cgmmt. Und so besuchen Monat für Monat 25 000 Zeitungen die Häuser unserer christlichen Volksgenossen. Ist das genug? Beilelbe nicht. B i s a u f ’3 0 0 0 0 o\ sage u n d s ch r e i b e d r e i h u n d e r t t a u s e n d , wollen wir -die Höhe der Auslage bringen. Und ihr alle -rn-üszt Helsen! Müsst Helsen an btcfcni Werke, müßt helfen an unserer, an eurer Verein Zarbeit, damit wir in Stolz cv u s u n s e r D e u t s ch t u in rr n d I u d e n t u m unser W e r k hier w eite r b a u e n können. Zwei Jahre MbriL im EsrrLralysrmn. Arrs dem Tätigkeitsbericht 1924/2L. Ter Hauptvorstand überreicht den Abgeordneten . der Hauptversammlung wiederum einen Tätigkeit s b e r i ch t über die leisten zwei Jcchre. Ilm auch unseren übrigen Mitgliedern und Freunden Gelegenbeit zu geben, einmal irn Zusammenhang unsere Arbeit verfolgen Zu können, gibt der mit der Abfassung des TaLigkeirsberichtes bearutragte Mitarbeiter im folgenden einen Allszug ait§ dem Bericht. Die Schristleitnng. Der N-echenschaflsbericht, den der Hauptvorstand seinen Mitgliedern alle zwei Jahre anläßlich der Hau ptversammiu n.g- Zu erstatten Pflogt, liegt dstsmal in besonderem Umfange vor. Auf 10 5 Seiten, die sich in die großen Gesichts Punkte „IX n f e re politische A r >b e i t" und „D e r A u s b a u dos. Verei n s" gl ködern, wird nicht mit leeren Phrasen und allgemeinen Redensarten, sondern durch Darstellung von Einzels allen und Zahlenmaterial gezeigt, welch eine Fülle von Ausgaben zu bewältigeu war und mit welcher Hingabe und Bevantwortung. auf jedem Gebiet und in jedem Falle die Lösung versucht wurde. Nach eineni umfassenden Ueberblick über die allgemeine politische Lage in den Jahren 1924 und 1925 gibt der Bericht zunächst Aufschluß über die Wühlarbeit und AM'Lärmng. Rund fünf Monate, von Mai bis Dezember 1924, stand der C. V. in angespanntesten Wahlkämpfen. Nach Hunderten zählen die V c r s a m m 1 u u g e n , die von unseren eigenen Rednern bestritten oder mit Diskussionsrednern beschickt waren. In die H u u >dertt a u s e n d e gehen die B r o s ch ü ren, d ie damals in die richtigen Hände geleitet wurden, und die Auflagen der für jeden Zweck und jede Gelegenheit vorbereiteten K'lebez e st t e >l, F l u gb l ä t t c r und Platate betrugen m e h r e r e M i l l i o n e n ,' die W a h l z e i t u n g „W a h r heit u n d Wissen" erreichte allein die Auslage von 1 1 0 0 0 0 0 Exemplaren. lieber'den Umsang und Inhalt der aus unsere Veranlassung, mit unserem Vi itteln oder unmittelbar von unserem Bureau aus erschienenen A u f k 1 ä r n n g s lt t e r a t.u x gibt der Bericht des Philo-Verlags erschöpfende Auskunft. Er führt nicht weniger als 18 5 Vers ch i e - deue Bros ächi r e n auf, die sich in fünf große Gruppen einord neu lassen, schrillen, die sich mit den Angriffen gegen das Judentum als Religion, den Talmud und die jüdische Ethik beschästigen; Schriften, welche die Heimatsberechtigung des deutschen Judentums Nachweisen und die Behauptungen von der internationalen Verstrickung des Judentums widerlegen; Schriften, die sich mit dem Vorwurf der zersetzenden Wirkung des deutschen Judentums auf die deutsche Kultur, mit dem Bolschewismus und Marxismus befassen; Schriften über die Rassensrage, die Ostjuden, die Behauptung der jüdischen Drückebergerei und über das Verhältnis von Antisemitismus und Christentum: und schließlich Darstellungen zusammensassender Art gegen den Judenhaß allgemein. Besondere Verbreitung fanden die Werke von Bruno W eil: „D i c j ü d i s ch e I n ternational e", von Segel: „Tie Protokolle der Weisen v o n Z i o n" und neuestens von Richard L e w i n s o h n : „I ü d i s ch e Weltsin a n z V\ in denen sämtlich der Angelpunkt der völkischen Hetze, n null ich das Rtärcheu von der finanziellen Uebermaclst des'Weltjudentums und seiner überstaatlichen Organisation behandelt und abgetan wird. Eine Hauptrolle bei unserer Aufflärnngsarbeit spielen natürlich die «rrzLhligen Eirrzelsällc^ die je nach der Besonderheit des Vorkommnisses ihre Erledigung fanden. B u ch besp r e ch u n g e n, die dem objektiven Inhalt nicht. gerecht wurden, das Auftreten von Persönlichkeiten, die in der Oeffenklichkeit erst genommen wurden, weil man sie sonst als vorbildliche Menschen schätzte, die aber über die Judensrage urteilten, ohne offensichtlich das Material zu kennen, bildeten einen willkommenen Anknüpfungspunkt. Durch anregenden Brichvechwt, Uebersendung unserer einschlägigen Literatur und persönliche Aussprache hatten wir erfreuliche Erstnge zu verzeichnen. So referierte vor kurzem, nach vorherigem Gedankenaustausch mit uns, aber ohne unser Zutun, ein Pastor im Nahmen der offiziellen Tagesordnung -Liner Konferenz seiner Kollegen über „Die Weisen von Zion", so wandert unsere „C. V.-Zeitung", ebenfalls nach längerem Unfet $enttalvetein freundsthaftlich geführten.Schriftwechsel, in eine frühere deutsche Kolonie zur Verteilung innerhalb eines Pfarrbezirks; Einzelsälle, wie sie unsere Akten zu Dutzenden mrsweisen. Die besondere Aufmerksamkeit, die lvir der völkischen Hetze im b e s -e tz t e n Gebiet insbesondere während der V ü h r - besetzung, zuwandten, hat dazu geführt, daß wir unter ständiger Fühlnngnahme mit den einschlägigen 'Behörden an Hand einwandfreien Materials die in der gegnerischen Presse anstauchenden Ber-- leumdnagen über das Verhalten unserer Glaubensgenossen schlagend widerlegen konnten. Genaueste Beobachtung fanden die verschiedenen politischen Strömungen in der Schale mit* Jugend. Die Gründung einer eigenen Beilage zur „E. V.-Zeitung" „Bon d e n^tj ch - jüd i s ch e r I u g e n d" bedeutete auch auf dem Wege der Fühlungnahme mit den Kreisen der nichtjüdischen Jugend einen wichtigen Schritt vorwärts. Die Jngendbeilage geht cm 7 5 Iu i) en d- -o r g a n isationen , von denen 18 ihre Blätter mit uns tauschen Die Aufklärung der Jugend über die Jndeiurage darf deshalb nicht unterschätzt werden, weil die jugendlichen Verbändewie Jungdeutscher Orden, Wehrwols usw. einen großen Teil Deutscher, und oft in der Zukunft als Akademiker, Beamter nsw. eine Rolle spielender Jugend umschließt. Einen besonders breiten Nahmen der Tätigkeit des E. V. in der Zentrale wie in den einzelnen Landesverbänden nahm natürlich die RechtsschntztätigteiL ein. Es braucht pur daran erinnert zu werden, wie oft wir allein in diesen Blättern in den. letzten zwei Jahren über Erfolge berichten konnten, die wir bei Eingaben an Behörden und in Einzelprozessen zu verzeichnen hatten. Die j u r i st i s ch e S P r e ch st u n d e in Berlin und anderswo erfreute sich eines ausnehmend starken Zuspruches, und es. darf wohl ohne U-eberkreibungg gesagt werden, daß unsere Mitglieder niemals vergebens an unsere Türe pochten, wenn sie in Angelegenheiten, die zu unserer Zuständigkeit gehörten, Auskunft und Hilfe erbaten. große Kundgebungen in Groß-Verlin anläßlich der Hauptversammlung des Eentralverems deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens E. Ä. ittontad, de« 8. SSlüm 1M6, abends 8 Aber „Nord mb 6i>, Ost mb West im Kamps sürDeuischtum rmdZodenMm" 1. Lehrer vereinshaus, C, Alexanderstraße 41, Leitu ug: Staatsrai a. D. Justizrat Dr. Cohn (Dessau). 2. Spicheru-Gäle, W, Spichernsiraße 3, Leitung: Rechtsanwalt Dr. C. Herzfsld (Essen). 3. Aula der Fürstin-Bismarck-Gchuie, Charloiienburg, Sybelsiraße 2—4, Leitung: Rechtsanwalt Dr. Kehr (Kaiserslaustm). 4. Fest-sa! Gärtner, Holsteiner User 27 (am Bahnhof ^oellevue), Leitung: Geh. MebiZmalrat Professor Dr. Hugo Falkenheim (Königsberg). s. Festsaal der Kottbuser Klause, L, Koiibuser Damm 90, Leitung: Rechtsanwalt Dr. Katzenstem (Kassel). 6. Siula der 1. städtischen Gtudrenanffalt, O Frankfurter Allee 37, Leitung: Rechtsanwalt Dr. Tamswfti (Dresläu).