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Central-Verein-Zeitung · 1937-11-19 · 46 (19.11.1937) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
46 (19.11.1937)
Date
1937-11-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 C.-V.-Zeitung Nr. 46 5*19. November 1937 Besuch In der ORT-Schule Kleine polltisclie Nachrichten Die ägyptisch-arabische Zeitung „El Mokat a m" berichtet, eine mit Maschinengewehren und Flugzeugabwehrgeschützen ausgerüstete Araberabteilung sei zur Entfachung des Aufwandes in Palästina von aussen eingedrungen und verstärke sich täglich durch Anwerbung von Beduinenkriegern. * Die arabische Zeitung „A Difaa" gibt der Annahme Ausdruck, dass alsbald durch eine Verordnung die Empfehlung der Peel-Kommission, wonach Juden der Ankauf von Boden im Gebiet des zukünftigen Araberstaates verboten sein soll, verwirklicht werden wird. * Der britische Konsul in Damaskus hat den syrischen Ministerpräsidenten ersucht, die palästinensischen Agitatoren auszuweisen. * In Beirut sind auf Veranlassung der palästinensischen Behörden zwei des Mordes verdächtige Araber aus Palästina verhaftet worden. Eine Menschenmenge forderte ihre Freilassung. # Ein Brand in T e 1 - A v i v hat zwei Fabriken und eine Garage der Gesellschaft Egged zerstört. Arabische Feuerwehrleute halfen beim Löschen. Arabisch-moslemische Stimmen Scheich El F a r o u k i, der Redakteur einer Jaffaer arabischen Zeitung, widmet einen Leitartikel unter der Ueberschrift „Wege der Versöhnung" den Ereignissen in Palästina. Der Leiter der Kongresspartei in Indien, Pandiz Jahawarlal Nehru, hat in dem in Bombay erscheinenden ..Jewish Advocate" einen -Artikel veröffentlicht, in dem er den Teilungsplan als verfehlt bezeichnet, für Palästina die Autonomie und die Anerkennung des arabischen Landes fordert, gleichzeitig aber anerkennt, dass die Juden einen untrennbaren Bevölkerungsbestandteil des Landes bilden und eine den Interessen des britischen Empire entsprechende Regelung gefunden werden müsse. Palästina -Wirtschaftsdienst Das Palästina-Amt in Berlin gibt neben dem juristischen Informationsdienst monatlich eine genaue Uebersicht über die palästinensischen Wirtschaftsvorgänge heraus, die auf Grund des dem Palästina-Amt zur Verfügung stehenden eingehenden Materials regelmässig über die aktuellen Wirtschaftsvorgänge in Palästina berichtet. Dieser Bericht erstreckt sich auf alle Arten der Wirtschaft, Industrie, Landwirtschaft, Hoch- und Tiefbau, Kredit- und Finanzwesen, Handel und Verkehr und Siedlungen. Dem letzten Novemberbericht ist eine sehr übersichtliche Statistik „Palästina in Zahlen" beigefügt. Dieser Wirtschaftsdienst kann vom Palästina- Amt zum Preise von 2,40 RM im Monat bezogen werden. Er ist ein wertvolles Hilfsmittel für jeden, der sich laufend über die wirtschaftlichen Vorgänge in Palästina unterrichten will. Die Stadtgememde Tel-Aviv hat zur Errichtung eines städtischen Flugplatzes ein 300 Dunam grosses Grundstück am Nordufer des Jarkon zur Verfügung gestellt. Dieses Grundstück hat die Stadt "von "der Regierung erhalten. Eine jüdische Finanzgruppe "hat sich bereit erklärt, die notwendigen Herstellungsarbeiten durchzuführen und dfe Gebäude zu errichten. Mit dem Ausbau des Flughafens soll sofort begonnen werden, wenn die Regierung die Pläne genehmigt haben wird. freut hatten, schwenkten wir, wie vorgesehen, bei Ramie vom Wege ab nach dem berühmten Kinder- und Jugenddorf. Nun soll man sich zwar nicht einbilden, dass man diesem bedeutsamen pädagogischen Phänomen durch' „Besichtigung" in irgendeiner Beziehung nahekommen könne, ja selbst die kurze Unterhaltung mit Dr. Lehmann war mehr dazu geeignet, ganze Problemreihen neu zu eröffnen als sie zu schliessen. Aber das kann auch nicht der Sinn dieses Aufenthalts sein. Nur wer von Ben Schemen weiss und in Zukunft auch von der Ferne her seine Entwicklung und seine Versuche mitleben möchte, ist durch den Besuch als durch die Darbietung lebendigen Anschauungsmaterials gefördert worden. Für den andern war es ein freundliches Bild mehr, bunt hoffnungsvoll in Fruchtbarkeit und Jugend. Dieser Reisetag schien uns mit Naturreichtümern verwöhnen zu wollen: In Rischon le Zion liegen sie kühl eingekellert in mächtigen Weinfässern, zwischen denen wir uns hindurchwinden, um den reizvollen Duft nur ja recht intensiv in uns aufzunehmen. Und in der Tat, er hielt, was er versprach: die Kostproben, mit denen uns die in der ganzen Welt berühmte Weinkellerei entliess, sind für ihre Erzeugnisse keine schlechte Reklame. Entsprechend vergnügt kommen wir in Giwat Brenner an, lassen uns das Mittagessen im vegetarischen Erholungsheim hervorragend schmecken und machen dann einen ausgedehnten Spaziergang durch die Zitrusplantagen. Es isi das erstemal, dass wir so fast pianlos, nur erfüllt von der Freude des Schauens, durch die früchteschweren Baumreihen schlendern. Unsere einheimischen Begleiter pflücken hier und da eine der eben reifenden Früchte, öffnen sie mit geübten Griffen und lassen uns schwelgen in ihrer aromatischen Frische. Für kurze Zeit vergisst man, dass die Zitrusgärten nicht nur der Stolz, sondern auch die Sorge der palästinensischen Wirtschaft sind und ist trunken von Sonne und Ernteglück. In Rechowot wo die Landwirtschaftliche Versuchsstation des Daniel - Sieff - Instituts sich um neue Verwertungsmöglichkeiten für die land- Die jüdische Oeffentlichkeit hatte Gelegenheit bei einer Besichtigung der „Privaten jüdischen Lehranstalt für handwerkliche und ge- Licutnant Colonel J. H. Levey Fot. Buth Grützner werbliche Ausbildung auswanderungswilliger Juden des ORT-Berlin", den Vorkämpfer der ORT-Bewegung, und Schatzmeister der eng* lischen ORT - Gesellschaft, Lieutenent Colonel J. H. Levey, " zu begrüssen. Das englische ORT-Komitee hat ja das Patronat über die Lehranstalt der ORT, Gesellschaft zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden, Abteilung Deutschland, in Berlin. Zu der Besichtigung waren führende Vertreter der Reichsvertretimg, der Berliner Gemeinde und aller jüdischen Organisationen erschienen. In seinen einleitenden Worten wies Wilhelm G r a e t z, der Vorsitzende der Abteilung Deutschland der ORT, eingehend auf die Bedeutung der ORT-Bewegung für die Berufsumschichtung und Berufsausbildung der jüdischen Jugend hin und betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit aller jüdischen Organisationen auf diesem Gebiet. Als Zeichen des Dankes für die Hilfe der englischen ORT-Organisation überreichte er Lieutenent Colonel Levey eine zweite Ausfertigung des riesigen Schlüssels, der — von Schülern der Berliner ORT-Schule hergestellt — auch auf der Pariser Weltausstellung von der ORT gezeigt wurde und die Inschrift trägt: „Durch ORT-Fachschulen zur Qualitätsarbeit, der Schlüssel der Zukunft der jüdischen Jugend." Wilhelm Graetz konnte dabei auch die erfreuliche Mitteilung machen, dass der ORT auf der Pariser Weltausstellung mit zwei goldenen Medaillen ausgezeichnet worden ist. In einem anschliessenden Rundgang konnte jeder der Beteiligten einen Ueberblick über die wertvolle Arbeit gewinnen, die hier seit dem Beginn vor etwa fünf Monaten geleistet wurde. Mehr als 100 Jungens erhalten in den verschiedewirtschaftlichen Erzeugnisse bemüht, steht man dann dem Problem wieder in seinem ganzen Ernst gegenüber. Aber zugleich auch mit der Beruhigung, es in guten Händen zu wissen. Schon haben die Forschungsarbeiten dazu geführt, aus Orangenschalen Oele zu destillieren, die neue Wege der Verwendbarkeit erschliessen, und man hofft, auch noch in weiteres Neuland vorzustossen. Wie ein Zeichen der Verheissung winkt aus der Nacharschaft das Haus Chaim Weizmanns herüber. Wenn er nicht durch politische Schwierigkeiten immer wieder im Auslande absorbiert werden würde, so wäre man sicher schon weiter mit den lebenswichtigen chemischen Versuchen, so meint man. Hier ist einmal der seltene Fall verwirklicht, dass Vielseitigkeit nicht Dilettantismus bedeutet, sondern dass gerade die Höhe der vielseitigen Spitzenleistungen zum Problem wird. Ein Geist reicht aus, um Welten zu meistern, die so weit voneinander geschieden .sind wie Chemie und Politik. Aber durch das Gefäss der Körperlichkeit wird er eingezwängt in die Gesetze von Raum und Zeit, und alle technischen Hilfsmittel der Welt schützen ihn nicht vor dieser Unterwerfung. Nachdem wir in Mikwe Israel eine landwirtschaftliche Schule vom Typ der Alliance-Sehulen kennengelernt haben, kommen wir am Abend tatsächlich zum zweitenmal, aber sozusagen zum erstenmal legitim in Tel-Aviv an. Wieder ist der grossstädtische Eindruck erstaunlich und überwältigend. Er vertieft sich am nächsten Morgen beim Anblick der lebhaften Geschäftsstrassen, des Hafens, des Messegeländes und des Museums. So viele Worte —- so viele Gedankenketten! Es ist unmöglich, ihnen allen gerecht zu werden. Denn dann kam noch der Empfang der Wizo am Nachmittag und ein sehr ernstes und nachdenkliches Gespräch mit Dr. Werner Bloch, dem Leiter des Zionistischen Informationsbüros, am Abend. Und es kam noch ein weiterer Tag mit der Besichtigung einer Schokoladenfabrik an der Stadtgrenze, der Wizo-Haushaltungsschule Nachlat Jizchak, der meist von Juden aus Deutschland bewohnten Milteistandsnen Abteilungen der Anstalt ihre Ausbildung, •und man konnte es ihren frohen Gesichtern ansehen, wie gerne sie hier arbeiten. Wer sich darüber hinaus noch mit dem einen oder anderen der Jungens länger unterhielt, der konnte leicht die Zufriedenheit, ja den Stolz darüber feststellen, dass sie hier ihre Berufsausbildung gemessen dürfen. Und dazu haben sie auch allen Grund, Die Räume sind gross und luftig, der praktische und theoretische Unterricht wird von anerkannten Fachleuten in vorbildlicher Weise erteilt und die bereits sehr gute technische Einrichtung wird dauernd verbessert. Die Arbeiten der Schüler zeigen einige ganz besonders gute Leistungen. Ohrenbetäubend ist der Lärm in den Werkstätten, in der Schweisserei, der Schlosserei, im Maschineneaal; gross und freundlich sind die Klassen, die dem theoretischen Unterricht (Zeichnen, Berufskunde, Rechnen, Stoffkunde, Physik) dienen. Nur eine kleine Anregung: Wäre es nicht möglich, einen hübschen, gemütlich eingerichteten Aufenthaltsraum zu schaffen, in dem die Jungens die Freizeit während der Tagesarbeit verbringen könnten? Sicherlich würde das von vielen freudig begrüsst werden. Sonst aber kann man nur hoffen, dass sich die Lehranstalt im gleichen Geiste wrie bisher weiterentwickelt und damit ein immer wertvollerer Bestandteil im Rahmen der wichtigen Arbeit, die der Zukunft unserer Jugend dient, werde. Der Anfang rechtfertigt jedenfalls grosse Erwartungen. H. W-l. Chaimkka-Pfundspende! Jüdische Hausfrauen, erleichtert den ehrenamtlichen Helferinnen der Jüdischen Winterhilfe ihre mühsame Arbeit. Sie sprechen möglichst jeweils am Montag bei euch vor. Wenn infolge des grossen Mangels an Sammlerinnen die eine oder andere Familie nicht aufgesucht werden sollte, so bitten wir, die Pfundspende für Oktober und November durch einen Geldbetrag abzulösen. Postscheckkonto der Pfundspende zur Ablösung von Natural-Pfundspenden der Jüdischen Winterhilfe Berlin: Berlia Nr. 1417. Seelische Winterhilfe 22. bis 25. November einschliesslich täglich 20.15 Uhr im Grossen Saal des Musikervereinshauses, Kaiser- WilheJm-Strasse 31. „Der grosse Bilderbogen". Ein Kleinkunstprogramm von Leo Hirsch. — Ausserdem am 24. und 25. November, nachmittags 15.S0 Uhr. ebenda Kindernachmittage. Eintrittskarten unentgeltlich für Betreute der Jüdischen Winterhilfe Berlin in den Bezirksstellen: Grosse Präsidentenstr. 3, Kleine Siedlung Ramot Haschawim, des gesetzestreu geführten Kibuz Rodges, des zunächst noch mech projektierten als schon existierenden Seebades und Industrieortes Natania und des noch in der Erschliessung begriffenen Küstenstriches Emek Chefer. Eine unübersehbare Fülle von Erscheinungen, in denen alle Grösse und alle Fragwürdigkeit menschlichen Beginnens angelegt ist! Es hatte eben doch einen Sinn, dass wir diesen Bericht mit einem Ende begonnen haben, nämlich mit dem Abbruch unserer Gruppenreise. Er steht im Vordergrund unseres Bewusstseins um so mehr, als es ein eigentliches Ende unserer Eindrücke, Gedanken, Fragen und Zweifel in diesem Lande nicht zu geben scheint. Die Reise ist zu Ende gegangen — nun gut. Nicht abrupt und plötzlich war der Abschluss, denn das Bild hatte sich gerundet, wir waren auch erlebnissatt und sehr, sehr müde. Aber kaum ist ein Tag darüber vergangen, da ist es, als fiele eine Betäubung von uns ab und als sollte eine neue Wachheit jetzt erst anheben. Bis jetzt hat unsere Aufgabe darin bestanden, nur in uns aufzunehmen. Auch dieses Aufnehmen zwar stand schon unter anderen Zeichen als eine sonstige Rezeption, die mehr oder minder sauber abgeschliffene Ergebnisse vermittelt. Es war ein Aufnehmen, das einen in ununterbrochene Erschütterungen versetzte, bald in glückhaften Aufschwung, bald in tiefe Niedergeschlagenheit. Wir sind in schwerer Zeit ins Land gekommen. Infolge der politischen Unsicherheit und der wirtschaftlichen Krise lastet der Druck unabsehbarer Sorgen auf Mensehen und Unternehmungen. Es ist kein leichtes Los, ein Land, dessen leidenschaftlicher Vorwärtsdrang sein bestes Teil ist für drinnen und draussen, in Schwierigkeit und Stillstand kennenzulernen. Aber noch schwerer ist es für die Menschen hier, so zu leben. Das alles will nicht für sich allein gesehen und gewertet sein. Es will eingefügt werden in die grossen Ordnungen unseres jüdischen Lebens in dieser Zeit. Darum war das Reiseerleben als solches, durchwühlend und umwälzend, wie Hamburger Str. 12 (Laden\ Exerzierstr. 30 (Laden), Weissenburger Str. 2/3 '..Hof 1 Treppe), Alexanderstrasse 53. 27. November, 20 Uhr, Synagoge Fasanenstr. Konzert unter Mitwirkung des Orchesters der Kunstlerhilfe, Leitung:Dr. Hermann Schildberger und Werner Fabian. Charlotte Salomonski-Rosen (Violine), Tilly Forscher (Gesang), Charlotte Hirschfeld (Rezitationen). Ansprachen: Direktor Heinrich Stahl und Max Gundersheim. Eintrittskarten unentgeltlich für Betreute der Jüdischen Winterhilfe Berlin in den Bezirkssteilen: Markgraf-Albrecht-Str. 11/12 (Friedenstempel), Babelsberger Str. 52, Friedenau, Isoldestr. 4, Lützowstr. 16, Mommsenstr. 34, Schlüterstr. 70, Turmstrasse 9. Aus den Familien Frau Friederike Schwenk (Habelschwerdt) wurde am 12. November 75 Jahre alt. — Salomon Hecht (Datteln) feiert am 17. November seinen 75. Geburtstag. — Lehrer Jacob Stein (Eisenacfa) vollendet am 19. November sein 75. Lebensjahr. _— Siegmund Strauss (Düdelsheim, Oberhessen) wird am 22. November 70 Jahre alt. — Hermann Spiro (Berlin W 30) vollendet am 22. November sein 80. Lebensjahr. — J. Jacobsobn (Hagen) befiMm Bm§häü Mm&t MUeU eht am 25. November seinen SO. Geburtstag. — osef Tram er und Frau Sofie geb. Tramer (Breslau) feiern am 17. November ihre goldene Hochzeit. — Fedor Pol lack* und Frau Clara geb. Wagener (Hindenburg) begehen am 20. November das Fest ihrer goldenen Hochzeit. — Joseph Brummer und Frau Gertrud geb. Haase (Woldenberg, Neum.) feiern am 25. November ihre silberne Hochzeit. — Marcus Weiss und Frau geb. Wahle (München) begehen am 26. November das Fest ihrer silbernen Hochzeit. — Sally G o l dm ann (Leipzig) ist gestorben. Am 24. November wird I. Friedländer (Berlin W 35) 70 Jahre alt. Er ist seit fast 35 Jahren Mitglied des C.-V. Seinem Interesse hat er stets durch aktive Mitarbeit Ausdruck gegeben. Der C.-V. verdankt ihm die Zuführung zahlreicher neuer Mitglieder. y®sm®ei§e§* Berlin: 20. November, 20 Uhr 30 Min.: ..Sinai" - Lehrgänge. Rabbiner Dr. David Ochs (Leipzig): „Der Blick der Goia nach Erez Jisraei". Aula, Siegmundshof.il. 32. November, 17 Uhr 30 Min.: Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Ordentliche Generalversammlung. Aula der Lehranstalt, Artilleriestr. 14. 23. November, 20 Uhr 30 Min.: „Sinai" - Lehrgänge. Rabbiner Dr. E. Biberfeld: „Grundbegriffe der Pentateuchexegese". Bethamidrasch, Klopetockstr. 25. 24. November, 20 Uhr 15 Min.: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Lieder- und Arienabend. Manj» Barkan. Am Flügel: Rudi Lehmann. Bei Weil, Fasanenstr. 5. 27. November. 20 Uhr 15 Min.: Künstlertilfe der Jüdischen Gemeinde. Alfred Lichtenstein, Godfried Zeelander und Dr. Willi Aron, Kammermusik für Flöte, Cello und Klavier. Bei Weil. Fasanenstr. 5. 27. November, 20 Uhr 15 Min.: „Sinai" - Lehrgänge, Rabbiner Dr. H. Cohn: „Unsere Einstellung zum Golus". Synagoge Lew Jehuda. Schönhauser Allee 31. 27. November, 20 Uhr 30 Min.: Rabbiner Dr. v. d. Zyl: „Was ist uns Religion?" Musikalische Umrahmung. Synagoge Friedenstempel. , Frankfurt a. M.: 27. November, 20 Uhr 30 Min.: Gesellschaft für jüdisch* Volksbildung. Dr. Lutz Weltmann: „Spinoza, ein Jude des 1/. Jahrhunderts". Trausaal der Westend- Synagoge. Im Jüdischen Lehrhaus, Frankfurt a. M., fällt der für den 20. November vorgesehene Vortrag von Dr. Georg L u b i n s k i, Berlin, über Berufsausbildung aus. noch keines, das uns zuteil wurde, doch nur eine einzige schicksalhafte Frage. Die Antwort kann mit Für und Wider nicht errechnet werden. Wir können nichts, als ihr entgegenleben. Vielleicht wird sie eines Tages von selbst in uns zur Klarheit reifen. Für die Universität Jerusalem In London fand am 2. November die Jahresversammlung der britischen Gesellschaft der Freunde der hebräischen Universität Jerusalem statt. Sir Philip H a r t o g gedachte einleitend der Verdienste, die sich Lord Rutherford um die Gesellschaft erworben habe. Seine Hilfe werde man schwer vermissen. Das Ziel der Gesellschaft, jährlich 10 000 Pfund Sterling für die Universität aufzubringen, sei in diesem Jahr fast erreicht worden. Die von Dr. David E d e r hinterlassene psychoanalytische Bibliothek bildet den Grundstock für die in diesem Jahr in Jerusalem errichtete Eder-Gedächtnis-Bibliothek der Psychologie. Das wissenschaftliche Referat hielt der frühere Direktor der British School of Archaeology in Jerusalem. I. W. Crowioot, über die jüngsten Entdeckungen aus aitbebräischer Zeit. •Zum Ehrenpräsidenten wurde Viscount Samuel, zum Präsidenten Sir Philip Hart o g, zu Ehrenvizepräsidenten Domherr D a n b y, Simon Marks, Noa Morris, Lord Melchett und die Marquise of Reading gewählt. Die Exekutive blieb in ihrer Zusammensetzung unverändert. * B r o n i s I a v Huberman hat das Krankenhaus verlassen und sich nach B a t a v i a (Java) begeben. Das Zionistische Ehrengericht hat im Sinne des Statuts anlässlich des Verfahrens, das gegen den Vorsitzenden der Judenstaatspartei, Meir Grossman, wegen Veröffentlichung eines Dokumentes über die Verhandlungen Weizmanns mit Kolonieitminister Ormsby-Gore, eingeleitet worden ist. die die Rechte Grossmans als Mitglied des Aktions-Komitees, seines Präsidiums und des Kleine^ Aktions-Komitees bis auf weiteres suspendiert.

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