Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 52 (30.12.1937)
- Date
- 1937-12-30
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 12 C.-V.-Zeitung Nr. 52 * 30. Dezember 1937 gedehnten Pflanzungszonen die dortigen Häfen Jaffa und Tel-Aviv von entscheidender Bedeutung, weil sie den technisch schwierigen und sehr kostspieligen Landtransport auf ein Minimum beschränken. Aber schon zu Beginn der Saison, also vor der eigentlichen Sturmzeit, wurden die Verladungsmögliehkeiten in Jaffa und Tel-Aviv wiederholt durch rauhe See beeinträchtigt. Gerade als der High Commissioner dem Hafen von Tel-Aviv seinen ersten Besuch nach seiner Rückkehr vom Urlaub abstattete und mit führenden Persönlichkeiten der jüdischen Wirtschaft eingehende Besprechungen über die Programme der nächsten Zukunft 1 Magister Ulrich I desgute Likör, Magister München V81 führte — auch die Frage einer neuen Auslandsanleihe für Tel-Aviv und die Bereitstellung eines Regierungsgeländes zum Bau eines Flughafens wurde besprochen —, musste die Arbeit wegen eines aufkommenden Sturmes unterbrochen werden. Gerade dieser Zwischenfall lieferte eine deutliche Illustration für die Berechtigung der Forderung nach neuen Mitteln zum Ausbau des Hafens, um sowohl den Personenverkehr, für den die Vorbereitungen im Gange sind, als die Warenverschii'fungen von den Launen des Wetters unabhängiger zu machen. Was die Marktlage anbetrifft, so ergeben sich schon dadurch bessere Aussichten, dass die Kaufkraft der europäischen Industrieländer in der Zwischenzeit weiter gestiegen ist. Spanische Konkurrenzangebote liegen — aus den bekann-' ien Gründen — nur in geringem Umfang auf den englischen und kontinentalen Märkten vor. Ein Teil der anderen wichtigen Produktionsländer hat zum Teil andere Erntezeiten, so dass nur vorübergehende Kollisionsgefahren bestehen, wenngleich auch die Zollverhältnisse am englischen Markt, der bisher etwa zwei Drittel der neuen Ernte aufgenommen hat. nach wie vor den Gegenstand gründlicher Ueberlegungen bilden. Im übrigen bestehen natürlich in verschiedenen Ländern ernste handels- und devisenpolitische Hemmungen für den palästinensischen Zitrusexport. Aber selbst wenn sich auch eine Besserung durch die viel besprochene Reform der palästinensischen Handelspolitik erst zur nächsten Saison auswirken dürfte — so hat sich doch die Lage gerade in dieser Beziehung allgemein wenigstens nicht verschlechtert, Der Erfolg der diesjährigen Zitrussaison wird aber nicht nur von den Wetterbedingungeu in Palästina und den Absatzbedingungen in Europa abhängen. Viel kann auch durch Gemeinschaftsarbeit der Produzenten und Verteiler getan werden, um den Ertrag der ZitrusWirtschaft einigermassen zu stabilisieren. Der zersplitterte Einkauf des Packmaterials, das im Preise wesentlich gestiegen ist — die jüngsten, durch die chinesischen Wirren ausgelösten Preisrückgänge haben keinen genügenden Ausgleich geschaffen —, die unorganisierten Verhandlungen mit den Reedereien, die diesmal weit höhere Frachtraten fordern, die ungenügende Planung der Verschiffungstermine, die hier zu zeitweiliger Verstopfung der Häfen und in Europa zu stossweisen und dadurch preisdrückenden Massenankünften führen, das Neben- und Gegeneinander;* rbeiten verschiedener Verkaufsagenten im Ausland —, all diese Dinge haben zu Einbussen geführt, die bei besserer Organisation vermeidf&ttitet Bm§&m& Mwtll MieU bar gewesen wären. Einige Fortschritte sind jetzt erzielt worden. So ist ein allgemeines Abkommen über die Verwendung der sogenannten ..Brara" der für den Export nach Europa nicht geeigneten Früchte, zustande gekommen; es handelt sich hierbei immerhin um Mengen, die mehr als. pin Fünftel der Gesamternte ausmachen. Sie werden teils für den jüdischen Inlandsmarkt, teils für die arabischen In- und Auslandsmärkte nutzbar gemacht, fhre industrielle Verwertung soll durch Zoilerieichteruugen für einige wichtige Materialien, welche die Konservenindustrie aus dem Ausland beziehen muss. erleichtert werden. Weiterhin haben sich einige der massgebenden Absatzgenossenschaften darauf geeinigt, die Ausfuhr vou Grapet'rüchten um etwa 20 Prozent einzuschränken, um den Markt zu stützen. Die erstrebte Gesamtverständigung aller Zilrus-LnWcssenfen »st bisher noch nicht vollständig gelungen, es besteht jedoch die Aussicht, dass die finmai geschaffenen Ansätze noch im Laufe des Winters weiter ausgebaut werden können. Ein Problem aber beschattet die Hoffnungen, die das jüdische Palästina auf die Zitruserente setzt. In einigen der älteren Pflanzungskolonien, wie Petacb Tikwa. ist der Kampf um jüdische Arbeit wieder m voller Schärfe entbranut. Im vorigen Jahre war der Anteil der jüdischen Arbeit in jüdischen Pflanzungen, unter dem frischen Eindruck der Unruhen und des arabischen Streiks, um rund «»in Dritte! auf mehr als 80 Prozent gestiegen.. Tn diesem Jahre sind die Lehren und Errungenschaften des vorigen Winters wieder in Vergessenheit geraten. Allgemein wird der Anteil der jüdischen Arbeit auf etwa (!0 Prozent geschätzt, und in Petach Tikwa, wo auch jüdische Pflanzungen mit rein arabischer Arbeit zu finden sind, veranschlagt man ihn nur auf 50 Prozent. Die Organisationen der Arbeiterschaft betrachten diese Entwicklung mit grosser Sorge, und selbst die Fachverbände der extremsten politischen Gegner haben sich zu gemein samem Vorgeheu zusammengeschlossen; Revisio nisten, Histadruth und Misrachi habendem gemeinsames Arbeitsamt gebildet. Eine gewisse Besserung ist dadurchangebahnt worden, dass die erwähnten Lokalkredite aus der besonderen Kreditaktion nur solchen Pflanzern gewährt werden, dje sich verpflichten, 100 Prozent jüdische Arbeiter zu beschäftigen. Ohne grundsätzlich auf die Frage der arabischen Arbeit einzugehen, betrachtet man es doch als selbstverständlich, dass der jüdische Arbeitgeber zusätzlichen Arbettsbedarf in erster Linie aus den Reihen der jüdischen Arbeitslosen, namentlich sowie es sich um Ortsansässige handelt, deckt. Viele tausend Hände könnten auf diese Weise beschäftigt werden, ohne ortsansässige Araber brotlos zu machen, denn es hat den Anschein, dass wieder in erheblichem Umfang arabische Wanderarbeiter herangezogen Au! dem Podium des Brüdervereinshauses in Berlin steht wieder K i p n i s , unmittelbar von seiner Amerikatournee zurückgekehrt — so unmittelbar, dass-Wolfgang Rose die Aufgaben des Begleiters ohne Probe meistern muss —, und spendet aus dem Schatz seines Opernrepertoires die wohlbekannten Kostbarkeiten. In wunderbarer Kraft erstehen mit Wort und Melos die Gestalten, scharfumrissen. bühnenhaft deutlicn. Und man hört eine Stimme grossen Stils. Am Schluss nicht endenwollender Beifall und Zugaben. H. Fr. Aus dem Terzett der „Un geh orten Stimmen", für das sich Erna Leonhard (Feld) und Leo Merten (Menter) am dritten Abend ihrer Vortragsreihe mit verständnisvollem Bemühen einsetzten, tiess Paul Mayer aufhorchen durch die Moilklänge einer wehen, schmerzlichen Weltverlorenheit, die den Vereinsamten. Zweifelnden. Enttäuschten vor die Schicksalsfrage nach dem Sinn und Wert des eigenen Daseins stellt. Heller, mutiger, aufrechter sab sich die blinde Dichterin Elly Gross in den schlichten Gefühlstönen ihrer formgewandten Vierzeiler und Sonette. Am Schluss des Programms stand Neliy Sachs, die ihr sehr zartes lyrisches Talent vor verschwrebenden Stimmungen und zerfliessenden Farben hüten muss, mit einem verniedlichten Nachzügler der Romantik, dein Puppenspiel „Der Jahrma'kt der Träume". H. L. In einem Konzert, veranstaltet vom Jüdischen WohlfaJbris- und Jugendamt Norden zugunsten der Jüdischen Winterhilfe, durfte man erfreut konstatieren, dass sich das Orchester der Künstlerhilfe unter der Leitung von Dr. Hermann S c h i 1 d b e r g e r recht günstig entwickelt hat. Einige Siücke dirigierte Werner Fabian mit gelöster Stabführung. Oberkantor Goldberg (Colkmin) bot mit bekannter Meisterschaft Kantorales und Ostjüdisches, Goöfried Z e e 1 a n J e r brachte das nicht sonderlich fesselnde Cellokonzert von Saint-Saens mit virtuoser Technik, und Walter Olitzki zeigte lockere Koloraturen und die Fähigkeit charakteristischen Gestaltens. " H. Fr. In der Musikgruppe des Jüdischen Frauenbundes musizierte die Pianistin Rita Hagelb e r g zusammen mit der Cellistin Rose Oberdorf fer. Proben des Talents der 1925 verstorbenen, einsam schaffenden Pauline Volkstein gab die Sängerin Barbara Springmann. Hanna ßorchardt, die auch den Lebenslauf Pauline Volksteins schilderte, begleitete mit Verständnis und trat auch als Liederkomponisiin in Erscheinung. P. W.—-Seh. Die Altistin Manja Bark an gab bei Weil einen Liederabend, de Kallas und Mussorgski brachte die Sängerin neben den spanischen Liedern durch lebendigen Vortrag und geschickte Betonunc der musikalischen Eigenart gut zur Geltuns während Händel und Mendelssohn durch nicht recht ausgeglichene Behandlung der Stimme und manchmal ungenaue Intonation etwas einbüssten. Rudi Lehmann bewährte sich als Begleiter wie als Solist aufs beste. Kai. "Die Veranstaltungen des Nürnberger Kulturbundes erfreuen sich ausgezeichneten Besuches und sind zumeist ausverkauft, ein grosser Abonnentenstamm bildet das Rückgrat der Ortsgruppe Nürnberg-Fürth mit ihren nahezu 1400 Mitgliedern. Am Vortragspult las Karl E 111 i n g e r -; München (Karlchen) mit Geist und Humor aus eigenen Werken. Dr. Max Osborn führte in eim-iii vorzüglichen Lichtbildervortrag durch die Schönheiten Roms. Man hörte das hervorragende Mendelssohn -Trio und den grossen Sänger Hermann Sehe y. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die musikalischen Abende einheimischer Künstler. Irma Held-Landecker und Rudi Offenbacher ersangen sich, wie stets, den Beifall ihrer zahlreichen Verehrer, und die junge Berliner Tänzerin Hede K a u f m a n n zeigte sich nicht nur als graziöse Vertreterin ihres Faches, sondern auch als begabte Erfinderin tänzerischer Grotesken. In Ludwig Grün bäum und Klothilde Levi besitzt man in Nürnberg Begleiter ersten Ranges. Hermann Schey entzückte auch im Kulturbund Augsburg durch die hohe Kultur und die seltene Klangfülle seiner Stimme. Das Programm — vom einfachen Lied bis zur "rossen Arie — bewies erneut die Vielseitigkeit des Künstlers. Die sehr anspruchsvolle Begleitung am Flügel lac bei dem jungen, vielversprechenden Dr. Walter T e u t s c. h (Ausrsbum) in besten Händen. Technisch überlesen, mit besonderem -Klangempfinden und feiner E'iifühlunsscabe, wusste er den Liedern eine ausgezeichnete Umrahmung zu sehen. Er verriet auch in Werken von Frescobaldi Beherrschung dps Instrumentes Kapellmeister Erwin Palm gab put seinem Gemischten und Frauenchor im Jüdiwordea sind. Besonderes Aufsehen hat es erregt, dass eine Gruppe von Pflanzern jetzt sogar eine Herabsetzung des Tagelohnes fordert, ohne sich als Gegenleistung wenigstens zur Bevorzugung jüdischer Arbeit zu verpflichten Um dem Einwand zu begegnen, dass jüdische Arbeit im Vergleich mit arabischer zu teuer sei, hat die organisierte Arbeiterschaft schon vor längerer Zeit Genossenschaften gebildet, welche die gesamte Bearbeitung des Pardess, einschliesslich des Aberntens, Verpackens und Sortierens der Früchte sowie des Abtransportes gegen einen Pauschalbetrag per Kiste in eigene Regie nehmen und, nach ihren Berichten, durch rationelle Betriebsführung die Unkosten des Pflanzers wesentlich herabdrücken konnten. Diese Genossenschaften haben erhebliche Fortschritte gemacht, aber doch immerhin erst einen Bruchteil des Arbeitsmarktes erobert. Trotz alledem beginnt sich schon jetzt die Entlastung des Arbeitsmarktes durch die Erntearbeit auszuwirken, zumal die Organisationen, denen die Ueberführung der Saisonarbeiter von der Stadt aufs Land obliegt, erheblich vervollkommnet wurden. sehen Kulturbund Düsseldorf ein abendfüllendes Konzert. Den „Palästinensischen Hirtenweisen" von Israel Brandmann (Solist: Stefans k i) folgten als Uraufführung ein von starker Ausdruckstiefe erfülltes Chorwerk von Julian Gumpert und diesem sehr feine und ansprechende Chöre von Dvorak, Krenek, Bartok, Haydn und Orlando di Lasso. Der,Chor entledigte sich seiner oft schwierigen Aufgaben in höchst anerkennenswerter Weise. Den Intonationsschwierigkeiten modernster Tonschopfungen (Krenek) ist er indes bei aller Würdigung seiner Leistungen noch nicht durchaus gewachsen. Alice L i f f m a n n am Flügel war den Chören, soweit sie nicht a-capella waren, eine feinsinnige und zuverlässige Stütze. Der Beifall war gross und wohlverdient. — Dela L i p i n s k a j a , begleitet von Walter L a j t a i, stellte sich dem Jüdischen Kulturbund Düsseldorf mit einem vollständig neuen Programm vor. Mit zahlreichen Zugaben quittierte sie dankbar den starken Beifall. — Die Komödie ..Achtung, frisch gestrichen" von Rene Fauchois (die wir anlässlich ihrer Erstaufführung in Köln bereits in Nr. 47 der C.-V.-Zeitung vom 25. November ausführlich besprachen) wurde auch im Düsseldorfer Kulturbund aufgeführt. Der herzliche Beifall war ein deutlicher Beweis dafür, dass man sich ausgezeichnet unterhalten hatte. I. C. Bei den Jüdischen Tonkünstl er n Frankfurts sangen die Altistin Paula Levi und Lim Wiesner, eine noch Werdende, der man einstweilen einen angenehm timbrierlen, noch stark in der Entwicklung begriffenen Sopran bestätigen kann, Lieder, Arien und Duette. Auch drei dankbar gesetzte packende Liederscfaöpfungen des ausgezeichneten Begleiters Dr. Willy Salomon wurden beifällig aufgenommen. Die drei Ausführenden fanden ein sehr freundliche» Echo, rrr- An einem anderen Abend hörte man Lieder und Duette aus älterer und neuerer Zeit, von Händel über Mendelssohn bis zu den anmutigen und wirksamen Vertonungen des zeitgenössischen englischen Baritons Roger Quilter oder des Franzosen Henri Duparc. Erna Gross, die musikalische, mit sehr 'sympathischen kultivierten Stimmitteln begabte Sopranistin, und Hans A s s e n h e i m . der ausgezeichnete Bariton, teilten sich mit Lilly S c h w a r z - M a y e r h o f e r, der feinsinnig gestaltenden Begleiterin, in die Ehren des Abends. — An einem besonderen Abend kamen jüdische Volkslieder und Geschichten zu Gehör. Janko Kauf f mann sang ernste und heitere Vertonungen mit seinem zumaj iu Mittellage und Tiefe ergiebigen. Bass und mit gutem Humor; Zacharjasz Berg er erwies sich als kundiger und empfindungsvoller Sprecher, und Lern' Lersch-Morgenstern war die sichere, feinsinnig nuancierende Begleiterin des sehr dankbar aufgenommeneu Programms. —-tt. Auch der Frankfurter Kulturbund sicherte jetzt mit einem Gastspiel Liese! Simons, in ihrer Wohnstadt längst gut bekannt, den Kindern ein paar vergnügliche Nachmittagsstunden mit ihrem hübschen Kasperith e a t e r. Der Kontakt mit der jungen Hörerschar war von Anfang an hergestellt, und das kleine Publikum folgte den Vorgängen mit lauter entschiedener Teilnahme. Es war „lebendiges Theater"! — Dr. Anneliese Landau plauderte über „Ungetanzte Tänze''. Köstliche Proben solcher Konzert- und Salonmusik (von Webers ..Aufforderung" bis zu einer virtuosen Grünfeld- Paraphrase) spielte, wie die Rednerin selbst mit herzlichem Beifall bedacht, Woifgang Rose als kultivierter und eleganter Pianist. — tt. Ein Solistenabend setzte die Reihe der Konzerte des Hamburger Kulturbundes fort. Man hörte den Cellisten Dr. Jakob Sakom in Werken alter italienischer und neuerer Komponisten. Kein Wort des Lobes für diesen Künstler ist zu viel: seine meisterliche Technik und sein verinnerlichtes Spie! erschlossen dem Hörer alle Schönheiten der dargebotenen Kompositionen. In Selma Hurwitz, die, in wpiten Kreisen als Altistin längst bekannt, zum ersten Male im Kulturabend vor eine breilere Oeffentlichkeit trat, besitzt Hamhurg eine repräsentative Sängerin. Ihre reife, kultivierte Stimme besticht durch die Schönheit ihres Klanges, ihr Vortrag durch musikalischen Ausdruck und Beseelung. Auf dem Programm standen u. a. Lieder von Julius Kraemer. Maria Syllm war eine gute Begleiterin; im Zusammenspiel mit Dr. Sakom wäre weniger Zurückhaltung zu wünschen gewesen. Die Künstler wurden lebhaft gefeiert. A. In Leipzig und Plauen gab es einen Abend unter dem Motto „Heinrich Heine, ein Märchen vom verlorenen Sohn" (dessen Veranstaltung in Wiesbaden an dieser Stelle schon gewürdigt nKann&t I>u sekon bU lOOjfliMfia.Stfa.V .N<wx, nur W& 935' ttUkn U5aklt TTUfctL nickt für AU £.Vt Z&ürttn^\ 0 Senden Sie mir bis auf Widerruf die C-V»-Zeitung 99 Pfennig für Januar, Februar, März zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Name: _______ _________ Ort:______________ Strasse:________ Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder unfrankiert) senden an: C.-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42. 92 81 41/45. wurde). Ausführende waren: Gerhard Walter Rosenbaum, Otto Bernstein, Ruth Kisch -Arndt und Kurt Heinemann. Eine Veranstaltung, die bei allen Zuhörern herzliche Zustimmung auslöste. Liesel Simon erfreute in einer gemeinsamen Veranstaltung des Kulturbundes und des Frauenbundes Leipzig mit ihrem Kasperle-Theater. Voran ging ein von Dr. Olga Buchsbaum einstudiertes Laienspiel, das die segensreiche Arbeit des Frauenbundes darstellte. K. S. Das Hamburger Kulturbund- Ensemble führte ,.Ä m c h a" — wir berichteten über die Aufführung in flamburg bereits in Nr. 47 vom 25. November — in Leipzig, Breslau, Dresden und Chemnitz auf. Der Pianist Erich Landerer spielte im Kulturbund München Werke von Chopin sowie Klavierstücke von Debussy, Ravel und Liszt. Das Publikum bewunderte das virtuose Spiel und den wunderbaren leichten Anschlag des Künstlers. Ca. Henri Herz Am 5. Januar jährt sich zum 50. Male der Todestag eines der berühmtesten Klavierspieler der Welt, des Juden Henri Herz, geboren in Wien 1803. Er machte 1845 eine grosse Konzerttournee durch Nord- und Südamerika. Seine Kompositionen sind oberflächlich und seicht, beherrschten jedoch die Konzertsäle vieler Länder der Weit. Das einzige Werk, das seinen Ruhm überdauerte, sind die bekannten Fingerübungen. K.W. Jüdischer Kulturbund Berlin Wochenplan. Theater in der Kominandantenstr. 57, 20 Uhr: „Zweikampf der Liebe": 1. Januar (Abt. 21. 31). 3. Januar (Abt. 8, IS); Eugen Onegin": 2. Januar (Abt. 29, 39), 4. Januar (Sonderveranstaltmig für Mitglieder und Abwechsler): ,. V i e 1 L ä r m um nichts": 5. Januar (Abt. 22, 32), 6. Januar (Abt. 23, 33). Kulfurbundsaai, Komniaudantenstrasse 5S'69, 20/i Uhr: Kleinkunstbühne 1. und 2. Januar; 20 Uhr: Vortrag Dr. Max Osborn. Sonderveranstaltungen für die jüdische Jugend wird der Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland gemeinschaftlich mit dem Reich sausschuss der jüdischen Jugendverbände und dem Jugendpflegedezernat der Jüdischen Gemeinde Berlin durchführen. Aufgabe dieser Veranstaltungen, die jeden Monat stattfinden sollen, ist. in leicht verständlicher Weise Themen musikalischer und literarischer Art der jüdischen Jugend nahezubringen und sie zu eigener Kunstbetätigung anzuregen. Es soll der Versuch gemacht werden, mit Rücksicht auf die besondere Bedeutung, die der Erziehung der Jugend zu künstlerischem Verständnis beizumessen ist, erste Künstler heranzuziehen. Neue Rompositionen für Orgel. Am Q.Januar gelangen Präludium und P'uge fis-moll von Dr. Oscar G u 11 m a n n und Pastorale h-dur von Richard Altmann in der Danziger Synagoge durch den ^Organisten der Berliner Synagoge Levetzowstrasse Hermann Schwarz, zur Aufführung. Eine Wiederholung der Werke findet im Rahmen eines Orgelkonzerts in der Synaaoge Münster i. W. am 23. Januar statt; auch hier spielt Hermann Schwarz. Preisausschreiben für Kieirtkunsttexte, veranstaltet von der Künstlerhilfe, hatte das Ergebnis, dass etwa 300 Einsendungen von 250 Autoren einsingen. 30 Einsendungen kamen in die entere Wahl, Der erste Preis konnte nicht zur Verteilung gelangen. Vor kurzem fand die endgültige Beseblussfassung des Preisrichterknllegiums statt. Die Preisträger wurden benachrichtigt; den übrigen Einsendern werden die Manuskripte wieder zur Verfügung gestellt. Die KünstJerhilfc der Jüdischen Gemeinde. Berlin-Oha rlnttenhurg 2, Kant^trasse 1?>0, OartenJbaiJS. ruftet :il!e Künstler, die si-h mit Werkkunst Keramik, M e t a M a r h e i t , Weberei) eofasseti, um Angabe ihrer Anschrift. Konzerte und Vorträge