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Central-Verein-Zeitung · 1937-12-09 · 49 (9.12.1937) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
49 (9.12.1937)
Date
1937-12-09
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 49 * Beiblatt 9. Dezember 1937 * Seite 15 Leichtathletik in Tabellen Anstatt der sonst an dieser Stelle üblichen ausführlichen Auswertung der Leichtathletiksaison streifen wir, in Verbindung mit einigen interessanten Tabellen, die wir aus unserer ..Liste der fünf Besten" (vgl. „Sportblatt" der C.-V.-Zeitung Nr. 43 vom 28. Oktober 1937) errechneten, noch einmal die Leichtathletiksaison 1937 und deren Spitzenleistungen. Zweierlei gilt es am Beginn dieser umrissartigen Betrachtung festzuhalten: das Handicap einer viel zu kurzen und viel zu spät begonnenen Saison, wozu noch der deutlich fühlbare Mangel an Trainingsgelegenheiten kommt — und demgegenüber als" erfreulich es Faktum: das trotz allem sprunghaft vorangekommene Können unseres Nachwuchses. Von ihm glauben wir zu behaupten, dass, wenn er sich bescheiden und sportlich, frei von allen Star-Allüren, einer ernsthaften Trainingsarbeit befleissigt, bald, vielleicht schon im nächsten Jahr, in der Lage sein müsste, aus der vorzüglichen Breite zumindest einige Spitzenleistungen zu vollbringen, die denjenigen der letzten Saison erheblich „über" sind. Das ist unsere Hoffnung, die wir nicht, nur auf die stützen, die in der Liste bereits vertreten sind, die wir vielmehr in ganz besonderem Masse den zahlreichen gleichwertig guten Jugendlichen zuschreiben, die wir auf Sportfesten und im Training überall begeistert und strebsam, dazu mit viel Geschick mitmachen sahen. I. Die nachstehende Tabelle, die an Hand der offiziellen Mehrkampf Wertungen das Verhältnis der einzelnen Spitzenleistungen zueinander wertet, lässt erkennen, dass das Können unserer „Techniker", gemessen an dem der sportlichen Umwelt, klar unter den Leistungen unserer Läufer und Sprinter liegt. 31änner Dr. Lewiii (100 ra 11,1) ...... 880 Punkte H. Blanck (Hochsprung 1,79 m) . . . 797.5 „ Orgler (800 m 2.04,3)....... 797 „ Bar Kochba Berlin (4 x 100 m 46,2) . 794,8 „ K. Meyer (1500 m 4.21,6)..... 785,6 „ A. Blanck (Weitsprang 6,91 m) . . . 786 Werthen (öCOOm 16.18,3).....781,6 „ Fröhlich (400 m 53,6).......755,8 ., ISG 33 (4 x 400 m 3.49,8)..... 739.2 „ Preiss (Kugelstossen 11,95 mV. . . . 509,5 „ Klaber (Speerwerfen 52,13 m) ... 509,4 „ Klaber (Diskuswerfen 33,40 m) . . . 429,4 „ Frauen G-laser (Hocbsprung 1,46 m).....73 Punkte Seckbach (100 m 13,1).......67 Vogel (200 m 28,8)........62 Mello (Kugelstossen 11,18 m) .... 61.2 „ Schild Stuttgart (4 * 100 m 54.2) ... 61 „ G. Meyer (Weitsprung 4,97 m) ... 50,7 „ Levy (Diskuswerfen 30,91 m) .... 48,2 „ Schneider (Speerwerfen 31,40 m) . . . 32,9 „ II. Der Vergleich zwischen Makkabi und S p o r t'b u n d , die in jedem Jahr erneut zu untersuchende Frage nach dem insgesamt Besseren in der jüdischen Leichtathletik kann leider auch in diesem Jahr nur als Notlösung auf dem Papier berechnet werden, anstatt ihn die Aktiven, wie man es nach dem Fiasko des Vorjahres diesmal unbedingt hätte erwarten müssen, im offenen ehrlichen Wettkampf beantworteten. Der 7.\völf Männer- und acht Frauenwettbewerbe (also zwei weniger als 1936) umfassenden Aufstellung: liegt wiederum unsere vorjährige Punkieverteiiun.g (5. 4, 3, 2, 1) zugrunde, weil sie uns am vorteilhaftesten erscheint. Erstmalig haben wir auch die jüdischen Vereine in Bayern, die bekanntlich einen selbständigen Landesverband bilden, in eigener Wertung berücksichtigt. Schiid Makkabi ITüS Männer Läufe bVA 4414 9 Sprünge %% 18?4 Wz Würfe, Stesse 18_11_16 . 76 74 28}! . S6JIS S2*f6 1 Zusammen Frauen . Insgesamt . 162*16 1065l6 29H Rechnet man die Sportler der jüdischen Vereine Bayerns den Verbänden zu, für die sie in Ctee Mkd Sonntag, 12. Dezember Berlin Fassball: Verbandsspiel u. a. ISG 33 I—Hakoah II, Sportplatz Grunewald, 14 übr. Handball: Verbandsspiele u. a. Hagibor I—Bar Kochba II, 10 Ubr, ISG 33 I-ISG 33 II, 12VS Uhr, Bar Kocbba 1 Frauen—ISG 33 2. Frauen, 12% Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Südwestdeutschland Fussball: JJB Frankfurt a. M. I—Schild Frankfurt a. AI. II. Frankfurt a. M., Platz am Bornheimer Hang 14 Ubr; Schild Frankfurt a. M. Jugend II—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend II, Frankfurt a, M., Platz Sondershausener Strasse, 14 Uhr: ISV Offenbach I—Schild Frankfurt a. M. I, 14% Uhr, ISV Offenbach Jugend I—Schild Frankfurt a. M. Jugend, Offenbach, 12K- Uhr; beide Spiele: Sportplatz am Nebenbahnhof. Handball: Schild Darmstadt Frauen—ISV Offenbach Frauen, O f f e n b a c b a. M., Flatz am Nebenbahubof, U Ubr. Hamburg Handball: Schild I—Bar Kochba I, Schild 1. Jugend—Bar Kochba 1. Jugend. Schlesien Fnssbafl: Schild Neisse I — Sportgruppe Breslau II, Breslau, Sportplatz Krietern, 10 Uhr. den Meisterschaften gestartet sind bzw. gestartet sein würden, so kommt man zu einem Gesamtergebnis, das, mit den Zahlen der Jahre 1936 und 1935 verglichen, folgendes interessante Bild ergibt: Schild Makkabi 1S37 185% Punkte : ll^fe Punkte 1938 190 Punkte : 140 Punkte 1935 16'$'-i3 Punkte : 143:/3 Punkte III. Aufschluss über leistungsmässige Reihenfolge der Vereine gibt die letzte Tabelle (Männerziffer + Frauenziffer Gesamtziffer), der in Klammern die GesamtziSer des Vorjahres beigefügt ist. ISG 33 Berlin . . .41^ + 88 79^ Paukte (77^) Bar Kochba Berlin . 2034 + U1/« 315/« Punkte (81) Schild Stuttgart . . 2 -f 262/3 28=/3 Punkte (46) ISO Fürth . . . . 2034+1 =2134 Punkte (—) Bar Kochba Hamburg 14 +7 =21 Punkte (8) Schild Frankfurt a.M. 634+ 8 1434 Punkte (—) Damit soll die Leichtathletiksaison 1937 auch „auf dem Papier" abgeschlossen sein. Sie hat mit Ausnahme des Nachwuchsaufstiegs nicht das halten können, was man an Verbesserungen der Spitzenleistunegn auf Grund des Abschlusses des vergangenen Jahres erwarten zu können glaubte. Die jüdischen Leichtathleten innerhalb unserer Sportbewegung werden weiter an sich arbeiten und dieses Jahr des Stillstands und Rückgangs bei vollstem Einsatz zu überwinden wissen. Manfred Friedmann. B. K.-Frankfurta.M. 1 ISK-Handbaüer geschlagen - Die Veremsmeisterechaften des Deutschen Makkabikreises im Handball und Fussball für die Saison 1936/37 standen unter einem unglücklichen Stern. ^Abgesehen davon, dass es kaum dem Sinn einer Meisterschaft entspricht, sie noch nachträglich, d. h. bereits mitten in der nächstfolgenden Saison abzuwickeln, in der doch die Spielstärke schon eine wesentlich veränderte sein kann, nahm zudem das Endspiel im F u s 6 - ball trotz sicherlich bester Vorsätze aller 22 Spieler einen Verlauf und Abschluss, wie er unwürdiger eigentlich nicht gedacht werden konnte. "Man musste schliesslich noch zufrieden sein, dass am 5. Dezember auf dem Grunewald- Sportplatz in Berlin nur wenige Zuschauer Zeugen dieser „Affäre" wurden, die zuletzt mit einem Spielabbruch endete. Es ist anzunehmen, dass es kaum zu einem Wiederholungsspiel kommen wird und die Fussballmeisterschaft des Makkabi 1936/37, die im Vorjahr Bar Kochba- Frankfurt a. M. innehatte, unausgetragen bleibt. Wir möchten nur hoffen, dass die Schuldigen dieses Tages, vor allem aus den Reiheu der Frankfurter, so streng wie möglich bestraft werden, um so mehr, als einige von ihnen ernsthafte Anwärter auf einen Platz in der Makkabiah- Mannschaft waren. Das Handballspiel dagegen war wohl so hart, wie es ein Meisterschaftsspiel eben sein darf, hielt sich jedoch immer noch in den Grenzen des Möglichen. Bar Kochba, Frankfurts ausgeglichene und kämpferisch hervorragende Elf, blieb hier mit 6 :5 (4 :2) verdienter Sieger und Nachfolger der Berliner Bar Kochbaner in der Meisterschaft In letzter Minute 6:5 Die Handballer, beiderseitig in bester Besetzung, lieferten sich einen grossen Kampf, der reich war an packenden Spielmomenten. Die durchschlagskräftigeren Frankfurter führten zur Pause bereits 4 :2 Ein Zwischenspurt brachte den ISK auf 4 :4 und später auf 5:5 heran. Das letzte und siegbrir.gende sechste Tor schoss jedoch Frankfurt durch seinen schussgewaltigen Halbstürmer Stein, der au3 über 25 Meter Entfernung herrlich placiert einwuphtete. Bar Kochba hatte, trotz der taktischen Unterlassung, die Schwächen der ISK-Hintcrmannsebaft durch eine möglichst breite Angriffsfront aufzudecken, verdient gewonnen. Ihr Einsatz war geradezu beispielhaft und glich manchen technischen Fehler aus. Nach 4:1 und 4 :4 zum Abbruch Die Frankfurter Bar Kochbaner spielten einen vorzüglichen Fussball. Nahezu. 60 Minuten waren sie den Berliner Hakoahnern klar überlegen, führten zur Pause bereits mit 3 :1 und hatten später sogar auf 4 :1 erhöht. Es war wirklich schade, dass sie nich4: im Rahmen blieben und in dem Augenblick, als der Gegner ein Tor aufholte, nervös wurden; denn nur diesem Umstand war es zu verdanken, dass Hakoah ihre Chance wahrnahm und gegen die nur neun Mann starken Frankfurter bis zum Ausgleich kam. Bei diesem Stande, etwa 10 Minuten vor Schluss, musste dann das Spiel abgebrochen werden, weil der Schiedsrichter, der vorher vielleicht nicht energisch genug durchgegriffen hatte, auf Grund des unsportlichen Verhaltens einiger Frankfurter mit Recht eine reguläre Fortführung des Spiels kaum gewährleistet sah. Das hatten die Frsnkfurter nicht nötig, zumal sie bei einiger Konzentration noch beim Stande von 4 :3 keinen Grund hatten, um. den Sieg zu bangen. M. F. Berliner Verbandsspiel-Srgebniss© Handball: ISG 33 1. Jugend—Triton 13:0; Bar Kocbba A. H. I—Maccabi 16:2; IBC Berlin II—ISG 33 VII 10 : 2; IBC Berlin III—Triton II 4 :3; IBC Berlin 1. J.usend— ISG 33 2 Jugend 5:4; IBC Berlin 2. Jugend—ISG 33 3. Jugend 18 : 0; ISS 1. Frauen—Ber Kochba 3. Frauen 10 : 0; Damen R. C—Bar Kochba 2. Frauen 0:4; Kanuclub 1. Frauen—Bar Kochba 5. Frauen 1 :1. Hockey: ISG 33 1. Damen—Bar Kochba Hakoah I. Damen 1 1. Fassball: ISG 33 III—ISK II (kampflos für ISG); ISG 33 IV—ISK III 9:1; ISG 33 2. Jusend-Hakoah 1. Jugend 0:5; SG 33 3. Jugend—ISK 2. .fugend 3 : 6; ISG 33 3. Schüler—Hakoah 4. Schüler 0:1; Hagibor III—Hakoah A K. 1 : 2; Hagibor 2. Jugend—Hakoah A. H. 1 : 2. M ittelderatschland Dresden: Bar Kochba schlägt Schild Der Fussball -Pokalkampf zwischen den beiden Ortsrivalen zugunsten der Jüdischen Winterhilfe wurde" zu einem 3:0 (0:0)- Sieg der Bar Kochba. Während die Stürmerreihe des Schild völlig versagte, gelang es Bar Kochba nach torloser erster Spielhälfte durch gute Kombination dreimal einzusenden. Die Schiedsrichterleistung war nicht nicht befriedigend. H..T. Handball: Bar Kocbba Dresden Frauen—Schild Dresden Frauen 2 :1 (1: Ö), J. Schildspüele in Leipzig Das Handball- Meisterschaftsspiel des Schild Leipzig gegen die S'portgruppe Jena endete mit dem erwarteten" S : 2 - Sieg der Leipziger, die jedoch an- )eka!ie Boppelmeister — Fussball ohne Entscheidung fänglich Mühe hatten, richtig in Tritt zu kommen. Ueberraschenderweise hatten die Gästeden Führungstreffer geworfen. Im Tischtennis -Klubkampf gegen die Sportgruppe Jena siegte Schild Leipzig ebenso überlegen mit 6:1 Punkten. _ K—n. Nord westd eutschland Berliner Besuch in Kamburg Schild Hamburg empfing am 5. Dezember vier Mannschaften der ISG Berlin, die ohne Sieg den Heimweg antreten mussten. Die 1. Hockey mannschaften trennten sich diesmal nach abwechslungsreichem Verlauf unentschieden 2:2 (1:1). Die Schild-Mannschaft musste auf ihren Mittelläufer Seligmann verzichten, so dass das Ergebnis nicht weiter überrascht, zumal der schneebedeckte Boden ein reguläres Spiel kaum zuliess. Man hat schon Spiele in Hamburg gesehen, die auf höherem Niveau standen. üeberraschend und der Höhe nach nicht ganz verdient gewann die 2. Mannschaft vom Schild gegen ISG 33 II mit 3 :0 (1:0). Im F u s s b a 1 i trafen sich im fälligen Pokalspiel t die 1. Jugend mannschaften von Schild und der ISG 33. Die Hamburger stellten einmal mehr unter Beweis, eine der ehrgeizigsten und kampfkräftigsten Mannschaften im Reich zu haben. 3 :0 führten die Berliner bereits, als die Hamburger Jungen sich zusammenrissen, bei Halbzeit stand es noch 3:2 für Berlin, bei Schluss jedoch 5:3 für Hamburg, deren Jugendelf den Pokal damit endgültig gewonnen hat. — Die 1. Schüler mannschaften von Schild und JSG trennten sich nach interessantem Spiel mit 3 :3 (2 : 2).__ p. H. Rheinland-West faden Bochums Vorsprung v er grösser! Die Fueeb all spiele des 8. Dezember im Bezirk Mittelrheih des Sportbundes liefen für Meister Bochum recht günstig aus. Der eigene 4:2-Sieg in Köln und der Punktverlust von Bonn gegen Düsseldorf festigen seine Stellung ausserordentlich. Aachen-Düren kam kampflos zu den Punkten gegen die gesperrten Neuwieder und ist nun der einzige Verfolger Bochums. JTV 02 Köln—Schild Bochum 2:4 (1:2). Der Kampf der vorjährigen Endspielteilnehmer lief glatt und fair ab. Wenn die Bochumer in der 1. Halbzeit ein Uebergewicbt hatten, so war dies einer falschen Kölner Aufstellung zuzuschreiben. Nach der Pause kam Bochum zum dritten Treffer, wurde dann aber vollständig zurückgedrängt, und der Ausgleich war viel näher als das 4:2, das zwei Minuten vor Schluss zustandekam. Schild Bonn—Schild Düsseldorf 8:3 (3 :1). Nach langer Zeit spielte Bonn wieder mit Mittelläufer Artur Levi. Die Mannschaft zeigte vor der Pause beste Form, stand aber nicht durch. Dadurch gelang den in der 2. Halbzeit mit aller Energie spielenden Düsseldorfern der immerhin verdiente Ausgleich. M.-Gladbach-Rheydt—Schild Krefeld 2:5 (1:3). Erstaunlich ist die Erfolgsserie der Krefelder, die auch in M.-Gladbach ein recht gutes Spiel hinlegten. Wie immer stützten sie sich dabei auf die Verteidigung. Die Gastgeber waren in sehr massiger Verfassung. Regen und Schnee setzten dem Piatz derart zu, dass das weiterhin vorgesehene Frauenspiel ausfallen musste. I. G. Weitere Fnssballergcbnisse: Schild Bonn II—Schild Düsseldorf II 4:1; Schild Bonn Schüler—Schild Düsseldorf Schüler 0:1; M.-Gladbach- Rl.eydt II—Krefeld II 0 : 0; M.-Gladbach-Eheydt Schüler- Krefeld Schüler 3 :0. Fassball: Minden—Dortmund 5:10. Im letzten Meisterscbaftshinspiel der Gruppe Westfalen sicherte sich Dortmund einen 10:5 - (4:2-) Sieg über Minden und führt nun ungeschlagen. Minden konnte von drei Elfmetern nicht einen einzigen verwandeln. J. G. * Tischtennis in Köln: Düsseldorf—ITV 02 Köln 7:7. G. Boxgrosskampf in Dortmund Vor ausverkauftem Hause brachte die Dortmunder Boxveranstaltung des Landesverbandes Westdeutschland im „Schild" am 5. Dezember im Saal des übrigens als Kampflokal vorzüglich geeigneten Gemeindehauses Kämpfe, die wohl zu den besten der letzten drei Jahre gerechnet werden dürfen. Im Hauptkampf schlug Grüneberg fITV 02 Köln) den als Ersatz für den ausgebliebenen Reiff 1 'Makkabi Köln!) eingesprungenen 2. Makkabimeister im Mittelgewicht Belfer nach Punkten. Dafür siegte der 2. Bantam-Mskkabi meister Heymann TI (Hakoah Essen) in einem farbigen «od mitreissenden Gefecht gegen den jungen Dortmunder Berger nach Punkten und hatte dafür den stärksten Beifall de? Alands, dtwühl ebensosehr dem tapferen VerÜrrer »alt, zu nuif tieren. In einem 6-Rundenkainpf zu je zwei Minuten standen sich die. Fliegengewichte Schweiger (ISG Hakoah Wiens veranstaltete Die besten mitteleuropäischen jüdischen Schwimmer trafen sich am 4. und 5. Dezember im Wiener Dianabad anlässlich eines Schwimmklubkampfes zwischen Bar Kochba P r e s s b u r g, dem tschechischen Staatsmeister, Hagibor Prag, dessen Wasserballer in diesem Jahr ebenfalls zu Meisterehren gekommen waren, und Hakoah Wien. Die durchweg spannenden Kämpfe, die neben einem CS.R.-Rekord vor allem glänzende Leistungen des Nachwuchses brachten, sahen bei den Herren die Pressburger vor Hakoah Wien und Hagibor Prag und bei den Damen den Veranstalter vor^Bar kochba Pressburg siegreich. Insgesamt hatte schliesslich Hakoah Wien mit 85 : 82 Punkten vor Bar Kochba Pressburg gewannen. Das W a s s e r b a 11 turnier dagegen wurde eine Beute der Prager. die gegen Hakoah Wien zwar nur 4 :4 spielten, gegen*~Pressburg jedoch 8 :5 gewannen, während Hakoah gegen diesen Gegner wiederum nur zu einem Unentschieden (2 :2) kam. Einzelergebnisse: Slänner: 100 m Kraul: 1. Frucht (Pressburg) 1.02,8] 400 m Kraul: 1. Frucht (Pressburc) 5.1V; 4x200 m Kraul: 1. Bar Kochba Pressburs 10.09.8: 100 m Kiirken: 1. Baderic» (Tresshurg) 1.14,9; 200 m Brust: I. Ei logen (Wien) 2.5(5; 100 m Brust Junercannen: 1. Elboren (Wien) 1.18.4. — Damen: 100 m Kvnul: 1. Pick VWicü) 1.19; 400 m Kraul: 1. Back (Wien) 6.22.4; 4X100 m Kraul: 1. Hakoah Wien 5.28,9; 100 ra Rücken: l. Kreindier (Wien) 1.2S; 2C0 m Brtwrt: 1. Kurpeles (Pressbur?) 3.11.2 (CSR-Rekord); 100 m Brust Jungmädclien: 1. Lus;i2 (Wien) 1.33,6. Dortmond1) und Grimberg (ISV Wuppertal gegenüber. Sieger nach Punkten: Griinberg. Im Weltergewicht gestaltete Waldhorn (Dortmund) nach einer bösen ersten Minute seinen 25. Kampf gegen Samuel II (Krefeld) noch zu einem Unentschieden. Samuel I war gross in Form und siegte gegen Schiomer (Schild Geilenkirchen) in der ersten Runde durch k. o. Technisch ganz ausgezeichnet verlief der unentschiedene Bantamkampf Burian (Kö!nN—Lichtwitz (Wuppertal). Nur einen Bruchteil seinem früheren Könnens zeigte dagegen Leven (Wuppertal1, der trotz leichter Vorteile nicht, über ein ..Unentschieden" gegen Müller (Dortmund) hinausknm.' In zwei Klnbkämpfen siegte Löwenhardt nach Punkten über Waldhorn II (Papiergewicht) und Friedmann über Kivry '"Bantamgewichtf ebenfalls nach Punkten. Unverkennbar war bei Schildwie bei Makkabi-Boxem eine Leistungssteigerung, die hoffentlich noch recht lange anhält. Doch dazu sind vor allem Kämpfe nötig. E.B. Süd westd eutschland Ruhe im Spielbetriefe Im ganzen Bezirk herrschte am 5. Dezember fast vollständige Ruhe, zumal anhaltender Regen die Plätze unbespielbar machte. Nur in Fran k fürt a. M. trafen sich wieder einmal die Lokalrivalen Bar Kochba Reserve und Schild Reserve im Fussball. Diesmal blieb Schild mit 3:2 Toren Sieger. B. K. Spielabcrach in Stuttgart Wenig schön endete das Fussballspiel zwischen Keilbronn und Fürth, das in Stuttgart zum Austrag gelangte. Fürths Sturm erwies sich wieder als ausserordentlich durchsehlagskrÜfüg. so dass die bayerischen Gäste bis zur Pause verdient 2:0 in Führung lagen. Kurs nach Wiederbeginn erhöhte Fürth seinen Vorsprung durch eine harte Elfmeter-Entscheidung auf 3 : 0. Bald darauf — es waren noch 40 Minuten zu spielen — brach Schiedsrichter Kohn 'Stuttgart unter lebhaftem Protest der Spieler den Kampf ab; „da er durch den in der Zwischenzeit eii;sctretenen Regen in der Sicht behindert sei". Resigniert vcrliessen beide Parteien die Jv?.rfl!»fst:itte und konnten nicht begreifen. da.s? der Schiedsrichter kein Verständnis dafür aufzubringen verstand, dass beide Mannschaften nicht so weite und kostspielige Reisen unternommen hatten. v.m nur 50 Minuten Fussball spielen zn können. Bckh. Bayern ITUS-Nümberg Frauensneister Die Ausgeglichenheit der Frauenhandballmannschaften von N ü r n b e r g und Fürth machte die Austragrmg eines Entscheidungsspieles zur Ermittlung des bayerischen Meisters erforderlich. Nach schöner Kombination erziehe Nürnberg in der 1. Halbzeit die Führung und konnte mit einem Strafwurftor nach der Pause den Sieg sicherstellen. Beiderseitig spielten die Stürmerinnen recht schwach, während die Läuferreihen die besten Maimschaftsteile waren. _ R. St. Sportliteratur ..Der jüdische Läufer", eine bei Berthold Levy (Berlin) erschienene Arbeit von Felix Pinczower. ist kein Sportbuch schlechthin. Es will es allerdings auch gar nicht sein; der Verfasser beabsichtigt vielmehr, ia wissenschaftlich gut fundierten Ausführungen, die die Bibel, ihre Kommentare und ältesten Uebereetzungen als Quellen angeben, einmal die ..andere, bisher unbekannte Seile" des jüdischen Läufers darzustellen, nämlich das Wesen und Leben des jüdischen Läufers im Altertum. Man erfährt im Rahmen interessant .geschilderter Details aus der Entwicklungsgeschichte der Vorgänger de« modernen jüdischen Sports von den körperlich Teppich- H«[j„ £«{4'a* NoTlreTfstvalder Str. 13 | 53 3317 reinigum «CuRGJ^te'slop'erei Entmottu^ufbewahrunpetc. unerhört beanspruchten berufsmässigen Boten- und Meldeläufern, den Vorläufern der Könige, die zum Teil angesehene soziale Stellungen einnahmen, und liest von den ersten Weltläufen und •kämpfen jüdischer Athleten und deren Beeinflussung durch den Hellenismus und die olympische Idee. Die :.*';dische Sporiisti-ralur ist um ein Werk vermehrt, das pädagogischen Wert haben kann. M. F.

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