Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 8 (19.2.1926)
- Date
- 1926-02-19
- Page
- Seite 92 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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92 Produkt jüdischen Geistes (S. 65) — armer großer König, armer Kant! Die Nahe! „mimte die schwärmerische Verehrerin Goethes" (2. 66). Aber die größte Entdeckung solgt erst ans der nächsten Seite: „inan" — von M. in Änführungsstriche gesetzt — machte die französische Revolution! Das haben die Franzosen sich gewiß nicht träumen lassen, daß die Juden die große Revolution geinacht haben. Bezeichnend für 'die Verdrehung der Tatsachen durch M. ist es, wenn er in der Anmerkung zu S. 92 ausdrücklich hervorhebt, die brandenburgifchen Provinzialstäude hätten 1824 gefordert, die Judenjungen sollten ein Handwerk lernen, „wahrend jüdische Geschichtsschreiber stets so tun, als hätten die Deutschen die Juden gehindert sich einem ehrlichen Erwerbe zuzuwenden". Und doch hat er selbst die Kabinettsorder von 1764 zitiert, die den Juden dre Kuhpachtungen verbot, weil den „Juden der Schutz hauptsächlich gestattet wird, um Handel, Commerce, Manufakturen, Fabriqnen und dergl. zu betreiben, allen anderen christlichen Leuten aber die landeswirtschastlichen Sachen zu ihrer Bearbeitung überlassen werden" (S. 61). Ebenso weiß er, daß ihnen in dem Generalprivileg von 1730 als einziges Handwerk das Petschierstechen und im Privileg von 1750 nur zunftfreie Handwerke erlaubt, also die Masse der eigentlichen Handwerke verboten waren. Auch hatte schon 1785 eine Denkschrift Beitel Ephraims die Erziehung der Juden zu Handwerkern gefordert. Es dürfte sich erübrigen, auf die beiden letzten Kapitel näher einzugehen, die von 1848 bis in die Gegenwart führen. Nur das sei noch erwähnt, daß M. die unsinnigen Angaben Funks über die Kriegslederaktiengesellschaft wiederholt (S. 108 s.), so die über die ihren Gesellschaftern gezahlten 2641 Prozent Zinsen für das Jahr 1918, obgleich dieGesellschafter überhaupt nicht mehr als 4Prozent erhalten konnten, der Nest des Verdienstes dem Reiche zu siel. Für die neueste Zeit sucht M. sich besonders Tbeilhabers Schrift über den „Untergang des deutschen Judentums" nutzbar zu machen. Rassensemitismus und Nassenantisemitismus arbeiten auch hier Hand in Hand. Amüsant ist es immerhin, daß M. jetzt in der Assimilation der deutschen Juden eine furchtbare Gefahr sieht, während er in der oben angeführten Stelle auf S. 40 und auch fönst gelegentlich den Juden ihr Festhalten an ihren „steinzeitlichen Einrichtungen" (S. 28) zum Vorwurf macht. Ist es nötig zu sagen, daß M. die wirklichen Probleme, die eine Geschichte des Berliner Judentums bietet, gar nicht steht? Nicht nur mangelnder Wille, sondern ebenso seine Unkenntnis der deutschen geistes-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung läßt ihn zu keiner Einsicht in die Zusammenhänge gelangen. Sein Buch ist trotz der zahlreichen Qnellenzitate wertlos. Besuchtestes Koceibrunnen- . Buähaus u.Passanten-Hotel für Herbst- und Winterkuren bestens geeignet 260 Betten, grosse Gesellschnftsräuntc, Honferenzzimmer, Giessendes Wasser in allen Zimmern, t aatst ei eplion. Zimmer mit Frühstück von 5 M., Pension ein» schliesslich Thermalbad und aller Kehenausigabeu von 10 M. ab. Garage. Th. Schäfer. Die verblüffenden Heilerfolge der Pros. Kvhnfchen Maske bei Asthma, Vronchialkatarrh, Keuchhusten, Emphysem, Lungentuberkulose. Herzschwäche» Nervosität, quälender Schlaflosigkeit. Wer aus lern Leiden zurückfehen will wie aus einen bösen Traum, der nie wiederkehrt, der nehme dre Professor Kuhnsche Maske. 2 bis 3 mal täglich ohne alle Umstände, ohne Sauerstoffapparate. 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