Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1937-12-23 · 51 (23.12.1937) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
51 (23.12.1937)
Date
1937-12-23
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2277379-2277516-2277567--12495-2282106
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

C-V.-Zetfung Nr. 51 »23. Dezember 1937 Jüdisches Leben ■ Berlin Im Jüdischen Lebrhaus beginnt am id. Januar 1938 eine neue Donnerstag- Reihe unter dem Titel „Wirken in der jüdischen Öffentlichkeit". Den Beginn macht ein Zwiegespräch über den „Rabbiner" zwischen Ignaz May bäum und Manfred Swarsensky. Sprachkursus. Bei fügender Teilnehmerzahl soll ein Vormittagskursus für Englisch-Anfänger eingerichtet werden. Auskünfte und Meldungen im Sekretariat 250, Marburger Strasse 5, III, Montag bis Donnerstag 10—13 und 16-13 Uhr. Frankfurt a. M. Im Rahmen der Samstag-Vorlesungen 'des Jüdischen Lehrhauses „Vier Fragen jüdischer Existenz" sprach Dr. Arthur Prinz vom Hilfsverein über die Probleme der jüdischen 'Auswanderung. Er stellte die Situation der Juden in Deulschland in Gegensatz zur Lage der osteuropäischen Juden und wies auf die Lösbarkeit des Wanderungsproblems für die Juden in Deutschland und die Unmöglichkeit einer Testlosen Lösung der osteuropäischen Judenfrage hin. Die Ausführungen des Redners gaben einen guten üeberblick über die Fragen der Wanderung. H.A. F. Hamburg In einem drei Abende umfassenden Vortragskurs des Lehrhauses entwickelte Rabbiner Dr. Eschelbacher (Düsseldorf) die jüdische Geschichtsperiode, in der der Talmud entstand. Diesen Geschichtsabschnitt betrachtete er.von vergleichenden weltgeschichtlichen Blickpunkten ausgehend. Er machte es sich zur Aufgabe, innerhalb dieser Periode von rund 700 Jahren um die Zeitwende mit ihren mannigfachen Wechseliällen im Schicksal Palästinas und Babyloniens den beherrschenden Gesichtspunkt einer jüdischen Geschichtsauffassung zu erkennen. Er fand ihn nicht in eeschichiswissenschaftlichen, sondern in religiös, glaubensraässis zu begründenden und zu verstehenden Gedanken an die göttliche Vorsehung. Diese Abende einer wertvollen, vertiefenden jüdischen Geschichts- und Wissensvermittlung aus dem Munde dieses hervorragenden Sachkenners und geübten Dozenten fanden die dankbarste^ Anerkennung des Zuhörerkreises. Senta Elias. Karlsruhe Die jüdischen Lehrhäuser in Karlsr u h e und F r e i b u r g sowie die Gemeinden Baden-Baden, Konstanz und Heidelberg beendeten die Vortragsreihe „Grundlagen jüdischer Existenz" mit einem Vortrag von Rabbiner Dr. Schiff (Karlsruhe) über ..Seele Israels*'. Tu zwei Dingen hat nach der Auffassung des Redners die jüdische Existenz - ihre Begründung: im jüdischen Leben, das heisst zugleich in der Seele Israels, und im jüdischen Schaffen, das heisst im Geiste Israels. Die Seele Israels ist jene über die Jahrtausende hinwegreichende zusammenhängende Geschichte, jene unlösliche Verbindung vom Anfang bis heute, so dass wir heute noch wie vor Jahrtausenden von der gleichen Seele Israels sprechen können. In der Begegnung zwischen Gott und Israel, die allenthalben in der Geschichte sich vollzieht, entsteht ein Geistiges, eine Lehre. Als Ruf Gottes empfunden, wird sie zu einer Aufgabe des Volkes. So sind alle grossen geistigen Werke vom Talmud an bis zu den grossen neuhebräischen Darstellungen in der Zusammenfassung des jüdischen Geistesgutes zugleich Niederschläge der jüdischen Seele. Wie der Weg der jüdischen Geschichte nicht immer ein gerader gewesen ist, hat auch die Seele Xsraels nicht immer im Glänze gelebt- Aus der Welt, aus der Gesellschaftsordnung, aus ihrem eigenen Innern sind ihr Schatten erwachsen. In der Verbindung zwischen ihrer Gottbezogenheii und dem Streben nach. Verwirklichung alles Gottesgebots im Diesseits, das ist im Melanismus, vermag die Seele Israels auch ihre Schatten zu überwinden. P. St. Leipzig Das Lehrbau? veröffentlicht sein Programm für 1&-&. Zum Thema ..Pa];i<tlnakunrie'; werden B r :i u d e , Cohn. Joel. 0 <_• h s und W e 1 t s c h sprechen, zum Thema ..Fortschritte der IN"atur.vis-.:nsebaft und Technik'" B! umberg, Hirsch, Lust und W a r.teu b e r g , zum Thema .Jüdische Kunst" Bah, Kuritzkes, ßabinnwitz und S a b a t z k y. Mainz In acht gut besuchten Vorlesungen des Lehrhauses sprach Oberstudienrat i. R. Dr. Mannheimer (Mainz) über das Thema „Was ist Leben'?". In seinen sachkundigen Ausführungen wurden Aufbau und Funktionen des pflanzlichen und tierischen Körpers von den Einzellern bis zur höchsten Gattung mit Ausblicken auf den menschlichen Organismus behandelt Besonderes Interesse weckten die instruktiven Darlegungen der neuzeitlichen Vererbungslehre und der verschiedenen Theorien über Ursprung und Fortentwicklung der Lebewesen im Laufe der Erdgeschichte. M. Mannheim Im Lehr haus sprach der Leiter des Frankfurter Lehrhauses Dr. E. S t r a u s s über „Könige in Israel". In äusserst fesselnder, persönliche Prägung tragender Weise zeigte er, wie die jüdische Geschichte Piangeschichte ist, wobei die Geschichte der jüdischen Könige eine der grössten Tragödien aller Zeiten ist Schon bei dem von Dämonen umwitterten Saul zeigte sich, dass auch der stärkste Mensch Gott nicht vertreten kann. Nur David, der Leuchtende,. Sonnenscheinhafte, der König, Sieger und Sänger ist wirklich der Statthalter Gottes, aus dessen Mund die Antwort bricht auf das Wort der Offenbarung. Die theatralische Rede, die Salomo bei der Eröffnung des von ihm gebauten Tempels hält, zeigt, verglichen mit den prophetischen Sterbeworten Davids, so - Jüdischer Geist recht den Unterschied zwischen dessen Grösse und ihm. Mit Salomo, der eine ägyptische Königstochter in seinen Palast geführt hat, beginnt etwas Neues. Und König Ahab führt den Baalsdienst ein. So erscheint Eliahu, der dem Königtum und seiner Versündigung deD Untergang ansagt Dies ist der grosse Wendepunkt des Königtums. Nachhaltiger Beifall folgte dem packenden Vortrage, für den Professor Dr. B i 1 - 1 i g h e i m e r, der Leiter des Mannheimer Lehrhauses, in warmen Worten dankte. So. Wiesbaden Hier fand am 12. Dezember eine religiöse Weihestunde in der Hauptsynagoge am Michelsberg statt, zu der ausser den Juden Wiesbadens insbesondere die Mitglieder der Bezirksgemeinden eingeladen und zahlreich erschienen waren. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Rabbiner Dr. Rothschild (Saarbrücken) über „Jüdische Werte in unserer Zei t". Er ging aus von der Notwendigkeit, den Sinn des Judentums nicht aus unserer Zeit heraus, sondern aus den ewigen Werten des Judentums zu bestimmen. Judentum kann nur bestehen als sinnvolle Verknüpfung mit Gott als religiösem Faktor, mit dem Volk als unzerstörbarer Gemeinschaft, mit dem Land als Aufgabe unserer Bewährimg. Im vollen Bewusstsein unserer Werte liegt uns die Verpflichtung ob, die historische Bedeutung des Judentums durch lebendigen Einsatz und Opferfreudigkeit zum Ausdruck zu bringen. Die Rede war umrahmt von Darbietungen "des Synagogenchors unter Leitung von S. Lilienthal. Frau Hirsch- Brahmsen -Wiesbaden sang die Arie „Höre Israel*', Kantor Lilienthal die „Hammerarie'' aus dem Oratorium „Elias". An der Orgel wirkte mit feinem künstlerischen Geschmack Martel Sommer- Frankfurt a. M. 1\ L. Wie misst man erbliche Belastung? In der heutigen Zeit, in der die Gesetze der Vererbungswissenschaft allgemein diskutiert werden, erscheint die Fragestellung, die Dr. A. Czellitzer seinem Vortrag vor der Berliner jüdischen Aerzteschaft gab, nicht ungerechtfertigt: Wie misst man erbliche Belastung? Man denkt dabei gewöhnlich an die Vererbung krankhafter oder bösartiger Eigenschaften und spricht in diesem Sinne auch von erblicher Bedrohung. An sich gelien die Erblichkeitsgesetze für alfe, also auch für gute Eigenschaften. Voraussetzung ist freilich in allen Fällen, dass es sich um blutsverwandte Personen handelt. Czellitzers Erklärung lautet: Wenn eine in der allgemeinen Bevölkerung seltene Eigenschaft sich bei zwei oder mehr Lebewesen findet, die miteinander verwandt sind, so nehmen wir erbliche Uebereinstimmung an. Je seltener die Eigenschaft und je näher die Verwandtschaft, desto grösser die Wahrscheinlichkeit der Vererbung. Czellitzer versucht den Grad der Gefährdung genauer zu bestimmen. Die Familie — besser sagt man dafür die „Sippschaft" — umfasst die direkten Ahnen — zwei Eltern, vier Grosseltern und acht Urgrosseltern, im ganzen also 14 Personen — und die sogenannten Kollateralen, die Geschwister. Die einzelnen Ahnen müssen natürlich verschieden gewertet werden; der Vater hat massgebendem Bedeutung als der Urgrossvater. Die Eltern beanspruchen als gleichwertig an Gewichtigkeit jedes 50 Prozent; den Grosselterateil setzt Czellitzer mit 25. den der Urgrosseltern mit 12.5 an. Das würde zusammen den Wert von 300 als denkbares Maximum einer Belastung ergeben, wenn alle direkten Ahnen bis zu den Urgrosseltern betroffen sind. Bei der Unklarheit, die leider häufig schon über die Grosseltern und erst recht über die Urgrosseltern besteht, wird man zur Beurteilung des Belastungsfaktors die Kollateralen heranziehen, Dr. Czellitzer kommt — auf die Einzelheiten können wir hier nicht eingehen — zur Wertung der erblichen Belastung auf eine Art -Bruchrechnung und bezeichnet als Index einen Bruch, dessen Zähler die Befallenen und dessen Nenner die Untersuchten — direkte Ahnen und Geschwister — angibt. Danach würde z, B. der Erbliehkeitsindex bei einem neugeborenen Negerkind, das bekanntlich mit weisser Hautfarbe geboren wird, für die Aussicht, später nachzu- 300 dunkeln, ^qq betragen — sofern dieses Negerbaby reinrassig ist. War eines seiner Urgrosseltern ein Negeralbino, dessen Kinder sich von anderen Negern mitunter nicht unterscheiden lassen, die aber die Belastung weitertragen, so beträgt der Nenner bei Untersuchung aller vierzehn'Ahnen wieder 300; der Zähler aber ergibt nur 287,5. Der Gesamtindex würde für dieses 287,5 Negerbaby -jqq" sein. Bei einem Mischling ersten Grades, z. B. dem Kind eines Weissen und einer Negerin, wäre die Erbbelastung für späteres "■10 Nachdunkeln des weiss geborenen Säuglings ^öö Dr. Czellitzer glaubt, mit der von ihm angegebenen Berechnungsmethode die Belastung mich oben und unten mathematisch genauer gemessen zu haben — was für die praktische Stellungnahme im Einzelfalle von Bedeutung sein könnte. * Der Vortrag fand im Rahmen der wissenschaftlichen Abende statt, die von der Gesundheitsverwaltung der Berliner jüdischen Gemeinde veranstaltet werden. Vor Dr. Czellitzer sprach Prof. E. Herzfeld über ,.Die Vitamine und ihre Bedeutung für Klinik und Praxis". B. Die Kataloge 1938 (ScMu**) VW. Wrona, Deutschland- Spezial-Katalog Dieser ..grosse Wrona" hat für Deutsches Reich ab Ausgabe „Pfennige**, Saar- und Memelgebiet im wesentlichen die Preise und Erweiterungen des „kleinen Wrona'" übernommen, sonst aber z. T. sehr erhebliche Preissteigerungen gebracht die berechtigt sind. Zwischen dem I. und II. Teil wurden die Deutschen Ganzsachen und Gedenkpostkarten, hinter Deutschen Kolonien deren durch Steg getrennte Adlertypen eingefügt, die Bogenpreislisle durch Preise nach Platten und Eckrandviererblc-cks (Inflationszeit) erweitert, die Raketenpost weggelassen. Gelegentlich finden wir Umstellungen oder Neuaufnahmen von Abarten. Die Postgebiete des Schlussteiles (ab Danzig) gehen alle über zwei Spalten, was die Ueberskmtlichkeit beträchtlich erhöht: die ungebrauchten Altdeutschland sind nun endlich mit Preisen versehe«. Bei der Korrektur wurden viele Druckfehler in den Preisspalten übersehen- Der ..grosse Wrona" ist seiner Netto-Handelspreise wegen eine unentbehrliche Ergänzung des Michel-Deuischland-Kataloges. der andererseits dem Anfänger die notwendigen Erläuterungen zum richtigen Lesen des „Wrona" gibt. Neuheiten Aegypten. Zur Thronbesteigung des jungen Königs Faruk erschien eine neue Markenreihe mit seinem Bildnis, ägyptische Inschriften oben und unten „Postes d'Egypte": Wertangabe links vom Turban des Königs französisch und rechts arabisch: 1/2. 3, 4, 5, 10, 13, 15 und 20 Mills. Algerien. Die Gedenkausgabe für die Pariser Weltausstellung, vier Werte zu 40, 50 c, 1,50 und 1,75 Fr., zeigt im Querrechteck den algerischen Pavillon. Australien. Mit König Georg VI. erschien weiterbin ein? Marke zu 3 d, und. in neuer Ausführung, mit dem Lachvogel die 6 d und die 1 sh mit dem Leiervogei. Belgien. Jm Wappenmuster erschien der kleinste Wert zu 2 c. Frankreich. Zum Besten notleidender Geistesarbeiter erschienen eine 30 -f-10 c mit dem Brustbild des Schriftstellers Anatole France im Hochrechteck und eine 90 -f-10 c mit dem Bildhauer Auguste Rodin im Querformat. Gleichzeitig änderte die WohHätigkeitsmarke zugunsten des Nansen-Fonds in Genf (Freiheitsstatue im Hochrechteck) Wert und Farbe: 50-f25 c schwarzblau (bisher 75 i- 50 c violett). Griechenland. Zur 100-Jahr- Feier der Universität Athen im April d. J. wurde eine Marke zu 3 Drachmen mit einem Standbild der Athene im grossen Hochrecbieck verausgabt; im Hintergrunde geht die Sonne hinter einem altgriechischen Bauwerk auf, und die Zweckinschrift ist unten dreizeilig neben der Wertangabe angebracht. Auf eine Beschwerde des griechischen Roten Kreuzes hin wurde die Farbe des Aufdrucks auf der Beisteuermarke zu 50 Lepta von rot in grün geändert. Von dieser Marke mit kopfstehendem roten Aufdruck wurden von der Post, nachdem zwei Bogen durchgeschlüpft waren, insgesamt 9 Mill. Stück gedruckt, um jede Spekulation mit diesem Fehldruck zu vermeiden. Britische Post in Marokko. Da infolge eines kürzlich abgeschlosseneu Vertrages zwischen Frankreich und Grossbritannien dieses seine Post in der französischen Zone von .Marokko aufgibt, werden die Marken mit französischem Wertaufdruck bald überflüssig werden. Für diese Zone erschien die d mit Kopf König Georg VI. mit vierzeiligem Aufdruck, „Marocco/Agencies" oben und „o/centimes" unten. Für die spanische Zone erschienen mit gleichem Aufdruck, aber Münzangabe „centimos", die 5 auf H d, 10 auf 1 d und 25 auf 2'i d im gleichen Muster. Für Tanger wurden bisher nur die •> und 1 d mit einzeiligem Aufdruck „Tangier" ausgegeben. Die 272-Pence-Marke wurde aushilfsweise ohne jeden Aufdruck verwendet; es verlautet, dass die britischen Marken ohne jeden Aufdruck künftig die Ausgabe mit Aufdnu-.k „Marocco. Agencies" (ohne Wertaufdruck) ersetzen sollen. — Wir verweisen auch hier auf die Neuaufs tellung der Marken dieses verwickelten Postgebietes in den neuen Katalogen. Grossiibanon und Syrien. Zur Pariser Weltausstellung erschienen je eine Flugpost-Erinnerungsausgabe, die nur dort verkauft wird, je acht Werte von 0,50 bis 25 Piaster. Die Marken zeigen den Pavillon der orientalischen Mandatsverwaltung im Querrecbteck, bei Syrien stark verkleinert und im Rahmen geändert. Der Pavillon stellt eine alte Wassermühle dar. Hongkong. Die grüne 2 c, Georg V., hat ihre Farbe in grau geändert. Kolumbien. 13 Freimarken von 1 c bis 10 Pesos wurden durch Aufdruck „Oficial" in Dienstmarken .umgewandelt. Kedah. Eine neue Reihe, neun Werte von 10 c bis 5 Dollar, zeigt das Bild des Sultans im Hochrechfeck. Kelantan. In ähnlicher Ausführung wie die i-Dollar-Marke von 192S (Sultan) wurde eine neue Reihe, acht Werte von 1 bis 40 c, ausgegeben. Kleine Entente. Die Erinnerungsmarken an die gemeinsame Zugehörigkeit zur „Kleinen Entente" von Rumänien, Südslawien und der Tschechoslowakei zeigen auf hochrechteckigen Marken einheitlich augeordnet unter dem Landesnamen die Inschrift „Petite Entente" und unten, von Wertschildeben flankiert, in der Mitte die symbolischen „Drei Ringe". Rumänien hat die Kathedrale von Curtea de Arges (7,50 und 10 Lei) dargestellt, SiTds 1 a w i e n die Stiftskirche von Oplenac (3 und 4 Dinar) und die Tschechoslowakei den Hradschin (2 und 2,50 Kr.). Liechtenstein. Die ersten Werte einer neuen Frei marken reihe sind herausgekommen. Die 10 Rp. zeigt im Hochrechteck einen Ritter mit Wappenschild vor Schloss Vaduz, die 50 Rp. im Querformat Burg Gutenberg, links davor das BrusC bild eines Ritters und rechts ein Wappen. Das vorderseitig gelblich gefärbte Papier dieser beiden Marken ist gelagertes Kreidepapier ohne Wasserzeichen. Beide Marken sind auch mit dem bekannten Aufdruck als Dienstmarken erschienen. — Eine Sonderausgabe von vier Werten bringt Darstellungen aus der Arbeitsbeschaffung der Regierung, je zwei Arbeiter und (10 Rp.) die Schlucherbrücke von Malbun, 20 Rp. Strassenbau bei Triesenberg, 30 Rp. Mündung des neuen Binnenkanals m den Rhein, 50 Rp. Fürst-Franz-Brücke. Litauen. Mit dem Bilde des Staatspräsidenten Smetona im Rahmen-Hochrechteck erschienen die Werte zu 15, 30 und 60 Centn, ferner in neuer Wappenzeichnuag (Wappen und litauische Embleme, letztere von oben nach unten angeordnet) Ergänzungswerte zu 10, 25, 35 und 50 C. Nikaragua, Die Freimarken im Muster „Staatspalast" und „Kathedrale" wurden in wieder geänderten Farben und ohne Schutzauf druck ausgegeben. Polen. Neue Marken zu 25 und 55 Groszy tragen das Bildnis des Marschalls Rydz-Smigly.. Die Portomarke zu 40'Gr. wird mit Aufdruck als 25, 30 und 50 Gr.-Portomarken aufgebraucht. Polnische Post in Danzig. Auch die neue 15-Gr.-Marke von Polen mit der Universität Lemberg erschien mit. Aufdruck „Port Gdansk". Rumänien. Aniässlich seines 100. Geburtstages wurde der Dichter Joan Creanga durch vier Gedenkmarken in "zwei Mustern geehrt. Die 2 und 4 Lei zeigen sein Geburtshaus und die 3 und 6 Lei sein Brustbild im Querrechteck. Zum achten Jahrestage der Ausrufung Carols II. zum König wurde eine Werbeserie mit Zuschlag für Sport und Leibesübungen ausgegeben, die acht Werte in verschiedenen Mustern, 25 -f- 25 Bani bis 10 -f 4 Lei, umfasst. Sonderstempel zu jüdischen Kongressen. Während des 20. Zionistenkongresses in Zürich und zur Zeit, des Aguda - Kongresses in Marienbad verwendeten beide Städte Sonderstempel mit entsprechender Inschrift. Der Marienbader Stempel, der an einem Sonderschalter des Postamtes I für aufgelieferte Sendungen benutzt wurde, enthält die Worte „Dritter Weltkongress der Agudas Jisroel 18. bis 23. August 1837" sowohl in tschechischer als auch, wohl zum ersten Male in Europa, hebräischer Sprache. Die nächste BrietMnarken -Eek® erscheint in ca. 4 Wochen. Mit VIKTOR WEISS BERLIN VV 9. Potsdamer Strosse 26 Nähe Poisdamer Platz Telef. 212901 Ankau' BHfgFg*ilftiClü Verkauf _____ Grosse Auswahl.in Neuheiten: Alt-Europa und Deutsches Reich FRIEDRICH WOLF Berlin O 27 Holzmarkis«r 68. Tel.592103 Kataloge, Alben. Nachträge 1938 \etr.t bestellen sowie Blocks FqIbiHs Be«*Jin. Hektorstrass9 2.pt. IcaUMS. Gegr"'"rict 1893 Tel. 97 10 84 Ankauf - Verkauf 10-14 Uhr und ab 6 Uhr LU!>WIG WEYER Berlin Vi 50. flrchenbachstrcfie 6 ' 245250 , Zeppelinfliipe. Katapult' post DOX Erstflügc Fritz lewto, Berlin KT 35. Liilzswslr. 91 a Briefmarkenhandlung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.