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Central-Verein-Zeitung · 1937-12-23 · 51 (23.12.1937) · p. Seite 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
51 (23.12.1937)
Date
1937-12-23
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Nr- 51 * Beibloft oHbla#^C-VrZei 23. Dezember 1937. * Se'rte 13 Lebensregeln für den Sportler Ort spricht man in Sportlerkreisen über Besonderheiten in der Lebenshaltung eines Spitzenkönners. Muse dieser, um sein hochgestecktes sportliches Ziel erreichen zu können, mit Beginn der Vorbereitungen seine Lebensgewohnheiten umstellen, muss er im einzelnen eine vorgeschriebene Ernährungsdiät halten, dem Alkohol und dem Nikotingemiss entsagen? Diese Fragen sind allgemeingültig kaum zu beantworten; denn was der Konstitution des einen entsprechen könnte, passt noch lange nicht auf den anderen. Wir meinen vielmehr, dass sich überhaupt keine Gesetze aufstellen lassen, die 4en Leistungsaufbau grundlegend beeinflussen und dem Sportler den Weg zum Erfolg weisen. Uns scheint die Lebenseinteilung die richtige zu sein, die am natürlichsten ist, die üblichen normalen Gewohnheiten in maesvoller Weise beibehält und nicht plötzlich etwas Neues einführen will, was kaum ohne körperliche Schäden und Formverlust abgehen würde. Wenn beispielsweise ein Sportler an asketische Lebenshaltung gewöhnt ist. so ist das für gewisse Disziplinen, vor allem für den Langstreckenlauf, nur vorteilhaft; isst er gern und viel Fleisch, braucht Winterhilfsspiele in Vorbereitung Die ersten Ankündigungen der grossen gemeinsamen Sportveranstaltung am 23. Januar in Berlin zugunsten der Jüdischen Winterhilfe haben allseitig grösstes Interesse ausgelöst. Während die organisatorischen Vorbereitungen darauf abgestellt sind, diesem Sporttag zu einem ganz grossen Erfolg zu verhelfen, haben auch die sportlichen Ausscheidungen bereits eingesetzt. So spielten am Sonntag in Berlin zwei kombinierte Handball-Auswahlmannschaften des ..Schild" gegeneinander und Hessen trotz hindernden Schneebodens erkennen, dass die Berliner ,.Schild"-Eli über eine Spielstärke verfügt, die im Kampf gegen die südwestdeutsche Makkabivertretung eine grosse Leistung garantiert. Ueber die. einzelnen Mannschaftsaufstellungen und die Vorbereitungen der übrigen Landesverbände werden wir laufend berichten. er nicht Vegetarier zu werden. Man weiss, dass in der Regel Franzosen und Italiener ihren Rotwein, die Bayern ihr Bier selbst vor dem Wettkampf nicht vermissen können, während anderen schon ein Tropfen Alkohol zu schaden vermag. Wir möchten mit diesen Gegenüberstellungen, die sich beliebig vermehren Hessen, zum Ausdruck bringen, dass der Sportler sein Leben will, wie er es gewöhnt ist — sei es im Training oder im Wettkampf. Mit diesen Erfahrungstatsachen muss man rechnen. NatürHch braucht ein Sportler Schlaf, viel und geregelten Schlaf. VöUig'ausgeruht und seelenruhig muss er in den Wettkampi gehen, um seinen Körper bis an die letzte MuskeHaser in der Gewalt zu haben. Aber ebenso ausgeruht sollte er im Training sein; denn es gilt, hierbei nicht vorzeitig Reserven an Nerven und reiner physischer Kraft einzubüssen. Wer müde trainiert, ist am ehesten dem Uebertraining und seinen schädlichen Einflüssen ausgesetzt. Jeder Sportler will individuell behandelt werden, am. besten durch einen gewissenhaften Trainer, der ihn in Kenntnis seiner Gewohnheiten am sichersten diszipliniert und syste- - matisch vorwärts führt. Die amerikanischen Weltklasseaibleten. die teilweise ihre persönlichen „Coachs" haben, sind in ihrem sportlichen Lebensstil der beste Beweis für die Richtigkeit dieser abschliessenden Behauptung. M. F. Lernen wir aus Büchern Die Aschenbahn im Makkabiah-Stadion in Tei-Aviv ist fertiggestellt. Der bekannte schwedische Fachmann Kreigsmann, der Erbauer der Stockholmer Olympiabahn, war mit dem . Neubau beauftragt und hat sich geiner Aufgabe anscheinend erfolgreich entledigt Nach langen Experimenten an Ort und Stelle ist die Bahn bis in ihre untersten Schichten überholt worden und soll heute nach massgebendem Urteil ebenso hart wie elastisch, widerstandsfähig wie leicht insiandzuhalteu sein. Kreigsmann selbst bezeichnete sie als den guten westeuropäischen Bahnen mindestens gleichwertig und als die beste des Vorderen Orients überhaupt Der finnische Olympiasieger und Langsireckenkamerad Nurmis, Eli Katz, uns aus seiner Aktivenzeit beim Bar Kochba Berlin bestens bekannt, unterstützte Kreigsmann schon während seiner schwierigen Arbeiten im Lande und ist nunmehr vom Makkabi-Weltverband als Bahnaufseher verpflichtet worden, womit wohl eine fachmännische Behandlung der Bahn am sichersten gewährleistet ist Der bekannte finnische Leichtathlet Lauri Pibkala hat eine Trainingskunde „Allgemeine Richtlinien iiir das athletische Training" geschrieben. In klar verständlichen Worten legt er dar. dass es nicht darauf ankomme, sich in speziellen Schilderungen einzelner besonderer Fälle athletischen Trainings zu verlieren; es sei vielmehr besser, allgemeingültige Trainingsrichtlinien zu suchen und sich danach zu verhalten. Vorzüglich und zweifellos richtig formuliert ist sein Gebot an die Jugend, die vor der Frage steht, wann sie sich zu speziaHsieren beginnen soll. Gerade in dieser Beziehung wird im jüdischen Sport vieles falsch gemacht. Viel zu früh glauben unsere Jungen, sich für eine bestimmte Sportart entscheiden zu müssen, und werden darin von ihren Trainingsleitern nur noch bestärkt. Es wäre vielleicht ratsamer, au6 den Worten des gewiss erfahrenen Finnen Nutzen zu ziehen: „Die Athletik des Knabenalters soll aus vielseitigem Spiel und spielerischer Athletik bestehen. Die Jugend soll sieb ihrer Jugend freuen. Zwischen 16 und 20 muss sich aber der Junge klar -werden, was er als Athlet werden will, ob Werfer, Springer oder Länfer, Ringer, FussbaHspieler, Schwimmer oder Mehrkämpfer. Demgemäss muss er anfangen, den Feinheiten des Stils mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden und sich dadurch auf die Spezialisierung vorzubereiten. ^Spezialisierung ist nicht gleichzusetzen mit körperlicher Einseitigkeit. Spezialisierung ist also nur bezüglich ihres Zieles einseitig, während der Weg dahiä über eine grosse Menge vielseitiger Hebungen führt." —n. Sport der Woche Berlin Berliner Verbandsspiele Das Programm des 12. Dezember war an sich mager, trotzdem gab es einige interessante Begegnungen, von denen die im Fuss ball zwischen 1SG 33 I und Hakoah II einen erneuten Formanstieg der ISG-Elf vermittelte. Nachdem die Elf, die sich zunächst mit dem Boden gar nicht abzufinden vermochte, noch zur Pause mit 0 :2 im Rückstand lag, klappte es später wesentlich besser, so dass noch ein klarer 7 :2-Sieg heraussprang. Im Handball schlug Bar Kochba II die „Erste" des Hagibor mix 3 :0, ISG 33 I die Kameraden der zweiten Mannschaft mit 10 :1, und bei den Frauen blieb Bar Kochba I mit 3 :1 Sieger über ISG 33 II. Sonstige Ergebnisse: Maceato II—Bar Kochba A. H. II 4 :0; Triton II—ISG 33 VII 3:8; Bar Kochba 2 Frauen—Bar Kochba 3. Frauen 3:2; Bs,r Kochba 3. Jugend—IBC Berlin 1. Jugend 1 :2; Bar Kochba 2 Jugend—IBC Berlin 2. Jugend 33 :1; Kanuciub l'. Frauen—ISG 33 5. Frauen 2 : 0; ISG 33 2. Jugend— ISG 33 III 2; 5; Bar Kochba 4. Jugend—Bar Kochba. 5. Jugend. H. F. Handballspiele der Berliner jüdischen Schulen Jungen A , Goldschmidt-Schule—„ORT'-Schuie 4 :1, Mittelschule—Lessler-Scbule 8 :10, Höhere Schule "Wilsnackerstrasse I—Vorlehre Niederschönhausen 10 :0; Jungen B, Schule Rykestrasse—Goldschmidt-Schule 4 : 1. Mittelschule—Lessler-Scbule 8:0; Mädel A. Goldächmidt-Schule—Schule Rykestrasse 4 :5. Mittelschule I— Höhere Scbule Wilsnackerstrasse 9:0; Mädel B. Goldscbmidt-Schule—Lessler-Schule 7 : 0. F. Südwestdeutschland Unvollständige Fussballmannschaftex* In Frankfurt a. M. standen sich Mannschaften des JSV Offenbach und des Bar Bochba Frankfurt a. M. gegenüber. Allerdings spielte bei Ottenbach überhaupt kein Spieler der 1. Mannschaft, dafür aber ein Schüler im Tor, während Frankfurt a. M. wenigstens sechs Mann aus der ..Ersten" zur Verfügung hatte. Ergebnis: 13 : 0 (8 : 0^ für Bar Kochba Frankfurt a. M. Schild Frankfurt a. M. 1. Schüler—Bar Kodiba Frankfurt a. M. 1. Schüler 0:1. L. B. Weitere Ergebnisse Handball: Schild Wiesbaden' Frauen—Hakoah Frankfurt a. M. Frauen 1 :3 (1 : 0): Schild Wiesbaden Jugend— Hakoah Frankfurt a. M. Jugend 4:5 (0:4). Tischtennis: Klubkampf Schild Wiesbaden—Hakoah Frankfurt a. M. 20 : 10. B Kin&erturoen in Breslau Mit einem Wetturnen der Knaben- und M. ädchenriegen erzielte die Sportgruppe Breslau einen guten Werbeerfolg. Die Wettkämpfe zeigten eine intensive Breitenarbeit. Du). Boxen beim Bar Kochba Leipzig Als Auftakt zu seinem kommenden boxsportlichen. Veranstaltungen brachte Bar Kochba Leipzig seine "Vereinsmeisterschaften zur Durchführung. Am besten eefielen der Papiergewichtler Sessler. Glaser im Weltergewicht und der Halbschwergewichtler Eisner. _ K—n. Rheinland- Westfalen Tischtennis in Westdeutschland Im Bezirk Mittelrhein des „Schild" sind die Tisöhtenniskämpfe um die Mannschaftsmeisterschaft über das erste Stadium hinaus, üeberrasebenderweise wird die Tabelle von M.-Gladbach/Rheydt angeführt. Es folgen Krefeld und Düsseldorf mit vier Punkten aus drei Spielen. Aachen ist noch ohne Spiel und JTV 02 Köln hat seine beiden Spiele gegen Düsseldorf und Krefeld verloren. J. G-. Beim fälligen Punktekampf um die Mannschaftsmeisterschaft des Bezirks Industrie des „Schild" Vet Städ md Sief Sonntag, 26. Dezember Südwestdeutschland Handball: Turniere des Schild Wiesbaden, Teilrehmer: IBC „Berlin". Schild M.-Gladbach, ISV Offenbacb, Schild Wiesbaden, Wiesbaden, Sportplatz an der Lahnstrasse. Fussball: Bar. Kochba Frankfurt a. M. II—ITVS- Mrnberg II. \2% Uhr, Bar Kochba Frankfurt am Main I-ITVS Nürnberg I, 14 Uhr* Frankfurt a. M .. Sportplatz Sondershausenei Strasse: Bar Kochba Offenbacb I-Hakoah Karlsruhe I, 14 Uhr, Karlsruhe Hak'»ah-Sportp!atz. Tischtennis: Städtekampf Bar Kochba Frankfurt;i. Main IT YS Dürnberg, Frankfurt a. M., Klubheim Neue Mainzersfrasse, 18 übr. Hockey: Bar Kochba Frankfurt a, M. 1—Hakoah Köln I, Frankfurt a. M., Sportplate Sondersbausener Strasse, 11 Uhr. Rheinland/Westfalen FussbaU: Meisterschaftsspiele TüSPA Krefeld I— Schild Bonn I, vorher untere Mannschaften, Krefeld,. Neuer Scbildplatz; Schild Düsseldorf I—ITV 02 Köln I, vorher Schüler, Düsseldorf, Scbildplatz. Mitteldeutschland Fussball: Schild Leipzig I-JSC Fürth I 14 Uhr, Leipzig, Sportplatz Thekla. Handball: Schild Leipzig I, 1 Frauen, 1. Jugend— JSG 33 Berlin I, 1. Frauen, 1. Jugend, Leipzig, Sportplatz Thekla 11 Uhr. $ Der Sportbund „Schild" beabsichtigt 1938 erstmalig eine Reichsmeisterschaft im Wasserhall durchzuführen. gab es in Herne eine Sensation, als es der ISG Dortmund gelang, ihren Sieg aus dem Gesellschaftsspiel gegen den westdeutschen Meister mit 8 :6 zu wiederholen. Doch mussten die Punkte nach der Verbandssatzung den Dortmundern ab- und den Hernern zugesprochen werden, da die Gäste ohne „Schild"-Abzeichen angetreten waren. Eine gewisse strenge Strafe, die aber im Interesse der Ordnung und Disziplin im jüdischen Sport durchaus angebracht erscheint. R. B. Boxsport-Allerlei Kein Unentschieden mehr Auf einer Tagung des Fachamtes Bosen wur* den vorkurzem einige grundlegende Aenderungen. der Wettkampfbestimmungen 'beschlossen. Sie dürften auch auf den jüdischen Sport Anwendung finden, namentlich auf Veranstaltungen, zu denen das Kampfgericht vom D.R.L. gestellt wird. Danach soll es in Zukunft bei internationalen Kämpfen, Turnieren und Meisterschaften kein Unentschieden mehr geben, vielmehr muss ein Sieger verkündet werden, und zwar derjenige Boxer, der in der letzten Runde der Bessere, also dem Enderfolg am nächsten war. Verlief auch die dritte Runde ausgeglichen, so zählt die insgesamt grössere Angriffsfreudigkeit. Bisher formten sich die Punktrichter auf Grund des besseren Stils für den einen oder den anderen Kämpfer entscheiden, üeberhaupt soll künftig die Härte wieder mehr Berücksichtigung finden, allerdings nur in bezug auf Senioren; denn für Jugendliche ist nach wie vor technisches Boxen ausschlaggebend. Diese neue Orientierung kommt auch in der unterschiedlichen Bewertung der Treffer zum Ausdruck. Während ein technisch einwandfreier Treffer, ob schwer ob leicht, bisher stets gleichmässig gepunktet wurde, sehen die neuen Bestimmungen eine Staffelung vor; danach soll ein einfacher Schlag nunmehr mit einem, ein Niederschlag bis fünf mit zwei und ein Niederschlag bis neun mit drei Hilfspunkten bewertet werden. Man wird sich im Training auf diese wesentlichen Aenderungen einzustellen haben. 6X2 oder 3X3 Im westdeutschen „Ständigen Ring4* des Schild-Sportbundes wurden vor kurzem, "wie unser R. ß.-Berichterstatter mitteilte, mit schönem Erfolg einige Kämpfe durchgeführt, die statt der im allgemeinen üblichen drjei Runden zu je drei Minuten über sechs Runden zu je zwei Minuten git/gen. Diese nach den Wettkampfbestimmungen in der Altersklasse durchaus erlaubte, im übrigen in England bevorzugte, „Abwechslung" hat sicherlich ihre Vorzüge; denn sie verlangt in besonderem Masse Stehvermögen, durchdachter'} Taktik und ausserordentliche Konzentration. Wir möchten dennoch empfehlen, von ihr in grösserem Umfange abzusehen, weil sie an unsere zum überwiegenden Teil jungen Boxer Anforderungen stellt, die in unserem Trainingsbetrieb nur schwerlich zu bewältigen sein werden. Einigung im „Profi"»LcLger Während eigentlich in fast allen Sportarten, nicht nur bei den Amateuren, sondern auch bei den Berufssportlern, einheitliche internationale Dachverbände bestehen, die sämtliche in ihrem Bereich vorkommenden strittigen Fragen und sonstigen Angelegenheiten für die ganze Welt verbindlich klären und entscheiden, weiss man vom Berufsboxsport, dass es dort ein heilloses Durcheinander gibt. Wir kennen zunächst die International Boxing-Union (IBU), deren Geltung kaum weiter als bis zu den Grenzen des europäischen Kontinents reicht, die aber schon nicht mehr von der das britische Imperium beherrschenden British Boxing Board of Control (BBBC) anerkannt wird. Zu diesen kommen die beiden nordamerikanischen Organisationen, die State Athletik Commission of New York und die National Boxing Association oftne United States (NBA), die Chicago zum Mittelpunkt bat Zwischen diesen vier Verbänden herrscht ein dauernder Kar?f. Sie bestreiten sich u. a. gegenseitig die Berechtigung, Weltmeisterschaften auszutragen, erkennen „gegnerischen" Weltmeistern den Titel ab und verhängen Strafen, über die die anderen hinweggehen. Hier will man nun Wandel schaffen. Auf Initiative des italienischen Verbandes ist be b- „UJohep» hast Du. nur so vidc KcnntgaV* „Uafcl Ul do&H GV.-AbonnentJ" -* .Na., die GiVrZ eltung kostet doch Auf 93 Pfennige - da bekomme Ub Immer dxn ßundfirtsteni* Senden Sie mir bis auf Widerruf die C-V.-Zeif ung. 99 Pfennig für Januar, Februar,März zahle ich bei Vortage der Postquittung an den Briefträger. Die letzte Dezember - Nummer wird mir kostenlos geliefert. Name: Orf-._ Strasse:. Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder euch unfrankiert) senden an: C.-V .-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emj-r Strasse 42. Tel V2 81 41. sichtigt, am 19. April in Rom eine Konferenz aller vier durchzuführen, mit dem Ziel, im Interesse des Berufsboxsportes eine einheitliche Front herzustellen. Die Einladungen sind jedenfalls herausgegangen. Ob ihnen die Verband« Folge leisten? Bei den Wiener Sehwünmeisterschaften am 19. Dezember siegte E 1 b o g e n über 200 m Brust ia 2.53,2. Zweite Plätze für die Hakoah-Wien errangen die junge K r e i n d 1 e r , die 100 m Rücken in 1.26,9 schwamm, die 3-mal-iOO-m-Lagenstaffel für Frauen (4.24,3), die 3-raaI-200-m-BruststaffeI für Frauen (10.40.5) und die 4-rua!-200-m-Kraulstaffel für Männer (10.12,0). Die Pressburger Bar Kochbaner konnten am 14. Dezember wieder drei neue tschechische Landesrekorde im Schwimmen aufstellen. Ueber 200 m Rücken kam Trude Freund auf 3.01,2, Irene Karpeles schwamm über 50 m Brust 39,2, und die 4-mal-50-m-Lagenstaffei verbesserte den Rekord auf 2.53,4. Bantamweltmeister Benny Lyacb. hatte am 15. Dezember in Leicester einen neuen grosses Erfolg zu verzeichnen. Im Kampf gegen den französischen Meister Georges Bataille erhielt er in der 8. Runde den Sieg, da der Ringrichter den völlig geschlagenen Gegner aus dem Ring schickte. Bei der grossen Pariser Eisgala schlug am 15. Dezember die französische Nationalmannschaft im Eishockey die spielstarke Vertretung der Schweiz überraschend mit 2 : 0. Bester Stürmer der Franzosen war H a g n a u e r , der auch beide Tore schoss. Für Jugend und Schule Die Reichs Vertretung der Juden in Deutschland (Abt. Zentralwohlfahrtsstelle) unterhält seit 1934 einen Schulkinderfonds. Aus seinen Mitteln werden hilfsbedürftige, in Kleingemeinden lebende Kinder, die nicht die Möglichkeit des Besuches einer jüdischen Schule haben, unterstützt. Die Unterstützung erfolgt in der Weise, dass — je nach Lage des Falles — Kinder in Gemeinden mit jüdischen Schulen untergebracht werden oder Fahrgeldzusohüsse erhalten, um die nächstgelegene jüdische Schule zu besuchen. Der Schulkinderfonds unterstützt gegenwärtig 304 Kinder mit Fahrgeldzuschüssen und 225 Kinder, die ausserhalb "ihrer Familie untergebracht sind, davon 161 Kinder in der von der Reichsvertretung und dem Hessischen Landesverband jüdischer Gemeinden gegründeten jüdischen Bezirksschule in Bad Nauheim. Von diesen 161 Kindern leben 77 im Internat, während 84 als sog. Fahrkinder täglich zur Schule kommen. Die Reichsvertretung ist im Augenblick leider nicht in der. Lage, weiteren Gesuchen um Bezuschussung aus dem Schulkinderfonds zu entsprechen. Erhöhung der Eingänge durch Stärkung der Aktion für die ..Blaue Beitragskarte" und Vergrösserung der Mittel des Zentralausschusses für Hilfe und Aufbau sind daher dringend erforderlich. Das Jüdische Auswandererlehrgut Gross- Breesen bei Obernigk (Schlesien) teilt uns mit, dass zu Ostern einige Plätze für Jungen und Mädchen — nicht unter 15 Jahren ~ zur Ausbildung in Landwirtschaft und Gärtnerei frei 6ind. Auskünfte erteilt die Leitung des Lehrgutes. In dem landwirtschaftlichen Lehrjrut Landwerk Nenendorf kann, wie die Presseabteilung der Reichsvertretung mitteilt, zur Zeit eine Reibe von Ausbildungsplätzen für landwirtschaftliche and gärtnerische Ausbildung on Jungen und für die Ausbildung von Mädchen im Haushalt, in Geflügelzucht und MilPhwiitsrhaft neu besetzt werden. Prospekte stehen auf Wunsch zur Verfügung. Anfragen von Selbsrzahlern an Hauptverwaltung des Landwerk Neuendorf, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158.

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