Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 47 (25.11.1937)
- Date
- 1937-11-25
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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^^^^^ff^^^R^^Ä^^J?; ''^r5«^vT C.-V.-Zeitung . Kr. 47 ♦ 23. Kovember 1937 ggifK* äeutrt^ifiVVÄ' M^h>\w]^- ^ßiÄy^^^wlWe^f ^JjÖ^p^j^^ßlXri^^t"^ |^^^.$«|^Ml^W^Vlf' ^Jfi||!|^^ JJ|*mlr^ . ^pfl^au^t^^.yori-'aller' ^^^ler^ÜmwerC^'die beiden, M*»n- [MnderlÜhrL Heinz Cond eil ^^[e^^iuig€^hei;rliche' Färb- . ^^l|oii^^ S3al mit ^^^S^^fJ'öÄ^of'AVändverkleidunjj ^^t^ifall-litidpL : t1: —;.-.^"a.-ri...ver.«la!let Hph breiten _^^^^^Ä^o^kyii' reiche Entfaltung im im Meine der „ Eine s-lellenw eise wünschenswerte slär- ^^:-^ikVe;!?Ahj|lämprung der Bläser gegenüber der* ^^^^^"BOhne; mag unwländehalbcrsrbwor durchführbar tnm^^pjln^ Premler* norh abgeschliffener.' HEuflger Bei- *tld9|B»n~~ >uf offener Srene beeleitete die Aufführung "JurjP und ^Ichnete "aueh den Chor aus. , u;i$ :-v---. ' H. Frej-han. ^Voehenplan de« Kulturbünde*^ Theater In der knumiandantenstraste, 57, I hr: „E u gen 0 n e g i n'\ --27. November - (Ahl. 41, M). 2«. Vov^ib<T (Abt. 1. JH.'30. November (Abt. 8. 18>, 2. Dezember (AM. 4. 14); ..Zweikampf der Lieb e", 2S. Novpmber, .13 L"hr (Abt. ">0. ÜO). 29. November (Abt. 44, " .1/ Dezember (Abt. 3. 1?.);. Kiodervor*tei-!ung*Ka*pe r l th eate r.: 1. und -2.. Dez*»m- •her. lfi'Uhr. DemKasperlthenter. da* über, , besondersschöne und ausdrucksvolle Puopen . v^rfii^K cpb,t ein »aufgezeichneter Ruf voraus Zum ersten Male ... fffäfSÜBr**ein...-:'Im> übrigen whwingen^ die dramatischen '■^*^sf5l:7 Spannungen und Steigerungen der Partitur in ^iJ'.Valler" Lebendigkeit,, tritt.dem lyrischen Pathos ^fö^.die" schwebende Rhythmik des berühmten Wal- §£^~zers zurückhaltend und durchsichtig in wirk- *^^vf?mem: -Kontrast gegenüber. |^5^pa8: XatiopalrUfcSische, im .Werke Moussorgg| -;-r«kys," Borodins und ihtes rCrtaVea Substanz, schimmert hier nuriui Hintergrund durchi es findet seinen Niederschlag namentlich in den Chören,*-die Bertbold Sander frisch und •temperamentvoll singen lässL In fesselnden Solotänzen sah man Marianne Silbermann, Ruth Condell, Kelly Hirsch und ErichBaden. Der Beifall, der auch den Dirigenten schon vor dem 2..und 3. Akt feierte, steigerte sich im Lauf der festlichen Premiere — die zugunsten der Jüdischen Winterhilfe stattfand — .immpr mehr und gipfelte in einem herzlichen Erfolg, für den neben dpn Darstellern Singer, Schwarz und Condell danken muAslen. •#§p£' tjllSi iM§£~:'. . * In der alternierenden Besetzung der KulturbundauJfüknjng bietet Doris Wila- •" mowjks als Tatjana eine schöne, ge- :: .' ' schlössene Leistung: sie bat in der Briefszeue ' die Haltlosigkeit, das seelische Aul und Ab de« jungen Mädchens, über das die erste Liebe ..' .. ' hereingebrochen, ist, und sie gibt im Schluseakt tr^v: die leidenschaftliche Frau, die dem nun vom gleichen Sturm Erfaßten ihre Anklage ent- -•"tV; - gegenschleudert Der prachtvoll« Sopran wichst _;<}. an den Höhepunkten zu heroischer Kraft In '^Sjr-l'i"■ Walter 01 i t z k i bat sie einen markanten .^i^.;:--'-' Partner, der gleich ihr durch eine ungemein , gepflegte Aussprache der dramatischen Wir-; ' kung dient Am überzeugendsten gelingt ihm /der leicht an« Zynische grenzende Ton der }. ' ersten Szenen, doch erfüllt seine Lebendigkeit V'v'£■ " aueb die grossen Spannungen des Schlussduetts. % **** a^er -Neigung zu charakteristischem Aus- ['tti-y:'. druck bleibt stete der Wohlklang dieses gelr; rundeten Bariton« gewahrt Siegfried - Urias ist als Gremin ein ganzer Edelmann. 'fM^M':^"'• 'dessen Beherrschtheit doch im Gedenken-an /Tätjana einem heftigen Zittern weicht. -D-io Ensembles erschienen gegenüber der * „Der Pojaz" im Theater der jüdischen Jugend, Berlin Das Theater der jüdischen Schulen bat sich von der Klaesik auT ein weniger :iiispnt<*li6vol]py, npueres Gebiot bcgplipn — nadi Shakespeares ..Komödie dpr Irrungen" brachte ps das Schau. -spiel ..Dpt P oj a z'1 . heraurt. das Gporg Hirschfeld nach dt>in bekannten pleirbnamigon Roman von Karl Emil Frauzos dramatisiert bat. Da« Stück ist zu Anfang die;*??' .rahres im Kulturbund Rhein-Ruhr berpits rp- ^piclt uud aü dieser Stelle (vgl. C.-V.-Zeilung Nr. 3 vom 21. Januar) ausführlich gewürdigt worden; ich darf daher auf eine eingehendere Betrachtung verzichten. Die psychologische Entwickelung der Hauptfigur, des armen, schwindsüchtigen Pojaz Sender Kurländer, der seine Theaterbeeeisterung schliesslich mit dem Leben bezahlen muss, vollzieht sich der Anlage des Ganzen gemäss nur sprunghaft in sieben aneinandergereihten Bildern. So hielt eich das Interesse der jugendlichen Zuschauer in der Hauptsache an die heiteren .Moniente des Stückes, die denn auch vom Regisseur der Aufführung. Georg ■Ucobsflhn, ohne Dämpfung und wirksam herausgestellt wurden. Vor allein war e3 Itzig Türkischgelb, der vielgewahdte Schadrhen und Lotteriekollekteur — auch ■ ein Pojaz, wie ihn Franzos nennt —, der in der beweglichen, fröhlich betonten Darstellung Werner U i n z e 1 - m a n n s die anschwellende Tragik der Begebenheiten klug Einzudämmen wusste. Der richtige Pojaz, Werner Bukofzer, hatte es unter diesen Umstanden nicht leicht, gegen die muntere Laune dieses älteren „Lustigmachers" anzukämpfen. Bukofzer spielte die Rolle, bei all>n sichtbaren Bemühen um die Herausarbeitung individueller Züge, mehr auf das Pathetische als auf das Menschliche hinaus; das Feuer seines jugendlichen Idealismus strömte nicht genug natürlich« Wärme aus, und nur in der Szene mit Boguiuil Dawison schlug eine heissere Flamme aus seinem Inneren hervor. Die Sterbeszene entglitt jedoch ins Theatralische. Senders Mutter, die Witwe Rosele Kurländer, fand in Rosa Cohn eine Darstellerin voll schlichter, betulicher Güte, die um_£aj2Schicksal des Sohnes mütterlich besorgt ist Ueberscharf und noch ganz in der Sprech- und Darstellungsmanier des konventionellen Theaterintriganten spielte F r i t z R i 11 e r den zelotischen Rabbi Manasse; mit schwankhaften, drastischen Allüren gab sich Hans Lüpschiitz in der Rolle des Uhrmachers Diamant Simon S a i n s k y s Pogumil Dawison schien mehr in der Phantasie als in der Wirklichkeit zu leben. Als Türkischgelbs Tochter Jütte bemühte sich Steffi Rosen bäum um einen Ton mädchenhafter Einfachheit, d"r jedoch noch keinen sepli.-chpn Klang annahm. Auch Franziska 0 k m i a n s k i als ihre Freundin Malke, die mit ihrem Drang nach Splhständigkeil und moderner Bildung die Fesseln des Ghettos mutig abstreift, war nur bis /um Umriss, aber nicht bis zum Charakter der Gestalt vorgedrungen. Dem Theaterdirektor Nadler vermochte Paul Skotzki nicht mehr Farbe zu geben als der Dichter. Der begeisterungsfähigen Jugend gefiel sowohl Stück wie Aufführung; es gab Beifallssalven und viele Hervorrufe. Dr. Hugo Lachman>ki „Amcha" von Scholem Alejchem im Kulturbund Hamburg Mit einer schönen spontanen Huldigung für den Verfasser begann die Aufführung von Scholem Alejchems ..Amcha", und vor dem Bilderbuch der Inszenierung — geistvoll entworfen von Heinz Condell und geschickt'ausgeführt von Anny G o w a — entrollte sich in kräftiger Linienführung das herzhafte Volksstück unter der festen Hand des Regisseurs Dr. Hans Ruxb a u m. In vielerlei Masken — Kaethe F'riedheims Kostüme verdienen lobende Hervorhebung — haben wir die Künstler des Hamburger Ensemble; schon gesehen, selten ab'-r in so vollkommener Verwandlung wie in dieser Aufführung, am stärksten wirkend in der rührenden Einfalt des armen Schneiders, gespielt von Mas Koniuski. Die Dameo Hersslik, Springer, Cohn -Lorenz und W o 1 f f; die Herren Benscher. Kobler, Schindler, Kruszynski, Friedeberg. F e 1 d - heim und Wächter — ihr Spiel war echt und die Wirkung war echt. In dem Lachen der Zuschauer klang ein tieferes Einverständnis. Bühne und Zuschauerraum wurden mehr als sonst zur Einheit: Amcha — dein Volk. H. G. „Achtung, frisch gestrichen" von Rene Fauchois im Kulturbund Rhein-Ruhr Dr. Gadarin aus Marseille, Landarzt in Liserac, sparsam und stupid, wird in Konflikte gezerrt durch folgenden Vorgang: es erscheinen nacheinander und unabhängig voreinander der Maler (und Kopi?t) Cotülard. der Kunstkritiker Grojkeaux und Cache, der Besitzer einer Bildergalerie in Paris, weil Gadarin vor vielen Jahren einen nach seinem Tode zu Ruhm -dangt.m Maler behandelt und eine Reihe Bilder von ihm im' B«««i1z haben soll. .Während der Kampf um .die Bilder, als den sachlichen Kern, geht,.ent-; :. hüllen sich schonungslos alle 'Charaktere, d«r„V Kiinsthaudel wird ebenso demaskidrt'wie dif; Habsucht de? amusischen Bourgeois, und*atand-: r halt allein die Herzenseinfalt der Dienstmagd '1-rnula. die den Verstorbenen geliebt und seine'. Bilder-gerettet Jiat. ... l'rsula ist denn auch — in ihrem stitlenr steten Vorhandensein — das Stürk Dichtung dieser ernsthaften Komödie. Jenny Bor6e- Marba vermeidet jede Gefahr sentimentaler. Wiedergabe, die in der Rolle an sich verborgen liegt. Sie spielt die Dienstmagd Ursula^einfach, kräftig, treu — eine prachtvolle Gestalt.""Dr. Gadarin erfährt durch Willibald Fraenkel eine geradezu ideale Verkörperung. Friedl Münzer findet wunderbar den di'unmürh-naivcn Ton der Gadarin vnnt Autor bestimmten und dem Milieu entsprechenden Frau. Die Töchter Zulma und Amelie. uiehr zur Vervollständigung der Familie und zur Erläuterung familiärer Grundsätze ge-- «•haffen. als weil sie für den Gehalt des Stückes so unbedingt erforderlich wären, wurden in jnrPr Verschiedenheit durch Gerda Klein und Anneliese Töpfer gut charakterisiert. Den Liebhaber Amelie-, den jungen Maler Leon Bouquet. spielte Klaus Brill frisch und angenehm. Das tüchtige Trio Cotillard. Grepeaux und Cache war den Herren Melchior, Jakobsohn und Busch hoff anvertraut. Egon Markus' Bühnenbild wäre imstande, auch ohne Text und Spiel einen Abend lang zu unterhalten — es hat Eigenleben! Unter Moriz Seelers gründlicher und zugleich leichter Spielführung wurde der Arbeit ein schöner Erfolg. Lotte Siegel. Philipp Laszlo Wie wir nach Redaktionsschluss erfahren, verstarb am 2"2. November, nachmittags, in London der berühmte ungarische Porträtist Philipp de 1. a s 11 o im Alter von 6S Jahren. Kurz vor seinem Ende war ihm noch im Auftrag des' Reichsverweserv. Hor'hv die Corvinus-Medaill*, die höchste ungarische Auszeichnung für Gelehrte und Künstler, verliehen worden. Laszlo wurde in Rucapest geboren und übersiedelte 19V2 nach London. Bekannt sind seine zahlreichen Portrat* berühmter Persönlichkeiten: Papst Leo XIIT, (Budapester Xationalmuseum), Kaiser Franz Josef. Tanzabend in Hamburg Susanne Pander. die Leiterin der gleichnamigen Schule für Gymnastik und Tanz, trat in Hamburg mit ihrer Gruppe vor die Öffentlichkeit. Ueber die Darbietungen ihrer Schülerinnen kann man nur des Lobes voll sein. Wa» an tänzerischer Durchbildung der Kiuder gezeigt wurde, war zuweilen erstaunlich und liess auf das reiche Können deT Leiteriu und die Gewissenhaftigkeit ihrer Arbeit einen Rückschluss zu. Man spürte, dass hier uicht bloss Einstudiertes geboten wurde; der freien Entfaltung der Phantasie war immer weitgehend Spielraum gelassen. So entzückte jede Dar-' hietung durch Frische, und Natürlichkeit. Die Zuschauer spendeten herzlichen Beifall. Die Begleitung am Flügel hatte Seuta Lissa u e r. A. Die umstehenden Illustrationen xu „Eugen Onegin" wurden von Ady Ritter-Lauinger gezeichnet '■J^Pü./ . v aber abgewies"ert~xrordern—Die—empfindl ich»... I$5v-.-*' Dame wird krank. Da kommen die vornehmen rl'B/'-'^;^-^ '■ "Frauen Aegyptens sie besuchen und fragen er- <|tg?%iß , . staunt, was ihr denn fehle,.sie hätte doch einen '"00& '■ hochgestellten Mann, der es ihr an nichts fehlen lasse, und überhaupt alles, was ihr Herz 'begehre. Suleicha aber sprach: Die Frauen äÄ^.^J;\vürdeO; bald dessen gewahr werden, welch Jf^^eine^Krankheit bei ihr vorliege. Sie lädt die ^^ip^tDamen 'ZU; einer'grossen Festlichkeit Die ^^^^pFrauen.;essen. trinken und plaudern; da lässt ^^*P^||-.Suleicha Orangen verteilen und jeder der Da- ^felmen dazu ein-Messer in die Hand geben. Zur gleichen. Zeit befiehlt sie, man möge do>ef "3sS§P&- :' V würdig ' ankleiden und schmücken; in allem '■'SftSfc' : ßianz seiner Schönheit tritt er vor die Frauen. tiil^fv^V**Dem Anblick hingegeben, schneiden sich alle i^f^0^.iC' Damen in dt*» Finger und merken es nicht, mer- "'^fe^l^'^-ljen njchl einmal, dass das Blut auf die Orangen ||^.r{^iind auf ihre Gewänder rinnt. Da sprarh Su- ^^^^ieicha:?\Va3'ist das für eine Sache (maasseh)? .^4^|;icK:ga^ftueh Orangen, und ihr habt euch in den ^^^iFinger^geVchnitten und merkt es uicht einmal. ^^I^Diiintworteten die Frauen: Wir konnton die ^^J?Aygei.iiicl4. von deinem schönen Diener wen- ^r^Oden?;Suleicha aber zog ihre Schlußfolgerung ^|S|i;und:koalete ihren Triumph aus: Wenn euch das ^'f^finr^kleiheri,/ in einer Stunde, geschieht, sagte ^X-i:*ic:"—»'■ wie soll'.mir erst zumute sein, die ich J^^h^inhier vör mir sehe?! '/ (Fortsetrung folgt) ^•^^fj^v^ijg von- Ulbert Zii.*t in Zürich er- M»£ep,hnr*Tnn^rnU'-Rrh'• aaHSitlueti ,.fc t I s e E a \ o t.f. dir Ü e « « w * <b tft^e l n e r LI e b e i n Briefen". Y* ÄMd(?l^rcb|:h>rbcl" um "den Drlefweotwel, den der ^nii|bii^pftcq'lc«ll«L'f^der:.t>hreir■ Robert Kochs. gl|^^)li|^8lÖfl.^«eincrii}iinäteren Frau, und mit InMj^'Sipphnrlprn .iiÄer sie veführt hat. Dle>e Khe * vWkanatUiAMn^Kerth«»lii A u e r h acht „Wo pÄMln^tn^Oottfrled^Kellers „Sinu- ■^^aW«<tte^rPb^>feifferrr^.D<>rf-untl itttfelä>^lQ|3deittv:FUin':^Reg^ne*:. küu*t; "'*" ""'^*lB^-^;;/-vv - ,^^^It^^i>vl[ro^4^aiterKs in ^^g||!p^<^^VjHK^.r^ ei^ Jaromir Weinbergers neue Oper Die slawischen Melodien vou W e i u b e r - gers ..Schwanda. der Dudelsackpfeifer" haben sich sed den zehn Jahren ihres Entstehens die Welt erobert. Seinen weiteren Werken „Die geliebte Stimme"' und ..Die Leute von Poker Fiat" war ein gleicher Erfolg nicht beschieden. Nun brachte am IS. November die St.iat>oper in Wien die Uraufführung" seiner neuesten Schöpfung ,,Wallrnsteiu". eine musiknliivhe Tragödie. Das Textbuch schrieb nach Schillers Drama Milos Kares, die deutsche IVhersetzunc stammt von Ma\ B r o d. Das Werk irt d*m österreichischen Bunde>kan/ler Dr. von Schi^dinigg gewidmet. Die H.'gie d«>r glanzvollen Aufführung lag in den Händen von Lothar W » 1 I e r s t o i n . e* dirigierte Wolfgang Marlin, und die Hauptrollen waren Invetzt mit Alfred Jerger (Wallenstein). Esther R.;tby (Thekl.D und Friedrich Cinrod (Max). Jaromir Weiuberger äusserte sich der Presse gegenüber über die Entstehung seines Werkes. Clemens Krauss habe ihn vor Jahren anlässlich der Premiere des „Schwanda" im Covent- Garden-Theater in London aufgefordert, eine Oper für Wieu zu schreiben. Als Libretto seien ihm Tolstois „Anna Karonina" und Dostojewskis „Brüder KaramasofH vorgeschlagen worden. Er aber habe £ich für seinen Lieblingsdichtei Schiller entschieden. Drei Jahre habe er an der KomjKvdtion gearbeitet. Die Annahme sei, nach •■^rtri^rOirinen#'Kraii*OV.irn verlassen hatte, durc! Direktor Kerber und Bruno W a 11 e'f erforgir- Die so entstandene Oper euthält iusge>amt <ecbi Bilder. Soweit nu\u den Prest.'stiuunen entnehmen kann, war ihr ein grosser Publikumserfolg, bei der Kritik aber nur ein Achtung*- erfolg bwohieden. Die Rezeuseuten glauben, ■^ das« diä Libretto WreinlH»rgof an der volleu Entfaltung seines Könnens gehindert habe. Die .neue Oper >telle. eine Abkehr von dem bishorige-n Stil Weinberger* dar. Die ..Neue Kr^ie ■^Presse" fas>t ihr Urteil im folgenden Satz zu- >';"-««mmcn: „Weinbergers Tousprache hat in entschei.iend.en Momenten an dramatischer Schlag, kraft gewonnen, die srharfe Dialogprotilirruiu; zeigt den Komponisten auf eigener;;chtetei W.-g.-n." Das ..Neue Wiener Journalschreibt -Auf jeder Partittrrseite steht Wertvolles . Jeder Takt, jede Szene ist bis in? k!";; schliffen und wie em Kaderwvrk ms l eingefügt. Das ist die erstrebenswertschalt des Ton-e!rens . . . Die Auffuhr eine künstlerisxdie Tat..." geerk Theater, Musik, Film ...f!' ,l';"!,7,.PvK' e h:lt hl s.-nem Tt:im.MU i-h rn>.is. th r. r'Tn'r'r" r .lie' -\.K:i" P.-ni.f s-i-ll-, -JU! M Vfun'l 'xerÜMc' v,- m.i.-!ii. Mn K »■ i a h .i r -i t wir>! in N c w York im-Mk;jie»i-h>* l' r a i! f f ii h r u n v: r, Ne.-l .Einen Jiu nmII tsich m.iehoü" iiuiL i i'-reu. Heinrich Porres Am 'Jö Novemtier jährt sich der Oeburtstav: d<v judi.>ch.Mi Mu.-i Heinrich Por^e«. n,-r j.:nge Pr.igi auch Philo-ophie >tu-!iert hatte, tr Beiiaktiou der l.eipriger ..Neuen Mu.-ik" ein. Biiittert man in duve canc seiner Mitartviterschart, so zunächst einer Auf>at*reihe ü!>er Nibelungen*', deren EnthusiasmukM-hn' ■r Mihi Zur rfl.--e un.l \Vrhr.-um,t: der Werke Erneut BI-'«-t.> wi:r-!e m I, o n ,i n n eine Erbest-!*• I - i■ I. ii > c 1 N e 1: j f t c.^um.'.et. K* wen^n '>'i.«r in l...u.|..!i Ki• si:i:• ■ sim«• U.,h.-„,1.. ''vran*t";i 111. "i <len-r» .!. .n. B!...-.',. .vtr-i.-b.p.artett .Mir Auffiiheit^-hnft fiir i er>:, n Jahr- 'ege^net man en „Knie <fi's Porge>' ' Hadia - Hufrpetl 9 lun^jin den damaligen musikalischen Meinuncskauipfen eindeutig bezeichnet. Wa< Borges s|iater an größeren Schriften herau.-brachte, galt ausschließlich dem Schöpfer des Musikdramas. IXvh auch für die Musik des 17. Jahrhunderts offenbart er in einer Rezension jenes Jahrgancs -in überraschend tiefgehendes Verständnis. Eine weit in die Bereiche de* Aestheti?cben und Philosophischen übergreifende Betrachtungsweise verleiht diesen Arbeiten ein hohes Niveau und macht si; auch noch heute lesenswert. IStiT eiiig Borges au die ..Süddeutsche Presse"' nach München, wo er auch als Klavierlehrer an der Kgl. Musikschule wirkte. 1S71 wurde er Kel. Musikdirektor. 1SS6 rief er den „Porgesschen Ciesangsverein" ins Leben. Auch als Liederkomponist hat er sivh betätigt. Am 17. November 1900, auf einer Chorprobe, ereilte ihn der Tod. . H. Fr. W.-k »t-ht .vif d.m Pvn « «ier K.imm.-riv.Lik^sel!- -in.-in Kircheak..,,.-, rt ,n The Mall. N-»:tiiic II MI t'Mk. wurde c:eiehf..!!> Hiet-!i>c!ie Mn^ik s:vüaud sendet am -.V,. Noveaiher. 21 Uhr. ein ekoiuert. de»eii Dirigent Bruno W n l Bruno W.;M-Ml ii, Pari i>i und Pr; e r t e im Or-vts-n S.Tal f./ort de.» Pari»er Sinvon Moiart. Wactier, Fr:,iii l.ehars Oj.e: 'v 'innit an der Wiener M Yehudi koiuni.Hiiu: »i Kt>u/ert leben M.iMert \"ni Kotu.orl m>u Bach e r. u h i ni . dfr *i,-h znr Vme']- i.-r \ii>t>i'«ium; für eine N^'eiltau» d>m zururkco/ui:on hat. spielt »uf Hi> Plauen vDH ^U—U'j das a-mol!- Land des Lictieln.»" ■ >p.<r unter der Re^ie l.ett.ar W h I I o r j i e i n s end mit K.'tmm>T»tni;er U'ichard Tauber in der Hauptrolle heraus. Ifn.ii Friedman ciM am 12. Dcrerut>or in \N i e n einen Chopin-Abend. * Airred Neuroann hat ein neue» Drebbuch mit der Finur Kaspmins :m Mittelpunkt fertigge»:ellt. V Inve.iieriini: hat Harry Haur übernommen, der .tuch den Ka»putin darstellen wird. * Dt .Grand prix des ritm.» pr^»eate» au iurv de l'Expo.ition 1W7" wurde dem Film ..La Mort du Ofnc-- von Jeau Bcuoit L c v v iiierkannt. * En^en Heltais bekmnter Roman „Mein« iweite Frau'- ist ia Amerika verfilmt worden.